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Schlagwort: Movie

Low Light Mixes: Dune – an alternative soundtrack

Ich war neulich mit meiner Kleinen im Berliner Zoo Palast. Wir haben zusammen die 2021er Version von Dune gesehen. Sie wegen Timothée Chalamet
und Rebecca Ferguson, ich wegen damals. Wir waren beide danach aus unterschiedlichen Gründen gleichsam geflasht wie verwirrt. Und jetzt kommt Dave Michuda von Low Light Mixes mit dem besten Ambient-Blog des ganzen Internets um die Ecke und bietet einen vermeintlich alternativen Soundtrack zum cineastischen Original an. Und den nehm ich jetzt einfach mal so an. Weil er passt. Wirklich.

Tracklist:
00:00 Just A Human – Messages from the Deep
01:00 Ben Chatwin – Nordsjøen (Drone Signals 2018)
05:10 Serena Gabriel & Steve Roach – From The Sea (Seeing Inside 2021)
12:00 Murcof – Ideology Storm (The Alias Sessions 2021)
16:27 A Winged Victory for the Sullen – Thirteenth Century Travelogue (Invisible Cities 2021)
18:22 Robert Rich & B. Lustmord – Undulating Terrain (Stalker 1995)
22:12 Hibernis – The Grape Leaves (Middle of the Meds 2018)
27:00 Soriah – Uger-Khan Kargyraa (Gnostic 2019)
28:51 Rapoon – Don’t Come Out At Night (Melancholic Songs of the Desert 2009)
32:40 Michel Banabila – Our Alien Voice (Trespassing 2017)
35:12 Brett Janzen – Penumbra (Aphelion 2021)
37:55 Arrowounds – Antarctica’s Spherical Anomalies Leave Residual Trails (The Rise and Fall of the Melting World 2021)
41:55 Strië – Test for Ability (Perpetual Journey 2018)
44:44 Loscil – Zephyr with wind and strings
47:25 Tineidae – Epilogue (Exo 2020)
50:55 Jim Cole & Spectral Voices – Hear Earth (Innertones 2006)
52:35 Hanno Leichtmann – Wind (Nuit Du Plomb 2006)
57:00 end

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„Blaues Licht“ – ein Film von Rocco und seine Brüder jetzt kostenlos im Stream

Die Doku-Fiction von Rocco und seine Brüder und Sophie Sonntag jetzt auch kostenlos für jedermann zu sehen.

Als die Filmemacherin Sophie Sonntag für einen Imagefilm von den Berliner Verkehrsbetrieben BVG engagiert wird, ahnt sich noch nicht, dass alles nur Fake und sie Teil einer großangelegten Kunstinszenierung ist.

Nach dem Dreh sind alle Speicherkarten verschwunden, landen ein paar Tage später aber anonym in ihrem Briefkasten. Sie geht der Sache auf den Grund und beschließt, aus der Geschichte einen Film zu machen. Das Ergebnis: eine 90-minütige Doku-Fiktion, die die Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes mit in den Untergrund nimmt.

Unter dem Vorwand einer offiziellen Presseeinladung der BVG geht es hinab in einen U-Bahntunnel – irgendwo unterhalb Berlins. Während direkt neben dem geladenen Publikum die U-Bahnen vorbeirauschen, beginnt auf einer Bühne ein Theaterstück, das die ahnungslosen Zuschauer bis in das Innerste der Subkultur Graffiti führt – mit all seinen Faszinationen, Abgründen und Emotionen.

(via Urbanshit)

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Noch für ein paar Tage bei arte im Stream: „Gundermann“

Arte hat aktuell für noch ein paar Tage den aus verschiedenen Gründen wirklich sehenswerten Film „Gundermann“ im Stream. Wer rückblickend einen Blick auf das Wesen der Kultur in der DDR und dem Danach haben möchte, dem sei dieser Film empfohlen. Wer ihn aus anderen Gründen sehen will, natürlich auch. Ich, jedenfalls, muss dabei immer an meinen geliebten Kumpel Bohm denken, (der sehr gerne mal Gundermann spielt und singt – und das hier irgendwann lesen wird, weil er regelmäßig seinen eigenen Namen in die Blogsuche eingibt. Bussi für dich, Liebchen!)

Lange hatte sich der Sänger Gerhard „Gundi“ Gundermann seine Stasi-Tätigkeit als IM ab 1976 in seiner ostdeutschen Heimatstadt Hoyerswerda selbst schöngeredet. Doch nun muss er sich seiner eigenen Schuld stellen und der Frage nach dem Warum. Was hatte ihn, den liederschreibenden Baggerfahrer, den rebellischen Idealisten, dazu bewogen, sich instrumentalisieren zu lassen?
„Wenn es denn Kommunismus als Weltanschauung nicht schon gäbe, hätte ich da auch ganz von selber draufkommen können.“ Mit diesen Worten bewirbt sich Gerhard „Gundi“ Gundermann in den 70er Jahren bei der lokalen SED-Leitung in Hoyerswerda um Aufnahme in die Partei. Denn der Lieder schreibende Baggerfahrer ist überzeugt von den Idealen der DDR. Doch Gundermann, der etwas bewegen will, ist für das System, für das er brennt, zu unbequem, zu kritisch und mit seinen Liedern zu aufrührerisch. Schnell will die lokale Führung den Künstler „wegen unerwünschter eigener Meinung“ wieder aus der SED ausschließen. Aber der protestiert, kämpft weiter für das, woran er glaubt, und das ist seine Heimat, sein Land. 1976 lässt er sich sogar von einem Führungsoffizier des Ministeriums für Staatssicherheit als Inoffizieller Mitarbeiter anwerben, um der Sache zu dienen, wie er hofft. Erst Jahre später, nach dem Mauerfall und nachdem er bereits mit seiner Musik ein breiteres Publikum erreicht hat, holt ihn seine Stasi-Vergangenheit wieder ein. Dann muss sich der Idealist dem stellen, was er all die Jahre verdrängt hat, seiner eigenen Schuld. Denn seine Akte offenbart, dass seine Tätigkeit für die Stasi weit darüber hinausging, nur Missstände im Tagebau anzuprangern. Er hatte Details weitergegeben, private Briefe, sogar Fluchtpläne verraten. Er war ein Spitzel, der selbst bespitzelt wurde. Ein Erkenntnisprozess, der für den Sänger schwer ist. Bei dem er aber immer von seiner großen Liebe, seiner Frau Conny, unterstützt wird. Doch am Ende muss sich Gundermann die Wahrheit seines Tuns nicht nur vor sich selbst, sondern auch vor seinen Fans eingestehen …

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Official Trailer: Once Upon a Time in Hollywood

Tarantinos 9. Mit Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Margot Robbie und jeder Menge mehr Prominenz. Da lohnt doch vielleicht mal wieder ein Kinobesuch.

Quentin Tarantino’s ONCE UPON A TIME IN HOLLYWOOD visits 1969 Los Angeles, where everything is changing, as TV star Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) and his longtime stunt double Cliff Booth (Brad Pitt) make their way around an industry they hardly recognize anymore. The ninth film from the writer-director features a large ensemble cast and multiple storylines in a tribute to the final moments of Hollywood’s golden age.


(Direktlink)

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Restauriertes Video einer Hauptstraße in Marseille im Jahre 1896

Guy Jones investiert seine Zeit mitunter darin, alte uralte Videos zu restaurieren. Dabei korrigierte er die Geschwindigkeiten und fügt den Stummfilmen Sounds zu, die so dazu geklungen haben könnten. So holt er längst vergessene Zeiten ins jetzt. Toll.

Very old film of the „Canebière“ high street in Marseille, France on April 11, 1896. This is a high quality remastered print from the Lumière company archives. Slowed down footage to a natural rate and added in sound for ambiance. This is some of the earliest film ever made.


(Direktlink, via BoingBoing)

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Die „Känguru-Chroniken“ kommen ins Kino

(Foto: Katarina_S)

Unser aller liebstes Känguru kommt auch durch die Förderung des Medienboard Berlin-Brandenburg auf die Leinwand. \o/

Dani Levy verfilmt „Die Känguru-Chroniken“ des Kreuzberger Kabarettisten Marc-Uwe Kling und wird mit 800.000 Euro gefördert. Die Stories um ein vorlautes, linksradikales Beuteltier haben längst eine bundesweite Fangemeinde. In der Kinokomödie trumpfen das Känguru und seine Mieter-Mitstreiter aus der Kreuzberger Villa Kunterbunt gegen einen rechtspopulistischen Immobilienhai auf.

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33-Minuten-Song über die deutsche Geschichte nach dem Fall der Mauer

(Direktlink)

Noch irgendwann im ersten Quartals des Jahres 2018 erscheint mit „Eure Kinder“ ein halbstündiger Musikfilm, der sich der deutschen Geschichte nach dem Fall der Mauer widmen wird. Den Soundtrack dazu liefert die Band Kraus, die dazu einen Song geschrieben hat, der nicht kürzer als 33 Minuten ist. „Er schlägt den Bogen von blühenden Landschaften über Sommermärchen, Mauern im Kopf, Sarrazin-Diskussionen bis hin zu Shitstorms, rechter Gewalt und islamistischem Terror. Es hat 22 Strophen und der Refrain lautet: »Eure Kinder werden so wie wir«.“

Während wir auf den Film noch warten müssen, hatte der Song letzte Woche Premiere bei radioeins, die ihn im Tagesprogramm spielten. Einmal hören reicht da nicht, weil es bei jedem Repeat Neues zu entdecken gibt. Tolles Konzept für einen Song, der den kommenden Film noch interessanter erscheinen lässt.

25 Jahre in einer halben Stunde: „Eure Kinder“ ist ein Musikfilm, der anhand ineinander verwobener Biografien deutsche Geschichte vom Mauerfall in die Jetzt-Zeit erzählt – im Mikrokosmos eines Mietshauses.

Begleitet wird der Film durch das gleichnamige Lied der Band KRAUS, das die Grundzüge der Erzählung vorgibt. Das Lied entwickelt über die Länge (33 Minuten!) und den immer wiederkehrenden Refrain „Eure Kinder werden so wie wir“ eine große Sogwirkung.

Ein praller, genreübergreifender Film von Kindheit und Erwachsenwerden, erster Liebe und Coming-of-Age, voller Zitate und Anspielungen vor dem gesellschaftlichen und popkulturellen Hintergrund des letzten Vierteljahrhunderts.


(Direkt-MP3)

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