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Schlagwort: Nerdism

Der Versuch, ein MacBook im Ofen zu backen, um es zu reparieren

Es gibt so Dinge, die muss man einfach mal probieren. Gerade dann, wenn man andere Prozeduren schon als ohnehin aussichtslos eingetütet hat. So ähnlich muss es wohl Alistair Wooldrige gegangen sein, nachdem sein 2014er MacBook Air zu Boden fiel und den technischen Geist aufgab. Die Garantie war abgelaufen, das Wechseln des Logic Boards kostet bei Apple ein Vermögen und das Internet gab ihm den Hauch einer Hoffnung, sein MacBook auf relativ einfachem Wege auch so wieder zum Laufen zu bringen. In dem man es quasi in den Backofen steckt. Zumindest die Innereien des Rechners.

Den Bums solle man dann bei 170°C für sieben Minuten backen, was eigentlich dafür sorgen soll, dass sich eventuell gelöste Lötverbindungen wieder zusammenfinden. Rein theoretisch zumindest. Er hat seine damit gemachten Erfahrungen hier mal niedergeschrieben. Spoiler: in seinem Fall hat das nicht ganz so gut funktioniert. Kann am Herd gelegen haben. Danke jedenfalls dafür, dass das mal wer getestet hat.

The internet has happy tales of other owners reviving their dead MacBooks by gently baking them in the oven. I figured, if it’s good enough for those four people on the internet – it’s good enough for me. The idea is to heat the logic board just enough to reflow solder any broken connections.

Only the logic board should go in the oven, so the first stage is to remove all components and connections from the board. Despite the MacBook Air’s tiny form factor, this was surprisingly simple, although it does require use of a pentalobe and Torx driver bit. The I/O board was also removed from the chassis, as my suspicion was that the offending component would likely by located on that board – plus it would give the logic board a companion during the bake-off.

[…]

With confidence high and the bake nearly finished, for the final 60 seconds I thought I’d go off-piste and crank up the temperature to 180 °C – I wanted to make sure things were cooked through. Curiously peering through the oven window, all hell broke loose within 30 seconds: The room filled with sounds of popcorn being made as resistors and components desoldered themselves from the logic board and dropped onto the oven floor. The previously clear air was replaced with an acrid haze. Then the bake reached it’s finale as the logic board bowed up in the middle, accompanied by the screeching sound of the CPU being wrenched off its socket. I lunged for the power switch and yanked open the oven door, hoping to limit damage. Then, as quickly as the bowing started, everything calmed down and the board returned to its original shape. With the board still hot, a wooden spoon was employed to desperately poke the CPU back onto its mount – with little success.

(Foto: woolie.co.uk)
(via BoingBoing)

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Ein altes Fehlermesssystem für digitale Übertragungseinrichtungen als Klangerzeuger

Sehr schön nerdige Form der Klangerzeugung, die Hainbach hier zum akustischen Licht führt. Er hat sich einen HP DS3 3782A Error Detector besorgt, der einst zum HP 3781A Pattern Generator gehört hat. Beides waren irgendwann mal Geräte, die im Bereich der CCITT eingesetzt wurden. Ich habe heute ewig danach gesucht, was genau das alles sein könnte. CCITT steht für „Comité Consultatif International Télégraphique et Téléphonique“ und war 2005 ein internationales Beratungsgremium für Telekommunikation. In diesem Kontext wurden Gerätschaften erfunden, die wohl auch nur für diesen Kontext zu gebrauchen waren. Der HP DS3 3782A Error Detector war eines davon. Nerdkram.

The HP 3782A Error Detector used with a HP 3781A Pattern Generator forms a flexible, high-performance error measuring system for digital transmission equipment in the CEPT digital hierarchy. They provide 2, 8, and 34 Mb/s interfaces and binary ECL operation up to 50 Mb/s. Automated or remote measurement capability with HP-IB. Measurements can be made on all types of digital transmission systems including cable, digital radio, satellite, and lightwave. The pattern generator provides a wide range of test patterns including PRBS for simulating live traffic and shorter WORD patterns for checking pattern sensitivity in transmission equipment. Binary and code error injection capability is included for stress-testing line terminating equipment. A jitter modulation input is provided to add controlled amounts of jitter to the output test pattern and perform jitter tolerance tests on equipment interfaces.

Hainbach hat aus diesem Teil jetzt Sound geholt und das Gerät „The Saddest Drone Machine“ genannt. Klang aus Geräten, die nicht dafür gebaut wurden, Klang zu erzeugen. Mag ich sehr.


(Direktlink, via CDM)

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LEGO Computertastatur

Jason Allemann von JK Brickworks hat mit LEGO Steinen eine voll funktionstüchtige Tastatur auf eine alte Tastengrundlage gebastelt. Schönes Ding.

The biggest challenge was creating a frame that allowed the keys to be precisely spaced above the membrane. As I show in the video this was accomplished with a grid of Technic connectors and axles.

The second biggest challenge was finding appropriate printed tiles for all the symbols on a keyboard. Thankfully The LEGO Group has released all the main characters, numbers, and even a few special symbols over the years. I had to get creative with some of the keys though, which was actually quite fun. Still, there a few keys that could use some improvement.


(Direktlink, via Laughing Squid)

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Arte-Doku: Nerd Alarm – Von Gamern, Geeks und großen Brillen

Nerdism als Subkultur. Sehenswerte Doku, die ein wenig albern beginnt, dann aber durchaus sehr interessant weitergeht.

Das Wort „Geek“ stammt aus der amerikanischen Umgangssprache, und seine ursprüngliche Bedeutung von „Streber“ oder „Stubengelehrter“ hat sich im Laufe der letzten 40 Jahre stark verändert. In den 60er- und 70er Jahren wurde das Wort in den Vereinigten Staaten abwertend gebraucht. Es bezeichnete einen zwar sehr intelligenten, aber sozial völlig unbeholfenen Wissenschaftler oder Informatiker.

Unter „Geek“ versteht man im heutigen Sprachgebrauch jemanden, der verrückt ist nach Computern und neuen Technologien. Mit der Entwicklung und massenhaften Verbreitung von Video- und Computerspielen seit Mitte der 70er Jahre, der Adaption ihrer Science-Fiction- und Fantasywelten durch Hollywood und dem Siegeszug des Internets begann für einige bislang belächelte „Geeks“ eine ungeahnte Erfolgsgeschichte. In den USA und Europa haben sich viele Menschen den Begriff „Geek“ zueigen gemacht und bekennen sich dazu. Er kann auf einen Technologie- oder Science-Fiction-Fan angewandt werden, aber sein Sinn wurde erweitert. Ein „Geek“ ist nunmehr jemand, der sich sehr intensiv, manchmal sogar zwanghaft, für irgendein Thema interessiert. Das Wort wird kaum noch im negativen Sinne gebraucht.

Dann gibt es da im Unterschied zum „Geek“ noch den „Nerd“. In den 70er- und 80er Jahren waren diese beiden Wörter fast synonym. Das eine war genauso beleidigend wie das andere. Aber während in den letzten Jahren die „Geeks“ erfolgreich geworden sind und eher bewundert als bedauert werden, blieben die „Nerds“ mit den ursprünglichen negativen Eigenschaften behaftet und gelten weiterhin als zwar hochintelligente, aber kontaktarme Sonderlinge. Manche von ihnen kämpfen dafür, dass beide Ausdrücke weiterhin gleichwertig verwendet werden. Andere, die Wert auf ihren Status als Angehörige einer Minderheit legen, definieren sich selbst lieber als „Nerd“, denn in ihren Augen ist „Geek“ schon zu angepasst.

Der Dokumentarfilm erzählt, wie eine Subkultur aus Informatik, Science-Fiction, Comics und Videospielen sich durchsetzen und zur tonangebenden Kultur werden konnte.


(Direktlink)

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