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Gregor Gysi im zweistündigen Gespräch mit Kurt Krömer

Ich habe das vor vielen Wochen geflaggt und kam bisher nicht dazu, mir das komplett und auch darauf fokussiert anzusehen. Weil ich beide schätze. Krömer noch deutlich mehr als Gysi. Heute hatte ich dann einfach mal die Zeit, mir das komplett anzuhören und habe mich wirklich gut informiert und auch sehr unterhalten gefühlt. Krömer bei Gysi. Ziemlich bis sehr gut.

7 Kommentare

  1. stan22. November 2020 at 11:30

    Wunderbar, besten Dank. Auch episch Harry Rowohlt und Gysi

  2. davednb22. November 2020 at 11:41

    Danke – schau ich mal rein – ich fand Gysi bei „Durch die Gegend“ ja echt meh….

  3. broilerkommando23. November 2020 at 12:46

    Grüße an alle Stasi-Opfer

    • Harry23. November 2020 at 14:47

      mit denen Gysi genau was zu tun hat?
      Grüße an alle Treuhand-Opfer! So viele Leben konnte die Stasi in 40 Jahren garnicht zerstören, wie es die Treuhand in nur 2-3 Jahren geschafft hat, aber war ja kein SoZiAlIsMuS!

        • Harry23. November 2020 at 22:42

          Naja, das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt, weil keine ausreichenden Beweise gibt: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gregor-gysi-hamburger-justiz-stellt-ermittlungen-gegen-gysi-ein-a-1097402.html
          An anderer Stelle äußert er, dass er so seinen Verdacht hat, wer die besagten IMs sind, dass kann natürlich eine reine Schutzbehauptung sein: https://www.spiegel.de/spiegel/gregor-gysi-zieht-eine-bilanz-seines-lebens-a-1171744.html
          Warum das Parteivermögen der SED quasi automatisch der Treuhand oder anderen staatlichen Behörden der BRD zufallen sollte ist mir auch nicht ganz klar. Die BRD hatte ja auch schon das gesamt Staatsvermögen einfach so für sich reklamiert ohne einen cent dafür zu zahlen.
          Anyway. Mir geht es garnicht darum zu sagen, dass Gysi nur das leuchtende Beispiel schlechtihin für alles gute ist oder sowas. Mir ist dieses „aber die Stasi“ nur einfach zu platt.
          Und das mit dem Parteivermögen ist mir auch zu viel gemunkel und geraune. Das die SED viel zu sehr mit dem Staat verschmolzen war als das man einfach sagen könnte, dass ihr Parteivermögen eben Parteivermögen und nicht auch Staatsvermögen ist, ist mir schon klar. Für mich liest sich das bezüglich Gysi aber jedenfalls so, als ob es ihm nicht darum gegangen ist, Parteivermögen verschwinden zu lassen um sich selbst daran zu bereichern, sondern weil er es nicht für legitim angesehen hat, dass die BRD das Parteivermögen einfach an sich nimmt und solange er noch konnte eben versucht hat ihr den Zugriff darauf in der Zukunft zu versperren.
          Das ist alles nicht schön und auch wenn ich durchaus Verständnis dafür habe, wie man vermutlich lesen kann, hat es natürlich ein „Geschmäckle“.
          Aber auch hier finde ich es ehrlich gesagt einfach zu platt, den immer gleichen Sermon herunterzubeten um damit doch nicht mehr als nen Verdacht zu äußern.
          Und auch wenn es natürlich ein bisschen Whataboutism ist, aber ich finde es durchaus Zynisch, dass jemand wie Wolfgang Schäuble gleichzeitig als der Über-Finanzminister gefeiert wird, nachdem er so tief in die CDU-Spendenaffäre verstrickt war. https://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff%C3%A4re
          Und um zum Schluss alles völlig wahsinnig werden zu lassen ein besonderer Schmankerl aus eben diesem WIkipedia Artikel:
          „Ende März 2000 wurde bekannt, dass das Ministerium für Staatssicherheit der DDR spätestens seit 1976 über Schweizer Konten und schwarze Spenden der West-CDU informiert war. Nach Erkenntnissen der Behörde des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen belauschte die Stasi unter anderem Uwe Lüthje, Horst Weyrauch, Walther Leisler Kiep und Helmut Kohl. Es gebe hunderte von Protokollen, die dem Untersuchungsausschuss übergeben werden könnten. Dieser wertete die Abhörprotokolle mit Verweis auf den Schutz des gesprochenen Worts im Grundgesetz, auf die Illegalität der Abhöraktionen sowie aus politisch-moralischen Gründen nicht aus.
          Das Bundesinnenministerium machte im April 2000 publik, dass Stasi-Abhörprotokolle westdeutscher Politiker, die sich in Bundesbesitz befanden, nach einem Beschluss der Regierung Kohl kurz vor der Wiedervereinigung vernichtet wurden.“
          Gegen die Saubermänner der BRD wirkt mir Gysi wie ein kleiner Fisch.

    • Harry23. November 2020 at 15:08

      Also versteh mich nicht falsch: Ich kann den Hass auf die Stasi sehr gut nachvollziehen und finde ihn auch berechtiugt und will das nciht verharmlosen. Aber das reflexhafte „aber die Stasi“ sobald es um die Linkspartei geht, halte ich für eine ziemlich alberne und ideologisch verblendete Reaktion. Die Linkspartei hat ihr Verhältnis zur Stasi wesentlich umfassender und ehrlicher aufgearbeitet als es die meisten Blockparteien getan haben. Die meisten ehemaligen Stasi-Spitzel im Parlament saßen nach 89 soweit ich weiß in den Fraktionen der CDU im Osten. Also genau der Partei, die jetzt so gerne die „aber die Stasi“-Karte spielt. Das riecht mir ja nicht so nach ehrlicher Empörung.

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