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Kategorie: Adventskalender

Adventskalender 2018, Türchen #15: Tanith – Fade out 2018

Ich mag an Tanith unter anderm immer noch, wie konsequent der musikalisch sein Ding macht. Und das nun schon seit gut 30 Jahren. Da gibt es wenig larifari und immer den Blick auf die Tanzfläche. Ich schrieb ihm in diesem Jahr, er könne gerne den softesten Mix aufnehmen, den er je gespielt hat. Er antwortete, dass er es versucht hätte und liefert hier diese Granate ab, die mich ein wenig flashbackt. Und zwar weit zurück in die Hallen des Berliner E-Werks. Wenn ich ehrlich bin, wusste ich nicht, dass dieser Sound heute wieder geht, aber das fetzt wirklich sehr. Klingt dabei natürlich viel frischer und kommt mit einer gewissen grundsoliden Ehrlichkeit daher: das nötigste, was es für eine ordentliche Nacht auf dem Floor braucht. Licht aus, Nebel an, feiern. Hypnotisch. Ein wirklich geiles Set, das mich ein wenig überrascht hat. Nur halt anders, als ich es gedacht hätte. Leute, es ist Samstag. Tanzt!


(Direktlink)

Style: Techno
Length: 01:14:47
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
Dold – The Conspiracy
MANUF – Unknown Dimension
Terra4beat – Dynamical (Dkult’s View Remix)
T78 – Fisto
Harry Romero, Christian Smith – Neon Jungle
Markantonio , Atroxx – The One
RanchaTek – Pangaea
Steve Mulder, Luca Gaeta – Feel
Alan Fitzpatrick – Hold The Ripper
Avision – The Come Up
P-ben – All Possible
Mario Ochoa – Aldebaran
Steve Lawler, Darius Syrossian – Back To The Future
Special Request – Brainstorm (Gerd Janson & Shan House Mix)
George Fitzgerald – Half-Light (Special Request Dub Remix)
Shlomi Aber – Common Dominator

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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Adventskalender 2018, Türchen #14: Oakin – Perlentaucher

Oakin ist hier mittlerweile treuer Begleiter des Kalenders. Seine Definition von deepen Downbeats sind so gut wie deckungsgleich mit meinen. Dieser Mix hat alles, was ich musikalisch liebe und deshalb muss ich diesen Mix natürlich auch lieben, weswegen ich ihn jetzt auch schon 37 Mal gehört habe. Mindestens.

Also macht es euch bequem, lehnt euch zurück und genießt die äußerst angenehme Fahrt ins Wochenende. Von mir aus macht einfach Feierabend und geht mit diesem Sound auf den Ohren einfach nach Hause. Ab vor den Kamin. Mit einem Glas Wein oder einem Joint und mit Schokolade. Der Tag könnte dann besser nicht sein. Glaubt mir.


(Direktlink)

Style: Downbeats
Length: 01:04:13
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
Synkro – Recognition
Bonobo – Migration
Ambient Jazz Ensemble – Breathe It In
Zeb Samuels & Ash Walker – Lost Cranium
deeB – Theme From Endless Sunset
Drew’s Theory – Non Commercial Use
Dwij – Favela
Drew’s Theory – Butter Funk
FloFilz – Blue Orchard
Ash Walker – Twenty Four
Drew’s Theory – Soft Phrase
Drew’s Theory – Balclava
Seanote & Ill Chill – Super Food
Throwing Snow – Un Vingt
Sully – Duke St. Dub
Synkro – Come With Me
Congi, Geode, B9 – She
Effluent – Transition Sen I
Otz – Alignment
Oakin – Natural Healing
Oakin – Daydream
16 Bit – Shallow
Phaeleh – Memories

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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Adventskalender 2018, Türchen #13: Der Klient – Simple Kids

Martin aka der Klient ist hier kein Neuzugang. Der nordische Jung bringt es mit seiner Deep Afterhour mittlerweile auf 326 Ausgaben, was zeigt, dass er jede Menge Musik um die Ohren hat. Im besten Fall den deepen Teil davon, der dann meistens auch noch tanzbar ist. So wie dieses Set. Ohne viel Chi Chi auf das Wesentliche reduziert. Beat an, Kopf auf Reisen, tanzen. Und dabei bleibt es dann auch. Manchmal muss eben nicht mehr sein, um den kleinen Freitag musikalisch zu untermalen.


(Direktlink)

Style: Deep Tech
Length: 00:58:53
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
Michael Melchner – Control
Ian Pooley & Spencer Parker – In My Head
Nick Beringer & Philipp Boston – Greenhill Hook
Lee Burton – Cultam Ferry (Janeret remix)
Ben Rau – Forme
Suolcity – Dark Sun
Frink – Yesterday
Markus Homm & Benny Grauer – Cameron Mihai Popoviciu – Sushi Cat
Jay Hill – Beckoning (Frink remix)

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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Adventskalender 2018, Türchen #12: Gaya Kloud – Elektro Safari

Gaya Kloud ist ein Alter Hase hinter den Tellern, die die Welt bedeuten. In etwa mein Jahrgang dreht er diese in etwa schon so lange, wie auch ich das tue. Allerdings ist er dem Vinyl immer noch recht treu, was bei mir ja ein wenig anders ist. Seine musikalische Breite ist beeindruckend und wenn er einen Floor bespielt, brennt die Bude, wie ich letzten Freitag mal wieder persönlich miterleben konnte.

Da wird sich stilistisch nicht festgebissen. Da gibt es House, der mit Techno korreliert und irgendwann mit der Acidpeitche vermöbelt wird. Getreu dem Motto, es wird getanzt, was auf die Teller kommt – und das funktioniert tatsächlich sehr gut. Mixtechnisch hält er es ganz klassisch: da fliegen die Fader förmlich nur so hin und her und den guten alten Backspin gibt es in regelmäßigen Abständen als Zugabe. Ein bisschen wie bei Carl Cox.

Neben seiner Tätigkeit als DJ, und das muss man auch mal erwähnen, ist Gaya seit Jahren dabei in Potsdam die Clubkultur am Leben zu halten. Das ist heute mitunter mühselig, denn sie ist fast gänzlich ausgestorben. Die Freaks von früher sind jetzt alle Eltern geworden, feiern nicht mehr oder sind längst dorthin weitergezogen, wo Clubkultur einfach noch sehr viel mehr brennt. Hier in Potsdam ist davon nicht mehr viel übrig und Gaya macht da ein bisschen den Don Quijote. Stetig und manchmal auch im Kleinen. Aber einer muss es schließlich tun.

Genug der Worte, zieht die Tanzschuhe an, ist Bergfest.


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Style: House, Techno, Acid
Length: 02:25:52
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
na

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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Adventskalender 2018, Türchen #11: Max Raschke – Brettchen

Max spielte im letzten Dezember auf dem Shell Beach des Chaos Communication Congress genau nach mir und machte mich mit seinem Set aus liquiden Drum & Bass ziemlich an. Und weil Drum & Bass hier immer auch Thema sein muss, fragte ich ihn, ob er nicht Bock hätte einen Teil davon für den diesjährigen Kalender zusammenzutragen. Gefragt, getan.

Und so haben wir hier jetzt eine richtig ordentliche Portion Trommeln und Bässe, die ordentlich in die Birne und die Beine geht. Raus aus der akustischen Hängematte, rein ins Gewummel.

„Brettchen“ untertreibt in der Namensgebung allerdings ein wenig, denn das Teil tritt Arsch wie ein ausgewachsenes Brett. Bämm! Und ab!


(Direktlink)

Style: Drum & Bass
Length: 01:05:00
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
LSB – Potshot
Whiney – Fever
Break – Time to fly
High Contrast – If we ever (Unglued Remix)
Enei – Grave
Need for Mirrors – Tidal Wavey
Skeptical – Blue Eyes (VIP)
Skeptical – Plastic City
Submarine – Clairon
Zed Bias – Pick up the pieces
Alix Perez, Skeptical – Room 667
Foreign Concept – Kilmersdon
Calculon, Austin Speed, Shamanga – Fierce (Skeptical Remix)
Foreign Concept – Gozen
Enei – Trainchaser
Foreign Concept – Jaipur (Villem Remix)
Rockwell – Belief Systems
Enei, Kasra – So real
Mako – Come down (Pusher me)
Kasra – Ski Mask
Ground – Attract
Skeptical – Void
Detail, Tiiu – Days go by
Mortem – Whispers
Enei, Eastcolors – 2012

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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Adventskalender 2018, Türchen #10: Hannes Fischer – Sagaland 🎄

Ich weiß gar nicht mehr genau, wann ich wie auf Hannes Fischer gestoßen bin, aber es muss schon eine ganze Weile her sein, so lang wie mich seine Musik nun schon begleitet.

Starten wir locker flockig in die Woche, genau so würde ich diesen Mix von ihm umschreiben. Locker flockig trifft es gut. Viele kleine Melodien fernbar von hartem Sound. Sehr verspielte Synthlines und davon jede Menge. Ein bisschen auch immer den Blick auf den alten Disco-Sound, ohne verstaub daherzukommen. Irgendwo dann noch eine Prise Synthie-Pop, ohne dabei zu nerven. Auf allen Ebenen und in Gänze locker flockig eben. Sound, wie ich ihn selten zu hören bekomme. Und davon kann Hannes jede Menge, wie seine Mixe und Produktionen beweisen.

Auf in den Montag, ohne sich stressen zu lassen. Bitte sehr!


(Direktlink)

Style: Disco
Length: 01:00:02
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
01 Tripnaha – Saga (Original Mix)
02 Chmmr – Welcome Onboard (Original Mix)
03 Euan Ellis – Sky Harbour (Original Mix)
04 Spoiled Coffee – Harps (Original Mix)
05 Rimer London – Do Easy (Original Mix)
06 Jex Opolis – First Stomp (NYC Mix)
07 Seb Wildblood – Leave It Open (Original Mix)
08 Letta Mbulu – Down By The River
09 Phil Asher – Bounce in the Sand
10 Thomas Fontana – June (Original Mix)
11 Roisin Murphy – In Sintesi (Original Mix)
12 Josè Armando Castilla – Winter Sea (Nephelhouse Remix)
13 Mytron & Ofofo – Crickets / Archipelagian Impressions (Original Mix)
14 Re:tract – Amber (Original Mix)

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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Adventskalender 2018, Türchen #09: Das Kraftfutterhitwerk – Hitgarage

Neulich haben zwei sehr liebe Menschen ihren 10. Hochzeitstag in einem alten, in der DDR gebauten Bungalowdorf in Berlin gefeiert. Sie fragten mich vorher, ob ich was der Musik für sie tun könnte. Anlagen, DJs, diesdas. Ich sagte sofort ja. Und weil die beiden so lieb sind, habe ich ihnen etwas angeboten, was ich vorher noch nie tat: wir könnten bei ihnen die Musik für alle spielen.

Ich sage so etwas immer ab, weil ich nie Musik für alle gespielt habe, das eigentlich auch nie wollte, nicht kann und immer sehr Genre-orientiert auflege. Nur: nur House, Techno, Dub oder Downbeats funktioniert nun mal nicht, wenn man Eltern, Familie und Freunde einlädt. Habe ich leider schon erfahren müssen. War nicht ganz so geil. Die mögen halt alle unterschiedliche Musik. Irgendwie alles eben. Samt der kleinen Peinlichkeiten, die man der „Credibility“ wegen und so sonst nicht spielt. Sie wissen schon.

Weil ich Jörg aber schon lange sehr gerne mag, habe ich die „Credibility“ mal außen vor gelassen, zwei PAs eingepackt und eine Playlist voller – mitunter – peinlicher Popschweinereien, die mein Leben begleitet haben und die ich dennoch nie auf einem Dancefloor gespielt habe. Und den Rudi natürlich. Weil, wenn man so eine Nummer macht, dann nur mit den Besten. Und deren Popschweinereien.Die Frau des Hauses war mit, beide Kinder und überhaupt sollte für alle und jeden was dabei sein.

Und so spielten Rudi und ich fast sechs Stunden lang mal mehr, mal weniger Poppiges. Und Trettmann. Den nicht nur für die Große. Wir nahmen sogar(!) Wünsche entgegen und erfüllten diese (Phil Collins). Wie so Dorfdisko-DJs! (Nichts gegen Dorfdisko-DJs! Die machen einen guten Job, wie ich seit dieser Nacht weiß.) Nur eines gab es nicht: Schlager. Weil da hört der Spaß nun wirklich auf.

Das ist kein Mix im klassischen Sinne, eher ein Mixtape, wie man es früher mal aufgenommen hat, um die Mädels mit seinem Musikgeschmack zu beeindrucken. Mit Höhen und Tiefen. Und mit akustischen Löchern, die dabei entstehen, wenn man den Fader runterzieht, um all die Mitsingenden sich selber zu überlassen. Wie so Dorfdisko-DJs! Hihi.

Und so haben wir hier über fünf Stunden Musik, die Rudi und mich irgendwie sozialisiert haben, ohne dabei allumfassend zu sein. Was sind bei all den Jahren schon fünf Stunden. Und einen Mix, den wir so nie wieder spielen, geschweige denn so aufnehmen werden. Ein definitives Unikat.

Rudis Fazit am Morgen danach:

Und ja, das machen wir wirklich nie wieder. Genießt es.


(Direkt-Playlist)

Style: Hitgarage
Length: 05:30 +
Quality: 256 kBit/s

Tracklist: (Danke Marc, danke, Martin!)
Part 1

Belinda Carlisle – heaven is a place on earth
INXS – Mystify
Beasty Boys – fight for your right
Queen – under pressure
Midnight oil – beds are burning
Marius Müller Westernhagen – sexy
The Clash – rock the casbah
Blondie – call me
Madness – our house
Cindy Lauper – she bop
Anne Clark – our darkness
The B-52‘s – love shack
New Order – blue Monday
Phil Collins – in the air tonight
The Jackson 5 – i want you back
ZZ Top – gimme all your lovin‘
Mikolas Josef – lie to me
MC Hammer – can‘t touch this
Run DMC vs. Jason Nevins – it‘s like that
Whitney Houston – i wanna dance with somebody
Pat Benatar – love is a battlefield
Christina Aguilera & Lil‘ Kim & Mya & P!nk – Lady Marmalade
TLC – creep
Donna Summer – i feel love
Gianna Nannini – i maschi
The Cure – Friday i‘m in love
Seed – ding
Prince – sexy m.f.
Mark Ronson ft. Bruno Mars – uptown funk
Blondie – maria
Foschmob – susanne zur freiheit
Audio88 & Yassin – schellen
Trettmann – knöcheltief
Nirvana – come as you are
Blur – somg2
Foto Fighters – these days
The Clash – should I stay or should I go
Ramones – sheena is a punk rocker
Earth, wind and fire – september
Kohl & the Gang – jungle boogie
Dusty Springfield – son of a preacher man
Rio Reiser – für immer und Dich
Radiohead – creep
Pixies – where is my mind
Joy Division – love will tear us apart
Kim Wilde – kids in america
The Police – sos
France Gall – ella, ella
4 non Blondes – what‘s up?
No Doubt – don‘t speak
The Smashing Pumpkins – 1979
Kettcar – Sommer ‚89

Part 2

Prince – 1999
Dow’s ft. Sio – forbidden
Twill & Mr. Maiki – Beuzz (Bastian Schuster Remix)
The Ground & Florian Kruse & Hendrik Burkhard – kingdom of Crumbling Walls
Talking Heads – burning down the house
Don Henley – the boys of summer
Roxy Music – Virginia plain
Paul Simon – you can call me al
David Bowie – modern love
Fischmob – du, (äh, du)
Fettes Brot – jein
Die Fantastischen Vier – hammer
Warren G. – regulate
Die Fantastischen Vier – tag am meer
Goldroger – mk ultra
Goldroger – zauberberg
Goldroger – bemale den mond
OK Kid – bombay calling
OK Kid – ich kann alles
Feine Sahne Fischfilet – ich glaube dir
Feine Sahne Fischfilet – zurück in unserer stadt
Feine Sahne Fischfilet – komplett im arsch
K.I.Z. – amg mercedes
K.I.Z. – hurra die welt geht unter
VSK – keine angst
House of Pain – jump around
Bob Marley – could you be loved
Drake – hotline bling
Disclosure & Eliza Doolittle – you & me
Gorillaz – stylo
U2 – lemon
The Streets – on the edge of a cliff
The Streets – I love you more

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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Adventskalender 2018, Türchen #08: Mogreens & Karl – Czech Mystik

Sorry für das Delay, ich hatte gestern Betriebsweihnachtsfeier, nach der die Nacht dann irgendwie bis in den Morgen in einem Technokeller eskaliert ist, hatte gestern nichts vorbereitet und bin eben erst aus dem Bett gefallen. Das passiert halt schon mal, wenn ich mit Mogreens unterwegs bin – so wie eben letzte Nacht. War geil, liebe Leute.

Mogreens & Karl sind seit jeher für die Musikkuriositäten rund um den Jazz zuständig und spielen Platten, die ich meistens noch nie gehört habe. Das ist geil, weil es meinen musikalischen Horizont erweitert, der beiden beiden verdammt groß ist.

Und so haben sie sich neulich zusammen in einer Hütte in Tschechien hinter die Plattenspieler gestellt und ihre Definition von tschechischer Mystik zur Aufnahme gebracht. Soul, Jazz, Schlakkerbeats, Bass. Was die beiden ausmacht. Der perfekte Begleiter zum heutigen Katerfrühstück, das, ja, ein sehr spätes geworden ist. Aber wie das so ist mit Mogreens, es muss immer alles eskalieren – und dann lassen wir das auch zu. Ha!


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Style: Jazz, Soul, Alles
Length: 02:30:19
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
na

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Adventskalender 2018, Türchen #07: Rudi Stöher – Unser Herbst mit Ines

Ich muss das hier jetzt mal schreiben, weil es einige vielleicht gar nicht wissen. Rudi Stöher, mein mir heute liebster Buddie, ist mir vor 13 Jahren mal als Jugendlicher im dienstlichen Kontext begegnet. Wir sind gemeinsam auf einer Kanu-Biwak-Tour gelandet, die uns durch den urwäldlichen Teil der Oberspree führte. Er als Teilnehmer, ich als Betreuer. Wir mochten uns, konnten auch dann noch über den von uns betriebenem Blödsinn lachen, wenn alle anderen schon ausgestiegen waren. Können wir heute noch. Manche finden uns dann komisch. Wir uns auch, aber anders und natürlich ganz zu Recht. Auf dieser Tour kam es zu im Spaß gemeinten Rangeleien und Rudi wollte mit mir, dem in seinen Augen älteren Herr, ringen. „Kräfte messen“ und so. In dem Zuge rastete mit der Stirn auf einem festgetrampelten Feldweg ein und zog sich eine Gehirnerschütterung zu, was mir furchtbar leid tat. Er hatte sich überschätzt, so wie viele junge Männer das halt mal so machen. Aber wir blieben cool miteinander.

Er kam dann hin und wieder als Gast in den von mir betreuten Jugendclub und entwickelte Gefallen an den Plattenspielern, die dort einen alten Vestax-Mixer rahmten. HipHop-Set Up. Ich hatte einige Platten dort, Techno, alten House, diesdas. Er stellte sich daran, wollte wissen, wie das theoretisch funktioniert und ich versuchte es zu erklären. Dann nahm er sich die Kopfhörer und machte praktisch das, was DJs gemeinhin so machen: er mixte. Und zwar verdammt gut.

Später machte er im Rahmen seiner Ausbildung ein Praktikum bei mir. Wir redeten viel über Musik. Und über Musik und über Musik. Den Rest des Tages spielten wir Billard. Und redeten über noch mehr Musik. Spielten sie so, wie man Musik spielt, wenn man sie leidenschaftlich liebt.

Er war mein einziger Praktikant, der es schaffte, seinen Prüfungstermin zu verbasseln, was dazu führte, dass seine Prüfungskommission in meinem Club stand und er nicht wusste, dass das an diesem Tag sein Termin gewesen wäre. Er war der einzige Praktikant, der es bei seinem damaligen Bildungsträger je schaffte, mit null Punkten durch die Prüfung zu fliegen. Da reden die heute noch drüber, so wir heute noch gerne darüber lachen. Er holte die Prüfung nach und bestand.

Noch später fingen wir dann damit an gemeinsam aufzulegen, was meistens – wenn auch nicht immer – gut klappte. Es gab dann großartige, gemeinsame und einige wenige Gigs, die nicht so gut funktionierten. Weil für die halt jeder mal so seine Gründe hat.

Heute sind wir ein Team. So sehr, dass alles auf dem KFMW steht, immer auch irgendwie mit ihm verbunden ist. Wir lieben es, gemeinsam dem deepen Techno zu fröhnen und diesen mit dem House zu verbinden. Und wir feiern dann gemeinsam jeden Track. Wer uns live erlebt hat, wird das wohl bestätigen können. Wir lieben das wirklich hart.

Und wir bringen uns gegenseitig Musik näher, für die wir vorher mitunter wenig Verständnis hatten. Ich mein, der Tüp kann jeden K.I.Z. Song mitrappen, wobei ich K.I.Z. davor einfach unerträglich fand, was sich seitdem geändert hat. Er hört heute Kettcar, liebt die Scherben und kann sogar Trettmann was abgewinnen, was für ihn mal so gar nicht ging.

Bei elektronischer Musik hingegen waren wir uns immer einig. Auch bei den Downbeats. Da bedarf es keiner Diskussionen. Unsere musikalische Breite passt in seiner Quintessenz wie der sprichwörtliche Arsch auf Eimer. Und genau das zeigt dieser Mix, den ich liebe. Nicht allein der Tracklist wegen, die schon mega ist, wobei er mich dazu brachte, „mega“ in meinen Sprachgebrauch zu übernehmen. Sondern auch deshalb, weil er das Dingen in all seinen Facetten auf Vinyl abliefert. Und dafür liebe ich ihn noch ein wenig mehr. Danke, Diggi. Mega!

Ich weiß, dass der Mix schon ein paar Tage älter ist und um den Moment in dem er entstanden ist. Hat mit dem hier nichts zu tun, ist aber ein ganz großes Thema in seinem Leben. Und das macht das ganze hier noch viel besser.

DJ Koze, Bonobo, Boards Of Canada, St Germain, Massive Attack, Air, Kettcar, Moderat, Robag Wruhme, Stimming, Alessandro Crimi und Erobique. Ich mein, wer bitte packt das alles denn so verdammt cremig in einen Mix? Ich so schreibe so etwas nicht oft, weil es mir nicht zusteht, aber das hier ist Rudi sein Meisterstück. Liebe es. Sehr!


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Style: Liebe, Freiheit, Alles
Length: 02:50:36
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
1. Goldroger – Mk Ultra
2. DJ Koze – Auroville
3. Rival Consoles – Low
4. Bonobo – Migration
5. Boards Of Canada – Satellite Anthem Icarus
6. Torben – Neptunparty (Outro)
7. Cloudchord Feat. Soul Food Horns – H’okay
8. St Germain – Street Scene
9. Massive Attack – Black Milk
10. Air – New Star In The Sky
11. Missincat – Pirates
12. Kettcar – Balu
13. Caribou – Sun
14. Apparat – Black Water (DJ Koze Remix)
15. Moderat – Les Grandes Marches
16. Soap & Skin – Marche Funébre (DJ Koze Remix)
17. The High-on-Wye Quintet – The Haft Jams (pt.1)
18. Black Deer – Pray For Us
19. Robag Wruhme – Wupp Dek
20. Herbert – It’s Only (DJ Koze Mix)
21. DJ Koze – Xtc
22. Stimming feat. Piper Davis – Southern Sun
23. Rampe – Sunday
24. Dirty Döring – Été Pluvieux
25. Steve Bug – Different in Detroit
26. Alessandro Crimi – Bathy
27. youANDme & 6FEET – Grains
28. Robag Wruhme – Draw Halcyon Days
29. Erobique & Robag Wruhme – Hier kommt die Sonne
30. Robag Wruhme – Ende

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Adventskalender 2018, Türchen #06: Zuurb – Laomedeia

Fast schon traditionell steckt im Nikolaustürchen ein Mix von Zuurb, dem Golden Boy des Ambient, der mittlerweile Berlin hinter sich gelassen hat und nach London gegangen ist, was egal ist, denn Musik ist immer international und seine sowieso.

Hier reiht er wieder eine Perle an die andere und bestückt so eine Kette aus Ambient, Pianomelodien und hin und wieder, wie immer bei ihm, tauchen auch ein paar dezente Beatgerüste auf. Wie eine Zugfahrt durch ein Tal, das im Nebel liegt. Lassen wir uns mitnehmen auf eine Reise, die zum Innehalten einlädt, zum Durchatmen und natürlich auch zum Träumen. Auch wenn heute Donnerstag ist. Arbeiten können wir Morgen immer noch. Happy Nikolaus!


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Style: Ambient, Piano
Length: 00:59:13
Quality: 320 kBit/s

Tracklist:
Altrucent – Spark
Serein – Avenoir
Arros – Placate
Michael FK – Ember
Josh Alexander – Elan
Nuages – distant
4th Front – Worlds Apart
Snorri Hallgrímsson – Be Still, My Tongue
Michael Legan – A Momentary Fall
Tristan Eckerson – Sepelo
Ed Carlsen – Bliss
woolookologie – I tried to reach out (with Handbook of Magic)
Snorri Hallgrímsson – Be Still, My Tongue (Slow Meadow Rework)
Christian Löffler – Pigment (Don’t Say Edit)
Ed Carlsen – Otto (Steve Gibbs Remix)

Alle der diesjährigen Kalendermixe finden sich hier. Das Cover-Foto ist von jplenio.

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