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Das Kraftfuttermischwerk Posts

Eine Stunde über Marcus Wiebusch: Vom Punk zum Labelchef

(Foto: Henry LaurischCC BY-SA 3.0)

Ich mag das, was Marcus Wiebusch macht seit jeher sehr gerne. Nicht nur was mit „…But Alive“ kam. Ganz besonders aber mag ich das, was er mit Kettcar geschaffen hat. Kettcar hören ist immer so, als würde man mal wieder mit alten Kumpels sprechen, die man lange nicht gesehen hat und mit denen man sich immer noch gänzlich versteht. Noch dazu ganz großartige Musik, gerade der Texte wegen.

Anja Buchmann hat für den Deutschlandfunk aktuell ein einstündiges Feature mit dem Heidelberger, der mittlerweile zum Hamburger wurde.

„Wir waren eine sehr zornige Band,“ sagt Marcus Wiebusch über seine Punkformation „…But Alive“, die er Anfang der 1990er Jahre gegründet hat – unter anderem mit Schlagzeuger Frank Tirado-Rosales, der auch zu Beginn von „Kettcar“ dabei war. Mit „…But Alive“ brachte er zwischen 1993 und 1999 vier Alben heraus, von denen insbesondere die ersten drei musikalisch und textlich vor allem eins waren: wütend und politisch.

„Gerade auch aus heutiger Sicht, wenn ich mir auch die ganzen alten Sachen durchlese und die Texte vergegenwärtige – die sind schon sehr im selbstgerechten Zorn auch geschrieben worden. Muss man sagen. Aber es war auch eine Zeit, ich sag mal, als wir gegründet haben 1993, Rostock, Hoyerswerda, die Übergriffe auf Asylbewerberheime, das war schon auch prägend auf eine Weise. Dass man gesagt hat, das kann nicht sein, dass ich in einem Land lebe, mit der Geschichte, wo in Rostock auf einmal ein Mob ein Asylbewerberheim anzündet.“

Saruman x Trump

Trump hat Saudi Arabien besucht. Davon gibt es allerhand Bildmaterial. Zum Beispiel dieses, das an sich schon „sehr schön“ ist.

Wenn man aber den digitalen Buntstift ansetzt, kann man da noch etwas mehr rausholen. Shahak Shapira hat das getan und Saruman mit in die Szenerie geholt. Passt.

Wasser im Saatgut-Tresor von Spitzbergen

(Foto: Frode RamoneCC-BY-2.0)

Traurige Ironie: die Global Seed Vault in Spitzbergen sollte so etwas wie die Arche Noah für die Sämerei des Planeten werden. Teile davon sind jetzt, auch auf Grund der Erwärmung der Arktis abgesoffen. Man ging davon aus, dass die ewigen Frost bringenden Temperaturen dem bunkerartigen Bau nichts anhaben könnten. Da die aber nicht mehr generell gewährleistet sind, wird Wasser zum Problem – und damit hatte keiner gerechnet.

Das Wasser erreichte zwar bisher die Saatgutkammern nicht, aber die Wärme zwingt die Betreiber dazu, technisch nachzurüsten. Pumpen und Drainagen gegen das Wasser wurden installiert. Auch die Kühlaggregate müssen immer häufiger laufen.

Durch die hohen Temperaturen regnete es stark, Schnee und Eis schmolzen. Das Wasser drang in den Eingangstunnel ein. „Wir dachten nicht daran, dass hier der Permafrost gefährdet sein könnte, wir haben hier noch nie ein solch extremes Wetter erlebt“, sagte Hege Njaa Aschim von der norwegischen Regierung der britischen Zeitung The Guardian. Es sei viel Wasser in den Tunnel gelaufen und dort dann gefroren, „beim Eintreten sah es aus wie ein Gletscher“. Glücklicherweise habe das Wasser nicht die Gewölbe mit dem Saatgut erreicht, das Eis sei inzwischen herausgehackt worden.

Wenn die Apokalypse also mit viel Wasser kommen sollte, wird das nichts mit dem Saatgut, das eigentlich erhalten werden sollte.