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Die DDR Keller-Sammel-Serie: Vintage Computer im Urania Universum

Ich will den heutigen Tag mal mit ein paar Scans aus einem Buch beginnen – dem Urania Universum. Laut der Aussage meines Dads gab es dieses Buch für jeden der Jugendweihe in der DDR gemacht hat als Geschenk. Ich bin immer noch baff wie viele verschiedene Themen man in einem Buch unterbringen und diese dann auch noch relativ tiefgreifend beleuchten kann – die Themen reichen vom Reihern über Wetter auf dem Radarbildschirm über das rechte Ufer des Kongo, Verkehrsflugzeuge, große Liebe zu kleinen Formen, Lichtleitertechnik bis hin zu Robotron Computern (ja alles in einem Buch). Ich hab hier die erste Auflage von 1968 vor mir. Vor allem die Computerabbildungen haben es mir angetan:


Man beachte das vor allem Frauen Computer benutzten – irgendwas ist da im Westen falsch gelaufen.

Ich bin mir nicht sicher aber ob die mit Kooperationsverbund nen Netzwerk meinen? Wahrscheinlich ist es aber nur ein Hacklab wo alle sich einen Computer teilten.

Der Robotron 300 – 100KHz Speicherkapazität 10.000 Zeichen mit 3 µs Zugriffzeit. Man beachte auch Frauen bauten die Rechner zusammen.

Man arbeitete auch 68 bereits an Glasfasern – was mir neu war. 

Noch zwei Scans aus dem Buch die sich nicht mit Technik befassen:

Und das Cover des Buches:

6 Kommentare

  1. Anja5. Februar 2010 at 13:05

    Als ich in den 80igern angefangen habe zu lernen war ein Rechner noch so groß wie ein Festsaal. Eine Festplatte mit 8 MB war so groß wie eine Waschmaschine. Ich habe noch mit PL1 (1 & 0) und Assembler Programmieren gelernt. Das waren noch Zeiten, als mind. 5 Leute einen Rechner bedient haben.

  2. Anja5. Februar 2010 at 13:11

    Ende der 80iger gab es ein Datenankopplungssystem (DAKS) da konnten alle Rechenzentren der DDR sich einloggen. In Potsdam wurden Statistiken erstellt, dazu war es nötig die Daten aus der ganzen DDR einzuspeisen.

  3. fALk5. Februar 2010 at 13:20

    Mussten sich die 5 Leute immer einig sein was sie machten? Ist sehr schwer vorzustellen das eine ganze Schicht lang man mit vier anderen Menschen 100%ig auf einer Wellenlänge sein musste damit am Ende ein brauchbares Ergebnis rauskommt.

  4. Anja5. Februar 2010 at 13:20

    Meine Hausarbeit 1988 war die Emulation eines DOS 1 Projektes in ein DOS 3 System. War alles im Eingabemodus, noch nichts mit bedienungsfreundlicher Oberfläche.

  5. Anja5. Februar 2010 at 13:24

    @fALk
    Wir arbeiteten alle in einem Projekt. Einer oder Zwei bedienten den Rechner die Anderen wechselten die Magnetbänder oder die Festplatten, oder lesen Lochkarten oder Lochbänder ein. Es gab ein riesiges Archiv für Festplatten und die Dinger waren ganzschön schwer. Für ein Projekt brauchte man ca. 10 Platten.

  6. andreas5. Februar 2010 at 18:35

    Ich muß mal meinem Vater die Urania Universum Sammlung, die auf dem Dachboden dahin vegetiert, entwenden. Scheint interessant zu sein. : )

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