Video: Das Kraftfuttermischwerk – Schneeblüher im Sand


(Direktlink)

Wie der ein oder andere vielleicht bereits mitbekommen hat, habe ich den Plan, auch in diesem Jahr zu Weihnachten wieder ein Album zu veröffentlichen. Das ist auch der Grund, warum das Blog momentan eher auf Sparflamme läuft – ich habe gerade einfach zu viele Baustellen.

Ich bin zwar noch im Zeitplan, kann allerdings nicht mehr ganz sicher sagen, ob ich tatsächlich bis zum 24.12. all das geschafft haben werde, was ich mir dafür vorgenommen hatte. Wir werden sehen.

Um die Sache allerdings trotzdem ein wenig zu teasern, weil heute Nikolausi ist und weil fALk, der dieses schöne Makro-Time Lapse Video gedreht und gemacht hat, auf jeden Fall im Zeitplan war, gibt es das heute schon mal. Schön ist es geworden und der diesjährige Schnee hätte passender nicht kommen können. Einige der Einstellungen nämlich hat fALk erst gestern früh in seinem Garten aufgenommen. Zumindest das Wetter meint es gut mit uns.

Adventskalender 2012, Türchen #06: Dürerstuben – Liveset III (2011-2012)

Wenn mich in diesem Jahr jemand gefragt hat, was mich musikalisch am meisten bewegt hat, habe ich immer kurz mit „Dürerstuben“ geantwortet. Kein Set, in dem ich nicht mindestens einen Track der beiden gespielt habe. Egal, ob ihre wirklich lässigen, ganz ganz trägen und immer wunderbaren Deep House-Nummern, wie man sie auf der „Shuffins Deaf EP“ hören kann, ihren sehr englisch klingenden, fast postdubsteppigen Remix, den sie für Scroungers „Innere Werte“ gemacht haben, den Remix für Solar & Poppckes „Lightest Shades Of Grey“, der eine ganz eigene Soundästhetik mitbringt, oder das träge Downbeatschiff auf dem „Tira Mi Su“ aus dem Hafen fährt. Einfach alles von Till Gerloff & David Hofmann, die hinter den Dürerstuben stecken, ist schlichtweg großartig. Auch deshalb habe ich mittlerweile wirklich alles von denen gekauft, was irgendwo von denen veröffentlicht wurde. Man kann mich da durchaus Fan nennen.

Was ich ganz besonders mag, ist, dass man sie ob ihrer musikalischen Bandbreite nicht ohne weiteres in eine Schublade stecken kann und man eben nie weiß, was genau drinne ist, wenn Dürerstuben drauf steht. Außer, dass es in jedem Fall irgendwie nahezu genial sein muss.

Ich hatte mir immer vorgenommen, die beiden in diesem Jahr unbedingt mal live zu sehen. Da waren sie dann mal in der Butzke, wo mir die Zeit fehlte und irgendwer lies mich wissen, dass sie wohl auf dem Fusion spielen sollten. Da standen sie nicht im Line Up und ich bin da vier Tage wie blöde auf der Suche rumgelaufen – gefunden habe ich sie nicht. Also suchte ich nach einem Live Set von ihnen im Netz – gefunden habe ich keins. (Mittlerweile gibt es das.) Ich bat sie auf Facebook, mal eins aufzunehmen, aber das sind so die Art von Fragen, die auch ich nicht sonderlich ernst nehme, wenn sie mir auf Facebook gestellt werden. Zu guter Letzt dachte ich eher schnapsideelich, „Frag doch einfach mal für den Kalender. Und wenn es ein DJ-Mix wird. Alleine der muss wie Ohrgold sein.“

Dann schrieb Till ganz locker aus der Hüfte: „Ja, kein Ding, machen wir gerne. Allerdings keinen DJ-Mix, sondern das Liveset, auf dessen Grundlage wir die letzten beiden Jahre unterwegs waren. Im Jahr 2013 wird dieses komplett überarbeitet und gänzlich erneuert.“ Ich hyperventilierte.

Gestern bekam ich es und hyperventiliere seitdem durch.

Natürlich ist das fantastisch. Beginnend mit Phil Collins, durchweg tanzbar und mittendrin hüpft einem kurz Lambada auf die Füße. Und das so, dass es nicht weh tut, aber dafür reicht, die ganze Angelegenheit nicht bierernst zu nehmen.

Diese 60 Minuten sind genauso [superlativieredes Adjektiv, das erst noch erfunden werden muss einsetzen], wie ich es mir vorgestellt oder besser noch gewünscht hatte. Wenn die beiden das nächste Mal hier irgendwo in der Nähe sind, werde ich dabei sein. Fakt.

Außerdem freue ich mich auf ein Album, was hoffentlich mal kommen wird und auf dem sie sich samt ihrer kompletten Bandbreite austoben können. Solange kaufe ich weiterhin alles, was ich finden kann.

Und weil der Nikolaus noch vor meinem Geburtstag der zweitbeste Tag im Dezember ist, packe ich euch diese Perle in die Stiefel.


(Direktlink | Thanks to Rico Passerini for hosting all this Mixes.)

Style: Deep House
Lenght: 01:00:52
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
Keine.

Alle Adventskalender-Mixe 2012 hier.

Alte Dame im Mantel

Die alte Dame im Mantel und der viel zu großen Reisetasche zahlt den Bus bis Tegel. Von dort bringt sie „der Flieger für 10 Wochen nach Madeira“, sagt sie. Sie sei dieses Jahr spät dran, oder der Winter sei zu früh, „vielleicht aber auch beides“ sagt sie. In den letzten Jahren habe sie nur selten Schnee gesehen. Sie zieht den Mantel aus, setzt sich ans Fenster, nimmt ihre Wollmütze ab und schaut, den Kopf auf ihre Faust gelehnt, verträumt aus dem Fenster. Die Sicht auf die verschneite Stadt. Fast so, als würde sie diese in den nächsten 10 Wochen ein wenig vermissen. Auf Madeira, den Blick auf den Atlantik.

Isaac Newton vs. Rube Goldberg

Kleine physikalische Spielerei zum Mittag aus dem Hause 2D House. „This was a fun short Rube Goldberg Machine we produced in house. Mostly an experiment but definitely quite interesting and very rewarding to create.“


(Direktlink, via Notcot)

Punk sein in Ost-Berlin – „Schräge Zeit“, eine Doku von Ólafur Sveinsson

Superinteressante, mir bisher unbekannte Dokumentation über Punks in Ost-Berlin zu Beginn der 80er Jahre. Ich habe jetzt etwa die Hälfte gesehen und staune wieder einmal mehr, wie weit manche Jugendliche im Hinblick auf die garantiert zu erwartenden Repressionen tatsächlich gingen. Und das wobei sie wussten, was auf sie zukommen könnte und auch würde. Punk, der woanders echter wohl kaum hätte sein können.

Ost-Berlin, Anfang der 80er Jahre: Eine Gruppe junger Leute, die den Glauben an den „real existierenden Sozialismus“ verloren hat, lehnt sich gegen die Unzulänglichkeiten des DDR-Systems auf.

Einer von ihnen, der 1963 in Güstrow geborene und in Ost-Berlin aufgewachsene Jan, opponiert als Punk in der berüchtigten Band „Der demokratische Konsum“. In dieser Zeit gerät er ins Blickfeld der Stasi. Ein wildes Leben beginnt. Er und seine Freunde leben, als wäre jeder Tag der letzte, und es gelingt ihnen, sich Freiräume zu schaffen, die man im Alltag der Deutschen Demokratischen Republik nicht für möglich gehalten hätte.

Dennoch ist allen bald klar, dass sie diese Republik verlassen müssen. Um der DDR zu entfliehen, heiratet Jan 1987 eine Isländerin. Im Westen angekommen, ändert er sein Leben radikal. Der Fall der Mauer versetzt ihn in Euphorie. Er kauft Häuser im Osten, eröffnet einen Mini-Supermarkt und macht Geschäfte mit russischen Soldaten. Plötzlich hat er alles, was er sich gewünscht hat: viel Geld und eine Familie. 1991 wird Jan die Diagnose „manisch-depressiv“ gestellt, und er verbringt einige Monate in der geschlossenen Psychiatrie. Zehn Jahre später hat er ein kleines Schiff gekauft, auf dem er als Selbsttherapie die Sommer auf den Gewässern von Berlin verbringt.

Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms „Schräge Zeit“ steht eine außergewöhnliche deutsch-deutsche Biografie, die eng mit der turbulenten Geschichte Berlins der letzten 20 Jahre verbunden ist . Anhand von Interviews, Fotos und Archivmaterial erzählt der isländische Autor Ólafur Sveinsson, der seit vielen Jahren in Berlin lebt und arbeitet, Jans packende Lebensgeschichte, außerdem von zahlreichen lustigen, absurden, tragischen und gefährlichen Momenten der Wendezeit.


(Direktlink)

Kommt ein Boot aus einem Auto

Für jene, die sonst alles haben oder wie der erste Kommentar auf reddit verlautbart: „Pedobear wins the lottery.“


(Direktlink, via reddit)

Musizieren auf zwei Launchpads

Nein, man muss diesen Sound ganz gewiss nicht mögen, aber man durchaus anerkennend nicken, wenn man sieht, wie M4SONIC diesen mit seinen flinken Fingern aus seinen zwei Launchpads holt. Ich nicke. Anerkennend.


(Direktlink, via reddit)

Heute Abend: Ich in Saetchmos Echochamber

Weil ich schon lange nicht mehr da war und weil es wieder Winter ist und weil ich dazu passende Musik sortiert habe und weil Saetchmo die vielleicht geilste Online-Radioshow ever macht, bin ich heute Abend bei ihm zu Gast.

Los geht es um 22.00 Uhr, hier der Link zum Livestream, ich werde dann irgendwann etwas später ziemlich beatlastiges Zeug und was mit Dub zum besten geben.



Derweil in Schweden


(via 9GAG)

Gummibärchen-Kronleuchter

Natürlich sind das leider keine echten Gummibären, aber immerhin hat Kevin Champeny für das Dingen 5000 kleine Plastikbärchen aneinander gebastelt. Natürlich dauert das dementsprechend lange, weshalb es mehr als zehn davon in einem Jahr nicht gibt. Das hat seinen Preis: für die beiden unterschiedlichen Größen latzt man entweder $2400 bei 18 Zoll Durchmesser oder $6500 für 31 Zoll.

Kein Schnäppchen, dafür aber einen Gummibärchen-Kronleuchter.

(via Wow)

Die Restaurierung des Hollywood Signs in Time Lapse

Das Hollywood-Sign wurde restauriert, hier ein kleiner Beitrag dazu, den ich wahrscheinlich nur bringe, weil ich irgendwann mal Maler-Lackierer gelernt hatte und das wohl irgendwie einen Zusammenhang hierzu geben muss.

Tinseltown’s biggest star — The Hollywood Sign — has been restored to its full beauty once again thanks to a historic „face-lift“ from Sherwin-Williams and The Hollywood Sign Trust. Over the nine-week refurbishment, the Sign’s nine letters had all existing coatings removed before being primed and painted with two fresh coats of Emerald Exterior Paint.


(Direktlink, via Dangerous Minds)

Dave Brubeck – Take Five

Aus aktuellem Anlass und weil heute schon mehrere Leute gefragt haben, wer dieser Dave Brubeck eigentlich ist. Der Mann hinter dem Piano.


(Direktlink)

A Short History of the Gif

Wer es noch nicht mitbekommen hat: ich bin vernarrt in animierte GIFs. Und es gibt sogar ein Quasi-Festival für diese Dinger! Moving the Still. Anlässlich dessen wurde dieses kurze Filmchen hier gemacht, was mal ganz knackig die Geschichte der animierten GIFs näher erläutert. Bildungsauftrag für diese Woche erfüllt. Und das mit endlich mal den ganz wichtigen Themen.

(Direktlink)

Eulenkopfdrehung, gif’d


(via E-Gruppe)

Zwei Schneemusiken: Nils Frahm – Live at Incubate 2012 und HC Sampler Mix

Während meines Kalenders versuche ich immer, Musik eigentlich nur für diesen zu bringen, aber manchmal (eigentlich immer) kommen dann doch Musiken rein, die eigentlich nicht unerwähnt bleiben dürfen. So wie heute.

Passend zum Schneegestöber zwei absolut ambiente Mixe. Einmal diesen Sampler Mix von Headphone Commute, der voll ist mit Streichern, Pianos und moderner Klassik und für einen guten Zweck auch käuflich zu erwerben ist.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


(Direktdownload)

Tracklist:
01. Gen Ken Montgomery – Sandy Drain
02. The Frozen Vaults – A Year Without Summer
03. Clem Leek – A Modern Hymn For NYC
04. Good Weather For An Airstrike – Fred’s Song
05. riverrun – Maallinen Kuu
06. Roel Funcken – Trideo Vaperz
07. Pinkcourtesyphone – pixels came and broke your heart
08. Julien Neto – Los Cien Enamorados
09. Jóhann Jóhannsson – Melodia (iv) (Live at Ancienne Belgique)
10. Nils Frahm – Sol
11. Ólafur Anralds – Tomorrow’s Song
12. Dustin O’Halloran – Fragile N.2
13. Clint Mansell – Merry Christmas (It’s The End Of The World)
14. Somatic Responses – Fear Chasing Hope (Zombie Subway HC Edit)
15. SaffronKeira – Endless Agony of Being Sick (Edit)
16. Valgeir Sigurðsson – Big Reveal
17. Dakota Suite – Now I Am Lost
18. Ben Lukas Boysen – 16°

Zum anderen Nils Frahm, live auf dem Incubate Festival 2012 an seinem Klavier. Beide absolut passend zur aktuellen Wetterlage.


(Direktlink, via Millejano)