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Kategorie: Nur mal so

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Jetzt vor genau neun Jahren fuhr ich ziemlich verkatet ins Krankenhaus. Wir hatten den Abend davor viel zu viel getrunken, klar, die bessere Hälfte war nicht da, das musste man ausnutzen. Auf dem Hinweg ins Krankenhaus war ich noch kinderlos, wie das so heißt, doch fünf Stunden und jede Menge Schweißperlen später sollte sich das ändern. Es war ein sonniger, schöner Tag. Abends dann tranken wir noch mehr und machten noch ganz andere Sachen.

Seitdem zieht die Zeit viel schneller an einem vorbei oder nimmt einen viel schneller mit, je nach Belieben.

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Das muss auch mal gesagt werden

Hatte ich erwähnt, dass mir das Gehype um die neue NIN-LP ziemlich auf den Sack geht? Zumal die Wenigsten sich wirklich über die Platte an sich äußern, sondern nur darauf steil gehen, das es die mal wieder für umme gibt. Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen, ehrlich gesagt. Ich meine, ich hab die auch und ich hab sie sogar gehört. Aber ich find die ziemlich mau. Es macht sie auch nicht besser, dass es die dann umsonst gibt. Nein, gar nicht.

Es gibt jede Woche unzählige Netz-VÖ´s, über die keine Sau schreibt, die aber um Längen besser sind als das Teil hier. Nur haben deren Macher lange nicht die Popularität, wie ein Trent Reznor. Mann könnte fast meinen, es geht ein wenig um die Sensation, über die es zu berichten gibt, die aber an sich gar keine ist. Sensationell hingegen finde ich, das man sich eben auch auf diesem Wege weiterhin im im Mainstream tummelt. Sensationell wäre es auch, wenn Herr Reznor endlich mal eine Platte machen würde, die nicht mit dem Stempel NIN im Netz landet, sondern unter einem anderen Namen. So ganz ohne den Hype, den der Name NIN unweigerlich mit sich bringt. Dann kann man mal gucken, wo das dann hinführt. Das wäre mal lohnenswert. So aber bezieht sich der Erfolg primär auf einen Namen, der auch durch die so ungeliebten Majors zu dem wurde, was er heute ist: einer Marke nämlich.

Und so wird das nichts mit Netaudio 2.0. So viel sollte mal klar sein

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Und dann doch

Stephan Weidner, ehemals Kopf der „Böhsen Onkelz“, spricht mit SpOn. Auch so eine Sache, von der ich niemals nicht geglaubt hätte, das es zu der kommen würde. Und das beziehe ich auf beide Gesprächsteilnehmer. Ich finde ja, dass die Onkelz immer überbewertet worden sind. Von fast allen Seiten. Der Sound geht mir so gar nicht nahe, sondern eher auf den Sack. Die Identifikationsfläche, die deren Texte immer mit sich brachten, hat auch aus jedem Helfer der Freiwilligen Dorffeuerwehr, einen ganz harten Kerl gemacht, wenn man ihn danach gefragt hätte. Ich finde die Texte eher ziemlich schauerlich. Nur eines bleibt wohl für immer in meinem Kopf. Die haben es in den Neunzigern geschafft, eine oder gar mehrere Platten auf Platz Eins der deutschen Charts zu kriegen, ohne von den großen Musikmärkten verkauft zu werden. Stephan Weidner hat jetzt wohl eine Soloplatte am Start, die mir allerdings egaler nicht sein könnte. Das Gespräch lese ich trotzdem.

[Nachtrag]
Noch langweiliger und informationsdünner hätte das nicht werden können. Mal wieder auf eine Headline reingefallen…

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Flag this image!

Weil ich es nun schon sooo oft irgendwo gesehen habe, weil ich mich immer wieder frage, wie lange die Cam da wohl still gestanden haben muss und weil ich es irgendwie so urban finde. Mal an die Kamera-Nerds, die hier meines Wissens unregelmäßig mitlesen: Sagt es!
(via)

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Argh!

Der wirklich zuverlässigste Weg sämtliche weiße Shirts zu versauen, ist der, Rotwein zu trinken. Soeben hat es mein altes Stadtgruen-Shirt erwischt. Volle Kanne! Ich flipp aus, ich sollte auf Bier umsteigen.

Außerdem fehlt mir mein Toast, verdammt!

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Neue HD

Dank der Mac-one-man-supergroup (Merci!) habe ich nach gut 24 Stunden eine neue HD in meinem Baby Begleiter. Das ist ja schon mal was. Selbe Größe, selbes Fabrikat, was mich allerdings zwangsläufig über eine externe HD zum Backupen nachdenken lässt. Immerhin , denn das ist absolut neu. Die Frage nach einer verlängerten Garantie würde ich nun auch generell mit ja beantworten. Man hat schließlich einen Mac, da geht garantiert was kaputt.

Was nun mit den nicht ganz unwichtigen Daten wird, wird sich zeigen. Könnte im Zweifelsfall sehr teuer werden, aber immerhin bleibt die Hoffnung, dass sich das dann auf eine Rechnung beschränkt. Glücklicherweise konnte ich gestern noch alle perspektivisch zugesagten Veröffentlichungen retten, was einiges ausmacht. Was mir allerdings fehlt, sind 25.000 Fotos und Samples, die ich in den letzten zwölf Jahren manchmal mühselig gesammelt und bearbeitet hatte. Aber was soll es, dann ändert sich eben auch endlich mal unser Sound.

Und: Warum auch immer habe ich jetzt Leopard auf dem Rechner, was bisher ganz nett ist. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass wenn ich die ganze Audiosoftware installiert habe und die dazugehörigen Treiber, das OS eben nicht läuft, wie es soll. Das habe ich nun schon mehrfach gehört, was Leopard dann irgendwie unnutzbar machen würde. Nun denn: auf ein Neues.

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Buhuhuhuhhhhhhhhhuuuhhhhhu!

Immer feste druff! Aber gut, immerhin konnte ich noch genau 7 GB retten. Macht einen Nettodatenverlust von 143 GB. Und um das mal positiv zu betrachten: Steuern zahl ich weniger.

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Klick… Klick… Klick… Klack!

Ich kenne dieses Geräusch. Ziemlich gut sogar, ich hatte das schon mal. Ich kenne auch diesen Ordner, der beim Hochfahren angezeigt wird, wenn was nicht stimmt. Den mit dem Fragezeichen drauf, womit die Kiste mir wohl signalisieren will, dass sie nichts findet, wovon sie booten kann. Und ich kenne auch das Gefühl, dass sich einschleicht, wenn man seit Monaten schon ein Backup machen wollte, es immer wieder verschoben hat, um dann panisch festzustellen, das alle kommenden Release auf der Platte schlummern, die ausgerechnet auch heute noch zum Mastern angefordert worden sind. Ich werd bekloppt! Wenn wirklich die Platte ein Ding weg hat, wovon ich schwer ausgehe, da mir die Anzeichen alle vertraut sind, habe ich in drei Jahren drei Mac´s geschrottet. Herr Jobs, vielleicht könnten sie sich da ja mal was einfallen lassen. An mir kann das ja wohl kaum liegen. Scheiße, verdammte!

Noch ging er einmal an. Ich muss backupen. Sofort!

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Kippenautomaten sind generell ganz fiese Geschosse – manchmal

Seitdem ich bei den Eltern ausgezogen bin, hatte ich in der näherer Umgebung der eigenen Wohnung fast immer einen automatischen Zigarettenspender. Man könnte meinen, im Radius von 200 Metern, was schon ein wirklicher Extremfall war. Das ist mir erst letztens aufgefallen, und wurde zu den damaligen Zeitpunkten nicht bewusst als in die Entscheidung für die zu beziehenden Wohnung einbezogen. War eher zufälliger Natur, aber auch immer sehr praktisch. In Schönberg damals stand einer beim direkten Nachbarn, dem China-Restaurant. Der hat fast immer funktioniert. Wenn dem mal nicht so war, hat der Chef das vom Tresen aus direkt sehen können und sofort für Wiedergutmachung in Form der – damals – 5 Mark gesorgt. Ganz unproblematisch. Damit ging man dan quer über die Straße zum Italiener und holte da sein Päckchen. Einer der beiden Roboter ging immer.

Später dann in Teltow hatte der Inder, 200 Meter die Straße runter, einen stehen, der schon der Neuzeit entsprach. Mit so Sensoren an den Tasten und einem hydraulisch klingendem Pusten, kurz bevor die Schachteln in den Herausnahmeschacht fielen. Ein tolles Teil. Außerdem hatte der NIL geladen, was zu der Zeit im Osten eher selten war. Bis dahin waren wir eigentlich Freunde, ich und die Metaldealer.

Erste Bude in Potsdam: Direkt nebenan war ein eine Rockerkneipe, die keines der gegenwärtigen Klischees in Bezug auf Harleyfahrer vermissen lies. Lange, graue Haare, Leder bis unters Kinn, ein tägliches Knattern, das selbst die tote, längst vergrabene Katze des Nachbarn hätte aufwecken können, so denn sie nicht schon zu Lebzeiten taub gewesen wäre, jede Menge Suff, Grass, Anabolika, blondierte Lederpüppis und immer eine Menge Stimmung. Der Chef da hatte zwar jede Menge Ahnung von alten Altherrengefährten aber absolut keinen Plan von Kippenautomaten. Noch dazu hatte er kein Benehmen und war Choleriker, was generell eine ziemlich beschissene Mischung ist – zumindest für die Nachbarn. Das hat wohl auch dazu beigetragen, dass er öfter mal mit Prügel gedroht und den Autospiegel eines Freundes kurzerhand abgetreten hatte, nur weil der auf seiner Auffahrt stand. Kurz um: ein verdammter Scheißkerl netter Kerl. Er rauchte Tabak, was dazu beigetragen haben dürfte, das ihm der Automat, der an seiner Pinte hing, völlig am Allerwertesten vorbei ging. Regelmäßig hat die Kiste Kleingeld gefressen und nicht mehr ausgespuckt. Ich habe den Laden in den fünf Jahren nachbarlicher Wohnhaft regelmäßig umfangreich subventioniert. Bei Nachfrage, ob man denn das verlorene Geld irgendwie wiederhaben könne, sagte er immer, man solle die Nummer anrufen, die auf dem Automaten stand. Nur stand die da schon lange nicht mehr. Meine Vermutung geht in die Richtung, dass sie ein jemand, der ähnlich viel Glück mit dem Ding hatte wie ich, irgendwann mal in einer Nachtaktion abgenagt hatte. Das Geld was also weg. Regelmäßig weg. Irgendwann einmal aber steckte ich Kleingeld rein, wobei mir 8 Euro entgegen kamen, die ein armer Tropf vor mir da schon reingesteckt haben musste, in der Hoffnung, das viel viel helfe. Ich nahm das Geld an mich und fuhr in die nahe Tankstelle, um Zigaretten zu kaufen. Eine minimale Genugtuung. Der Drecksautomat lief regelmäßig Unzuverlässig, aber ich versuchte es immer wieder. Ich bin Mensch – ich bin faul und wohl auch ein wenig naiv. Nein, wohl doch einfach nur faul. Als ich da weg zog, war ich heilfroh auch hier nun wieder einen Automaten direkt in der Strasse zu haben.

Das hielt nicht lange an. Das Ding sieht zwar aus wie ein Zigarettenspender, ist aber insgeheim eine Kleingeldfressmaschine, was natürlich nicht dran steht. Konsequent verweigert die nicht nur die Herausgabe der Kippen, sondern auch die des Geldes, was äußerst hinterhältig ist. Sobald man Kleingeld reinwirft, fängt das Teil an zu piepen, blinkt kurz auf, zeigt eine Fehlermeldung und geht aus, als sei nichts passiert. „Geld weg, du Pfeife!“, scheint es immer noch zu röcheln, wenn man dann beharrlich darauf einprügelt, was eher zaghaft geschieht, das das Dingen direkt an der Wand einer Pension hängt. Man will keinen Ärger mit den Touristen. Klar. In manchen Nächten aber, kann man spüren, dass das einigen hartnäckigen Anwohner völlig egal ist. Das lange Trommeln und Fluchen, dass sich durch die ganze Strasse zieht, sind der beste Beweis dafür. Ich habe es irgendwann aufgegeben, an dem Ding mein Glück zu versuchen. Ja, es erinnerte mich an so einen Daddelautomaten in dem man immer sein Geld steckt. Im Gegensatz zu der Kleingeldfressmaschine in meiner Strasse allerdings, hat man an denen immer noch eine kleine Chance, auch was zu gewinnen. Hier nicht. Hier kannst du nur verlieren.

Gestern konnte ich beobachten wie der Besitzer der Pension, nach dem er aus der Haustür kam, gegen schlug und im Geldauswurfschacht fingerte, um zu prüfen, ob da nicht was an Kleingeld zu holen sei. Dreist fand ich das. Noch dreister fand ich es, genau das selbe auch heute beobachten zu können. Die Kleingeldfressmaschine wurde just in diesem Moment zur Trinkgeldbeschaffungsmaschine.

Ich bin ja ganz froh, das man mittlerweile nur noch mit diesem Chip, der die Altersprüfung gewährleistet, Kippen ziehen kann. Den nämlich habe ich nicht.

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