High Five, gif’d


(via Like Cool )

Spagaten in New York

Logan Paul macht Spagate. In New York.


(Direktlink, via reddit)

DLF-Podcast: Jugendkultur in Deutschland nach dem Millennium

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(Foto: Miss A, CC BY 2.0)

Hörenswertes und ein ziemlich langes Feature beim Deutschlandfunk, für das Meinhard Stark 15 Jahre lang sieben Jugendliche begleitet hat.

Zahllose Schülerdemos, Bildungsstreiks, Proteste gegen den G-20-Gipfel in Heiligendamm oder die Castor-Transporte zeugen davon. Fast alle Jugendlichen verfügen über einen Internetzugang. Positiv denken ist ‚in‘. Gegenüber den 90er-Jahren hat sich der Optimismus der Jugend deutlich erhöht. Ihre kulturellen Szenen und ihre Musik sind noch differenzierter und bunter geworden. Der Autor begleitet sieben junge Leute, sie erzählen von ihren Erlebnissen in den 2000er-Jahren und lassen ein plastisches Bild ihrer jugendkulturellen Erfahrungswelt entstehen; gemischt mit ihren Lieblingssongs und mit O-Tönen dieser Zeit.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


(Direktlink)

Solitude – Slanted Purpose Mixtape

Ich war letzte Nacht auf dem RROAAAHHRR! Festival und hatte mit Rudi in der Nacht für jede Menge Musik gesorgt, viel zu viel getrunken und viel zu wenig geschlafen. Jetzt bin ich komplett im Eimer und bräuchte eigentlich drei Tage Urlaub. Man wird halt nicht jünger.

Da das mit dem Urlaub ausfällt, muss jetzt erstmal eine akustische Regenerationskur her. Wie gut, dass Solitude ein neues Mixtape am Start hat, das diese Aufgabe so gut übernehmen kann, wie kaum irgendwas anderes. Auf Bass aus dem Wochenende gleiten.


(Direktlink)

EU (Sinnbild)

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(via Banksy)

Surfen vor Tahiti, gefilmt mit einer Drohne

Ich war nie surfen und glaube auch, dass ich das so ohne weiteres nicht hinbekommen würde. Aber ich liebe das Meer. Noch mehr liebe ich große Wellen, die einen erst verschlucken und dann wieder ausspucken. Und ich mag das Surfen, ohne es je selber versucht zu haben. Vielleicht der Wellen wegen.

Teahupoo ist ein Surfspot im Pazifik vor der Küste von Tahiti. Irgendwer hat dort seine Drohnen für das Surfing Magazine in die Luft geschickt und diese Aufnahmen gemacht. Großartig!


(Direktlink)

Catsuit

Mit diesem Teil würde sogar ich ins Gym gehen. Echt jetzt.


(via reddit)

Freitag, Feierabend


(via .)

Kraftwerk

Ich guck mal, ob das noch irgendwo zu haben ist.


(via Yimmi’s Yayo)

Gelöscht

Ich hatte hier ein Video eines Mannes, der sich auf wirklich unterirdische Weise über die Problematik in Heidenau äußert. Offenbar alkoholisiert. Ich habe das Video verbloggt, weil es zeigt, was für Menschen dort auch vor dem Heim stehen und „Kritik üben“. Eben nicht nur solche, aber halt auch.

Es gab diesbezüglich Kritik, dass dieses Video einen „offensichtlich kognitiv eingeschränkten Menschen vorführt“ und nur zu diesem Zweck gedreht und hochgeladen wurde. Ich kann das nicht beurteilen. Weder ob der Mann tatsächlich kognitiv eingeschränkt ist, noch ob das Video einzig dazu da ist, ihn vorzuführen.

Mache ich selten bis nie, aber nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschieden, das Video samt Beitrag zu löschen, da ich eigentlich an beidem nicht teilhaben will. Manchmal nehme ich Kritik auch an. Danke dafür.
(via Christian)

Was blieb, als Flüchtlinge ihr Zeltlager verließen

Die Macht der Bilder. Gerade auf Facebook aber auch in anderen Medien wird diese gerne gebraucht, um Propaganda zu betreiben und etwaige Vorurteile zu bestätigen. Auch dieses Foto würde sich dafür bestens missbrauchen lassen. Allerdings zeigt es tatsächlich ein von Flüchtlingen verlassenes Zeltlager. Im Jahre 1989.

Das Bild wurde vom Deutschen Roten Kreuz im Herbst 1989 in der Prager Botschaft der BRD aufgenommen.

Vor kurzem haben die in die Botschaft geflüchteten DDR-Bürger das Lager verlassen. „Inzwischen versinkt die kurzfristig leere Zeltstadt im Müll“, heißt es beim DRK in der Bildbeschreibung.

Facebook-User Benny Stobiński kam vielleicht auch aufgrund dieser Story auf die Idee, die Leute mal daran zu erinnern, wie einfach es ist, sich von Bildern mit entsprechendem Text ein falsches Bild vermitteln zu lassen.

So wird also ein Flüchtlingscamp von "Wirtschaftsflüchtlingen" verlassen!?

Bevor jetzt hier gleich die Rassisten lospö…

Posted by Benny Stobiński on Mittwoch, 26. August 2015

(via Tanith)

Treffer, gif’d


(via KTH)

Timelapse: eine Raupe wird zum Schmetterling


(Direktlink, via Kottke)

Deutsche Botschaft Damaskus, 1989

Solidarität aus #Damaskus: Ein Syrer spendet in bundesdeutscher #Botschaft Monatsgehalt für #DDR- #Flüchtlinge.

Posted by UNO-Flüchtlingshilfe on Mittwoch, 3. Dezember 2014

(via Andreas)

Als ich einst diesen alten Hippie kennen lernte

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(Alte Hippie-Kiste in neu, aktuell für 145k auf eBay)

Als es bei mir finanziell mal schlecht bis gar nicht lief, was es bis vor einem Jahr eigentlich immer tat, lernte die Frau des Hauses bei ihrem Job einen damals 54-jährigen Alt-Hippie kennen. Das ist gut 15 Jahre her.

Ich malerte erst für ihn seine Bude. Er bezahlte mich dafür ziemlich gut. Er war damals über 50 und rauchte morgens um 08:00 Uhr seinen ersten Joint auf dem Klo, bevor er sich gegenüber in der Wilmersdorfer Straße beim Bäcker seinen ersten Kaffee holte. Am Abend hatte er dann wohl um die 10 bis 15 Joints intus, die er sich mit bestem marokkanischen Haschisch vollgestopft hatte. Das Zeug kam von seinem Hof in Marokko, den er irgendwann in den 70ern gekauft hatte. Dort lebte eine Familie, die sich um die Pflanzen kümmerte, und aus diesen eben jenes Hasch machte, das er täglich rauchte. „Voll Bio“, wie er damals schon sagte. Es war das beste Haschisch, das ich jemals geraucht habe – und es war nicht billig. Ich musste dafür nichts zahlen, weil ich für ihn arbeitete. Und er zahlte daneben immer noch mit gutem Geld.

Ganz früher war er mal beim BND und wurde wohl Ende der 60er Jahre im Libanon mal festgenommen, weil er dort aufflog. Das hat er nie erzählt, aber weil er vor der Renovierung seiner Bude damals so schlampig war, dass er nichts wegräumte, musste ich das halt tun. Und die Regale leer räumen, hinter denen ich die Wände weißen wollte. Er führte damals Tagebücher und spickte diese mit Papieren, die man halt so über die Jahre sammelt und die beim Umräumen halt mal so rausfallen, so das ich sie eigentlich ungewollt lesen konnte/wollte/musste.

Ich war ein wenig dekonstaniert ob dem, was ich dort fand. Ich hatte einen alten Hippie kennengelernt, der sich von jetzt auf gleich als ehemaliger BNDler rausstellte, was mir irgendwie meine damalige Hippie-Romantik versaute. Und zwar ordentlich. Er war bis dahin ein wirklich ziemlich cooler Tüp, was kurz in jenem Moment eben kurz wegbrach.

Er hat gelitten, damals im Knast im Libanon, und entschied sich daraufhin, seine Arbeit für den BND einzustellen, ging nach Marokko und kaufte jene, oben erwähnte, Farm. Ab dort machte er in Haschisch. Ich wusste damals davon genau nichts.

Objektiv war er ein cholerisches Arschloch, der jeden zusammenbrüllte, der nicht exakt seiner Meinung war, oder tat, was er einem aufgetragen hatte. Schließlich zahlte er dafür. Mir war das egal – ich machte meine Arbeit. Er zahlte dafür.

Irgendwann war seine Bude fertig renoviert und es gab dort für mich nichts mehr zu tun, als er mich fragte, ob ich mir nicht vorstellen könnte, für ihn olle Benz-Transporter ausbauen zu können. Er kaufte immer alte 508er, die ich mit zwei Freunden zu Wohnmobilen ausbauen sollte. Was wir taten. Er zahlte halt wirklich gut.

Die Dinger wurden von ihm auf Busse für Surfer konzeptioniert. Wir sägten, schweißten, klebten und schliffen ihm das so hin, wie er das haben wollte. Immer und überall mit den von ihm angedachten Hohlräumen in der Karre. Im Stahlgeflecht, in der Tischplatte, in der Box für die Surfbretter, in der damals schon mit LEDs blau beleuchteten Dusche, in dem Bett, das man über eine Seilzug-Vorrichtung von der Decke in den „Wohnraum“ senken konnte. Wir dachten darüber nicht nach. Wir machten das, er zahlte gut.

Später, nachdem er mal wieder eine dieser Kisten, die er aus Prinzip _immer_ für unter 5000 Mark ein- und später für 50.000 bis 80.000 Mark verkaufte, vom Hof eines respektablen Berliner Bus-Unternehmers ging, wo er seine Werkstatt angemietet hatte, in der wir für ihn werkelten, fragte er mich, ob ich denn nicht mal für 25.000 Mark so ein Mobil von Marokko nach Deutschland bringen wollen würde. Von seiner Farm aus. „Nichts Großes“.

Die Grenzer bis nach Österreich rein würden davon wissen und wurden von ihm dafür geschmiert. Einziges Risiko: die Grenze von Österreich nach Deutschland. Da konnte er bis dato keinen für bezahlen und die 25K waren eben genau jene Risiko-Pauschale, die er dafür zahlen wollen würde. Ich lehnte das ab. Vehement. Ich war gerade davor, Vater zu werden, wie ich zu diesem Zeitpunkt schon wusste, hatte nicht mal einen Führerschein und hatte neben seinen Tagebüchern nicht nur ein Kilo des besten Dopes der Welt gefunden, sondern auch einen Revolver, von dem ich bis heute davon ausgehe, dass dieser nicht nur echt sondern auch durchgeladen war. Ab diesem Moment entfernten wir beiden uns emotional.

Ich hatte viel von ihm gelernt. Zum Beispiel, dass man auch 35 Jahre lang kiffen kann, ohne irgendwann an der Spritze landen zu müssen. Dass man mit seiner brasilianischen Frau das Auto nicht verlassen würde, wenn man mit ihr im Osten Deutschlands unterwegs sein würde. Das aus guten Gründen. Dass man in Deutschland selbstständiger Unternehmer sein könnte, der sein Geld mit einer Haschisch-Farm in Marokko macht, wonach am Ende keiner fragen würde – Hauptsache das Finanzamt bekommt auch seinen Teil davon. Dass auch Hippies das Ding mit dem Geld für sich Kapital vermehrend in ihren Alltag integriert hatten.

Nach dem ich ihm damals sagte, dass ich für ihn keinen seiner mit 25K D-Mark bezahlten Haschisch-Busse von Marokko nach Deutschland bringen wollen würde, überwarfen wir uns irgendwie. Er war halt ein cholerisches Arschloch, das trotz des ganzen Dopes keine Widerrede ertragen konnte. Außerdem wollte er den von uns damals gemeinsam vereinbarten Stundenlohn von Heute auf Morgen nicht mehr zahlen. Weil ich nicht so wollte wie er.

Er war ein kluger Mann und wollte schon Ende der 90er das an den Start bringen, was iTunes heute macht. „The imagine five“ wollte er das nennen. In Anlehnung an die Beatles. Ich sollte einer der Imagine sein, weil ich schon damals mehr mit dem Netz zu tun hatte, als er womöglich heute.

Nachdem wir uns überworfen hatten, holte er – cholerisch angepisst – seinen PA-Verstärker bei mir ab, den er mir vorher als „Dauerleihgabe“ für unser damaliges Studio überlassen hatte.

Und ich frage mich bis heute, ob der Mann noch lebt.

(Ich kam gerade drauf, weil Jens diese eBay-Auktion geteilt hat. Alter Benz-Bus. Auf neu umgebaut. Vielleicht die beste Variation von allen. Der Tüp, als alter Hippie meinte damals, er würde nur Daimler kaufen, weil er den Support dafür auch aus der Sahara raus erreichen könnte.)

Wir haben uns niemals wieder gesehen.