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Schlagwort: Podcast

Christian „Flake“ Lorenz im Gespräch: „Ich bin ein ängstlicher Erwachsener“

Der großartige Flake beim Deutschlandfunk Kultur im Gespräch mit Matthias Hanselmann.

Als Kind wurde er gehänselt, er hat einen Hang zur Hypochondrie und fürchtet sich vor dem Fliegen – der Rammstein-Keyboarder Christian Lorenz alias „Flake“ ist nicht gerade der typische Rockstar.

[…]

Trotzdem kostete der gebürtige Ost-Berliner schon als Jugendlicher vom wilden Leben auf Tour und trat mit der berüchtigten Punkband „Feeling B“ in der ganzen DDR auf.

[…]

Nach der Auflösung der Gruppe stieg der gelernte Werkzeugmacher schließlich 1994 bei der frischgegründeten Band „Rammstein“ ein. Ein Feingeist wie Christian Lorenz bei einer Gruppe, der Kritiker Gewaltverherrlichung vorwerfen?


(Direkt-MP, via Swen)

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Podcast: Dave Grohl von den Foo Fighters – Der letzte Rockstar

(Foto: Ryanw2313CC BY-SA 3.0)

Ich mag die Foo Fighters außerordentlich gerne und halte Dave Grohl für einen verdammt sympathischen Kerl. Marcel Anders portraitiert ihn hier treffend und lässt ihn aus dem Nähkästchen plaudern. (Direkt-MP3)

Als Nirvana-Schlagzeuger wurde Dave Grohl früh zur Legende. Seine Band Foo Fighters veröffentlichte soeben ihr neuntes Album. Unser Autor hat den 48-jährigen Musiker in seinem Studio in der Nähe von Los Angeles besucht. Ortstermin bei einem arbeitswütigen Rockstar, der keiner Session aus dem Weg geht.

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Podcast: 33rpm – Geschichten aus dem Plattenladen

(Foto: SnapStock)

Frank Schültge war für den SWR2 unterwegs und hat einige Plattenhändler Geschichten aus ihren Nähkästchen Plattenkisten erzählen lassen.

Die „Geschichten aus dem Plattenladen“ sind eine Mischung aus Hörspiel und Feature: Es sprechen ausnahmslos echte Plattenhändler, aber sie geben Anekdoten zum Besten. Nur eine einzige Frage hat ihnen der Musiker und Autor Frank Schültge gestellt, als das Mikrofon noch ausgeschaltet war: „Kannst du mir eine Geschichte aus deinem Laden erzählen?“ Mit ihren Antworten wurden diese Menschen, die es gewohnt sind, uns etwas zum Hören verkaufen zu wollen, zu modernen Märchenerzählern. Ihre Episoden aus dem Alltag verraten viel über die Psychologie und die verschlungenen Beziehungen zwischen Plattenkäufer und -verkäufer und geben einen Einblick in die merkwürdig hermetischen Räume, in denen mit Klangteppichen und kruden Identifikationsmodellen gehandelt wird.


(Danke, Uwe!)

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Eine lange Nacht über Laurel und Hardy: „Zwei, die der Himmel geschickt hat“

Das tolle Format der langen Nacht beim Deutschlandfunk in der aktuellen Ausgabe über Laurel und Hardy.

Stan Laurel (1890 – 1965) und Oliver Hardy (1892 – 1957) waren das berühmteste Komikerduo der Filmgeschichte. Der Schriftsteller J. D. Salinger bezeichnete sie als „zwei, die der Himmel geschickt hat“. Dabei ist die Popularität der beiden Schauspieler bis heute ungebrochen.

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2017/08/12/lange_nacht_ueber_laurel_und_hardy_dlf_20170812_2305_4194084c.mp3]
(Direkt-MP3)

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Olaf Scholz‘ Regierungserklärung zum G20 x Dein Freund und Helfer – und anderes

(Direktlink)

Olaf Scholz hat sich dann gestern mal endlich aus dem Schlaf gerüttelt und der Hamburger Bürgerschaft seine Sicht der Eskalation auf die Geschehnisse zum G20-Gipfel präsentiert. Kurz gefasst: „Wir haben alles richtig gemacht. Polizeigewalt hat es nicht gegeben. Die Beamten haben heldenhafte Arbeit geleistet. Wer Anderes behauptet, will nur denunzieren.“

Passt ja auch alles gerade nicht so recht in das ganze Wahlkampfgeblubber, in dem die SPD aktuell ganz selbstverantwortet die schlechteren Karten hat. So einfach allerdings will man es Scholz und der Hamburger Polizei, die sich ja auch und immer noch kritikresistent gibt, dann ganz zu Recht dann doch nicht machen.

Screenshot of the Day: Olaf Scholz zu G20-Krawallen: „Polizeigewalt hat es nicht gegeben“ vs G20-Einsatz: 35 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten.

(Screenshot: Spiegel Online)

G20 Doku sammelt etwaige Polizeigewalt und Grundrechtsverletzungen, die während des Gipfels stattgefunden haben könnten. Da ist übles Zeug bei und die Verkürzungen der Darstellungen entschuldigen dabei halt nur wenig, denn an die Staatsgewalt müssen halt immer andere Maßstäbe gesetzt werden, als an Protestierende. So auch in diesen Fällen. Straftaten sollen und müssen verfolgt werden, aber eben halt auch auf beiden Seiten. Bisher verlief die rechtlich betrachtete Debatte dazu imho eher einseitig. Olaf Scholz und die Polizei sehen das erfahrungsgemäß anders und werden am Ende wahrscheinlich auch – wieder mal – ganz gut dabei wegkommen.

Es gibt nach wie vor viele Fragen, die auf Antworten warten. Es gibt kritische Stimmen aus den Reihen der Polizei. Und auch ein internes Polizeipapier bringt Scholz in Bedrängnis.
Es wird wohl noch etwas Zeit brauchen, um die Geschehnisse aufzuarbeiten, auch wenn der politische Wille dazu aktuell recht klein zu sein scheint. Was in meinen Augen ein echtes Problem ist.

Mein ganz persönlicher Eindruck ist der, dass die Linke nach dem Wochenende in Hamburg in eine Identitätskrise gefallen ist. Auf allen Kanälen. Ich habe dafür weder eine Lösung noch irgendwelche Antworten darauf. Aber womöglich könnte ein unabhängiger Untersuchungsausschuss dafür sorgen, dass es Klarheit über Fragen gibt, die Morgen vielleicht für viele keine Rolle mehr spielen werden. Für mich schon – und ich denke, ich hoffe, ich bin damit nicht allein.

Vorerst abschließend für jene, die meinen, das man schon zum Linksextremisten gemacht werden muss, weil man die dortigen Verhältnisse auf Seiten der Polizei kritisiert – und dabei meine ich nicht mal mich. Hört euch diesen Podcast von Sascha an. Ich bin dabei nicht bei allem mit ihm einer Meinung. Weiß Gott nicht. Aber Differenzierung tut Not. Weil ohne die wird nichts besser. Eher im Gegenteil. Und das kann ja keiner wollen.


(Direktlink)

PS: Auch in dem Fall der Frau, die vom Räumpanzer gepfeffert wurde, hat das Hessische Landeskriminalamt mittlerweile einen Prüfauftrag an die Hamburger Polizei gerichtet. Dabei wird am Ende sehr wahrscheinlich nicht viel bis nichts bei rauskommen, aber ein „Prüfantrag“ ist immerhin besser als Ignoranz.

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Eine Lange Nacht über den Highway 61: In den tiefen Süden

(Foto: McGhieverCC BY-SA 3.0)

Ich mag dieses Format so sehr. Es kann an einem Sonntag kaum etwas geben, was so informativ unterhält wie „Eine lange Nacht“. Und das meistens auch unabhängig vom gewählten Thema. Diesmal geht es um den Highway 61, einem United States Highway, der mit einer Länge von 2553 km von New Orleans bis Wyoming, Minnesota führt. Einmal quer durch die Staaten also.

Der Highway 61 in den USA ist ein Mythos, ähnlich der Route 66. Er folgt weitgehend dem Verlauf des Mississippi und verbindet den industriellen Norden mit dem tiefen, ländlich geprägten Süden, das weiße mit dem schwarzen Amerika.

[…]

Der Highway 61 verbindet das weiße mit dem schwarzen Amerika. Zwei Welten, die sich lange fremd waren und es bis heute sind. Er verbindet Städte, die bedeutend waren in der Bürgerrechtsbewegung, und solche, die berüchtigt sind für Rassenunruhen und Lynch-Morde. Und als schwarze Landarbeiter im 20. Jahrhundert massenhaft aus dem Süden in die industriellen Zentren des Nordens zogen, geschah dies auf Highway 61. Historiker bezeichnen diesen Exodus als Great Migration.

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2017/07/01/lange_nacht_ueber_den_highway_61_dlf_20170701_2305_c92d117e.mp3]
(Direkt-MP3)

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WDR5 Radiofeature zu Chris Blackwell: Der Mann, der Reggae in die Welt brachte

(Foto: Dan VieiraCC BY-SA 2.0)

WDR5 über das Leben und die Arbeit von Chris Blackwell, der vor allem als Gründer von Island Records Berühmtheit erlangt hat und als Entdecker von Bob Marley gelten dürfte. Außerdem hat er dem Reggae den Weg in die Welt geebnet. Perfektes Hörmaterial für den Sonntagnachmittag.

Bob Marley war abgebrannt, als er den weißen Jamaikaner traf: Chris Blackwell, der Mann, der Reggae bekannt machte als Plattenproduzent, nahm Marley unter Vertrag. „Catch a Fire“, hieß das Album, dem viele folgten.

Es mag wie eine Ironie der Geschichte klingen: Chris Blackwell, der die schwarze Musik Jamaikas in die Welt brachte, stammt aus der kolonialen weißen Oberschicht der Insel. Seine Eltern waren reich geworden durch Bananenplantagen, sie schickten ihren Sohn im Alter von neun Jahren nach England in ein Internat, um ihm mit bester Bildung beste Chancen im United Kingdom zu verschaffen.

[audio:http://podcast-ww.wdr.de/medp/fsk0/140/1400977/wdr5neugiergenuegtdasfeature_2017-06-22_catchafiredermannderreggaeindieweltbrachte_wdr5.mp3]
(Direkt-MP3, via Johannes)

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Blixa Bargeld beim MDR Kultur-Café

Ich stelle mir Blixa Bargeld als furchtbar schwierigen Interview-Partner vor und würde mich wahrscheinlich nicht trauen ihn um eines zu bitten, aber das ist eine andere Geschichte.

Blixa Bargeld war am Sonntag zu Gast im MDR Kultur-Café, Kultur-Musikredakteur Hendryk Proske hat das mit dem Interview gut hinbekommen und es liegt zum Nachhören auf den Servern des MDR.

Blixa Bargeld, der Frontmann der Einstürzenden Neubauten, war schon immer ein zynisch-ehrlicher Kommentator der Lebenswelt. Im Gespräch bei MDR KULTUR spricht er u.a. über seine künstlerischen Vorstellungen, seine Lebensphasen in Los Angeles und Peking sowie seine Zeit im kreativen Westberliner Inseldasein der Achtziger Jahre.

[audio:http://ondemanddownload.mdr.de/mp3/digas-40f7929b-164b-4c8d-866d-fee24759afdb-69c30f9eac0b_40.mp3]
(Direkt-MP3, via Swen)

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Eine Stunde über Marcus Wiebusch: Vom Punk zum Labelchef

Foto: Pixabay

Ich mag das, was Marcus Wiebusch macht seit jeher sehr gerne. Nicht nur was mit „…But Alive“ kam. Ganz besonders aber mag ich das, was er mit Kettcar geschaffen hat. Kettcar hören ist immer so, als würde man mal wieder mit alten Kumpels sprechen, die man lange nicht gesehen hat und mit denen man sich immer noch gänzlich versteht. Noch dazu ganz großartige Musik, gerade der Texte wegen.

Anja Buchmann hat für den Deutschlandfunk aktuell ein einstündiges Feature mit dem Heidelberger, der mittlerweile zum Hamburger wurde.

„Wir waren eine sehr zornige Band,“ sagt Marcus Wiebusch über seine Punkformation „…But Alive“, die er Anfang der 1990er Jahre gegründet hat – unter anderem mit Schlagzeuger Frank Tirado-Rosales, der auch zu Beginn von „Kettcar“ dabei war. Mit „…But Alive“ brachte er zwischen 1993 und 1999 vier Alben heraus, von denen insbesondere die ersten drei musikalisch und textlich vor allem eins waren: wütend und politisch.

„Gerade auch aus heutiger Sicht, wenn ich mir auch die ganzen alten Sachen durchlese und die Texte vergegenwärtige – die sind schon sehr im selbstgerechten Zorn auch geschrieben worden. Muss man sagen. Aber es war auch eine Zeit, ich sag mal, als wir gegründet haben 1993, Rostock, Hoyerswerda, die Übergriffe auf Asylbewerberheime, das war schon auch prägend auf eine Weise. Dass man gesagt hat, das kann nicht sein, dass ich in einem Land lebe, mit der Geschichte, wo in Rostock auf einmal ein Mob ein Asylbewerberheim anzündet.“

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Die Lange Nacht über Jim Morrison und die Doors: Ich kann alles – ich bin der Eidechsenkönig


Wieder ein superinteressantes Feature vom Deutschlandfunk. Diesmal im Fokus: Jim Morrison und die Doors.

„Jim Morrison hatte sich einem ehrgeizigen Projekt verschrieben: Er wollte den Indianer in sich erwecken, sich dem Unbewussten öffnen, zwischen der Welt des Realen und der des Imaginären pendeln. Er sah sich als Schamane, der die Rockgemeinde auf eine Reise in dieses andere Universum führt – „Break on through to the other side“, wie es in einem seiner Songs heißt.

Vier Jahre dauert die Karriere der Doors vom ersten Album im Jahr 1967 bis zu Morrisons Tod in der Badewanne einer Pariser Mietwohnung. Vier Jahre, in denen die Doors großartige Songs einspielten, zahlreiche Skandale auslösten und zuletzt immer mehr zerfielen: In die Musiker auf der einen Seite und auf der anderen Seite Jim Morrison, der das Scheitern seiner Mission begriff und verzweifelt versuchte, aus der Vermarktungsmaschine des Rockgeschäfts auszusteigen.“

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2017/04/29/lange_nacht_von_jim_morrison_und_den_doors_dlf_20170429_2305_9f032c56.mp3]
(Direkt-MP3)

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