Ein Sampler mit 40 Downbeat und Bass-Perlen für umme und warum das in dem Fall gleichsam toll wie schäbig ist

Die Macher von Golden Scissors hatten eine ziemlich nahe liegende Idee. Sie dachten, sie gucken mal, was das Netz so an wirklich schönen Ambient, Downbeat und Bass-Perlen so hergibt und bündeln all diese Nummern auf einem digitalen Sampler. Mit dabei jeder Menge Hochkaräter wie Shlohmo, Bonobo, XXYYXX, Gangways, Rihanna im Jerome LOL Edit und jede Menge anderer durchaus auch populär bekannter Größen in irgendwelchen Edits, die mal mehr, mal weniger offiziell ihren Weg zum kostenlosen Download im Netz fanden. Mitunter wirklich geiles Zeug dabei, wovon ich einiges schon lange auf der Platte habe. Eben weil ich es irgendwo ganz offiziell für ganz kostenlos downloaden konnte. Soweit, so gut. Das könnte als Beitrag dazu reichen.

Aber: es stinkt, dass man, um diese Compi laden zu können, erstmal seinen Fanhaken auf der Facebook Seite der Golden Scissors hinterlassen muss. Und das, obwohl sie im Begleittext dazu ermutigen, diese Compi zu teilen. Würde ich gerne und sofort tun, wenn es nicht jeden daran binden würde ein gezwungenes Like zu hinterlassen für eine Seite, die hier nichts anderes getan hat, als kuhle Downloads der letzten Zwei Jahre in zwei Ordner zu schieben, in eine Digitale Compi zu packen, ihr Branding draufzuknallen und sich somit zu einem Vertrieb stilisiert, der dann nicht mal barrierefrei ist. Um an Musik zu kommen, die Künstler im Regelfall völlig frei ins Netz stellten, soll man nun also eine Leistung für jene vollbringen, die damit nicht wirklich etwas zu tun hatten. In Form eines Likes. Und das finde ich – in der Tat – schon ein bisschen schäbig. Wollte ich nur mal gesagt haben. Ich gehe nämlich davon aus, dass die Artists ja ihre Musik nicht verschenken, damit andere sich dafür Likes erpressen können. Ficker! Eine sehr merkwürdige Definition des Begriffes „Teilen“.

Und ja, ich verzichte auf diese Compi, weil ich für Derartiges kein „Like“ abzugeben bereit bin.

AraabMUZIK auf seinen MPCs für FACT TV

So zu derbe mir sein Sound auch meistens sein mag, die Fingerfertigkeit von diesem Tüpen ist mehr als nur beeindruckend. Meine Fresse. „Nobody builds a track quite like this guy.“


(Direktlink, via FACT)

Ein kurzbeiniges Pony beim Solotanz

Ja, ja, ist eine Werbung, ich habe trotzdem eben nur mit Mühe meinen Kaffee nicht auf die Tastatur geprustet. Hier auch zum interagieren: Ponymixer.com


(Direktlink, via Frl. Sonntag)

GEMA nach Hause


(Notes of Berlin)

Autoreifenweithüpfen auf einer Skischanze

Only in Japan.


(Direktlink, via Doobybrain)

Eine Sechsjährige beim Breakdancen

Ich weiß ja nicht, was Ihr mit sechs so getrieben habt, ich bin viel mit Rad unterwegs gewesen, die Sechsjährige Terra aus London tanzt halt gerne. Und wenn schon Breakdance dann auch bitte in der Form eines Battles. Das ist da nun mal so. Also putzt sie völlig gnadenlos diesen jungen Burschen, ihren Gegner, weg. Natürlich schon ganz in dem Bewusstsein, wie dieses Biz funktioniert: erstmal ganz locker anfangen und dann die tänzerische Panzerfaust rausholen.


(Direktlink, via Schlecky)

Montags im Büro, gif’d


(via this isn’t happiness)

Los Angeles 1978

Ich stehe ja sehr auf diese alten Privataufnahmen, die Leute vor Jahrzehnten mit ihren Super 8 Kameras drehten, als sie auf Reisen waren. So wie auch dieses hier zeigt. Ohne Sound, könnt ihr selber einen auswählen. Auch gut.


(Direktlink, via Doobybrain)

Einhorn Glasbong

Für den Montag. Keine Ahnung, wo genau die herkommt, oder wie sie zu beziehen ist, irgendwo da draußen allerdings gibt es sie, die Einhorn Glasbong.

(via Fasel)

Mit dem Moped in der Wüste, gif’d


(via Like Cool)

Was hörst Du eigentlich für Musik nach so einem Umzug, Ronny?


(Mach’s gut, alte Hütte. War schön mit dir. In Dir.)

Ja, die Musik hat hier die letzten Wochen etwas gelitten. Ich weiß. Das hat zum einen damit zu tun, dass Musik bei so einem Leben, dass sich auf die Reise zu einem Komplett-Umzug macht, eher nur sekundär wichtig ist, zum anderen damit, dass es nach den großartigen Mixen um die Jahreswende kaum wirklich hörenswerten Nachschub gab. Zum dritten aber auch einfach damit, dass mir schlicht die Zeit und vor allem das Gefühl dazu fehlte, mich auf Mixe einlassen zu können. Der Akku-Schrauber ist dann eben mal wichtiger. Ihr kennt das.

Nun sitze ich hier, habe alles im Vorfeld, doch so schwer Erscheinende, irgendwie hinter mich gebracht – habe die geilste Bude meines Lebens an einen aus Bayern stammenden, Grumpy Cat-Ähnlichem (Nur leider nicht so niedlich) Tüpen übergeben, der die 380.000 Euro hatte, die nötig waren, um uns aus dem Haus zu kicken, und höre in meiner neuen Küche Musik. Mit Bass. Natürlich mit Bass. Über Kopfhörer. Ankommen.

Die so sehr geliebte Bude ist komplett leer, die Schlüssel sind an den Mann aus dem CSU-Fledermausland übergeben, die kleinen spitzen Pfeile, die es dabei zu verschießen gilt, sind aus meinem Köcher in sein Knie gewandert. Fertig.

Alles was jetzt noch bleibt ist eine zu räumende Garage und ein acht Meter langer Bauwagen, der in hoffentlich in die erdenklich besten Hände gehen wird. Dann sind wir auch räumlich weg. Gedanklich sind wir das jetzt eh mithin schon. Emotional sowieso. Hallo, neues Leben.

Und ja, nun sitze ich hier und gebe mir eine Dröhnung aus Beats und Bässen. Gemixt von Von Abseits. So unkonventionell, wie das jetzt neue, verdammt konventionelle Leben erscheint. Aber Hauptsache mit Bass.

Was ich sagen wollte: Hallo Internet, ich bin fast ganz wieder da. Und ich höre dazu – natürlich – gute Musik. Und dann mache ich jetzt endlich mein nächstes Album. Ab Morgen. Oder so.

Bis dahin aber höre ich diese völlig verrückt anmutende Playlist ein einem Mix. Weil Von Abseits macht es einfach und haut Pariah, Darkstar, Nosaj Thing, Shlohmo, Ital Tek und neben jeder Menge anderen noch Gold Panda in einen ordentlich geschliffene Mix und macht mir damit den Abend schön.


(Direktlink, via Johannes)

Tracklist:
∆ ∆ – The Cleansing
Unknown – #004
Wraetlic – Rats
Voltron – Let Go (Extended)
Futurewife – It Gets Better (Roma Remix)
Pariah – Signal Loss
CHANGEZ – Body Form
Darkstar – Aidy’s Girl Is A Computer
Nosaj Thing – Home
Shlomo – Out Of Hand
Cashmere Cat – Aurora
LV – Work feat. Spoek Mathambo
Jonti – Pássaros
Ital Tek – Hyper Real
tojestcok – Good Night
Jonwayne – Calling To Me
Juj – Juggalo Gigolos
Victor Vaughn – Modern Day Mugging
Gold Panda – Trust
Crackazat – Panick Aggressive
Slugabed – Sex
Kuedo – Ant City

INSA Gif-iti in Sydney

INSA war in Sydney und hat dort – na klar – eines seiner Giffitis gemacht. Ich wollte erst „hinterlassen“ schreiben, aber das wäre ja Blödsinn, weil das Dingen auf der Wand ja natürlich nicht so wunderbar wackelt. Deshalb: was fehlt: Graffitis, die in echt auf Wänden blinken.

5000 Menschen demonstrieren heute gegen den Abriss der East Side Gallery in Berlin

Krass. Eigentlich war die Angelegenheit ja fast schon erledigt, aber so richtig ohne ein Aufbegehren wollen die Berliner sich dann doch die letzten Reste der Mauer nicht nehmen lassen. Heute demonstrieren an der East Side Gallery um die 5000 Menschen und forderten ihren dortigen Erhalt. BLN.FM war vor Ort und hat neben Bildern auch ein Interview mit dem Bür­ger­meis­ter von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne). Nun ja.

Wenn man 15000 Volt ins Holz jagt

Interessantes Experiment von Melanie Hoff, die einfach mal 15000 Volt in eine Holzplatte jagt.

(Direktlink)

Doku über das Leben der Kids im Märkischen Viertel Berlin: Wo lang?

Während meiner ersten Ausbildung zum Maler/Lackierer lernte ich in meiner Berufsschule in der Sonnenallee, Neukölln, einen Tüpen kennen, der seine Kindheit und Jugend im MV verbrachte. Er lebte schon Mitte der 90er den Gangster-Scheiß, der dann erst viel später endgültig in deutsche Kinderzimmer einziehen sollte. Hip Hop, Dope ohne Ende, Gangs, Abziehen und trotzdem irgendwie einen Ehren-Kodex haben. Einerseits fand ich das sehr imponierend, andererseits fand ich dieses Getue völlig albern. Aber er war eben so, meinte das ernst und machte sein Ding – Techno fand er völlig beschissen.

Später dann hörte ich das dieser Sido auch aus dem Märkischen Viertel kam. Seitdem musste ich öfter an diesen Tüpen denken. Was er wohl macht? Ob er immer noch Pinsel quält und mit Farbe kleckst? Ob er dieses Hip Hop Ding durchgezogen hat? So Fragen eben, die man sich dann eben so stellt.

Während im Jahr 2007 mit Prinzessinnenbad ein Portrait über die Kids in Kreuzberg in die Kinos kam und für ordentlich Beachtung sorgte, drehte Max Kerkhoff mit „Wo lang?“ einen ganz ähnlich gelagerten Film über die Kids des Märkischen Viertels in Berlin. Der fand offenbar nicht ganz so viel Beachtung und nachdem ich diesen gesehen habe, weiß ich gar nicht mal, warum dem so ist, denn der ist toll und deshalb genau das richtige für einen Sonntagnachmittag.

Kevin und seine Freunde verbringen den Sommer in ihrem Viertel, dem Märkischen Viertel, einem Berliner Außenbezirk. Ihr Alltag wiederholt sich. Zwischen Tiefkühlpizza, Billigbier und Playstation dominieren Konflikte ihren Sommer. Konflikte mit den Nachbarn, dem Sicherheitsdienst, den Eltern, der Polizei, und Konflikte mit sich selbst. An der Schwelle zum Erwachsenwerden stellt sich für die Freunde die Frage: Wo lang?

(Direktlink)