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Kategorie: Adventskalender 2018

Adventskalender 2018, Türchen #10: Hannes Fischer – Sagaland 🎄

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich wie auf Hannes Fischer gestoßen bin, aber es muss schon eine ganze Weile her sein, so lang wie mich seine Musik nun schon begleitet.

Starten wir locker flockig in die Woche, genau so würde ich diesen Mix von ihm umschreiben. Locker flockig trifft es gut. Viele kleine Melodien fernbar von hartem Sound. Sehr verspielte Synthlines und davon jede Menge. Ein bisschen auch immer den Blick auf den alten Disco-Sound, ohne verstaub daherzukommen. Irgendwo dann noch eine Prise Synthie-Pop, ohne dabei zu nerven. Auf allen Ebenen und in Gänze locker flockig eben. Sound, wie ich ihn selten zu hören bekomme. Und davon kann Hannes jede Menge, wie seine Mixe und Produktionen beweisen.

Auf in den Montag, ohne sich stressen zu lassen. Bitte sehr!


(Direktlink)

Style: Disco
Length: 01:00:02
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
01 Tripnaha – Saga (Original Mix)
02 Chmmr – Welcome Onboard (Original Mix)
03 Euan Ellis – Sky Harbour (Original Mix)
04 Spoiled Coffee – Harps (Original Mix)
05 Rimer London – Do Easy (Original Mix)
06 Jex Opolis – First Stomp (NYC Mix)
07 Seb Wildblood – Leave It Open (Original Mix)
08 Letta Mbulu – Down By The River
09 Phil Asher – Bounce in the Sand
10 Thomas Fontana – June (Original Mix)
11 Roisin Murphy – In Sintesi (Original Mix)
12 Josè Armando Castilla – Winter Sea (Nephelhouse Remix)
13 Mytron & Ofofo – Crickets / Archipelagian Impressions (Original Mix)
14 Re:tract – Amber (Original Mix)

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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Adventskalender 2018, Türchen #09: Das Kraftfutterhitwerk – Hitgarage

Neulich haben zwei sehr liebe Menschen ihren 10. Hochzeitstag in einem alten, in der DDR gebauten Bungalowdorf in Berlin gefeiert. Sie fragten mich vorher, ob ich was der Musik für sie tun könnte. Anlagen, DJs, diesdas. Ich sagte sofort ja. Und weil die beiden so lieb sind, habe ich ihnen etwas angeboten, was ich vorher noch nie tat: wir könnten bei ihnen die Musik für alle spielen.

Ich sage so etwas immer ab, weil ich nie Musik für alle gespielt habe, das eigentlich auch nie wollte, nicht kann und immer sehr Genre-orientiert auflege. Nur: nur House, Techno, Dub oder Downbeats funktioniert nun mal nicht, wenn man Eltern, Familie und Freunde einlädt. Habe ich leider schon erfahren müssen. War nicht ganz so geil. Die mögen halt alle unterschiedliche Musik. Irgendwie alles eben. Samt der kleinen Peinlichkeiten, die man der „Credibility“ wegen und so sonst nicht spielt. Sie wissen schon.

Weil ich Jörg aber schon lange sehr gerne mag, habe ich die „Credibility“ mal außen vor gelassen, zwei PAs eingepackt und eine Playlist voller – mitunter – peinlicher Popschweinereien, die mein Leben begleitet haben und die ich dennoch nie auf einem Dancefloor gespielt habe. Und den Rudi natürlich. Weil, wenn man so eine Nummer macht, dann nur mit den Besten. Und deren Popschweinereien.Die Frau des Hauses war mit, beide Kinder und überhaupt sollte für alle und jeden was dabei sein.

Und so spielten Rudi und ich fast sechs Stunden lang mal mehr, mal weniger Poppiges. Und Trettmann. Den nicht nur für die Große. Wir nahmen sogar(!) Wünsche entgegen und erfüllten diese (Phil Collins). Wie so Dorfdisko-DJs! (Nichts gegen Dorfdisko-DJs! Die machen einen guten Job, wie ich seit dieser Nacht weiß.) Nur eines gab es nicht: Schlager. Weil da hört der Spaß nun wirklich auf.

Das ist kein Mix im klassischen Sinne, eher ein Mixtape, wie man es früher mal aufgenommen hat, um die Mädels mit seinem Musikgeschmack zu beeindrucken. Mit Höhen und Tiefen. Und mit akustischen Löchern, die dabei entstehen, wenn man den Fader runterzieht, um all die Mitsingenden sich selber zu überlassen. Wie so Dorfdisko-DJs! Hihi.

Und so haben wir hier über fünf Stunden Musik, die Rudi und mich irgendwie sozialisiert haben, ohne dabei allumfassend zu sein. Was sind bei all den Jahren schon fünf Stunden. Und einen Mix, den wir so nie wieder spielen, geschweige denn so aufnehmen werden. Ein definitives Unikat.

Rudis Fazit am Morgen danach:

Und ja, das machen wir wirklich nie wieder. Genießt es.

Eine Bitte ich habe die Tracklist jetzt nicht aufgeschrieben, hätte sie aber dennoch gerne da drunter. Wer als Zeit und Bock hat und sich das Dingen von vorne bis hinten gibt, kann gerne mitschreiben. Danke!


(Direkt-Playlist)

Style: Hitgarage
Length: 05:30 +
Quality: 256 kBit/s

Tracklist:
Teil 1
Belinda Carlisle „Heaven is a Place on earth“
INXS „Mystify“
Beasty Boys „Fight for your Right (to Party)“
Queen & Davis Bowie „Under Preassure“
Midnight Oil „Beds are Burning“
Westernhagen „Sexy“
the Clash „Rock the Cashbar“
Blondie „Call me“
Madness „Our House“
Cindy Lauper „She Bop“
Anne Clark „our Darkness“
the B52´s „Love Shack“
New Order „Blue Monday“
Phil Collins „In the Air tonight“
the Jackson 5 „I want you back“
ZZ Top „Gimme all your Lovin´“
Mikolas Josef „Lie to me“
MC Hammer „You can touch this“
Run DMC „It´s like that“
Whitney Houston „I wanna dance with somebody“
Pat Benatar „Love is a Battlefield“
Christina Aguilera / Lil Kim / Pink „Lady Marmalade“
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Donna Summer „I feel Love“
Gianna Nannini „I Maschi“
the Cure „Friday I´m in Love“
Seeed „Ding“
Prince & the New Power Generation „Sexy Motherfucker“
Mark Ronson feat Bruno Mars „Uptown Funk“
Blondie „Maria“
Fischmob „Suzanne zur Freiheit“
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Nirvana „Come as you are“
Blur „Song 2“
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the Clash „Should I stay or should I go ?“
Ramones „Sheena is a Punkrocker“
Earth Wind & Fire „September“
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Dusty Springfield „Son of a Preacherman“
Rio Reiser „Für immer und Dich“
Radiohead „Creep“
the Pixis „Where is my Mind“
Joy Division „Love will tear us apart“
Kim Wilde „Kids in America“,
the Police „Message in a Bottle“
France Gall „Ella Elle L´a“
4 Non Blondes „What´s up“
No Doubt „Don´t speak“
Smashing Pumpkins „1979“
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Teil 2
Prince & the Revolution „1999“
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Talking Heads „Burning down the House“
Don Henley „Boys of Summer“
Roxy Music „Virgina Plain“
Paul Simon „You can call me all“+
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Fettes Brot „Jein“
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Warren G „Regulate“
Die Fantastischen Vier „Ein tag am Meer“
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House of Pain „Jump around“
Bob Marley „Could you be loved“
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U2 „Lemon“
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Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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Adventskalender 2018, Türchen #08: Mogreens & Karl – Czech Mystik

Sorry für das Delay, ich hatte gestern Betriebsweihnachtsfeier, nach der die Nacht dann irgendwie bis in den Morgen in einem Technokeller eskaliert ist, hatte gestern nichts vorbereitet und bin eben erst aus dem Bett gefallen. Das passiert halt schon mal, wenn ich mit Mogreens unterwegs bin – so wie eben letzte Nacht. War geil, liebe Leute.

Mogreens & Karl sind seit jeher für die Musikkuriositäten rund um den Jazz zuständig und spielen Platten, die ich meistens noch nie gehört habe. Das ist geil, weil es meinen musikalischen Horizont erweitert, der beiden beiden verdammt groß ist.

Und so haben sie sich neulich zusammen in einer Hütte in Tschechien hinter die Plattenspieler gestellt und ihre Definition von tschechischer Mystik zur Aufnahme gebracht. Soul, Jazz, Schlakkerbeats, Bass. Was die beiden ausmacht. Der perfekte Begleiter zum heutigen Katerfrühstück, das, ja, ein sehr spätes geworden ist. Aber wie das so ist mit Mogreens, es muss immer alles eskalieren – und dann lassen wir das auch zu. Ha!


(Direktlink)

Style: Jazz, Soul, Alles
Length: 02:30:19
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
na

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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Adventskalender 2018, Türchen #07: Rudi Stöher – Unser Herbst mit Ines

Ich muss das hier jetzt mal schreiben, weil es einige vielleicht gar nicht wissen. Rudi Stöher, mein mir heute liebster Buddie, ist mir vor 13 Jahren mal als Jugendlicher im dienstlichen Kontext begegnet. Wir sind gemeinsam auf einer Kanu-Biwak-Tour gelandet, die uns durch den urwäldlichen Teil der Oberspree führte. Er als Teilnehmer, ich als Betreuer. Wir mochten uns, konnten auch dann noch über den von uns betriebenem Blödsinn lachen, wenn alle anderen schon ausgestiegen waren. Können wir heute noch. Manche finden uns dann komisch. Wir uns auch, aber anders und natürlich ganz zu Recht. Auf dieser Tour kam es zu im Spaß gemeinten Rangeleien und Rudi wollte mit mir, dem in seinen Augen älteren Herr, ringen. „Kräfte messen“ und so. In dem Zuge rastete mit der Stirn auf einem festgetrampelten Feldweg ein und zog sich eine Gehirnerschütterung zu, was mir furchtbar leid tat. Er hatte sich überschätzt, so wie viele junge Männer das halt mal so machen. Aber wir blieben cool miteinander.

Er kam dann hin und wieder als Gast in den von mir betreuten Jugendclub und entwickelte Gefallen an den Plattenspielern, die dort einen alten Vestax-Mixer rahmten. HipHop-Set Up. Ich hatte einige Platten dort, Techno, alten House, diesdas. Er stellte sich daran, wollte wissen, wie das theoretisch funktioniert und ich versuchte es zu erklären. Dann nahm er sich die Kopfhörer und machte praktisch das, was DJs gemeinhin so machen: er mixte. Und zwar verdammt gut.

Später machte er im Rahmen seiner Ausbildung ein Praktikum bei mir. Wir redeten viel über Musik. Und über Musik und über Musik. Den Rest des Tages spielten wir Billard. Und redeten über noch mehr Musik. Spielten sie so, wie man Musik spielt, wenn man sie leidenschaftlich liebt.

Er war mein einziger Praktikant, der es schaffte, seinen Prüfungstermin zu verbasseln, was dazu führte, dass seine Prüfungskommission in meinem Club stand und er nicht wusste, dass das an diesem Tag sein Termin gewesen wäre. Er war der einzige Praktikant, der es bei seinem damaligen Bildungsträger je schaffte, mit null Punkten durch die Prüfung zu fliegen. Da reden die heute noch drüber, so wir heute noch gerne darüber lachen. Er holte die Prüfung nach und bestand.

Noch später fingen wir dann damit an gemeinsam aufzulegen, was meistens – wenn auch nicht immer – gut klappte. Es gab dann großartige, gemeinsame und einige wenige Gigs, die nicht so gut funktionierten. Weil für die halt jeder mal so seine Gründe hat.

Heute sind wir ein Team. So sehr, dass alles auf dem KFMW steht, immer auch irgendwie mit ihm verbunden ist. Wir lieben es, gemeinsam dem deepen Techno zu fröhnen und diesen mit dem House zu verbinden. Und wir feiern dann gemeinsam jeden Track. Wer uns live erlebt hat, wird das wohl bestätigen können. Wir lieben das wirklich hart.

Und wir bringen uns gegenseitig Musik näher, für die wir vorher mitunter wenig Verständnis hatten. Ich mein, der Tüp kann jeden K.I.Z. Song mitrappen, wobei ich K.I.Z. davor einfach unerträglich fand, was sich seitdem geändert hat. Er hört heute Kettcar, liebt die Scherben und kann sogar Trettmann was abgewinnen, was für ihn mal so gar nicht ging.

Bei elektronischer Musik hingegen waren wir uns immer einig. Auch bei den Downbeats. Da bedarf es keiner Diskussionen. Unsere musikalische Breite passt in seiner Quintessenz wie der sprichwörtliche Arsch auf Eimer. Und genau das zeigt dieser Mix, den ich liebe. Nicht allein der Tracklist wegen, die schon mega ist, wobei er mich dazu brachte, „mega“ in meinen Sprachgebrauch zu übernehmen. Sondern auch deshalb, weil er das Dingen in all seinen Facetten auf Vinyl abliefert. Und dafür liebe ich ihn noch ein wenig mehr. Danke, Diggi. Mega!

Ich weiß, dass der Mix schon ein paar Tage älter ist und um den Moment in dem er entstanden ist. Hat mit dem hier nichts zu tun, ist aber ein ganz großes Thema in seinem Leben. Und das macht das ganze hier noch viel besser.

DJ Koze, Bonobo, Boards Of Canada, St Germain, Massive Attack, Air, Kettcar, Moderat, Robag Wruhme, Stimming, Alessandro Crimi und Erobique. Ich mein, wer bitte packt das alles denn so verdammt cremig in einen Mix? Ich so schreibe so etwas nicht oft, weil es mir nicht zusteht, aber das hier ist Rudi sein Meisterstück. Liebe es. Sehr!


(Direktlink)

Style: Liebe, Freiheit, Alles
Length: 02:50:36
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
1. Goldroger – Mk Ultra
2. DJ Koze – Auroville
3. Rival Consoles – Low
4. Bonobo – Migration
5. Boards Of Canada – Satellite Anthem Icarus
6. Torben – Neptunparty (Outro)
7. Cloudchord Feat. Soul Food Horns – H’okay
8. St Germain – Street Scene
9. Massive Attack – Black Milk
10. Air – New Star In The Sky
11. Missincat – Pirates
12. Kettcar – Balu
13. Caribou – Sun
14. Apparat – Black Water (DJ Koze Remix)
15. Moderat – Les Grandes Marches
16. Soap & Skin – Marche Funébre (DJ Koze Remix)
17. The High-on-Wye Quintet – The Haft Jams (pt.1)
18. Black Deer – Pray For Us
19. Robag Wruhme – Wupp Dek
20. Herbert – It’s Only (DJ Koze Mix)
21. DJ Koze – Xtc
22. Stimming feat. Piper Davis – Southern Sun
23. Rampe – Sunday
24. Dirty Döring – Été Pluvieux
25. Steve Bug – Different in Detroit
26. Alessandro Crimi – Bathy
27. youANDme & 6FEET – Grains
28. Robag Wruhme – Draw Halcyon Days
29. Erobique & Robag Wruhme – Hier kommt die Sonne
30. Robag Wruhme – Ende

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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Adventskalender 2018, Türchen #06: Zuurb – Laomedeia

Fast schon traditionell steckt im Nikolaustürchen ein Mix von Zuurb, dem Golden Boy des Ambient, der mittlerweile Berlin hinter sich gelassen hat und nach London gegangen ist, was egal ist, denn Musik ist immer international und seine sowieso.

Hier reiht er wieder eine Perle an die andere und bestückt so eine Kette aus Ambient, Pianomelodien und hin und wieder, wie immer bei ihm, tauchen auch ein paar dezente Beatgerüste auf. Wie eine Zugfahrt durch ein Tal, das im Nebel liegt. Lassen wir uns mitnehmen auf eine Reise, die zum Innehalten einlädt, zum Durchatmen und natürlich auch zum Träumen. Auch wenn heute Donnerstag ist. Arbeiten können wir Morgen immer noch. Happy Nikolaus!


(Direktlink)

Style: Ambient, Piano
Length: 00:59:13
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
Altrucent – Spark
Serein – Avenoir
Arros – Placate
Michael FK – Ember
Josh Alexander – Elan
Nuages – distant
4th Front – Worlds Apart
Snorri Hallgrímsson – Be Still, My Tongue
Michael Legan – A Momentary Fall
Tristan Eckerson – Sepelo
Ed Carlsen – Bliss
woolookologie – I tried to reach out (with Handbook of Magic)
Snorri Hallgrímsson – Be Still, My Tongue (Slow Meadow Rework)
Christian Löffler – Pigment (Don’t Say Edit)
Ed Carlsen – Otto (Steve Gibbs Remix)

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Adventskalender 2018, Türchen #05: Radziminski – Lucid Love Prélude

Widmen wir uns an diesem kalten klaren Morgen doch dem allseits beliebten Bummeltechno. Den spielt der Leipziger Radziminski mit Karacho im Schneckentempo. Und weil er selber das ganz wunderbar zusammenfasst, zitiere ich mal ganz frech: „Langsam ist das neue schnell, so kommt man auch trockener durchs Bassgewitter. Wenn das Disobisquit zum Abendbrot mal wieder drückt und der verspulte Morgen so sicher wie das Amen in der Kirche, dann hilft nur noch der fluffige Mottenfiffi deiner Oma. Gleichzeitg eine galante Umschreibung für seine Musik; da fällt einem ja das Monokel aus der Klüse…“

Wenn es eine Möglichkeit gibt, besinnlich zu raven, dann in jedem Fall zu diesem Sound. Ihr probiert das jetzt mal aus.


(Direktlink)

Style: Bummeltechno
Length: 01:15:24
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
1. Roderick – Perfect Mirror
2. Deculator – Nadanta
3. Lui Mafuta – Nectarphilia
4. Ante Perry – L.O.V.E.
5. Iorie, Karlinski, Lima Lew – Passing By
6. David Keno, Nico Stojan – Princess Of The Night (Mira & Chris Schwarzwälder Remix)
7. FeelNoize – Burning Fields (Rudy Remix)
8. Bongobeck – Shallow (Ben Böhmer Remix)
9. Just Emma, Matthias Wittmann – Sunshine (Krink*s Solar Eclipse Remix)
10. Iorie, Coss – Ma Ato
11. Ninze & Okaxy . Lyre
12. Arunati – Meet Me At Dawn

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Adventskalender 2018, Türchen #04: Manjana – Hello Goodbye

Manjana aus Berlin schrieb mir mal auf Soundcloud. Ich hörte mich dann durch ihre Mixe und dachte, das könnte hier ganz gut passen. Immer eine Prise Disco unterm Kiel, der sich in den letzten Jahren musikalisch wieder etwas breit gemacht hat und von dem wir in Zukunft sicher noch viel mehr hören werden.

Manjana verpackt ihn in House, mit ein wenig Space und das immer etwas trippy. So wie in diesem Mix, den sie neulich live mitgeschnitten hat. Scheint mir eine gelungene Sause gewesen zu sein, die euch hier jetzt den Vormittag versüßen kann.


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Style: Trippy Space House Disco
Length: 02:57:29
Quality: 256 k/bits

Tracklist:
na

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Adventskalender 2018, Türchen #03: Janthe – Pump it like Jesus!


Es ergab sich einst, dass eine sympathische Jugendliche bei mir im Jugendclub auftauchte. Sie kam mit ihrem Freund, der am Deejaying interessiert war. Sie wurde dann so etwas wie eine Stammbesucherin. Wir sprachen über Musik, das Leben, die Liebe und wie man die Welt zu einem besseren Ort machen könnte.

Irgendwann trennten sich die beiden, er gab das Deejaying auf, sie ging nach Leipzig. So wie heute viele junge Menschen zum Studieren nach Leipzig gehen.

Ich mag Social Media in diesem Punkt immer noch sehr gerne. Ich sehe, was meine einstigen Clubbesucher so treiben und wie sie für sich den Welt entdecken und ihr Leben in dieser einrichten. So bekam ich mit, dass jene Jugendliche von damals heute als Janthe das Musizieren im Allgemeinen und das Deejaying im Speziellen für sich entdeckt hatte und mittlerweile ziemlich regelmäßig in dieser Mission hinter den Decks steht. Und dann dachte ich, sie muss einfach mit in den Kalender.

Und weil heute Montag ist, gibt es hier jetzt erstmal was zum wach machen. Eigentlich spiele sie Techno, meinte sie, das hier sei doch eher „housy“ geworden. Dafür aber ballert diese recht ordentlich und hat auch eine kurz nicht näher erläuterte Hintergrundgeschichte: „Das war ganz abenteuerlich – hinter dem Mix liegt einiges an kaputter Technik und sogar ein mini Autounfall.“

Vielleicht erzählen wir die ein anderes Mal ausführlicher. Jetzt erstmal alles auf laut – und Abfahrt.

(Direktlink)
Style: Techno
Length: 01:09:13
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
Via Maris – Side Effects
Desert Sound Colony – I C Jangles feat. Baby Rollen (Instrumental)
Qnete – Segway City Tour
Desert Sound Colony – Tickle Me Pink
Spencer Parker – Three Dee NYC
Reptant – Hypnotik Psykotik
Jensen Interceptor – Planetary Mindset
Almaty – Gennaro (Endian Remix)
Randomer, Hodge – Slipping
Rees, Squane – Little Orphan Android
Robag Wruhme – Wabb Bodun
Ennio – Giza
Joy O, Ben Vince – Systems Align

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Adventskalender 2018, Türchen #02: Filburt – Kaminknacksen

Steffen aka Filburt habe ich hier schon des Öfteren im Blog gehabt. Schon vor Jahren wollte ich einen Mix von ihm, was aber irgendwie nicht geklappt hatte und Rudi dachte nun, es wäre mal wieder an der Zeit, nochmal nachzufragen. Und siehe da: hat geklappt.

Ich mag sehr, dass Filburt musikalisch enorm breit aufgestellt ist und man eigentlich im Vorfeld nie genau weiß, was man von ihm bekommt. Es ist ein bisschen so wie du gute alte Wundertüte. Und wenn wir die hier öffnen, haben wir das perfekte Gimmick zum ersten Advent. Downbeats, Breaks, bisschen HipHop und hintenraus dann Fauna Flash. Weiß gar nicht, wie lange es her ist, dass ich die mal in einem Mix gehört habe. Ein paar Jährchen dürften das schon sein. Stilistisch bringt sein Mix alles mit, was entschleunigt. Technisch einwandfrei zu einer verdammt angenehmen Stunde verwoben.

Und wenn Filburt nicht gerade Platten aneinanderwebt betreibt er mit O*RS ein Label, dessen Veröffentlichungen immer ein Ohr und meistens sogar einen Kauf wert sind.


(Direktlink)

Style: Downbeats, Breaks, (Instrumental) HipHop,
Length: 01:00:45
Quality: 180 k/bits

Tracklist:
01 Nightmares On Wax – Me + You – Warp Records
02 MM2 – Resig Nation – Moony Me – Secret Crunch
03 Matt Flores – Virgo & Taurus – O*RS
04 DJ Cam – Juliet (Dj Cam Remix) – Inflamable
05 TJ BROWN – On And On SHYHIEM freestyle FT MONEY MAY
06 Harmonic 33 – Kaleidoscope – Alphabet Zoo
07 Filburt – Take IT Back – Mireia
08 Étienne de Crécy – Tempovision – Disques Solid
09 Cuthead – Heartless – Uncanny Valley
10 Ranko – Campfire Nights – Blaq Numbers
11 The Herbaliser – A Mother (For Your Mind) – Ninja Tune
12 Claudja Barry – Love For The Sake Of Love – London Records
13 Monkey Marc – Post Traumatic Dub -Jahtari
14 Fauna Flash – Mother Nature feat. Sugar B – Compost Records
15 RSS Disco – We’ll Sea – Mireia
16 Jill Scott – Love Rain (Remix) – White Label

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Adventskalender 2018, Türchen #01: Stimming live

Diesen Kalender so zu füllen, dass er auch für die Leute da draußen, also euch, interessant bleibt, wird über die Jahre nicht einfacher. Zum einen wollen Rudi und ich jedes Jahr Musikliebhaber dabei haben, die schon immer mal mit drin waren und die wir lieben, zum anderen sollen es auch nicht in jedem Jahr die selben Artists sein. Aber wir haben mittlerweile einen Stamm, von dem wir wissen, dass die auch liefern, wenn wir erst am 25.11. nach einem Mix fragen. Und die liefern immer zuverlässig hochwertig, weshalb wir sie ja lieben.

Dann gibt es Künstler, die wir hier gerne mit dabei haben und über die wir das ganze Jahr über mal sprechen und uns sagen, die oder der wären „schon sehr fett“. Dann schreiben wir denen, oder ihren Managements. Manche antworten gar nicht, andere lehnen aus welchen Gründen auch immer ab, und dritte vertrösten uns aufs nächste Jahr, in dem es dann wieder nichts wird. Business, die Leute haben zu tun. Wir verstehen das und sind selten sauer.

Irgendwann meinte Rudi, der auch in diesem Jahr wieder für einen Teil der 4-to-the-Floor-Mixe zuständig war, im Sommer zu mir, „ich frag mal Stimming“, woraufhin ich doch etwas lachen musste. Wir lieben das, was Martin Stimming macht, weshalb er hier schön des Öfteren mal Thema war. Wir lieben es beide schon lange, hören gerne seine neuen Sachen und spielen diese auch regelmäßig in unseren Sets. Seine Gratwanderung zwischen der Elektronik und organischen Klängen, die meistens dennoch elektronisch sind, ist wirklich beeindruckend und wird von ganz wenigen so konsequent und unaufgeregt gespielt wie von ihm, Stimming. Sebastian Mullaert geht in die selbe Richtung, aber das soll jetzt hier nicht Thema sein.

Jedenfalls dachte ich so, „Lol, der hat niemals Zeit für so ein Ding. Never.“ Rudi schrieb ihm trotzdem – und dann liefert Stimming ohne großes Palavre. Nicht mal einen DJ-Mix, sondern eine Live-Session, die fast zwei Stunden lang ist, bisher unreleaste Tracks mitbringt, und dann auch noch unfassbar das zusammenfasst, was Rudi und ich so an seinem Sound lieben. Diese Unaufgeregtheit, die durch mitunter kaum wahrgenommene Kleinigkeiten eine Euphorie erzeugen können, die eben einzigartig und so typisch Stimming ist. Wahnsinnig gut.

Und dann dachten wir, können wir den Kalender in diesem Jahr zu Beginn auch gleich mal mit einer echten Bombe platzen lassen. Here we go: zwei Stunden Stimming. Live!


(Direktlink)

Style: Deep House
Length: 01:57:24
Quality: 320 k/bits

Tracklist: (alle Stücke Stimming, ausser explizit genannt)
1. Unreleased
2. Unreleased (together with Marcus Worgull)
3. Prepare
4. Blagger – Mine to keep (Stimming Remix)
5. Das Meer
6. Quecksilber
7. Die Luft
8. Parking lot
9. 22 [2] degree Halo
10. Konvex & the shadow – like halos (Stimming Remix)
11. Hvob – lion Stimming Remix)
12. Tanz fuer drei
13. Frankfurt Main
14. Thor rixon feat. Roxy caroline – he held him close (Stimming Remix)
15. November morning
16. Feeding seagulls

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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