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Schiff der Identitären hängt auf Zypern fest: Schlepperverdacht gegen den Kapitän

Die Ibster, die für ihre „Bewegung“ Geld für ein Schiff gecrowdfundet haben, das im Mittelmehr NGOs davon abhalten soll, das Leben von Flüchtlingen zu retten, haben mit jenem Schiff ein Problem. Dieses nämlich hängt gerade im Hafen von Famagusta auf Zypern fest. Mit der „C-Star“, die für die sogenannte identitäre Mission „Defend Europe“ in See stach, gab es auch vorher schon Probleme im Suezkanal: Angeblich wohl weil irgendwelche Papiere gefehlt haben sollen. Der Vorwurf, der aktuell im zyprischen Raum steht, ist allerdings pikanterer Natur: es besteht Schlepperverdacht gegen den Kapitän, seine Bootscrew – Tamilen aus Sri Lanka – hat offenbar Asyl in Zypern beantragt.

Die Bootscrew – Tamilen aus Sri Lanka – hat offenbar um Asyl in Zypern angesucht. Sie sollen angegeben haben, dass sie für die Fahrt bezahlt haben. Ein offizielle Bestätigung für diese Berichte gibt es vorerst allerdings nicht. Laut lokalen Medien wird dem Schiffseigner außerdem vorgeworfen, im Jahr 2015 Waffen im Wert von zwei Millionen Dollar geschmuggelt zu haben.

Die Identitären, die für dieses Vorhaben über 100.000 EUR von irgendwelchen Menschenfeinden gesammelt hatte, nennt diese Vorwürfe absurd – und wartet in Sizilien immer noch darauf, endlich mit an Boot gehen zu können, um Flüchtenden den Weg nach Europa unmöglich machen zu können. Die eigentliche Crew aber will wohl offenbar nicht weiter mitfahren.

Die Identitären, die derzeit im sizilianischen Catania sind, warten nun, dass die neue Crew an Bord geht und sie abholt. In Italien waren dagegen bereits Demonstrationen angekündigt. Laut den Identitären ist das Schiff nicht beschlagnahmt, wie es mancherorts hieß, es sei abfahrbereit und hätte bereits wieder Proviant aufgeladen.

Soweit die Zusammenfassung von Krone.at, die selbst mir auf noch wackeligen Füßen zu stehen scheint.

Beim Neuen Deutschland wird man da noch konkreter, was den Sachgehalt aber kein bisschen weniger Komplex macht:

Laut dem Nachrichtenportal Kibris Postasi wurde der Kapitän und Vize-Kapitän der C Star von den türkischen Behörden in Gewahrsam genommen, wegen des Verdachts auf Dokumentenfälschung; die Crew des Schiffes sei evakuiert und auf eine Polizeidienststelle gebracht worden. Das bestätigte Kibris Postasi dem »nd«.

Nach Angaben der türkischen Organisation Ankara Degille Lefkosa hatte der Kapitän offenbar falsche Angaben über das Schiff gemacht. 20 indische Crewmitglieder haben am Mittwoch das Schiff in Famagosta verlassen. Sie hatten offenbar die Refugee Rights Association (RRA) informiert, das sie als »Forschungspraktikanten« an Bord seien, aber in ihr Land zurückkehren wollten.

Sie wurden von der Polizei zum nordzyprischen Ercan-Flughafen begleitet, dort bezahlte ihnen laut Angaben von Ankara Degille Lefkosa der Eigentümer der C Star ihre Flugtickets. Laut Angaben der tamilischen Crew hätten sie Geld bezahlt, um mit dem Schiff nach Italien gebracht zu werden. Fünf von ihnen haben offenbar Asyl beantragt und werden derzeit von zypriotischen Zollbeamten befragt.

So oder so könnte das am Ende zu einem PR-Debakel bei den stramm völkisch-nationalistischen Identitären werden. Jene Menschenfeinde, die dafür über 100.000 EUR gesammelt haben, wollten sicher andere Nachrichten lesen. Gut für jene aber, die denen in der Denke nicht nahestehen. Bisher wurde von den Identitären offenbar einfach nur eine Menge Geld für erlebnisorientierte Sommerferien verbraten, für die sie selber nicht zahlen mussten.

Die Ibster ziehen auf ihren Kanälen gerade die Aluhüte enger. Alles nur eine große Verschwörung. Gegen sie. Natürlich. Knetbirnen.

7 Kommentare

  1. Johannes26. Juli 2017 um 19:56

    Rechtschreibung?

  2. Martin Däniken26. Juli 2017 um 20:22

    Alles ein Verschwörung der linksten rothshilligsten nazizombiegsten Reptiloiden,
    die wo gibt,jawohl!

  3. Armakuni27. Juli 2017 um 05:37

    Schon witzig, dass solche Deppen zwar auf Ausländer schimpfen, diese sind aber trotzdem noch gut genug, um die Drecksarbeit zu erledigen.

  4. Martin Däniken27. Juli 2017 um 08:30

    Die Identitären verstehen sich als die intelektuelle Speerspitze der Rechten,oder so…
    Lebenspraktische Fragestellungen sind da irrelevant,hahahahahaha
    Voll durch die Füsse in die Knie geschossen-kann auch nicht jeder
    -nur die Elite,hahahaha.

  5. der Benni27. Juli 2017 um 21:35

    ich versthe den satz auf dem bild mit dem schmollkopp nich. entweder passt da was mit der grammatik nicht oder mit der syntax… oder mit beidem. ansonsten ulkige mledung, immer wieder schön wie sich das faschopack selbst ins müsli kackt.

  6. Martin Däniken3. August 2017 um 11:10

    @ der Benni:Die Identären sind glaube ich Ösis.Erklärt den Gesichtsausdruck.die sind halt anders-die Ösis!
    Die hatten mal ne Marine!
    Auf dem Mittelmeer-lang lang ists her.
    vielleicht denkens das sich diese Sachkenntnis in den Genen niederschlägt…
    Aber Reality is a bitch!

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