Seit Jahrzehnten nimmt ein gewisser Aadam Jacobs alle möglichen Live-Konzerte auf. Seine Sammlung von über 10.000 Konzerten seit 1984 umfasst Aufnahmen von Künstlern wie Nirvana, R.E.M., Tracy Chapman, den Pixies, Björk, Depeche Mode, Sonic Youth, The Cure und ganz vielen anderen. Dank der Unterstützung von Archivaren wird die gesamte Sammlung nun im Internet Archive veröffentlicht. Was für eine Fundgrube. Die Qualität der Aufnahmen schwankt, aber man hört halt immer die Live-Atmosphäre. Hier bei Tracy Chapman live im Cabaret Metro, 07.05.1988.
The growing Aadam Jacobs Collection is an internet treasure trove for music lovers, especially for fans of indie and punk rock during the 1980s through the early 2000s, when the scene blossomed and became mainstream. The collection features early-in-their-career performances from alternative and experimental artists like R.E.M., The Cure, The Pixies, The Replacements, Depeche Mode, Stereolab, Sonic Youth and Björk.
There’s also a smattering of hip-hop, including a 1988 concert by rap pioneers Boogie Down Productions. Devotees of Phish were thrilled to discover that a previously uncirculated 1990 show by the jam band is included. And there are hundreds of sets by smaller artists who are unlikely to be known to even fans with the most obscure tastes.
All of it is slowly becoming available for streaming and free download at the nonprofit online repository Internet Archive, including that nascent Nirvana show recording, with the audio from Jacobs’ cassette recorder cleaned up.
Ich war gestern Abend zur Vorpremiere der Filmbiografie Bob Marley: One Love und kann ohne zu spoilern sagen: wer die Musik Marleys liebt, kann diesen Film kaum schlecht finden. Heute ist mir – wenig überraschend – nach der Musik von Marley und den Wailers. Da trifft es sich recht gut, dass Arte Concerts gerade erst den Auftritt der Band hochgeladen hat, den sie 1980 in der Dortmunder Westfalenhalle gespielt hat.
Am 13. Juni 1980 erlebte Deutschland den Inbegriff des Reggae: Bob Marley and the Wailers waren zu Gast in der Dortmunder Westfalenhalle – nur eine Station ihrer Uprising-Tour durch Europa, die die letzte für Marley sein sollte. Ein knappes Jahr später starb der Musiker an Krebs.
Ich war nicht auf dem „schönsten und längstem Fest“, das Danger Dan bisher gefeiert hat. Ich weiß nicht mal warum, aber wenn ich mir den Aftermovie jetzt ansehe, wäre ich vielleicht doch sehr gerne an einem der beiden Abende in der Wuhlheide dabei gewesen. Das sieht alles nach schönen Momenten aus.
Mein letztes Konzert ist fast zwei Jahre her und ich wusste gar nicht mehr so richtig, wie das so geht. Um so besser, dass das Waschaus in Potsdam zum Auftakt der aktuellen Tour von Martin Kohlstedt bestuhlt war. Das ist nicht nur dem Sound sondern auch meinem Alter angemessen. Ausverkauft war der Laden und alle schienen gespannt zu sein, was sie dort erwarten würde.
Kohlstedt, zwischen einem Rhodes, einem Flügel vor einem 19er Rack versprach Improvisationen, die er umgehend lieferte. Wunderschön, was er über die Tasten in die Anlage bringt. Mit einer Loop-Maschine schuf er träumerische Klangteppiche, die er mit Flügel, Rhodes, Synthie-Sounds und ab und an mit Bass und langsamen Beats fütterte. Eine passende Symbiose klanglicher Welten. Die strebt er an, wenn er sagt „die Themen am Klavier sind das Früher, das hier (die Synthie-Abteilung) ist das jetzt.“ Diese spielt er.
Für mich als Elektroniker immer wieder schön zu sehen, wie andere ihre elektronische Musik live auf die Bühne bringen. Kohlstedt hat da sein Standing eindeutig gefunden und wirkt in dem, was er da tut, ziemlich routiniert und professionell. Manchmal verliert er sich in seinen Impros und man könnte meinen, dann gehen die Pferde mit ihm durch und er hätte halt schon auch Bock, die Leute tanzen zu sehen, sich selber tanzen zu lassen. Dann spürt er die Momente und bremst sich selber, denn darum soll es ja gar nicht gehen. Dann bedient er seine 42.000 Presets mit sich bringende Sample-Schleuder und lässt die Leute daran teilhaben, mit welchem Preset er den nächsten Tune wohl einleiten könnte. Nerd-Humor für Wissende.
Nachdenklich wirkt er wenn er über Corona spricht. So nachdenklich wie die Musik seines Albums „FLUR“ klingt, das er während der Pandemie aufgenommen hat. „Manchmal können die Dinge beim Improvisieren auch gegen den Baum fahren“, sagt er und verliert sich kurz darauf an den Instrumenten in seiner Definition von Jetzt. Und als er merkt, dass er da gerade auf einen Baum zusteuert, bremst er sich selbst, setzt sich an den Flügel und bewegt sich und die Zuhörerschaft ins Früher. Für mich die stärksten Momente, für die war ich da.
Ein schöner Abend für das erste Konzert seit langem, ein charismatischer Musiker, der wirklich keine Angst vor Experimenten zu haben scheint und sich diese zu Nutzen macht. Er ist noch ein paar Wochen unterwegs und wenn ihr auf moderne Klassik stehen solltet, geht da ruhig hin. Lohnt sich.
Wir alle wissen nach dem ersten Live-Album von die Ärzte, dass auch das, was zwischen den eigentlich gespielten Songs passiert, so einen Abend elementar machen kann. Weil eben nicht immer alle nur wegen der Musik dort hinkommen. „Nach uns die Sintflut“ jedenfalls war auch neben der Musik einfach nur schlicht großartig, aber darum soll es gerade nicht gehen.
Gavin Edwards hat sich schon im Jahr 1995 hingesetzt und aus allen möglichen Live-Alben und Live-Aufnahmen die Musik rausgeschnitten und aus den verbliebenen Ansagen dieses Mixtape gemacht, das er vor ein paar Tagen nach über 25 Jahren dann auch mal auf Soundcloud veröffentlicht hat. Es gibt eine A- und eine B-Seite.
Ein Mixtape? Ein Audiokunstprojekt? Ein sinnfrei kakophonischer Supercut? Geplänkel-o-rama? Keine Ahnung, aber ich mag diese Idee irgendwie sehr.
Well, I cut together an hour-long cassette tape that was sufficiently its own thing that a quarter-century later, I’m still not sure what to call it. It did have a name, which was Having Fun On Stage With Everybody. It answered the previously unasked question „What would a live concert album sound like with all the songs taken out?“
I dubbed two copies and sent them to my friends Rob Sheffield and Ted Friedman. And I figured that was about the natural size of its audience.
Die Flaming Lips spielten am 14. Oktober eine Live-Show in der Criterion Arena in Oklahoma City. Um das irgendwie Corona-konform über die Bühne zu kriegen, hat man alle Zuschauer in Zorbbälle gesteckt. Ob das hilft, weiß ich nicht, aber zumindest amüsiert das ein bisschen und Pogo tanzen dürfte gänzlich ohne blaue Flecken stattfinden.
Mir ging es ähnlich als meine Kinder nicht mehr klein, noch nicht groß und wir gemeinsam auf Konzerten waren. Diese Schmerzen nach 30 Minuten, ich sag euch. Aber irgendwer soll ja schließlich auch Spaß haben. Bezahlt ist bezahlt.
Ich schreib es mal kurz und bündig: Am 01.11.18 wird Aphex Twin im Funkhaus Berlin gastieren; Ausrufezeichen! Tickets dafür gibt es hier, solange es sie noch zu haben sind.
The mastermind of ‘Windowlicker’ and ‘Come to Daddy’, who notoriously shuns the spotlight, selected Shedhalle, Berlin’s spectacular warehouse concert hall in the GDR broadcasting station to host his first show in Berlin in 15 years.
The reappearance of the most celebrated and influential electronic artist on a former cold war stage that recently transformed into the world’s most noted music complex, is highly anticipated.
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