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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Krautfinanzierung: 10 Jahre Apfelfront – Das Buch zur Bewegung

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Die Front Deutscher Äpfel feiert im Herbst diesen Jahres ihr 10-jähriges Jubiläum. Aus diesem Grunde wird es in Leipzig eine fulminante Jubiläumsfeierei geben. Aber nicht nur das. So ist ein Buch in Planung, welches den 10-jährigen Weg der Bewegung dokumentieren soll und das alle Interessierten zum satirischen Widerstand befähigen soll.

So ein Buch kostet Geld und deshalb haben die Äpfel auf Startnext ein Crowdfundig-Projekt gestartet. Gebraucht werden 9500 EURO, die wohl auch zu schaffen sein sollten.

Das Buch “Front Deutscher Äpfel – Das Buch zur Bewegung” wird ein dokumentarisches Handbuch sein, in welchem sich mit Insights der Bewegung beschäftigt wird, Praxistipps weitergegeben werden und der Zusammenhang von politischer Satire und subversiver Kunst besprochen wird. Max Upravitelev sammelte Texte von Autoren und Autorinnen wie z.B. Leo Fischer, Martin Sonneborn und Veronika Darian.

Der Fruehwerk Verlag Hildesheim betreut den Prozess und besorgt den Vertrieb. Ein Seminar der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Hildesheim unter Leitung von Prof. Dominika Hasse wird die Gestaltung des Buches übernehmen.

Das Buch ist an Menschen gerichtet, die was gegen Nazis haben, Menschen, die gute Satire schätzen als auch an Leute, bei denen beide Punkte zutreffen. Es ist das ideale Werk für jedes antifaschistische Kaffeekränzchen.

Um dem Buch der Bewegung den Weg in alle deutschen Wohnzimmer zu bahnen, brauchen wir Geld. Und wir brauchen es von Euch! Damit die nötigen 9.500 € +X zusammenkommen, lautet der Befehl vom Führer: Krautfinanzierung! (angelsächsisch: “crowdfunding”) Dir sei’s heilige Pflicht, deinen Beitrag zum Erscheinen dieses großartigen Buches zu leisten! Schneidige Prämien warten zum Dank, sogar Fahnen und Armbinden bringen wir unters liebe Volk. Von 1 – 82.000 Euro bringt euch jede Unterstützung einen Platz im heimeligen Förderkreis der Bewegung. […]”

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Tote Links auf der Million Dollar Homepage

Lange bevor es Crowdfunding im Netz gab, überlegten sich so manche, wie man am einfachsten mit diesem Internet Geld verdienen könnte. Einige gründeten Start Ups, machten was mit eBay oder Amazon. Einem allerdings war das im Jahre 2005 zu viel der Arbeit und so kam Alex Tew auf die Idee die Pixel einer Website für je einen Dollar an jene zu verkaufen, die bereit waren, eben genau jenen Dollar pro Pixel auszugeben. The Million Dollar Homepage. Eine Million der Pixel stellte er dafür zur Verfügung und diese gingen weg wie geschnitten Brot. Nach nicht mal 140 Tagen hatte er tatsächlich eine Million dieser Pixel verscherbelt. Die Aktion erschien damals so absonderlich, dass sämtliche Medien nahezu entgeistert darüber berichteten. Selbst der TÜV Rheinland Pfalz kaufte sich daraufhin ein paar der Pixel, die auch heute noch recht prominent angeordnet sind.

Bei Quartz hat man sich jetzt mal alle dieser Links genauer angeschaut und festgestellt, dass 22% der damals verkauften Pixel heute auf tote Links führen, endend irgendwo im Daten-Nirvana. Macht gemessen an der damaligen Verkaufssumme gut 220.000 Dollar, die sich auf lange Zeit offenbar nicht rentiert haben.

Das Pink steht für die heute toten Links.

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(via BoingBoing)

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Was macht eigentlich der deutsche Gangster-Rap?

Kurzes Update in Sachen Nachwuchs des deutschen Gangster-Raps. Keine Sorge, der wächst und gedeiht. Ganz besonders – wer hätte das gedacht? – im beschaulichen Leipzig. Verhältnisse wie in der Bronx der 70er Jahre. Mindestens!

Joker, Miss Schizu, Hasskranker Psycho hinter mir und MC Knalleffekt sind die „Fakt ist Fakt Crew“ und machen mit „Leipzig ist gefährlich“ klar, wo genau die Gummibärchen auf den Bäumen wachsen. Meidet diese Stadt!


(Direktlink, via Just)

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Die Polizei in Berlin gibt per Twitter bekannt: heute Engpass beim Weed in der Hasenheide

Das die Polizei Berlin mittlerweile einen eigenen Twitter-Account mit mehr oder weniger wichtigen Nachrichten befüllt, ist kein Geheimnis mehr, dass das anfänglich auch gerne mal unter Realsatire verbucht werden konnte, wohl ebenso wenig.

Allerdings hat das mitunter auch praktischen Nachrichtenwert, wie sich heute zeigt. Die Berliner Drogensuchhunde Hexe, Jette, Snoopy & Kessy erschnüffelten heute in der Hasenheide nämlich einige Verstecke mit Gras. Das muss natürlich getwittert werden. Wer also heute am frühen Abend dort noch mal ein Beutel holen wollte, sollte sich womöglich nach einer kurzfristigen Alternative umsehen. Also doch ganz praktisch, dieser Account der Polizei Berlin, weiß man doch so, wo es zu etwaigen Engpässen kommen könnte. Kann natürlich auch sein, dass das nur ein Finte und das Foto eines aus den hauseigenen Archiven ist, aber so genau weiß das schließlich keiner.

(via Stephan Urbach)

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Rechts ist in der Mitte: „Ein Heil ohne Hitler“

Ein hörenswerter wenn auch kurzer Kommentar von Kurt Möller für Deutschlandradio Kultur. Ich hatte hier im Kontext der besorgten Bürger in MaHe mal Ähnliches, wenn auch nicht so auf den Punkt, geschrieben.

[audio:http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/03/27/drk_20140327_0720_4dca2d3b.mp3]
(via Tanith)

Rund ein Fünftel der Deutschen vertritt rechtsextreme Einstellungen. Nahezu genauso viele billigen Gewalt, um sie durchzusetzen. Etwa die Hälfte von ihnen besitzt sogar ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild. Diese fast zehn Prozent sind also sowohl rassistisch, und fremdenfeindlich als auch antisemitisch gestimmt, propagieren autoritäre Führungsstrukturen und verharmlosen zugleich den Nationalsozialismus.

Ein Großteil der Rechtsstehenden fühlt sich selber allerdings keineswegs als Rechtsausleger, sondern in der politischen Mitte beheimatet. Menschen, die sich so positionieren, wollen offenbar ein Heil ohne Hitler. Bei Wahlen fallen sie nicht weiter auf. Denn schon seit Jahrzehnten zeigt sich: Wer rechtsextreme Auffassungen hat, wählt eher selten die NPD oder ähnliche Parteien. Ob man es wahrhaben will oder nicht – empirisch steht fest: Blickt man auf die Wahlbereitschaften, so sympathisiert das rechtsextreme Einstellungslager zu zwei Drittel bis drei Viertel mit den großen Volksparteien: CDU und CSU sowie SPD.

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Paper crafted animation short: From Dad To Son

Eine ganz wunderbare Adaption einer griechischen Fabel, die Äsop wohl schon 600 vor Christus verfasst hat.

Ein junger Mann beobachtet vom Knast aus, dass sein alter Vater daran scheitert, das gemeinsame Feld zu bestellen. Das machten die beiden früher immer gemeinsam. Also versucht der Sohn jetzt dafür zu sorgen, das die Staatsgewalt dem Gevatter ein bisschen unter die Arme greift.

Die Geschichte wird heute als urbaner Mythos gerne mit ein paar Bomben im Vorgarten erzählt, über die ein Sohn seinen Vater am Telefon informiert, während die Polizei, das Gespräch abhört und daraufhin den Garten komplett umgräbt.

Nils Knoblich und Stephan Hanf haben ihren Kurzfilm mittlerweile vor über 100 Jurys und auf Festivals gezeigt, 12 Mal nahmen sie dafür einen Preis in Empfang.


(Direktlink)

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Cinemagramme aus Tschernobyl und Prypjat

Der aus der Werbung kommende Creative Director Christiaan Welzel war im letzten Jahr mit seiner Frau in Tschernobyl und der anliegenden, einst von fast 50000 Menschen bewohnten, Stadt Prypjat unterwegs. Dort hat er über vier Stunden Filmmaterial aufgenommen, welches am Ende als Film geschnitten werden soll. Der Teaser dazu verspricht eine morbide aber ästhetisch höhst interessante Mischung aus Hochglanzfotografie und auf tragische Weise Verrottendem zu werden. Habe ich so noch nicht gesehen.

http://vimeo.com/65220635
(Direktlink, via r0byn)

Der Film braucht wohl noch eine Weile, aber Welzel hat aus seinem Material jetzt eine schon mal eine Cinemagraph-Collection auf imgur geladen. Und auch da trifft optische Klarheit auf Verlassenes, was ganz anders als im Film- oder Mode-Kontext eine ganz eigene ästhetische Tiefe entwickelt.

Diese Cinemagramme charakterisieren sich darüber, dass fast gar nichts zu geschehen scheint. Das dortige Leben scheint auf seinen animierten Loops im wahrsten Sinne still zu stehen. Und dennoch hat die Natur nicht aufgehört, zu atmen. Wenn man ganz genau hinsieht, kann man ihr dabei zusehen. Sehr gelungenes Konzept und eine nicht weniger gute Umsetzung, die zumindest in mir ein echtes Interesse an dem kommenden Film weckt.

Und weil die GIFs zu riesengroß sind, weitere davon nach dem Klick:

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Ein Schiff im Hurricane

[Update] Hier stand erst „Ein Schiff im indischen Ozean auf der Suche nach Malaysia Airlines MH370“, was nicht der Wirklichkeit entspricht. Das Video stammt aus dem Januar 2013 und hat mit der Suchaktion im indischen Ozean nichts zu tun. Krass ist es allerdings trotzdem.

Ich habe keine Ahnung, ob dieses Video tatsächlich authentisch und eine Dokumentation der Suchaktion von dort ist, aber es ist als solches betitelt. Diese Videos von großen Schiffen, die durch noch größere Wellen schippern, gibt es immer wieder mal und man staunt, dass die überhaupt noch mal das Festland erreichen. Das womöglich noch mit sauberem Schlüppa.

Wenn man jetzt aber bedenkt, dass die da tatsächlich noch nach irgendwas suchen, wo doch weit und breit nichts anderes als tobende Wassermassen zu sehen sind, kann man sich kaum vorstellen, dass da überhaupt irgendwas zu finden ist.


(Direktlink, via reddit)

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