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Schlagwort: Adbusting

Anti-AfD-Plakat von Coca-Cola ist nicht von Coca-Cola – und was Coca-Cola daraus macht

Montagmorgen am Lützowplatz in Berlin, ein großes Plakat mit der Aufschrift „Für eine besinnliche Zeit: Sag‘ Nein zur AfD!“ steht da so rum. Dazu das Coca-Cola-Logo und der bekannte Weihnachtsmann mit einer Brauseflasche in der Hand. Schwer vorstellbar, dass dieses Plakat so von Coca-Cola aufgestellt wurde.

Die AfD findet das nicht in Ordnung, Maximilian Krah, der stellvertretende Vorsitzende der AfD Sachsen, schickte seine dadurch entstanden Fragen dann auch lieber gleich mal an zwei Adressaten: an Coca-Cola in Deutschland und den USA.

Natürlich kommt dieses Plakat nicht von Coca-Cola. „Auf der Grundlage eines mehrere Jahre alten Weihnachtsplakats hat jemand diese Botschaft selbst gebastelt“, so Coca-Cola.

Viel mehr ist es Teil des #AfDentskalenders.

Einer Initiative von Aktivist*innen, die ihrer Ansicht nach noch nicht aktiv genug waren, es vielleicht auch nicht sein wollten, aber dennoch den Wunsch verspürten, etwas besonderes in die Weihnachtszeit zu legen. 24 Türchen stehen für 24 Aktionen, die im Monat Dezember Aufmerksamkeit erzeugen sollen: Gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz – die AfD ist also nicht das Hauptziel, sondern der Aufhänger, der Anfang eines Projektes.

So richtig distanzieren mag sich der Konzern allerdings nicht und retweetet ein Retweet des Fotos mit dem Zusatz, „Nicht jedes Fake muss falsch sein.“

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Jemand hat den Sound des aktuellen Amazon-Spots gegen welchen aus einem Marvel Comic getauscht

Omar Najam hat sich den aktuellen Amazon-Spot, der mit einer gut gelaunten Songauswahl zu punkten versucht, vorgenommen und jenen Song gegen Sounds aus dem Marvel Comic The Return of the First Avenger getauscht. Dystopisch und gar nicht mal mehr so freundlich. Passt aber dennoch oder gerade deswegen verdammt gut.

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Adbusting der „Freiwillige Rückkehr“-Plakatkampagne des Bundesministerium für Heimat

Gelungene Adbusting-Aktion von Dies Irae, die den zu Recht scharf kritisierten „Freiwillige Rückkehr“-Plakaten des Bundesministerium für Heimat ein inhaltliches Update verpasst.

Die neue Kampagne „Freiwillige Rückkehr“ des Bundesministerium für Heimat muss ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen sein, die ihre Flucht mit dem Wunsch verbinden hier Schutz vor Krieg zu finden. Und nichts Geringeres als ihr Menschenrecht in einer humanen Gesellschaft verwirklichen möchten. Die CSU (Christlich-Soziale Union) fischt hier nicht nur am rechten Rand. Sie ist der Rechte Rand.

Nun hat das „Bunte Ministerium der Heimat für alle Menschen“ nachgelegt mit dem „Freiwilligen Rücktritt“. Es gibt sogar Reisegutscheine in sonnige Länder wie Syrien, Afghanistan oder Iran. Schick mal ’ne Postkarte lieber Horst Seehofer.

Gepostet von Dies Irae am Sonntag, 25. November 2018


Gepostet von Dies Irae am Sonntag, 25. November 2018


Gepostet von Dies Irae am Sonntag, 25. November 2018


Gepostet von Dies Irae am Sonntag, 25. November 2018

(via Urbanshit)

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Snapchat-Filter in real Life

Irgendwo da draußen läuft irgendwer rum und klebt auf Werbegesichter, die sie/er vorher zu diesem Zweck fotografiert hat, Fotos diese Gesichter, nachdem sie/er diese durch einen Snapchat-Filter gejagt hat.

Jaja, vertikal und so – und überhaupt hätte man aus der Aktion optisch viel mehr rausholen können, aber die grundsätzliche Idee fetzt halt.


(Direktlink, via reddit)

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Adbusting-Aktion gegen Polizeikongress empört die Gewerkschaft der Polizei

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(Foto: Indymedia, CC BY-NC-SA 2.0 DE)

[Update] Eben kam eine Mail rein, die darauf hinweist, dass die unten zitierte Pressemitteilung gefälscht und so an diverse Medien rausgegangen ist. Darin heißt es:

„GdP distanziert sich von gefälschten Plakaten
Anlässlich des vom 23.2. bis zum 24.2. in Berlin stattfindenden
„Europäischen Polizeikongress“ ist die Gewerkschaft der Polizei Opfer
eines hinterhältigen Anschlages der linksextremistischen autonomen Szene
geworden. Rund um den Alexanderplatz, angrenzend an den Veranstaltungsort,
das Berliner Congress Center, haben bislang unerkannt gebliebene
linksradikale Chaoten auf einer bislang unbekannten Anzahl von
Werbeträgern ein gefälschtes Plakat mit unerlaubter Weise verwendetem Logo
der GdP angebracht.“

[…]

„Der Bundesvorsitzende
der GdP, Oliver Malchow, distanziert sich von der illegalen kriminellen
Aktion: „Ich dachte, ich trau meinen Augen nicht, als ich heute morgen
diese infame Frechheit gesehen habe! Wer rechtmäßige Polizeieinsätze als
Anschlag auf die Demokratie verunglimpft, hat unsere Demokratie nicht
verstanden!““

Der erste Satz ist albern und bricht den PR-Sprech. Der zweite Teil ist
ein Originalzitat von Rainer Wendt, dem Vorsitzenden der Deutschen
Polizeigewerkschaft (DpolG), der dies anlässlich von Kritik an den
Prügelorgien seiner Leute zum Castor-Transport 2011 sagte.

Eine gut geplante Fake-Aktion also, auf die auch ich reingefallen bin. Dennoch ein geschaffener Anlass, diese Thematik zu Diskutieren.

Ich bekam vorgestern eine Mail mit dem Hinweis auf diese Adbusting-Aktion, die sich in Berlin gegen den dort stattfindenden Polzeikongress und die Gewerkschaft der Polizei richtete. Ich fand das okay, aber auch nicht so geil, dass ich es hier drin haben wollte. Eigentlich. Denn es ist leider meistens so, dass nur wenige solcher Aktionen von denen wahrgenommen werden, an die sie tatsächlich adressiert sind. In Berlin ist das nun ganz anders, dort empört sich sich gerade die Gewerkschaft der Polizei über die Plakate, die aus Polizisten Gewalttäter machen. Treffer, versenkt.

Der Bundesvorsitzende der GdP, Oliver Malchow, war offenbar außer sich vor Wut: „Ich dachte, ich trau meinen Augen nicht, als ich heute Morgen diese infame Frechheit gesehen habe!“ Denn als miese Schlägertruppe sieht Malchow seine KollegInnen nun wirklich nicht.

In einer Pressemitteilung erklärte er, dass es ja wohl einen Unterschied gebe, ob jemand von einem Uniformierten oder einem nicht Uniformierten verprügelt werde. „Das eine ist gut, demokratisch und rechtsstaatlich, das andere ist verwerflich, gemein und ein verabscheuungswürdiger Angriff auf das demokratische Gewaltmonopol.“

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Berlin: Adbusting-Aktion gegen Bärgida und Asylrechtsverschärfung

Eine Gruppe von Aktivisten_innen hat in Berlin, rund um dem Platz, an dem Bärgida sich montags versammelt, einige Werbeplakate umgestaltet. Hier alle Infos und mehr Bilder der Aktion.

Rund um den wöchentlichen Treffpunkt der Nazis, den Berliner Hauptbahnhof, haben antifaschistische Plakatkünstler_Innen sogenannte „Adbustings“ angebracht. Dabei veränderte die Gruppe, die sich „Denkendzettelklebende Menschen für die Demaskierung von Asylkritik und Wutbürgertum” (DeMefüDeAsWu) nennt, Werbeplakate, um auf den Rassismus der „besorgten BürgerInnen“ aus der rechten Ecke aufmerksam zu machen. Deren Versuch, sich über aktuelle Diskurse als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft zu positionieren, wird ebenso angeprangert. Darüber hinaus thematisiert DeMefüDeAsWu den Rassismus durch Regierung.

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(Direktdownload)
(Fotos: Public Domain)

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Bundeswehr-Adbusting am Verteidigungsministerium

Aktivisten der Abteilung zur sichtbaren und inhaltlichen Verschlimmbesserung unhaltbarer Truppenwerbung (AbtVerschlTruWer) haben letzte Nacht ein paar Plakate in die Nähe des Bundesministerium der Verteidigung gehängt.

Nicht einmal mehr im Berliner Kriegsministerium ist die Bundeswehr vor Schmähungen sicher. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden rund um den Bendlerblock veränderte Werbeplakate der Bundeswehr verbreitet. Die Gruppe, welche sich selbst „Abteilung zur sichtbaren und inhaltlichen Verschlimmbesserung unhaltbarer Truppenwerbung (AbtVerschlTruWer)“ nennt, konfrontiert die deutschen Streitkräfte direkt vor ihrer Haustür mit Kritik. Deren aktueller Versuch, sich als selbstverständlichem Teil der Gesellschaft zu positionieren wird ebenso angeprangert, wie die deutsche Interessensvertretung durch die Armee in aller Welt.

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(Fotos: Indymedia, CC BY-NC-SA 2.0 DE, via Mail)

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