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Die Reaktionen im Netz auf die “Patriotismus – Nein Danke!“ Aufkleber der Grünen

Die grüne Jugend hat sich mal durchs Netz geforstet und auf allen möglichen Kanälen die Reaktionen auf ihre “Patriotismus – Nein Danke!“ Aufkleber zusammengesammelt und da kommt so einiges zusammen. Die guten Patrioten sind im Querschnitt wohl doch eher von der handfesten Fraktion mit Hang zum Bauarbeiter-Vokabular. Obwohl, es ist fies derartiges Bauarbeitern nahelegen zu wollen.

Eine Auswahl:

„Ihr solltet Euch nicht nur schämen, nein, diese ganze für den Aufkleber verantwortliche Bande sollte in die Türkei oder noch besser nach Afghanistan ausgewiesen werden.“
[…]
„Ihr Ökospiesser glaubt, Ihr seid etwas besseres, dabei seid Ihr lediglich der Abschaum der deutschen Gesellschaft. mein Tip: Ab in die Toilette mit dem Abschaum und Spülung betätigen!“
[…]
„In meinen Augen gehört eine Partei die mit solch einer Hirnverbrannten Werbemaßnahme auf sich aufmerksam machen will VERBOTEN.“
[…]
„Patriotismus, Nein Danke! Das kommt genau aus der richtigen Ecke. Die, die am meisten diesen Staat abschmarotzen, ähnlich der parasitären Zecke, rufen auf zum Antipatriotismus“
[…]
„Wenn euch Deutschlandfahnen in Deutschland nicht gefallen, dann verpisst euch hier aus diesem wunderschönen Land, ihr Linksradikale/Kommunisten!“

Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen! Und woher kennen wir das? Genau!
(via Jonas)

61 Kommentare

  1. Mimimimöschen23. Juni 2012 at 05:02

    @Pa…Was?
    Stimme Dir zu.
    …oder (zumindest) die meisten sind sich bewußt, daß die Ergebnisse der von Dir verlinkten Untersuchung auf Statistik beruhen, und sehen sich selbst dabei als Ausnahmefall.
    Fällt mir allerdings schwer daran zu glauben…

  2. Mimimimöschen23. Juni 2012 at 05:36

    Addon:
    Anti-Patriotismus != Nicht-Patriotismus.

  3. seroc23. Juni 2012 at 16:50

    @Frank Meier
    Begriffe können gerne feststehen, man muss sie trotzdem im richtigen Kontext benutzen. Die Gleichetzung von Antifaschisten der heutigen Zeit mit der SA im Nationalsozialismus ist und bleibt Geschichtsrelativismus. Eine sorgfältige Differenzierung wäre hier mehr als von Nöten, diese gelingt Ihnen aber anscheinend nur am rechten Rand unserer Gesellschaft, wie Ihre Ausführungen zum NSU vermuten lassen.

  4. Frank Meier24. Juni 2012 at 22:55

    Oha. Den richtigen Kontext bestimmen Sie? Es ist schon immer erstaunlich wie Sie versuchen mir das Wort im Mund umzudrehen. Zu Ihrer Information, nicht alles was eine anderer Meinung vertritt ist rechts.

    Aber noch mal zum nachlesen: Ja die Methoden der heutigen Antifa gleichen sich mit denen der SA am Beginn des dritten Reiches. Unreflektierte Gewalt bei jeder sich anbietenden Gelegenheit gegen Jedes und Jeden; zu großen Teilen medial geduldet. Das schließt eine Verurteilung rechter Gewalt nicht aus; es geht hier aber um links-grüne antidemokratische Züge. Kritik daran ist die Meinungsfreiheit eines Bürgers und nicht automatisch rechts.

    Darüber hinaus verstehen es Willfährige bis heute nicht, wie sehr sich National-Sozialisten und Internationale Sozialisten gleichen. Sie stehen, entgegen der allgemeinen Meinung nicht zwischen dem Bürger, sondern zusammen nebeneinander als Extremisten dem Bürgertum diametral gegenüber. Für diese Erkenntnis benötigt man Selbstreflexion, aber …

    BTW. Geschichtsrelativismus wird gern von Jenen in den Ring geworfen, die Ihre eigenen vergangenen abscheulichen Taten gern im anderen Licht sehen möchten, auch weil sehr wohl wissen ist, wie sie ein Ei dem Anderen gleichen. Selbstredend unter anderen Vorzeichen, anderem Banner, aber Tote einer Ideologie sind genauso tot, wie Tote einer anderen Ideologie.

  5. Bernie Gunther25. Juni 2012 at 01:51

    @Frank Meier

    Es ist meiner Meinung nach richtig, dass Sie auf die Opfer der roten und der braunen „Revolutionen“ hinweisen. Dennoch mogeln Sie sich aus meiner Sicht – bisher leider erfolgreich – an einigen Stellen an wichtigen Sachverhalten vorbei. Weil mir Ihr dabei auch noch zutagetretender aufreizender Ton nicht gefällt, möchte ich kurz auf einige von Ihnen geäußerte Sätze näher eingehen:

    „Denn die SA war in den Anfängen des Nationalsozialismus so etwas wie die Antifa heutiger Zeit, prügelnde Agitprop-Truppen.“

    Falsch. Die Wurzeln der SA wie auch ihrer Methoden finden wir bei den deutschen Freikorps nach dem 1. Weltkrieg (https://de.wikipedia.org/wiki/Freikorps#Freikorps_nach_dem_Ersten_Weltkrieg_.281918.E2.80.931923.29).

    „So und nun kommst Du und erklärst mir noch mal haarklein den Unterschied zwischen SA, SS und dem Fächenknickern. Bitte!“

    Sogenannte „Fähnchenknicker“, deren Gehabe ich übrigens genauso wie das Ihrige als völlig unironisch bezeichnen würde, haben meines Wissens bisher noch keinen Menschen wegen seines Andersseins totgeschlagen. „Freie Kameradschaften“, welche sich ganz bewußt als Widergänger ihres historischen Vorbildes gerieren, hingegen schon. Und damit wären wir wieder beim ersten Zitat: Als Nachfolger der SA sind genau diese zu sehen, was z.B. von „seroc“ völlig richtig wiedergegeben wurde.

    „Ihren Bogen zu den NSU-Hampeln erschließt sich mir nicht.“

    Spätestens wenn auch Ihr Name auf einer sogenannten Schwarzen Liste dieser Leute stehen sollte, dürfte sich Ihre flaxe Bemerkung über derartige „Hampelmänner“ in ihr Gegenteil verkehren. Deshalb ist es richtig, daß „seroc“ Sie im weiteren Verlauf des Geschichtsrelativismus‘ in Sachen heute existierender brauner Gewalt bezichtigte.

    „Oha. Den richtigen Kontext bestimmen Sie?“ [etc. p.p.]

    Wie ich eingangs bereits sagte: Es ist meiner Meinung nach richtig, daß Sie auf die Opfer der roten und der braunen „Revolutionen“ hinweisen. Dennoch mogeln Sie sich aus meiner Sicht – bisher leider immer noch erfolgreich – an einigen Stellen an wichtigen Sachverhalten vorbei. Weil mir Ihr dabei auch noch zutagetretender aufreizender Ton auch weiterhin nicht gefällt, bin ich kurz auf einige von Ihnen geäußerte Sätze näher eingegangen.

    Zum Ausgangsthema mag ich mich nicht weiter äußern, weil ich inzwischen als ehemaliger „Bündnis 90-Die Grünen“-Wähler den Eindruck gewonnen habe, daß diese Partei die Bodenhaftung verloren hat. (Stichworte wären z.B.: Gleichsetzung von Kernspaltung mit Kernfusion oder Durchsetzung von Tempo 30 in 30ger-Zonen…)

  6. Frank Meier25. Juni 2012 at 17:46

    Ihr moralisches Wellness-Schaumbad macht aus der Antifa keine Tugendarmee. Es ist und bleibt ein loser Verbund prügelnder ideologischer Verbrämter mit Anspruch auf Zeitgeist. Da helfen auch Aufrechnungen der Toten nicht, es geht hier um Methodik.

    Aber wenn Sie darauf bestehen, lange vor der neuerlichen Hampelmanngrütze NSU zog eine sogenannte Rote Armee Fraktion durchs Land, diesen Umstand wollen wir nicht vergessen. Jedes Lager hat seine Extremisten und Irrwege.

    Die heutige Antifa selbst hat ebenso Ihre eigenen Vorgänger, die sich in nichts hinter der SA verstecken muss. Nur leider blieb vieles im Dunkel der Vergangenheit verborgen, aber Sie können ja mal recherchieren, über die damaligen Kämpfe Linker Zeitgenossen zu Zeiten der Weimarer Republik. Da aber die SA im medialen Focus steht und nicht das Wirken der KPD und ihrer Kampforgane, ist es leichter die Antifa in ihrer Methodik an die SA erinnern zu lassen als an deren eigenen Vorgängern, die sich in ihrer Vorgehensweise in nichts unterscheiden, nur leider bewusst unbekannt blieben.

    Stichworte: Novemberrevolution, Spartakusbund, IKD, Rotfrontkämpferbund, Leninbund usw …

    SPD: »Kommunisten sind rotlackierte Nazis«

    Zitat… »In der Urabstimmung fand sich keine Zweidrittelmehrheit für den Streik. Die ADGB-Vertreter bliesen den Streik ab. Dagegen stemmten sich die NSBO und die RGO. Zwischen beiden Organisationen wurde eine paritätische Streikleitung gebildet. Der Betrieb wurde von SA und Rotfrontkämpferbund abgeriegelt. Streikbrecher wurden verprügelt … Dieser Streik setzte Signale. Er erschreckte die Bürger, weil sich eine neue Kampffront auftat, eine Gemeinsamkeit von NSDAP und KPD.« …

  7. Mimöschen25. Juni 2012 at 18:13

    Meinen Sie nicht, daß wir langsam vom Thema abweichen?
    Ich fühl mich gerade in eine Bundestagsdebatte hineinversetzt.
    Warum siezen Sie sich auf einmal?! Weiter vorne waren Sie noch per Du.
    Mit Sie meine ich hier nicht z.B. (speziell) Frank Meier (also ein distanziertes Du), sondern Sie (euch beide,drei,vier,…also Ihr).
    Wollen Sie sich nicht einfach wieder duzen?!

  8. Mimöschen25. Juni 2012 at 18:16

    ääh…korrigiere: nicht „also Ihr“, sondern „also Euch“
    grmpf

  9. Bernie Gunther25. Juni 2012 at 20:23

    @Frank Meier

    Enjoy your meal! <

    Plonk…

  10. Bernie Gunther25. Juni 2012 at 20:25

    Tja, da war er weg, der schöne Hering… Egal.

  11. seroc27. Juni 2012 at 17:15

    Und so haben wir uns über kurz oder lang komplett vom ursprünglichen Thema entfernt und vom Frank ein völlig anderes Thema aufzwängen lassen. Trollen in Perfektion, Chapeau!

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