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Schlagwort: 1970’s

Ein laufender Lastkraftwagen aus dem Jahr 1970

Aus der Kategorie „Erfindungen, die sich nicht durchsetzen konnten“ heute: The Walking Truck von General Electric, der 1966 von der – natürlich – U.S. Army bei GE in Auftrag gegeben und im Jahre 1970 fertiggestellt wurde.

Der Walking Truck, auch Cybernetic Walking Machine ist ein vierbeiniger, pilotierter Laufroboter-Prototyp von General Electric aus dem Jahr 1970. Der Walking Truck wurde 1966 von der U.S. Army bei General Electric in Auftrag gegeben, von Ralph S. Mosher entwickelt und im August 1970 an die U.S. Army ausgeliefert. Die Army wollte ein Lastkraftvehikel für die Infanterie, um schwere Lasten über extrem schwieriges Gelände zu befördern.

Der Walking Truck ließ sich mit seinen vier Beinen mittels hydraulischen Servos steuern, da keine Bordcomputer eingebaut wurden. Mit den Händen steuerte der Fahrer das vordere, mit den Pedalen das hintere Beinpaar. Er war einfach zu steuern, ein Fahrer konnte in zwei Stunden alle Bewegungen wie Vorwärts- und Seitwärtsbewegungen, Drehungen und das diagonale Balancieren auf jeweils einem vorderen und einem hinteren Bein erlernen. In allen Innenraumtests in Werkshallen wurde der Walking Truck durch Sicherungsseil gesichert, damit er bei den Testfahrten über Hindernisse nicht umfiel. Bei Tests in Außenanlagen kam er ohne Kran aus und balancierte sich über Hindernisse.

Der Walking Truck wiegt 1500 kg. Der Truck konnte 250 kg Ladung durch extrem schwieriges Gelände transportieren, was für andere Transportfahrzeuge nicht möglich war. Es hatte eine Höchstgeschwindigkeit von fünf Meilen die Stunde und die Zugkraft, um einen im Schlamm steckengebliebenen Jeep herauszuziehen.

Die U.S. Army stoppte das Projekt, da sie stattdessen Transporthubschrauber einsetzte, um schwere Lasten über schwieriges Gelände zu befördern. Das US-Patent für den Walking Truck trägt die Nummer 5346027.


(Direktlink, via Badeboom)

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Der damals 13-jährige und spätere Punk-Filmemacher David Markey filmt 1976 die Skater- und Dirtbike-Szene in Santa Monica

Das sind die Dinge, für die ich das Internet auch heute noch wirklich hart liebe. David Markey, heute seines Zeichens Macher für gediegene Punk-Film-Produktionen, hat im Jahr 1976 in Santa Monica, CA, die Skate-, Surf- und Dirtbikeszene auf 8-mm festgehalten.

His work is also noted as documenting the punk scene in Southern California throughout the 1980s, growing to find a larger audience in the 1990s while continuing to produce work throughout the 2000s and 2010s. Markey has worked with Sonic Youth, Nirvana, Mudhoney, Redd Kross, Bob Mould, Circle Jerks, The Ramones, Black Flag and the Meat Puppets.

Und ich wäre nicht nur ein bisschen gerne dabei gewesen. Allein: es war der Sommer vor meiner Geburt. In einem Land, in dem es nicht vorgesehen war, mal eben nach Santa Monica, CA, fliegen zu können. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb sehr, sehr schön.

Skateboarding, surfing, and dirt biking in Santa Monica, CA, captured by a pre-teen David Markey on 8mm film in 1976/ ’77. The dawning of the Dogtown era; Road Rider 4’s, Bennett Trucks, Logan Earth Ski’s, 2 colored Vans. Shot at Bay Street, Kenter Elementary, McKinley Elementary, Harvard Street, and the former vacant lots of Santa Monica. Skaters include Paul Hoffman and Paul Cullen.


(Direktlink, via reddit)

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Quelle-Katalog Herbst/Winter 1973: „Videografieren – das tolle Fernsehhobby!“

So war das wohl damals 1973. Ich war noch nicht mal geboren, im Westen forderte die Werbung schon mal die Geilheit für den Kapitalismus für sich ein, der alles möglich zu machen vorgab. Konnte er am Ende bis heute nicht, weshalb er in meinem Fühl dann auch endgültig mal weg kann.

Aber schönes, nicht nur mediales Zeitdokument. Besonders im Hinblick auf die Beschreibung. Worte wie Zuckerwatte…


(via Peter Glaser)

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Einführung des Fernwahlmünzfernsprechers am Bahnhof Zoo (1976)

In dem Viertel, in dem ich groß wurde, stand damals eine Telefonzelle, die immer bestens besucht war. Privathaushalte mit Telefonanschlüssen waren in der DDR eher die Ausnahme und meistens gab es die pro Hausaufgang nur in einer Familie. Jedenfalls erinnere ich mich immer noch recht lebhaft an die olle Zelle, in der es immer auch ein wenig nach Pisse stank, in der meistens irgendetwas kaputt randaliert wurde und die dicken Telefonbücher fast immer, nachdem sie erneuert wurden, angezündet wurden. Heute gibt es diese Zelle nicht mehr, wie es überhaupt so gut wie keine Telefonzellen mehr braucht.

1976 haben sie am Bahnhof Zoo einen Fernwahlmünzfernsprecher installiert – und das war eine ziemlich große Sache.

Archivperle: Einführung des Fernwahlmünzfernsprechers am Bahnhof Zoo (1976)

Selbstwählend in die ganze Welt telefonieren? Das war mal neu und erstaunliche Hochtechnologie, vor 43 Jahren am Bahnhof Zoo. #Archivperle

Gepostet von Abendschau am Samstag, 19. Oktober 2019

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Über 50 Songs aus dem Jahr 1979 in einem Mix von drei Minuten

Saubere Fleiß- und Mixarbeit von The Hood Internet, für die einfach mal über 50 Songs aus dem Jahr 1979 in einen dreiminütigen Mix gelötet wurden, der dann auch noch überraschend harmonisch daherkommt. Respekt.

ABBA, AC/DC, Anita Ward, Billy Joel, Blondie, Boomtown Rats, The Buggles, The Cars, Charlie Daniels Band, Cheap Trick, Chic, The Clash, The Cure, Donna Summer, Doobie Brothers, Earth Wind & Fire, Electric Light Orchestra, Fleetwood Mac, The Flying Lizards, Gang of Four, The Gap Band, Gary Numan, Joy Division, Kiss, The Knack, Kool & The Gang, Lipps Inc, M, Michael Jackson, Pat Benatar, Pink Floyd, The Police, The Pretenders, Prince, Queen, Rainbow, Rupert Holmes, Sister Sledge, The Specials, Squeeze, The Sugarhill Gang, Supertramp, Talking Heads, Tom Petty & The Heartbreakers, Van Halen, The Whispers, Wire


(Direktlink, via Maik)

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„Modernste Rundfunktechnik“ aus der DDR (1971)

Aus der DDR-Zeitschrift „Jugend und Technik“ im Jahr 1971. Den Begleittext verstehen womöglich nur die wenigsten. Auch ich nicht so ganz, aber damals war der Heimrundfunkempfänger TR 200 „Adrett“, der von einem Jugendkollektiv des VEB-Kombinat Stern-Radio Berlin, Betrieb Stern-Radio Sonneberg, entwickelt wurde, wohl der heiße Scheiß. Ich mag’s fast glauben.


(via Steffen Krause)

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