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21 Jahre auf einer abgelegenen Insel ohne Stromnetz, ohne Bauvorschriften

Lasqueti Island liegt in der Strait of Georgia in British Columbia, etwa 80 Kilometer nordwestlich von Vancouver. Die Insel ist ungefähr so ​​groß wie Manhattan, beherbergt aber weniger als 500 Einwohner und ist nicht an das Stromnetz von BC Hydro angeschlossen. Die Bewohner erzeugen ihren Strom selbst mit Solaranlagen, Windkraftanlagen und Kleinwasserkraftwerken oder verzichten ganz darauf. Es gibt keine öffentliche Wasserversorgung und keine Müllabfuhr.

Mark Young zog nach Lasqueti, nachdem er 1997 bei einem Autounfall eine schwere Hirnverletzung erlitten hatte. Im Rahmen seiner Rehabilitation praktizierte er Kontaktimprovisation und Tai Chi und wollte sich etwas nach seinen eigenen Vorstellungen aufbauen. Er wählte Lasqueti unter anderem deshalb, weil es dort keine Bauaufsicht gibt – wer etwas Ungewöhnliches errichten will, kann das tun. Das ist nun über zwanzig Jahre her.

Das Team von Exploring Alternatives, einem kanadischen YouTube-Kanal, der Menschen vorstellt, die ein autarkes Leben führen, besuchte das Anwesen für eine ausführliche Besichtigung.


(Direktlink, via BoingBoing)

Ein Kommentar

  1. Harry13. März 2026 at 13:39

    Ich finds cool zu sehen, was Leute sich so aufbauen, wenn sie ihrem Individualismus freien Lauf lassen. Finde es nur immer etwas kurios, warum das immer als irgendwie „autark“ oder „self sufficient“ gelabelt wird. Es ist nichts davon. Und selbst wenn es als geschlossenes System funktionieren würde (was es nicht tut), hätte es immer noch mindestens die Wissensproduktion hochkomplexer und ausdifferenzierter Gesellschaften zur Vorbedingung. Nicht zuletzt, weil es diese Gesellschaften sind, die überhaupt die Persönlichkeitsstruktur und das Bedürfnis nach sowas erzeugen. Letztlich sind vermutlich auch die ganzen Vorstelllungen von „Autarkie“, „Unabhängigkeit“ oder „Selbstversorgung“ Produkte bzw. Ideale (spät-)bürgerlicher Gesellschaften.
    Was es aber immerhin zeigt ist, dass viele Menschen, wenn sie es sich leisten können, ihre Freiheit eben nicht dafür nutzen anderen zu schaden, mit pimmelförmigen Gefährten just for fun in den Weltraum zu fliegen, Waffen zu bauen und zu versuchen weltweit den Faschismus einzuführen. Sie bauen sich stattdessen z.B. den idealen dancefloor wie hier. Man kann also doch noch Hoffnung in die Menschheit haben.

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