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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Ein kurzer Film über Straßenkinder in der Ukraine: The Neglected

Der schottische Fotograf David Gillanders hat in den letzten acht Jahren das Leben von ukrainischen Straßenkindern fotografiert. Motive dafür gibt es viele, auch wenn die Zahlen sehr variieren – man schätzt die Zahl der dort auf der Straße lebenden Kinder zwischen 50000 und 300000 Kindern. Die Schicksale dieser Kids sind wohl ebenso vielschichtig. Bei einigen sind die Eltern verstorben, andere sind Opfer von Missbrauch und haben wie wiederum andere einfach keinen Bock mehr die Umwelt, in die sie einst geboren wurden.

Gillanders suchte die Kinder, die häufig wortwörtlich im Untergrund leben und dokumentierte mit seinen Fotos ihr meist kurzes Leben. Viele der Kids sind mittlerweile tot, seine Aufnahmen der einzige Beweis für ihre tragische Lebensgeschichten.

Basierend auf seinen Fotografien hat Gillanders diesen bewegenden, ja, ergreifenden Kurzfilm gemacht und sagt: “When I first started to take pictures of children living like that, I knew that I wasn’t going to change the world. But I did think something would happen – that it would improve. It didn’t.”


(Direktlink, via Dangerous Minds)

Ein Kommentar

Doku: Syrien undercover

Der Name ist reißerisch wie passend, denn es ist kein Geheimnis, dass dort kein Journalist mehr seiner eigentlichen Arbeit nachgehen kann. Sofia Amara war trotzdem im letzten Jahr in Damaskus und Homs unterwegs und hat Schicksale dokumentiert, was alleine schon ergreifend ist und verdeutlicht, dass sich nicht mal erahnen lässt, was sich in den letzten Monaten dort tatsächlich abgespielt haben muss.

In Damaskus und Homs filmteSofia Amara, wie sich die täglichen Demonstrationen am Ausgang der Moscheen oder auf den Friedhöfen organisieren.
In Rastan konnte sie Kontakt zu desertierten Offizieren der syrischen Armee aufnehmen, die behaupten, ein „freies Heer“ aufgestellt zu haben. Diese Streitkraft mit angeblich knapp 300 Offizieren versucht mit dürftigsten Mitteln, der blindwütigen Repression durch den syrischen Staat zu trotzen.
Insbesondere in Hama beobachte sie, mit welchen Mitteln das Regime gegen die Protestbewegung vorgeht: systematische Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung, Schießen mit scharfer Munition auf Demonstranten, willkürliche Verhaftungen, Hinrichtungen ohne Prozess, Folter.
Anhand nie gesehener Bilder und Zeugenaussagen dokumentiert der Film die blutigen Militäreinsätze gegen die Demonstranten und belegt zum ersten Mal auch die unmittelbare Beteiligung von Mitgliedern der libanesischen Hisbollah und der iranischen Revolutionshüter an den Massakern.
Um einen Blick hinter die Kulissen der syrischen Revolution zu werfen, nahm die Filmemacherin viele Gefahren auf sich. Immer musste sie darauf achten, nicht den Verdacht der Geheimdienste zu wecken: beim Filmen der Demonstrationen, beim Umgehen der Panzersperren vor der Stadt und bei den heimlichen Treffen mit den Aktivisten.
Der mutige Film vermittelt die im Land herrschende Terroratmosphäre und veranschaulicht die Verbrechen des Regimes von Baschar al-Assad, dem zur Last gelegt wird, in fünf Monaten über 2.000 Menschen ermordet zu haben.


(Direktlink)

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