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Schlagwort: Die Tafel

Bezirksamt in Berlin berechnet Lebensmittel von die Tafel als Einkommen – und kürzt Wohngeld

(Foto: LubosHouska)

Ein Student in Berlin-Lichtenberg hat Wohngeld beantragt und angegeben, dass er Lebensmittel von der Tafel beziehen würde. Das Bezirksamt rechnete ihm aufgrund dessen knapp 3.000 Euro jährlich als Einnahmen an und kürzte ihm das Wohngeld um 100 Euro im Monat. Das ist alles so kaputt.

Eigentlich hätte er Anspruch auf Wohngeld von 190 Euro gehabt, das Bezirksamt bewilligte letztlich 90 Euro. Im entsprechenden Bescheid werden 2.892 Euro pro Jahr als „Sachbezug Tafel“ und damit als Einkommen des Antragstellers zugrunde gelegt. Der Mann lege Widerspruch ein, der wiederum im Frühjahr 2019 abgelehnt wurde.

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Ein Blick auf Lebensmittel nach ihrem „Mindesthaltbarkeitsdatum“

Dass das „MHD“ auf Lebensmitteln „Mindesthaltbarkeitsdatum“ und nicht „Sofort tödlich ab“ bedeutet, wissen wir alle. Dass sich dennoch manche daran mehr orientieren als eigentlich nötig wäre, wissen wir ebenso. Die Tafel geht darauf mal näher ein und zeigt in dieser Grafik, wo bei welchen Lebensmitteln vielleicht Vorsicht geboten sein könnte, was ausdrücklich kein Muss ist. Und bei welch anderen Lebensmitteln sehr viel weniger Wert darauf gelegt werden muss. Um vielleicht einfach mal weniger wegzuwerfen, hilft nach wie vor immer noch: Gucken, riechen, schmecken. Was ja nun auch keine echte Neuigkeit ist. In diesem Sinne.

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