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Schlagwort: Art

Wie ein Ölgemälde 200 Jahre alten versifften Lack verliert

Schon alte Gemälde wurden zum Schutz mit einer transparenten Lackschicht überzogen. Die sollte konservieren und die Kunst vor Schäden bewahren. Macht man bei Möbeln seit jeher ähnlich. Das Problem an Lacken ist, dass die über die Jahre vergilben und wenn es hart kommt, regelrecht versiffen. Bei Möbeln ist das weniger ein Problem, das hilft der dann die Schleifmaschine, die alles runterholt. Dieser Weg der Restauration fällt bei Gemälden logischerweise weg, weshalb man dort zu anderen Mitteln greifen muss. Wie genau das funktionieren kann, zeigt dieses beeindruckende Video des Kunsthändlers Philip Mould, der dafür von einem 200 Jahre alten Gemälde den Lack runterholen lässt. Nicht ganz einfach, denn nur die Lackschicht abzutragen, ohne dabei auch die darunter liegenden Farbschichten anzugreifen, ist keine einfach Nummer. Schon gar nicht, wenn das etwaige Gemälde einen hohen Wert hat.

Aber diese Technik scheint zu funktionieren. Wohl auch, weil der Restaurator seinen Job versteht. Und wenn das nicht auf irgendeine Weise gefaket sein sollte, ist das ziemlich beeindruckend.

(via Sploid)

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Eine Treppen-Trampolin Performance im Pariser Pantheon


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Der Tänzer Yoann Bourgeois war Mitte Oktober im Rahmen des Festivals Monuments en Mouvemen im Pariser Pantheon, der Ruhmeshalle der französischen Hauptstadt, mit seiner Choreographie „La mécanique de l’histoire“ zu sehen. Graue, statuengleiche Performer steigen ein Fragment einer Wendeltreppe hinauf, fallen seit-, oder rückwärts auf ein Trampolin und federn wieder zurück. Alles eher statisch als dynamisch.

Die Pantheon-Performance, die auf Einladung des Théâtre de la Ville und des Centre des Monuments Nationaux stattfand, setzt sich mit der Erinnerungskultur nicht nur in dem im 18. Jahrhundert errichteten Prunkgebäude auseinander. Im Pantheon wurde 1851 das Foucaultsches Pendel der Öffentlichkeit vorgestellt, womit die Erdrotation nachgewiesen wurde. Auch darauf spielt „Die Mechanik der Geschichte“ an.


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Schädelmasken und Rauchgranaten: The Artist Bringing Vibrant Skeletons to Life

Great Big Story über Butch Locsin und Maria Pérez. So viele perfekte Fotomomente.

No matter what you look like, we all have a skull. Knowing the power of that imagery, and borrowing inspiration from the iconography and artwork of Mexico’s Day of the Dead celebrations, Butch Locsin creates art that celebrates life, death and humanity. Based in Los Angeles, the performance artist uses larger-than-life skull masks and colorful smoke grenades to create powerful imagery set against a California backdrop. Now, he’s found a collaborator in girlfriend and fellow artist Maria Pérez. Together they’re spreading the beauty and vibrancy of Mexican culture.


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Der Bau einer Kunstinstallation fürs Burning Man

Malcolm Tibbetts hat gemeinsam mit einem Kumpel für das diesjährige Burning Man Festival eine ziemlich abgefahrene Installation aus Stahl und Holz gebaut. Per Hand. In diesem Video zeigt er den Herstellungsprozess, bei dem mir persönlich das Holz ein wenig zu kurz kommt. Beeindruckend ist das allerdings dennoch alle mal. Abgefahren, was sich aus Holz so machen lässt.


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Leider hat die Installation das Fest nicht unbeschadet überstanden.


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Mit Stiften gespickter Heliumballon kritzelt einen Raum voll


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Eine interaktive Kunstinstallation von Karina Smigla-Bobinski, für die ein Heliumballon mit diversen Stiften gespickt wurde, der dann von Besuchern durch den Raum bewegt wird und so die Wände „verziert“.

„Filled up with helium, floating freely in room, a transparent, membrane-like globe, spiked with charcoals that leave marks on the walls, ceilings and floors. Marks which «ADA» produces quite autonomously, although moved by a visitor. The globe obtains aura of liveliness and its black coal traces, the appearance of being a drawing . The globe put in action, fabricate a composition of lines and points, which remains incalculable in their intensity, expression, form however hard the visitor tries to control «ADA», to drive her, to domesticate her. Whatever he tries out, he would notice very soon, that «ADA» is an independent performer, studding the originally white walls with drawings and signs.“


(Direktlink, via Maik)

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Die traditionelle Gestaltung einer koreanischen Lackschatulle in 4,5 Minuten

Es dauert wohl einige Zeit um eine Lackschatulle nach koreanischer Tradition zu verzieren. Beginnend mit der Ernte eines Baumharzes, folgen diverse Schritte der Gestaltung, bis so eine Lackschatulle fertig ist.

Das Victoria & Albert Museum zeigt den Prozess hier in 4,5 Minuten. Verantwortlich dafür ist in diesem Fall Lee Kwang-Woong, der das ganz offensichtlich nicht zum ersten Mal macht.

Richtig dicke Bonuspunkte gibt es für die Wahl des Soundtracks. Dieser könnte passender nicht sein. Ein dickes ❤️ fürs Handwerk.


(Direktlink, via Colossal)

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Mit Botschaft auf Rüstplane: TOY Crew kritisiert Kunstprojekt „The Haus“

(Foto: The Haus)

Im April öffnete in der Berlin das Urban Art-Projekt The Haus seine Pforten und präsentierte dort in einem leerstehenden Bankgebäude urbane Kunst von 150 Künstlern. Drei Monate später sollte das Haus samt der Ausstellungsobjekte abgerissen werden. Street Art als vergängliches Gut. Soweit, so gut.

Die Aktion wurde überregional medial gefeiert und war bestens besucht. Dennoch gab es auch Kritik, die aus der Szene selber kam. Mit dabei die TOY Crew, die vor drei Wochen eine Botschaft für die Organisatoren an eine Rüstplane schrieb, die an jenem Haus hing.

Ihr Vorwurf: „Graffiti in den Dienst von Investoren zu stellen und sich mit Graffiti, welches als gesellschaftlicher Gegenentwurf gestartet wurde, dem konservativen Normen der Gesellschaft zu unterwerfen.“

Im Wortlaut:

Es wurde geklatscht und gejubelt von den Schundblättern der Stadt. XI-Design, ihr seid der Ekel Berlins. Einer verrottenden Stadt und ihr tretet auch noch nach. Arglistig erschleicht ihr euren Vorteil auf dem Rücken der Berliner Graffitigeschichte und lasst sie unter eurem Konsumdreck verschwinden. Ja, einen tollen Erlebnispark hattet ihr geschaffen. Wo der sonst so intollerante Pöbel vom Ächter zum Versteher der ihnen so verhassten Kultur werden durfte. Doch das war kein Graffiti. Das war keine Kunst. Ihr habt nur eine stumpfsinnige und morallose Entertainmentversion fürs einfache Gemüt serviert. Merkt ihr nicht wie verlogen, wie aberkennend und primitiv das hier war? Graffiti fragt nicht nach Zustimmung. Graffiti passt sich nicht der Gesellschaft an. Graffiti ist ungehorsam. Graffiti ist keine Zutat für eure Kackgesellschaft, sondern drei Hände voll Salz, die eure Suppe ungenießbar machen.“


(via Urbanshit)

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