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Schlagwort: Censorship

Chinas Regierung begrenzt die Anzahl der Stunden, in denen Kinder Computerspiele spielen dürfen

(Foto: BagoGamesCC BY-SA 2.0)

Die chinesische Regierung zeigt sich besorgt, dass Kinder zu viel Zeit mit Computerspielen verbringen und versucht, etwas dagegen zu unternehmen, berichtet die New York Times. So wurden neue Verordnungen erlassen, die jungen Menschen das Spielen nach 22:00 Uhr verbieten und die Spielzeit an Wochentagen auf 90 Minuten beschränken. Die Ausgaben für Games sind auf 28 bis 57 US-Dollar pro Monat begrenzt. Außerdem müssen klar identifizierbare, personifizierte Daten abgegeben werden.

Und genau so stelle ich mir ein Internet der DDR her, sollte es diese noch geben. Will ja keiner.

Chinese officials said the regulations were meant to combat addiction.

“These problems affect the physical and mental health of minors, as well as their normal learning and living,” the National Press and Publication Administration said in a statement that was published by Xinhua, the official news agency.

Analysts said the regulations had been largely anticipated by the industry and were unlikely to hurt revenue. Many of the biggest technology companies, including Tencent and Netease, have already imposed limits on younger users.

Young gamers are also likely to find ways around the regulations, such as using a parent’s phone and identification number.

“There are always going to be loopholes,” said Daniel Ahmad, a senior analyst at Niko Partners, a research and consulting firm.

(via BoingBoing)

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linksunten.indymedia kündigt Rückkehr an

Gestern als „Verein“, der linksunten nie war, vom BMI verboten, kündigt die Domain aktuell die Rückkehr von linksunten an.

Nach dem Verbot wurde die Unter-Domain „linksunten.indymedia.org“ von einem Server in Frankreich auf Rechner in Kanada umgezogen. Die Haupt-Domain „indymedia.org“ gehört einem Verein zur „Demokratisierung der Kommunikation“ (Associacao Brasileira pela Democratizacao da Comunicacao) in Sao Paulo (Brasilien).

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Wegen seiner Ähnlichkeit mit Präsident Xi Jinping: China zensiert Winnie Pooh

In sozialen Netzwerken Chinas wird nach diesem Bericht (französisch) Winnie Pooh zensiert. Weil er dem chinesischen Präsident Xi Jinping ähnlich sehen soll. Naja, in dem Fall wohl eine Sache der Perspektive.

Financial Times: Winnie the Pooh blacklisted by China’s online censors.

Winnie the Pooh has become too politically sensitive to be mentioned on Chinese social media.

Posts including the Chinese name of the fictional bear were censored on Sina Weibo, ChinaTwitter-like platform, over the weekend, while a collection of animated gifs featuring the bear were removed from social messaging app WeChat.

(via Andreas)

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Genderless Nipples auf Instagram

Nach wie vor ist es auf Instgram nur erlaubt, männliche Nippel zu zeigen. Bei den auf Anhieb erkennbaren weiblichen Nippeln, schlägt der instagramsche „Jugendschutzfilter“ oder so was zu. Der Account genderless_nipples postet einfach nur Nippel, bei denen nicht ganz klar ist, welchem Geschlecht diese nun zuzuordnen sind. Und dann bleiben die halt auch erstmal online, wie es aussieht. Tanz der Algorithmen.


(via Boing Boing)

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AfD-Pretzell will Journalisten ausschließen

Weil wir ja so gerne mit dem Finger auf Trump seine kommende USA zeigen: haben wir hier schon schneller als wir gucken können.

Europas Rechtspopulisten wollen sich in Koblenz treffen. Der Organisator, AfD-Mann Pretzell, schließt unter anderem „alle GEZ-Medien“ aus. Die ARD verurteilt den „massiven Eingriff in die Freiheit der Berichterstattung“.

Von Pressefreiheit einer Presse, die diesen Protagonisten gegenüber nicht wohl gesonnen berichtet, halten Leute wie Pretzell offenbar wenig bis gar nichts. Und dann sollen die halten draußen bleiben. Kritische Berichterstattung mag man dort nicht so. Demokratie-Verständnis ala AfD.

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Die Arbeit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften im Jahr 1991

Die Inhalte, die es damals zu prüfen gab, waren wohl noch zentral erfassbar, wovon heute keine Rede mehr sein kann. Gemessen an dem, was heute übers Netz so für jedermann zugänglich ist, wirkt das fast schon ein bisschen niedlich. Die Bundesprüfstelle für heute „jugendgefährdende Medien“ arbeitet im Namen des Jugendmedienschutzes allerdings auch heute noch. Und damals wurde im Büro noch geraucht!


(Direktlink, via René)

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Als das ZDF 1980 Gerhard Polt zensierte, wie er damit umging – und was am Ende davon übrig blieb

Nur mal so. Und weil es viel mehr zu sagen in Fällen wie diesen dann halt auch nicht mehr gibt. Und weil es mir, als im Osten Gewordener, gerade Scham nicht nur ins Gesicht treibt.

Polt hat damals die Gratwanderung absolviert. Die, zwischen nichts zu sagen und dennoch alles zu meinen.

Die Zimmermann-Anspielungen unterblieben, weil es das ZDF so wollte; geplant und geschrieben waren sie, sie wurden sogar schon einmal öffentlich dargebracht: Bei der jüngsten Verleihung des hochgeschätzten TV-„Adolf-Grimme-Preises“, vergangenen Monat in Marl, bildeten die „Einwürfe aus der Kulisse“ das Rahmenprogramm.
(Die komplette Story dazu auf SpOn. Aus dem Jahr 1980!)

(Etwaige Parallelen zu einer aktuellen omnipräsenten Debatte, die mir mittlerweile auf den Saque zu gehen droht, und zu der ich mich nicht weiter äußern werde, sind nicht beabsichtigt und rein zufälliger Natur. Oder so.)

Nur: wenn das Ding in die Hose geht, verlieren wir alle. Und zwar so richtig.


(Direktlink, via Fefe)

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Graffiti-Buch „Walls of Freedom“ in Ägypten beschlagnahmt

Das 2013 durch Crowdfunding finanzierte und gerade erst bei einem deutschen Verlag erschiene Buch „Walls of Freedom“ wurde direkt beim Eintreffen in Ägypten beschlagnahmt. Das Buch zeigt Street Art, die während des „arabischen Frühlings“ an die Wände ägyptischer Städte gemalt wurde. Oh irony!

Ägyptens Behörden haben in Alexandria 400 Ausgaben eines Bildbandes konfisziert, der im Zusammenhang mit der Revolution von 2011 entstandene Graffitikunst zeigt. In dem von einem Berliner Verlag herausgegebenen Band „Walls of Freedom“ (Mauern der Freiheit) seien Bilder, die „Hinweise zum Aufstand gegen Polizei und Militär“ liefern, zitierte die ägyptische Nachrichtenseite „Al-Masry al-Youm“ einen Sprecher des ägyptischen Finanzministeriums. Die Exemplare seien bei der Einfuhr aus Deutschland beschlagnahmt worden.

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Eine Liste mit westlicher Musik, die in der UdSSR nicht erwünscht war

Alexei Yurchak hat im Jahr 2005 mit »Everything Was Forever, Until It Was No More: The Last Soviet Generation« ein Buch über das Leben in der UdSSR veröffentlicht. In jenem hatte er eine Liste, die aufzeigt, welche westliche Musik aus welchem Grund in der UdSSR lieber nicht gehört werden sollte. Alles Punk und zuviel Sex. Und Faschismus und alles. The New Scotsman hat einen Artikel dazu.

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(via René)

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