Zum Inhalt springen

Schlagwort: Folk

Musik für den Herbst-Blues: Raulito Wolf – Music for sleepless Wolfs

Mich hat es Ende letzter Woche ziemlich flachgelegt. Eine bakterielle Infektion der Lunge hätte es jetzt auch ohne Covid zu sein nicht sein müssen, aber sucht man sich ja nicht aus. Schmerzen, Fieber, Schweißausbrüche, diesdas. Vor sich hinschimmeln und hoffen, dass es schnell wieder vorbeigeht. Was es nicht wirklich tut. Wird langsam besser, aber gesund fühlt sich anders an. Mein Doc sagt, ich solle mich schonen, was ich versuche, wobei mir das meistens nicht so leicht fällt. Ich gebe mein Bestes, wobei mir zusätzlich – wie jedes Jahr – der Herbst-Blues reinfährt. Eine denkbar ungünstige Kombination.

Aber wenn der schon mal da ist, kann man den akustisch auch füttern und nichts würde dazu besser passen, als dieser vor Melancholie nur so triefende Mix von Raulito Wolf, der sowas wie der Herbst in Klang ist. Also nichts für gute Laune. Aber dennoch wunderschön. Traurig.

Einen Kommentar hinterlassen

Dj Fog Puma: This Shining Shining World – A Folk Mix

Manchmal darf es hier auch Folk sein. Heute ist so ein Tag, an dem dieser wahrlich schöne Mix von DJ Fog Puma Einzug in meine Gehörgänge fand und da so schnell gar nicht wieder raus will. Akustische Melancholie für einen grauen Tag.

A folk mix – with phantastic music by Comus, Carol Batton, Luboš Fišer, John Renbourn, Vashti Bunyan, The Incredible String Band, Current 93, Michael Cashmore, Feathers, Emmanuelle Parrenin, Arawak, Matt Elliott, Areski & Brigitte Fontaine, William Eaton, Linda Cohen, Paul Giovanni & Magnet, Jan & Lorraine, Linda Perhacs, Trees, These Trails, Duncan Browne, Matthew Young, Nick Drake, Virginia Astley. Thank you for the beautiful music!

(via Das Filter)

Ein Kommentar

Djanzy – It’s Raining All Over the World (MixTape / 02.2022)

Djanzy schrieb heute Morgen irgendwas mit „ich weiß du bist doch eigentlich auch n alter Folk-SingerSongWriter und Blues Hippie!“ und ich hatte fast schon Angst, dass da dann irgendwas mit Montagabend spazieren gehen kommen würde, wovon ich natürlich nicht wirklich ausging. Aber: er hat ja recht.

Und da hat er mal wieder eine frische Mischkassette, die mich ganz wunderbar durch den grauen verregneten Tag begleitet hat und das hier jetzt auch weiterhin tun wird. Irgendwann wird es wieder besser. Wir werden die Sonne sehen, barfuss auf saftigen Wiesen tanzen und abends der gelben Sau beim Untergehen zusehen. So wie immer im Sommer. Aber soweit sind wir halt noch nicht und bis dahin kann es dann halt konsequenterweise auch akustisch mal regnen. So als Soundtrack zur Welt. Genau.

Tracklist:
00. Nina Simone – Vous êtes seuls mais je désire être avec vous (Intro Edit)
01. John Martyn – Solid Air
02. Bill Callahan – Spring
03. The Clientele – (I Can’t Seem To) Make You Mine
04. Josh Rouse – 1972
05. Dota Kehr & Francesco Wiking – Ein Sogenannter Schöner Tod
06. J.J. Cale – Magnolia
07. Sergio Mendes & Brasil’66 – Righteous Life
08. The Lovin‘ Spoonful – Coconut Grove
09. Pentangle – Goodbye Pork Pie Hat
10. Rodriguez – I Think Of You
11. Tony Joe White – Rainy Night In Gerorgia
12. Tim Buckley – Sweet Surrender
13. Terry Callier – Lazarus Man
14. Donovan – Get Thy Bearings
15. Mark – Almond – The City
16. Bongmaster Inc – Brothers & Sisters

Einen Kommentar hinterlassen

Ein Mixtape aus Uruguay mit Musik aus Uruguay

Wann habt ihr das letzte Mal ein Mixtape mit Musik aus Uruguay gehört? Ich für meinen Teil, so glaube ich, noch nie. Aber als ich vorhin auf die jetzt 25. Episode von Billy Casos großartigen The Barefoot Adventures klickte, die sich vornehmen, insgesamt mal 195 Mixtapes aus 195 Ländern anzubieten, war ich irgendwie gleich sehr annehmend dankbar dabei und finde, wir sollten alle viel häufiger Tapes dieser Art hören. Bei The Barefoot Adventures gibt es die regelmäßig aus allen Regionen der Erde. Wer also Bock auf gänzlich neue musikalische Erfahrungen haben sollte: folgen lohnt.

The Barefoot Adventures returns with a zoom into the rich musical history and culture of Uruguay.⁠ While virtually diving into this small but fascinating place, I came across new genres such as Candombe, Canto Popular, Uruguayan Rock, Milonga, Murga, and of course Cumbia.⁠

Digging in was an absolute treat, and it was difficult to squeeze my discoveries into a 2 hour show, but I think I just about managed it.⁠

Tracklist:
Alan Gómez – Recuerdos de Mi Plaza
Osiris Rodríguez Castillos – La Galponera
Julio Mora – Padre Viejo Paisano
Eduardo Mateo – Jacinta
Los Hacheros de Uruguay – Paisito
Daniel Viglietti – A Desalambrar
Alan Gómoez – Canto a Florida
Carlos Benavides – Soy Del CampoSoy del Campo
Carlos Pájaro Canzani – Aguaragua
El Kinto – El Pedido
Alfredo Zitarrosa – Pa’l que se va
Carlos Canzani – Aguaragua
Los Olimarenos – Que Sera
Totem – Caspita
El Kinto – Cielo Del 69
El Kinto – Don Pascual
Totem – Biafra
Psiglo – Catalina
Diane Denoir – Diane Denoir
Eduardo Mateo – Tras de Ti
El Kinto – Suena Blanca Espuma
Los Olimarenos – Nuestro Camino
Eduardo Mateo – El tungue le
Jaime Roos, Estela Magnone -Tras tus ojos
Psiglo – No Pregunten por Qué
Totem Uruguay – El Hombre Feliz
Limonada – Ojos Que Miran Lejos
Montevideo Blues – Pongamos Muchas Balas al Fusil
Totem – Toda America

Einen Kommentar hinterlassen

Sonntagsmusik: Pay Kusten – Fishing Under The Stars [Akustische Liebschaften 2]

Pay Kusten aus dem Meeronauten-Universum mit einem sehr liebevollen Mixtape, wie ich es sonntags ganz besonders gerne mag. Auch und gerade weil es sich außerhalb meiner eigentlichen Hörgewohnheiten bewegt. Ganz viel Gitarre, Folk, Soul, etwas Country (den guten) und The Police. Musikalisch passender untermalt kann ich mir einen Sonntag nicht vorstellen.

Einen Kommentar hinterlassen

Sonntagsmusik: Gammler – Lazysummerday

Ich habe heute wenig bis gar nichts gemacht, was so nicht ganz stimmt, denn ich habe schon so Sachen gemacht, die, wie ich finde, hier aber nicht reingehören. Jetzt puzzle ich mich hier durch die Küche, mache Kartoffelpü mit sehr viel Butter und Bohnen mit nicht weniger Butter daran. Dazu höre ich diesen Mix, den Gammler vor ein paar Tagen im Rostocker Klostergarten gespielt hat. Und alles passt ganz wunderbar zusammen. Wobei „Lazy Sunday“ dann vielleicht doch besser passen würde als „Lazy Summerday“, denn der Summer ist in diesem Jahr imho vorbei. Aber egal. Auch ein Lazy Sunday will angemessen in Klang gekleidet sein. Und genau hiermit geht das.

Einen Kommentar hinterlassen

Afterhour Sounds Podcast Nr. 187: Eigentlich heißen wir Klaus & Dominik ist auch dabei

Es gibt so Tage, an denen muss es keine elektronische Musik sein. So ein Tag ist heute. Und dann rutscht mir da dieses wirklich exorbitant großartige Mixtape von Eigentlich heißen wir Klaus & Dominik ist auch dabei in die Timeline, welches die für die Afterhour Sounds Podcast Serie gemacht haben. Und so läuft das hier heute zum dritten und sicher nicht zum letzten Mal. Nebenbei bisschen an den Rädern schrauben, Haushalt, Garten, kochen. So geht’s irgendwie. Kann mir gerade keinen besseren Soundtrack zu dem vorstellen, was da draußen so passiert und lieb’s. Wirklich.

——–
Hallo Prosetscho-FM,
meine Freunde und ich sind gerade aus der Bucht nach Hause geschippert und freuen uns jetzt auf eine gemütliche Afterhour zwischen Sekt auf Eis und Pizza von nebenan.
So sehr wir auch von der guten elektronischen Musik nicht genug bekommen konnten, wäre es super, wenn ihr unsere Afterhour mit eurem Sound begleiten könntet. Ein wenig Gitarre hier, ein bisschen Plattenknistern da und das ganze umhüllt vom Geist vergangener Zeiten.

Fühlt euch mal in den Schaum von einem frischen Weizenbier getunkt und liebste Grüße
Gina.

——–

Diesen Wunsch können wir Gina natürlich nicht verwehren und auch alle anderen da draußen an den Empfangsgeräten, schließt mal die innere Gardine und zündet ein paar Kerzen an. Schiebt noch einmal ein paar ruhige Stunden zwischen euch und den kommenden Montagmorgen und lasst uns gemeinsam den Tönen lauschen, die die Musik zu dem machte, was sie war, als Freddie Mercury noch selber Afterhours schmiss, Eltern wegen Bowie ihre Kinder David nannten, der Club27 noch nicht gegründet war und Rock´n Roll aus mehr bestand, als aus einer Cafe-Kette im Zentrum von Metropolen.

Viel Spaß dabei.


(Direktlink)

Einen Kommentar hinterlassen

Mattmosphere – Reflecting On A Sunny Afternoon

Eine ganz wunderbare Selektion von Lieblingsliedern, die Mattmosphere da reflektorisch an einem sonnigen Nachmittag zu einem Mix zusammengelötet hat. Funktioniert hier auch trotz Bewölkung ganz formidabel und wird mich ganz sicher auch noch über das lange Wochenende begleiten. Sonne hin, Sonne her.

Carefully prescribed sedatives by:
Jonny Nash & Suzanne Kraft, Tommy Guerrero, Kutmah & Gonjasufi, Jerkcurb, Blonde Redhead, Connan Mockasin, Flughand, Ali Whales & Gustav Main, FloFilz, Slim & Ella Mae, Sleepdealer, Kava Kon, J.J. Cale, OPEZ, LOVING, Fanso, Kutiman, Lukas Endhardt, Ash Walker, Scott Gilmore, Everything But The Girl, Dusty Springfield, Oscar Peterson, Bassti, Maple Syrup, Wun Two, Skinshape, Eunice Collins, Shlohmo, Naran Ratan, Move D, Barnaby Carter, Ariel Pink’s Haunted Graffiti & Dam-Funk, Khruangbin, Michael Seyer, Boys Age, Tex Crick, Boom Clap Bachelors, Blundetto & Marina P, Mt. Fujitive, Brenky, o k h o, Bilo 503, Yellow Days, King Krule, BADBADNOTGOOD, Fantompower, Eden Ahbez, Kava Kon, Gabor Szabo, Domenique Dumont, Fantasy Guys, Buttering Trio, Poptartpete, Douglas Wood, Frankie Reyes, Infinite Bisous, Lucrecia Dalt, Vesuvio Solo, Desmond Cheese.


(Direktlink)

Einen Kommentar hinterlassen

Podcast: Eine Lange Nacht über amerikanische Volksmusik – Songhunters: John A. Lomax und Alan Lomax

Musik ist schon immer mehr als nur Musik. Sie hat nicht immer aber meistens auch gesellschaftliche Relevanz. Vermutlich weil sie eine der uns wichtigsten Kulturgüter überhaupt ist. Es gibt Musik, die wir als Musik kennen, von der wir aber im geschichtlichen Kontext keine Ahnung haben. Weil wir damals nicht dabei waren – nicht dabei sein konnten. Weil das, was dabei wichtig war, von keinem aufgezeichnet wurde, um uns das später erzählen zu können. Vielleicht auch, weil uns das alles egal war.

Ich jedenfalls wusste so gar nichts über amerikanische Volksmusik, die dort, ganz anders als hier, nicht zwangsläufig als Schimpfwort durchgehen muss. Womöglich bildet diese heute noch einen Grundpfeiler der internationalen Popkultur.

John Avery Lomax und sein Sohn Alan haben sich schon Mitte des letzten Jahrhunderts auf die Suche nach den Ursprüngen der amerikanischen Volksmusik gemacht und erstaunlich Wissenswertes – unbedingt Erhaltenswertes – zusammentragen können.

„John Avery Lomax (1867 – 1948) und sein Sohn Alan (1915 – 2002) gelten als die Retter der genuin amerikanischen Volksmusik vor dem Vergessen, mithin eines zentralen kulturellen Erbes der USA. Heerscharen von Musikern des Rock’n’Roll, die Rolling Stones, die Beatles, Tom Waits, Chuck Berry, Bob Dylan oder Joe Cocker wären undenkbar ohne die Vorbilder von schwarzen Bluesmusikern wie Leadbelly, Muddy Waters oder Mississippi Fred McDowell, ohne die Old Mountain Music der schottischen und irischen Einwanderer aus den Apalachen, ohne die Balladen eines Woody Guthrie – Musik großartiger Laienmusiker, an der die Plattenindustrie kein Interesse hatte. Ohne die lebenslange leidenschaftliche Arbeit des Musikanthropologen John A. Lomax, seines Sohns Alan Lomax und zeitweise der ganzen Familie wären sie womöglich unbekannt geblieben. Denn diese Musik lebte am unteren Rand der amerikanischen Gesellschaft, auf den Baumwollplantagen des Südens, unter Wanderarbeitern, Landstreichern und armen Halbpächtern, in Gefängnissen und Kaschemmen, wo man sich als Fremder besser nicht blicken ließ. Vater und Sohn Lomax haben sie aufgespürt, aufgezeichnet und Zigtausende dieser Tondokumente in der Library of Congress archiviert. Alan Lomax hat vor allem aber dafür gesorgt, dass diese im Verschwinden begriffene musikalische Kultur über das Radio und später auch über TV-Kanäle eine Öffentlichkeit erreichten, in der ihr Erbe übernommen und in unendlichen Metamorphosen weitergegeben wurde. „Alan Lomax ist eine absolut zentrale Figur in der Kultur des 20. Jahrhunderts. Wo immer man sich in der Welt der Popmusik und ihrer Geschichte umsieht, wird man ihm begegnen.“, so Brian Eno, englischer Musiker und Musiktheoretiker.“

(Direktlink)

Der Deutschlandfunk hat der Arbeit der Beiden in der letzten Nacht Tribut gezollt und ihrem Schaffen das grandiose Format der Langen Nacht „überlassen“. Eines dieser Formate, für die ich verdammt gerne Rundfunkgebühr zahle. Ein fast drei Stunden langes Hörspiel der musikhistorischen Weiterbildung über amerikanische Volksmusik. Wer macht so etwas sonst? Richtig; Keiner. Und dann lernt man. So viel.

„Im Sommer 1933 ermöglichte ein bescheidenes Stipendium der „Library of Congress“ Vater und Sohn Lomax eine viermonatige Studienreise durch den Südosten der USA – 26.000 Kilometer in einem alten Ford-A-Modell, ausgestattet mit einem vier Zentner schweren Aufnahmegerät, zwei Feldbetten und Kochausrüstung. Es war der Auftakt einer zehnjährigen Zusammenarbeit mit dem „Archive of American Folk Song“ der Kongressbibliothek, die erst im Zweiten Weltkrieg durch Streichung der Mittel ein Ende fand. Für den damals gerade 18jährigen Alan Lomax indes war es der Beginn einer lebenslangen rastlosen Jagd nach Zeugnissen mündlicher Überlieferung in Wort und Musik.“

Wenn ihr die Zeit und Lust darauf habt, gönnt euch das. Das ist wirklich gut.

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/12/31/songhunters_lange_nacht_ueber_amerikanische_volksmusik_dlf_20161231_2305_2a762633.mp3]
(Direkt-MP3)

Einen Kommentar hinterlassen