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Es gibt so Tage, an denen passiert nicht viel. Der Punk, der bei dem netten Kassierer im Supermarkt versucht, einzelne Zigaretten zu kaufen. Der nette Kassierer im Supermarkt, der dem Punk, der einzelne Zigaretten bei ihm zu kaufen versucht, einfach drei aus seiner privaten Schachtel gibt und darauf besteht, sich diese nicht bezahlen zu lassen. Der Busfahrer, der wieder einmal jemanden aus seinem Bus verwiesen hat, weil der keinen vorschriftsmäßigen Fahrschein vorlegen konnte. Ein ganz kleiner Mensch, der so verschnupft ist, und nicht weiß wie ihm geschieht und schreit, als wäre es der letzte Tag. Ein etwas größerer kleiner Mensch, der Ferien hat und die voll auszukosten bereit ist denn danach wird wieder mal etwas Großes, etwas ganz Neues auf ihn zukommen – vielleicht auch etwas, was ihm das Herz brechen könnte. Vielleicht auch nicht. Rührung beim Lesen des „Jahresbriefes“ – Zeugnisse gibt es in dem Haushalt hier keine, vorerst. Ein junger Mann, der darüber philosophiert, wie toll es wäre, die Zeit zurückspulen zu können und mich fast ansteckt, wonach ich ihm jedoch sagen muss, dass sich das nicht haben müsste, weil ich vielleicht alles genau so noch einmal machen würde. Überraschte Blicke. Das Bewusstsein, momentan zu wenig Musik auf die Reihe zu kriegen. Es ist Sommer, ein bisschen. Alles potenzielle Storys, aber eigentlich nur einer dieser Tage, an denen nicht viel passiert.

Ein Kommentar

  1. augi18. Juli 2008 at 10:52

    manchmal is‘ auch ganz nett, wenn das leben einfach so ein bißchen vor sich hin plänkelt… das leben nimmt urlaub vom leben!

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