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DEFA-Doku über die Jugend- und Protestkultur in der DDR von 1989: Unsere Kinder

Im Jahre 1986 machte sich der damalige DEFA-Dokumentarfilmer Roland Steiner auf den wahrhaftig steinigen Weg, mit der Doku „Unsere Kinder“ Jugendliche in der DDR zu portraitieren, die sich jenen Jugendbewegungen zugehörig fühlten, die es offiziell nicht geben durfte: Neonazis, Skinheads, Anti-Skins, Punks und Grufties. Er trifft sich mit ihnen, fragt, lässt sie reden, hört zu, ohne zu verurteilen, zeigt ein Abbild. Er befragt Stefan Heym und lässt Christa Wolf mit jugendlichen Neonazis sprechen.

Er arbeitet drei Jahre an dem Film, zur Veröffentlichung kam ihm dann wohl der Fall der Mauer zu gute, denn ich kann mir keinesfalls vorstellen, dass diese Doku so in der DDR zu sehen gewesen wäre.

Hochgeladen hat dieses fulminante Zeitdokument Youtube-User watisnhierlos2, der ganz viel großartiges DDR-Material auf die Tube pumpt, aber immer das Einbetten verbietet, was mich gerade sehr ärgert. Ich habe aus den sechs Teilen dieser Doku trotzdem eine Playlist gemacht, die man sich hier ansehen kann. Unsere Kinder: Jugend- und Protestkultur in der DDR.

Wer auch nur annähernd was für das Thema übrig hat: unbedingt ansehen. Dafür liebe ich das Internet.

8 Kommentare

  1. O.29. März 2011 at 17:01

    Was ich richtig interessant finde, ist, daß selbst die Ost-Nazis den gleichen Schwachsinn vom bösen Ausländer erzählt haben, wie es die West-Nazis getan haben bzw. heute immer noch tun.

  2. Sebastian29. März 2011 at 18:31

    Einfach runterladen und selber hochladen und einbetten. ;)

    Klingt aber sehr interessant, schau ich mir gleich mal an.

    • Ronny29. März 2011 at 18:33

      Ohr, nöö, das ist mir dann doch zu viel.

  3. Bernie Gunther29. März 2011 at 21:35

    @ O.

    So interessant finde ich das gar nicht, da beide damals existierende deutsche Staaten eine gemeinsame – jeweils unzureichend aufgearbeitete – Vergangenheit besaßen, weshalb die deckungsgleichen Reaktionen auf die ersten Globalisierungsschübe zum Ende der 80ger bei den entsprechenden Rechtsextremen meines Erachtens nicht gerade verwunderlich sind.

    Wie auch immer: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch… (B. Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui) (Anmerkung zum Arturo Ui: Eine ebenso hellsichtige Beleuchtung der von Ludendorff ermöglichten Machtergreifung durch einen gewissen Herrn in Russland hätte mir auch gefallen. Ist aber ein anderes Thema…)

    Für E. Fried und S. Haffner!

  4. Links fürs Wochenende2. April 2011 at 10:46

    […] Steiner aus dem Jahr 1986.  Auf youtube hochgeladen vom User wasisnhierlos2 und von Ronny vom KFMW in die obige sechsteilige Playlist […]

  5. Anonymous6. April 2011 at 21:32

    Danke für den Hinweis auf diese Doku!

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