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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Auf den langen Gängen im Rathaus Spandau riecht es genauso wie in den alten großen Gebäuden damals unter den Eichen in Zehlendorf, die den amerikanischen Alliierten gehörten und in denen ich mal gearbeitet hatte. Die Flure in Spandau sind nur noch ein wenig schmuddeliger, vergilbter und allgemein versifter wie die in Zehlendorf vor zehn Jahren – nur dunkler sind sie noch. Die Toiletten sind eigentlich keine, sie sind eine öffentliche Zumutung, wenn man so will. Die Farben sind ähnlich deprimierend grün-grau-irgendwas. Der Geruch aber ist haargenau der selbe wie in diesen Backsteingebäuden in zu jener Zeit in Zehlendorf. In diesen befand sich eine Tierversuchsanstalt.

Als die Sachbearbeiterin mich fragte, „welcher Religion“ ich denn angehöre, sagte ich: „Keiner, ich war Jungpionier.“ Hat sie nicht verstanden.

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Gaz-Wolga


Was habe ich als Kind da gerne mal mitfahren wollen. Aber nein, der einzige Toniwagen, in dem ich mal mitfahren musste durfte, war ein läppischer 353W.
Pffff.

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„Dein Fernseher lügt!“
„Meiner nicht mehr. Nachdem ich ihn 6437 mal ermahnt und ihm gesagt hatte: Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen nächsten, ging er gar nicht mehr an.“
„Probier ich auch mal.“

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Es gibt jene, die wollen ihre Soße auf dem Teller immer neben den Kartoffeln. Die sind meistens weiblichen Geschlechts. Es gibt jene, die wollen sie immer obendrauf. Meistens Männer. Dritte widerum haben sie gerne dezent über den Kartoffeln und den großen Rest daneben. Wo genau die allerdings geschlechtlich einzuordnen sind, ist noch nicht ganz klar. Darüber sollte man mal nachdenken.
Voraussetzung zu dieser geschlechtlichen Zuteilung, bei den Vorlieben des Soßenessens, ist natürlich eine äußerst schmackhafte Soße auf dem Teller. Das nämlich verbindet dann doch alle. Neben dem Teller will keine(r) ihre(seine) Soße.

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Fusion Vorverkauf ab 01.12.07

„Und hallo: Ein Ticket ist nicht nur so ein Stück Pappe! Es ist der erste Vorbote des Sommers, der Schutz davor, sich auf der Suche nach einem Geschenk schwitzend in Kaufhausketten rumzuquälen, der Symbolträger zum Übers-Bett-Pinnen, die Parallelweltinsignie auf Omas Häkeldeckchen, der Zugangscode zur Tankstelle für die Seele! Das heißt: Am kommenden Wochenende die Prioritäten verschieben und falls notwendig etwas kürzer treten, dafür lieber den Fahrschein zu eurem Lieblingsfestival sichern.“
(Fusion Newsletter)

Man achte auf das verdammt fetzige Layout(!) für 2008.
Na dann kann die alljährliche Planerei ja wieder mal losgehen.

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Am Platz der Einheit sitzen drei Beamten in den Büschen und kassieren die bei-rot-über-die-Ampel-Geher auf der Stelle ab. Ein gutes Geschäft für die Drei, sind doch dort gleich fünf Ampelübergänge auf einen Blick einzusehen. Wenn sie einen Sünder entdecken, hüpfen sie gemeinsam aus dem Busch wie das Bunny aus der Torte und kommen ihren Pflichten nach, was aufgrund des hohen Fußgängeraufkommens um diese Zeit schon fast in Stress ausartet. Sachen gibt es.

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Wie fühlt es sich eigentlich an, wenn man vor 3 Wochen erst einen verharmlosenden Pro-Tasereinsatz-Artikel in sein Blatt knallt und dann im nachhinein über diverse Todesfälle berichtet, die eben durch den Einsatz der Elektrotoaster verursacht worden sind?

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