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Schlagwort: Documentary

Doku: „Our House“ – Wie Madness Bandgeschichte schrieb

Ein wenig Musikgeschichte über einen Hit, der in unserer Dorfdisko damals in Heavy Rotation lief – und über die Band, die ihn geschaffen hat: Madness.

Von den Hinterzimmern der Pubs von Camden bis auf das Dach des Buckingham Palace beim Thronjubiläum der Queen: Die Londoner Band Madness bereicherte die britische Geschichte und die ganze Welt wie keine andere mit ihrem spektakulären Auftritt. In der Doku blicken Bandmitglieder und Weggefährten auf die Ska-Welle ihrer Anfangsjahre und die Fortentwicklung in den 80ern zurück.

Ein musikalisches Erdbeben: Als die Fans der britischen Band Madness bei einem Konzert im Finsbury Park im Sommer 1992 zu den ersten Takten des Songs „One Step Beyond“ im Takt sprangen, schlugen die Seismographen in London aus. Damals feierten Madness nach sechsjähriger Trennung ihr Comeback und Großbritannien begegnete ihnen mit einer bis heute währenden Liebe. Die zunächst siebenköpfige Band, bestehend aus jungen Männern der Arbeiterklasse von 1979, hatte ihre ersten Auftritte in einem Pub in Camden.
Das Markenzeichen von Madness war eine mitreißende Mischung aus jamaikanischen Einflüssen und Punk namens Ska. In den Zeiten von Wirtschaftskrisen und wachsendem Rassismus brachte das in Coventry und Birmingham entstandene Genre schwarze und weiße Musiker zusammen.


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Doku: A History of Elevator Music: From Muzak to Streaming

Sehr sehenswerte Doku über ein Genre, dass ich heute sehr mag, auch wenn sich die „Fahrstuhlmusik“ über die Jahre natürlich stark verändert hat und dafür sorgte, das auch Musik in diese Schublade sortiert wurde, die dafür gar nicht gemacht werden wollte. Keine Ahnung, ob das heute noch als Schimpfwort taugt.

Die Fahrstuhlmusik wurde in den 1930er Jahren von einem US-General erfunden, um die Produktivität von Arbeitenden in Fabrik und Büro zu steigern. Nach und nach wurde sie zu einem wesentlichen Element der Verkaufsförderung in Supermärkten und Geschäften auf der ganzen Welt. Die Dokumentation erzählt, wie diese Musik, die eigentlich nicht zum Zuhören gedacht war, unsere Städte und unser Leben erobert hat.


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The Beatles Recording of „The White Album“

Film Retrospective mit Blick auf die historische Aufnahme des Beatles-Album „The White Album“ und konzentriert sich dabei auf jedes Ereignis, das zu diesem ikonischen Doppelalbum beitrug: eine Reise nach Indien, ein Studium in einem Ashram und die anschließende Rückkehr ins Studio, wo sich die Band nach innen wandte, was auch zu Konflikten zwischen den Mitgliedern führte.


(Direktlink, via Laughing Squid)

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Doku Trailer: Ghost Elephants

Dr. Steve Boyes auf der Suche nach Geisterelefanten, einem Tier, das lange Zeit für einen Mythos gehalten wurde. Der Trailer macht echt Bock auf diese Doku von Werner Herzog.

For over a decade, Dr. Steve Boyes, conservation biologist and National Geographic Explorer, has been in search of a mysterious, elusive herd of Ghost Elephants in the highlands of Angola, deep within its forests. From acclaimed director Werner Herzog (“Grizzly Man”), Ghost Elephants follows Boyes on an epic journey as he sets out with some of the best master trackers in the world, in pursuit of an animal long believed to be a myth.


(Direktlink, via Nake on the Lake)

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Fotoshooting DDR: Bilder zwischen Propaganda und Alltag

Ich habe eine echte Schwäche für Alltagsfotografie aus der DDR, weshalb ich hier schon häufig darüber geschrieben habe. Vielleicht weil keine andere Kunstform so nahe an meiner kindlichen Erinnerung an die DDR ist, wie eben Fotografie, die halt nur schwer zu zensieren war und so die Realität zeigte, ohne zu beschönigen.

Fotografinnen und Fotografen in der DDR hatten einen überraschend großen Freiheitsspielraum, eine ausdrückliche Bildzensur gab es nicht. So konnten sie auch sichtbar machen, was von der Staatsmacht ausgeblendet werden sollte. Die Dokumentation stellt zwei Fotografinnen und zwei Fotografen vor, die das Leben in der DDR beobachteten und deren Werke in den letzten Jahren neu entdeckt wurden: Eberhard Klöppel ist im Mansfelder Land aufgewachsen und hat als Pressefotograf für die „Neue Berliner Illustrierte“ viele Bildreportagen realisiert, die nun vielfältige Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen in der DDR bieten.
Dietmar Riemann aus Hartha in Sachsen sah den Staat, in dem er lebte, zunehmend kritisch. 1986 stellte er einen Ausreiseantrag, der erst 1989 bewilligt wurde. In der Zeit des Wartens und der Ungewissheit schrieb er ein über 1.000-seitiges Tagebuch und fotografierte heimlich die Berliner Mauer und Grenzanlagen.


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Trailer: The Dinosaurs

Diese von Steven Spielberg und Amblin Entertainment produzierte produzierte Doku-Serie beleuchtet Aufstieg und Fall der Dinosaurier über Hunderte von Millionen Jahren. Detailierte Bilder dieser beeindruckenden Kreaturen, untermalt von der markanten Stimme Morgan Freemans. Ab dem 3. Juni 2026 auf Netflix. Dinos gehen ja immer.


(Direktlink, via The Awesomer)

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Cycling Cities – Der Film

Der von Ingwar Perowanowitsch gemachte Dokumentarfilm „Cycling Cities“ handelt über die schönsten Fahrradstädte Europas und was wir in Deutschland von diesen Städte lernen können. Dafür ist er im Mai 2025 mit Kamera und Fahrrad von Freiburg aufgebrochen und zwei Monate lang quer durch Europa gefahren, hat dabei die Städte Paris, Gent, Amsterdam, Utrecht, Groningen, Hamburg und Kopenhagen besucht. ER wollte herausfinden, was diese Städte so lebenswert macht, was eine fahrradgerechte Stadt ausmacht und welche Voraussetzungen es braucht, um die Verkehrswende und den nachhaltigen Stadtumbau voranzutreiben.

Gleichzeitig ist Cycling Cities auch ein Reisefilm, der zeigt, wie vielseitig das Fahrrad einsetzbar ist und welche Freiheit damit einhergeht. Das macht schon ein bisschen Bock auf eine Radreise.


(Direktlink, via Einfach machen)

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A Boy’s Last Summer of Freedom (1970)

Ein letzter Sommer, bevor die Schule beginnt. Kennen wir als Kind, kennen wir als Eltern.

Look Stranger spends the last day of the summer holiday with Cameron MacDonald, a five year old boy from Glenfarclas, near Ballindalloch in the Spey Valley. This charming documentary film captures the carefree spirit of the young boy as he adventures through the idyllic countryside of the Scottish Highlands, assists his father on the family farm and distillery, fishes, rides his toy tractor, and feeds his imaginary cow.

This is a bittersweet moment for Cameron’s parents, as tomorrow his life will change forever – he starts school in the morning.


(Direktlink, via Nag on the Lake)

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Doku: Schleimkeim – Otze und die DDR von unten

Im letzten Jahr erschien mit Schleimkeim – Otze und die DDR von unten eine Doku über Dieter „Otze“ Ehrlich, der auf einem Bauernhof in Stotternheim, ein Dorf in der Nähe von Erfurt, die erste Punkband der DDR gründete: Schleimkeim. Außerdem gibt sie Einblicke in die Punkszene der DDR, die halt wirklich eine ganz andere als die in der BRD war. Prädikat sehenswert.

Schleimkeim – eine Punkband, die die Subkultur in der Spätphase der DDR verwirklichte. Die Band war bunt, laut und vor allem beugte sie sich nicht dem System. SCHLEIMKEIM – OTZE UND DIE DDR VON UNTEN beschäftigt sich mit dem Werdegang der Band von ihrem Aufblühen bis zu ihrem Ende. Wie war es, eine Punkband innerhalb der DDR vor und während des Mauerfalls zu sein? Und wie danach mit der neu gewonnenen Freiheit und dem Wegfall des alten Feindbildes? Mit dem Fokus auf Frontmann Dieter „Otze“ Ehrlich durchschreitet der Film mehrere Bedeutungsebenen. Durch Zeitdokumente und Interviews mit verbliebenen Bandmitgliedern und Angehörigen entsteht eine dokumentarische Collage, welche Musik erfahrbar und den Preis der Freiheit sichtbar macht.


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Doku: Lost in Music „Downtempo“ (1997)

Tolle Doku-Perle aus dem Jahr 1997, die sich dem damals aufgekommenen „Downtempo“ widmete. Ich hab das Genre nie so genannt, was egal ist. Es hat uns die sanfteren Spielarten der elektronischen Musik in die Wohn- und Schlafzimmer gebracht und neue Möglichkeiten zugelassen, die bis heute nachhallen. Hier besonders schön: Terranova sind mit dabei, die damals so viele Leute gar nicht auf dem Zettel hatten, die mit ihrem Album „Close the Door“ in meinen Ohren allerdings einen Meilenstein veröffentlich haben, der auch heute noch absolut zeitlos großartig klingt.

TV Documentary with Kruder & Dorfmeister, Terranova (Fetish, KAOS, Coco aka Nicolette Krebitz), Coldcut, Ninja Tune, Herbaliser. By Christoph Dreher and Ralf S. Wolkenstein. Turner and Tailor.


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