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Schlagwort: Movie

Tod den Hippies!! – Es lebe der Punk!

Oskar Roehlers Film aus dem Jahre 2015 gibt es aktuell in der arte-Mediathek. Wer ihn also noch nicht gesehen haben sollte, kann das jetzt noch für ein paar Tage nachholen.

Deutschland, Anfang der 80er Jahre: Auch in der westdeutschen Provinz sind die Hippies an der Macht. Robert muss da raus. Es gibt für ihn nur eine Stadt, die Sex, Drogen und Punk verspricht: West-Berlin! Sein alter Kumpel Schwarz nimmt ihn dort mit offenen Armen auf. Schwarz braucht in seiner Peepshow ein Mädchen für alles, und das wird Robert. Wichskabinen schrubben und die Verpflegung der Mädchen organisieren sind seine Hauptaufgaben. Dabei lernt er Sanja kennen, auch eine in der anarchischen Subkultur gestrandete Seele auf der Suche nach einem Sinn im Leben. Tag und Nacht verschwimmen, Robert lässt sich treiben, seine Nächte verbringt er im legendären „Risiko“. Der Ort, an dem Zeit nicht existiert und sich unter anderem die Ikone Blixa Bargeld herumtreibt. Dort, wo alles möglich ist, alles sein kann und nichts sein muss. Kunst kommt nicht von Können, sie kommt vom Leben. Dank üppiger Berlin-Zulage und eines kleinen Überfalls zusammen mit Schwarz hat Robert eine ganz neue Einkommensquelle und plant mit Sanja die nicht ganz typische Lösung familiärer Probleme … Oskar Roehler inszenierte nach eigenem Drehbuch ein authentisches, radikales und ironisches Zeitdokument über die Anarchie einer Stadt, in der nichts mehr Gültigkeit hatte und auf nichts mehr Verlass war. Er erzählt von denen, die aus der versnobten, konservativen Kleinstadt nach Berlin kamen, die keinen Plan hatten, politisch inkorrekt waren und deren Nichtstun eine Haltung war.


(via Tanith)

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Trailer für Netflix-Film „Okja“

Netflix bringt am 28.06. den Film „Okja“ ins Netz. Dieser gezählt die Geschichte eines furchtbar knuffigen Haustiers, das irgendwie eine Mischung aus Nilpferd und Hund mit dem Blick von Fuchur sein könnte, aber eigentlich nur gehalten wird, um später den maximalen Ertrag von Fleisch aus ihm rauszuholen. Das finden nicht alle Beteiligten in Ordnung.


(Direktlink, via FernSehErsatz)

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Victoria

Sebastian Schippers großartiger Berlin-Film für noch fünf Tage in der arte-Mediathek.

„Vierte Regie-Arbeit (2015) von Sebastian Schipper, der auch als Schauspieler bekannt ist. Ohne einen einzigen Schnitt macht sein Genremix aus Männerfreundschaft und Gangsterkino den mitreißenden Rausch des Nachtlebens und einen Banküberfall in Berlin in Realzeit erfahrbar. Das Drama erhielt unter anderem beim Deutschen Filmpreis 2015 zahlreiche Auszeichnungen.

Selbstverloren tanzt die junge Spanierin Victoria durch die Berliner Szene. Vor einem Club trifft sie auf dem Nachhauseweg vier Berliner Jungs: Sonne, Boxer, Blinker und Fuß – für sie fängt die Nacht erst an. Sonne und Victorias zarter Flirt wird unversehens von den anderen unterbrochen, denn die Jungs müssen ein krummes Ding durchziehen, um eine alte Schuld zu begleichen. Als ein Freund alkoholbedingt ausfällt, soll ausgerechnet Victoria an dessen Stelle als Fahrerin einspringen. Aus Spiel wird plötzlich Ernst. In einer einzigen langen Einstellung skizziert Schauspieler und Regisseur Sebastian Schipper die Geschichte einer atemlosen Nacht in den Straßen der Metropole. Die Kamera verknüpft die vergehende Zeit und die zahlreichen Schauplätze nahtlos miteinander und bezieht den Zuschauer unmittelbar ins Geschehen ein. Mit der verwegenen Truppe blickt sie von Hochhausdächern über die Stadt, flaniert über menschenleere Bürgersteige und versteckt sich in abgelegenen Hinterhöfen. Die Kette aller Ereignisse verdichtet sich zu einer dramatischen Tour de Force.“

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Breaking Bad – The Movie

Irgendwer hat sich hingesetzt und zwei Jahre lang an einer Film-Version zu Breaking Bad gepfeilt. Das Ergebnis hat er auf Vimeo geparkt.

„What if Breaking Bad was a movie ?
After two years of sleepless nights of endless editing, we bring you the answer to that very question. A study project that became an all-consuming passion.
It’s not a fan-film, hitting the highlights of show in a home-made homage, but rather a re-imagining of the underlying concept itself, lending itself to full feature-length treatment.
An alternative Breaking Bad, to be viewed with fresh eyes.
Thanks to all who were enthralled, overcome, or discombobulated by this project, but who saw it through, through thick and thin, until the very end !
Warning : SPOILERS, INDEED.“

(Direktlink, via reddit)

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In der Arte-Mediathek: Tod den Hippies!! – Es lebe der Punk!

Oskar Roehlers „Tod den Hippies!! – Es lebe der Punk!“ für noch zwei Tage auf arte+7.

„Deutschland, Anfang der 1980er Jahre: Auch in der westdeutschen Provinz sind die Hippies an der Macht. Robert muss da raus. Es gibt für ihn nur eine Stadt, die Sex, Drogen und Punk verspricht: West-Berlin! Sein alter Kumpel Schwarz nimmt ihn dort mit offenen Armen auf. Schwarz braucht in seiner Peepshow ein Mädchen für alles, und das wird Robert. Wichskabinen schrubben und die Verpflegung der Mädchen organisieren sind seine Hauptaufgaben.
Dabei lernt er Sanja kennen, auch eine in der anarchischen Subkultur gestrandete Seele auf der Suche nach einem Sinn im Leben. Tag und Nacht verschwimmen, Robert lässt sich treiben, seine Nächte verbringt er im legendären „Risiko“. Der Ort, an dem Zeit nicht existiert und sich Ikonen wie Blixa Bargeld und Nick Cave herumtreiben.
Dort wo alles möglich ist, alles sein kann und nichts sein muss. Kunst kommt nicht von Können, sie kommt vom Leben. Dank üppiger Berlin-Zulage und eines kleinen Überfalls zusammen mit Schwarz hat Robert eine ganz neue Einkommensquelle und plant mit Sanja die nicht ganz typische Lösung familiärer Probleme … Oskar Roehler inszenierte nach eigenem Drehbuch ein authentisches, radikales und ironisches Zeitdokument über die Anarchie einer Stadt, in der nichts mehr Gültigkeit hatte und auf nichts mehr Verlass war.
Er erzählt von denen, die aus der versnobten, konservativen Kleinstadt nach Berlin kamen, die keinen Plan hatten, politisch inkorrekt waren und deren Nichtstun eine Haltung war.“


(Direktlink, via FernSehErsatz)

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Trainspotting 2

Vor zwanzig Jahren gingen wir beide in Trainspotting. Wir hatten gerade eine kleine und schöne Zwei-Zimmerbude in Schöneberg für uns wohnlich gemacht, um die Ecke gab es ein Kino. Eines Abends gingen wir so pärchenmäßig in den Film. Wir hatten mal keinen Besuch – und wir hatten eigentlich immer Besuch. Wir wohnten in Berlin, alle unsere Freunde immer noch im Umland. In Brandenburg. Also kamen sie uns besuchen. Eigentlich fast immer.

Wir saßen mitunter tagelang mit 10-20 Leuten in der Bude. Zogen die Jalousien runter, machten die Lava- und UV-Lampen an, die unsere fluoreszierende Tücher ausleuchten sollten und hörten Musik. Manchmal sahen wir Filme auf Premiere, aber eigentlich hörten wir immer nur Musik. Manche nahmen dazu dies und das. Rauchten, zogen. Nur gesoffen hat damals keiner von uns. Nicht mal Bier. Draußen gab es die, die kifften oder die, die soffen – und die, die soffen, waren uncool. Wir holten für uns das Hippie-Ding in die 90er. So ganz individualisiert, so ganz für uns. Dann kam Trainspotting.

Während wir uns jedes Wochenende in irgendwelchen Clubs der Hauptstadt oder auf irgendwelchen Raves in der Republik um die Ohren schlugen, zeigte der Film, wo für uns alle im besten Fall eine Grenze liegen sollte: „Kein Heroin und nicht schwanger werden!“ wurde für ein paar Jahre zur Prämisse unseres sprunghaft verballerten Lebens. Auch wenn wir beide auch von so manchen Rauschmitteln stets die Finger ließen. Trotzdem liebten wir den Film. Für mich damals der wichtigste Anti-Drogenfilm, den ich je gesehen hatte. Dass ihm mitunter vorgeworfen wurde, H und das Junkietum zu glorifizieren, konnte ich nie nachvollziehen.

Der Film war auf komische Weise der Soundtrack zu unserem damaligen Leben, was ja eigentlich Blödsinn war, denn der Film an sich war schon Film und hatte seinen ganz eigenen Soundtrack. Born slippy. Außerdem war unser Leben lange nicht so kaputt, wie das der gezeigten Protagonisten. Wir sagten alle irgendwie schon „Ja zum Leben“. Zumindest vorerst. Wir wussten, dass das nicht ganz richtig war, aber irgendwie musste diese ganze Feierei ja auch bezahlt werden und „krumme Dinger“ drehen war nicht so das Unsere. Wir arbeiten so wenig wie das eben möglich war und feierten so oft es nur ging. Mitunter Tage am Stück.

Später sahen wir Trainspotting immer und immer wieder mal. Quasi so als Erinnerung an unsere extra derben Jahre, aus denen wir am Ende doch ziemlich glimpflich rausgekommen waren. Also die meisten von uns. Und – und vor allem – wir beide. Manche hatten weniger Glück, erfuhren wir erst später, aber das ist eine andere Geschichte.

Heute waren wir beide in Trainspotting 2. So wie damals. Nicht mehr in Berlin und mit zwei Kindern, die sich zu Hause selber organisieren, wobei die Große die Kleine ins Bett bringt. 20 Jahre später. „Kein Heroin“ blieb immer Prämisse, „nicht schwanger werden“ fühlte sich irgendwann überholt und „schwanger werden“ hingegen auch ganz okay an.

Trainspotting 2 ist ein verdammt guter Film, weil er einen so wunderbar ehrlich die letzten 20 Jahre Revue passieren lässt. Die passieren im Film ja nicht im Zeitraffer oder so. Es ist 20 Jahre her, als wir den ersten Teil sahen. 20 Jahre!

Ich bin kein Filmkritiker und habe auch gar nicht vor, zu spoilern. Nur: wem Trainspotting was gegeben hat, muss sich nicht dagegen wehren, Trainspotting 2 zu sehen. Das passt. Alles. Vor allem, wenn ihr selber schon so alte Säcke seid, dass ihr den ersten Teil im Kino sehen konntet.

Dass heute kaum einer der jungen Menschen Trainspotting gesehen hat: schade, aber geschenkt. Der Zeitgeist war damals eben einer, der uns sehr viel näher war, als das er ihnen heute kommen könnte. Dass ich Trainspotting dennoch für einen dieser Filme halte, den jeder mal gesehen haben muss, scheint da eher nostalgischer Natur. Muss ich vielleicht wohl auch mal neu sortieren, diese Liste der Filme, die in diese Schublade gehören.

Der Saal heute war für einen Kinostart ziemlich leer. Also sehr leer, um genau zu sein. Das Publikum, was sich an zwei Händen abzählen lies, war durchweg 40+. Na klar! Zeitgeist und so.

Und dennoch war es gut, dass T2 gemacht wurde und wir ihn sehen konnten. Finden wir beide – und sprechen intensiv drüber, wenn wir das Kino verlassen haben. So wie damals. Vor 20 Jahren. Das ist geblieben.

Ein paar Plätze neben uns saßen zwei Tüpen (40+), die vor dem Film ganz offensichtlich eine ordentliche Line Speed geballert haben und verdammt viel Spaß hatten. Sie redeten viel zu viel und viel zu laut. So, wie sie das noch von damals zu kennen scheinen. Vor 20 Jahren.

Der „Sag ja zum Leben!“-Monolog in T2 dürfte die stärkste Szene des Films sein. Weil wir alle 20 Jahre lang Zeit hatten, den Bausparvertrag scheiße zu finden und heute noch ganz andere Probleme haben, an die vor 20 Jahren kaum einer zu glauben gedachte.

Vielleicht können wir beide ja auch noch in 20 Jahren zu T3 gehen und säßen dann dabei ganz alleine im Kinosaal. Die Kinder dürften dann ausgezogen sein. Das wäre schön. Sag ja zum Leben, aber ironisch – und so.

Es ist gleichsam gut und konsequent, „Born slippy“ von damals nicht zum Teil des heutigen Soundtracks gemacht zu haben. Manchmal reichen halt auch zwei veralterte verhallte Akkorde aus, um Gänsehaut zu erzeugen.

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Mann filmt sich seit 35 Jahren jährlich und macht daraus ein Video bis ins Jahr 1977

Sam Klemke hat 1977 damit begonnen, sein Leben auf Video zu dokumentieren. Im Jahr 2011 veröffentlichte er auf YouTube einen Clip, in dem er aus all den Jahren einen Gruß schickte. 2015 entstand auf dieser Grundlage der Film Sam Klemke’s Time Machine, den es on Demand bei Vimeo gibt.

In 1977, Sam Klemke started obsessively documenting his entire life on film. Beginning decades before the modern obsession with selfies and status updates, we see Sam grow from an optimistic teen to a self-important 20 year old, into an obese, self-loathing 30-something and onwards into his philosophical 50s. The same year that Sam began his project, NASA launched the Voyager craft into deep space carrying the Golden Record, a portrait of humanity that would try to explain to extra terrestrials who we are.

From director Matthew Bate (Shut Up Little Man! An Audio Misadventure), Sam Klemke’s Time Machine follows two unique self-portraits as they travel in parallel – one hurtling through the infinity of space and the other stuck in the suburbs of Earth – in a freewheeling look at time, memory, mortality and what it means to be human.


(Direktlink, via BoingBoing)

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Trailer: Sausage Party

Scheint mir eine ziemlich amüsante Angelegenheit zu werden, diese Sausage Party. Animationskino für Erwachsene. Ab 18. August im Kino. Hier der Trailer auf deutsch.

Der Film Sausage Party erzählt von Lebensmitteln die bei einem Einkauf am amerikanischen Unabhängigkeitstag von einem Kunden im Supermarkt ausgewählt wurden. Doch die Geschichte beginnt bereits weit vor dem 4. Juli, denn einige der Artikel, wie beispielsweise die Hot-Dog Würstchen sind einige Zeit davor aus dem Regal gefallen und begaben sich so, ganz ungewollt auf eine Reise durch den Supermarkt.


(Direktlink, via Devour)

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