Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können

Diese sechs Minuten, die Julia Engelmann im letzten Jahr auf dem 5. Bielefelder Hörsaal-Slam ins Mikro und durch den Saal schickte, fliegen seit gestern förmlich durch meine Filterblase. Ich sah mir das heute Nacht an und war irgendwie ziemlich berührt von dem Inhalt, den sie auf wunderbare Art mit einem Rhythmus zu verbinden weiß, den man so verdammt selten zu hören bekommt. Das ist der vielleicht beste Songtext seit langem und das ohne zu seinem eigentlichen Song zu gehören.

„Also los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen.“


(Direktlink, via MoGreens)

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Kommentare: 36

  1. […] langer Zeit mal wieder die Muße gefunden, den wunderbaren Kraftmutterfischwerk zu lesen und dabei folgendes […]

  2. […] die Runde. Aber bei Facebook ist ja kaum noch jemand unter 45, also schließe ich mich gerne Ronny an und treibe meinen Leserinnen und Lesern auch ein paar Tränen der Freude ins Gesicht. Falls hier […]

  3. […] alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können“, haucht sie ins Mikrofon. Und unser Herz steht still, weil wir uns so ertappt fühlen. Und die einzige Frage, die wir uns in […]

  4. Moellus 17. Januar 2014 at 16:43  zitieren  antworten

    Wer schreibt, der bleibt.

  5. Kristof,

    Danke….
    Das Video nervt. Nicht wegen ihr, sie hat eine gute Technik und ist irgendwie süß. Aber die Welt tut ja gerade so, als wäre das eine unausgesprochene Wahrheit, die sie da performt. Dabei wird einem diese „Message“ auf jedem billigen Rap Album (Also 90%, aller Rap Alben) als Alibi-positiv hinterhergeworfen….. Daumen runter, nicht für Sie sondern fürs Netz.

  6. […] Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denk… […]

  7. TheOriginalDog 17. Januar 2014 at 23:48  zitieren  antworten

    Hmmjaa… Es gibt bessere Slammer ;P

  8. gabi,

    Das sagt sie sogar selber am Anfang…

  9. gabi,

    Wie bist du nur da drauf gekommen, Baby!?

  10. […] (Dank an Leonie, @NoAverageRobot & @formprim. Und kraftfuttermischwerk.) […]

  11. hans,
    Hej Hans, da hast du wohl was gründliche missverstanden ( mal abgesehen von deiner Wortwahl?)
    In dem Text geht es gerade eben nicht um Leistung, sondern um Leben. „Hej Baby, weißt du noch, wie sie alle dem Geld hinterher jagten, sich demütigen und ausbeuten ließen und in Burn out und Depressionen landeten? Während wir uns Zeit nahmen und das Leben genossen haben, wir wir unserem Kind unsere Aufmerksamkeit und Liebe schenkten. Und sieh, Baby, wie gut es uns geht und was für ein toller Mensch unsere Tochter/ unser Sohn geworden ist…“ Das wäre eine erzählenswerte Geschichte, ganz im Sinne dieses Textes.

  12. hans,

    hans hat den Text nicht kapiert :D

  13. Petra Panther 18. Januar 2014 at 20:19  zitieren  antworten

    gabi,

    vielleicht mal zuhören… sie hat den refrain als sprungbrett für ihren eigenen text genommen…

  14. Chefmeister 19. Januar 2014 at 11:56  zitieren  antworten

    Chrobot,

    Danke, genau das denke ich nämlich auch.
    Dieser Erlebnis-Stress führt nämlich genau zum Gegenteil vom ursprünglich angestrebtem.
    „Everything is awesome, but nobody is happy“ hat Louis CK gesagt. Und das passt auch hier ganz gut.

  15. […] beim 5. Bielefelder Hörsaal-Slam (ausgerechnet Bielefeld!) viral wie wild: N24, Focus, Kraftfuttermischwerk. Und ich muss zugeben, ich hab’s geklickt. Zwanzig Sekunden beim Gucken gelitten. Dann […]

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