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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Kreidemalerei von Kindern ist eine Ordnungswidrigkeit

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(Foto unter CC von die.tine)

„Komm wir malen eine Sonne auf den grauen Pflasterstein
Und wir laden alle Leute aus der Strasse dazu ein
Weil es lustig aussieht kriegt die Sonne einen roten Mund
Und wer will der malt die Strahlen wie ein Regenbogen bunt“

sang Frank Schöbel in den 80ern einst mit und zu den Kindern der anderen, längst vergessenen Republik. Und alle malten.

http://vimeo.com/43592775
(Direktlink)

Das ist lange her, heute ist das mit Kreide auf Plastersteinen Malen eine Ordnungwidrigkeit. So zumindest antwortet das Dezernat Finanzen, Sicherheit und Bürgerservice in Jena auf eine Nachfrage von Mike Niederstraßer für Jenapolis.

“Rein rechtlich gesehen stellt das “Bemalen” der öffentlichen Straßen (auch mit Kreide) eine Verschmutzung im Sinne des § 4 Abs. 1 Nr. a) der Ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Stadt Jena dar und kann auch, wenn der Verantwortliche der Verunreinigung gemäß § 4 Abs. 2 der Verordnung diese nicht unverzüglich beseitigt, als Ordnungswidrigkeit behandelt werden.
Hier wird aber nur das Nichtbeseitigen als Owig behandelt und verfolgt. Im Falle einer Mitteilung an und Zustimmung durch die Ordnungsbehörde, steht einer Straßenmalerei mit Straßenmalkreide nichts im Wege.”

(via StreetArt in Germany)

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Ein Mann bringt einem Straßenmusiker das Geld, was er mit dessen Video eingenommen hat

Rob Chapman ist Gitarrist und YouTuber. Mitte Februar traf er in einer Fußgängerzone in Brighton auf Nelly, der auf der Straße seine Slide-Gitarre spielte. Chapman war so gekickt von dem Sound, dass er ein Video davon machte und dieses in seinen YouTube-Kanal lud. Dort wurde es innerhalb von ein paar Wochen über 100.000 mal angesehen.


(Direktlink)

Chapman verdient mit der auf seinem Kanal verkauften Werbung offenbar ein wenig Geld. Für dieses Video von Nelly kamen in vier Wochen wohl 80,00 £ zusammen. Und da das Video ja die Fähigkeiten von Nelly zeigt, ging Chapman jetzt einfach mit dem für das Video von Nelly eingenommenen Penunzen zu Nelly und überreichte ihm das. Faire und sehr schöne Aktion. Und das ist noch längst nicht alles. Chapman ist bemüht, den berechtigten Fame, den Nelly sich erspielt, auch bei Nelly ankommen zu lassen. Dafür hat Nelly jetzt unter anderem einen eigenen YouTube-Account. Facebook sowieso.


(Direktlink, via True Activist)

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Im Vatikan fehlt Koks

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(Foto unter CC von Lachlan Hardy)

Der Zoll hat bereist im Januar am Flughafen Leipzig-Halle ein Frachtpaket rausgefischt, welches an den Vatikan adressiert war und 340 Gramm Kokain in flüssiger Form – abgepackt in 14 Kondomen enthielt. Es kam aus Südamerika. Der Schwarzmarktwert des Rauschgifts liegt bei gut 40.000 Euro, die womöglich irgendwer vermissen wird. Vermissen wird wohl auch der Vatikan sein Koks, an wen auch immer genau das dort gehen sollte. Koksen in Gottes Namen. Auch nicht schlecht.

Das Bundesfinanzministerium bestätigte den Bericht. „Die dort genannten Tatsachen sind zutreffend“, sagte ein Sprecher auf dpa-Anfrage. Das Hauptzollamt Dresden habe das Ministerium über den Vorgang informiert.

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Einmal Casting-Show und zurück: Gregory Is A Dancer

Das geht raus an alle Alexander Klaws‘, alle Brosis‘, alle Mark Medlocks, Luca Hännis, Edita Abdieskis, Ivy Quainoos (Ich musste die alle erstmal googeln) und wie die noch alle heißen, deren Namen selbst jene nach spätestens einem Jahr wieder vergessen haben, die 12 Monate vorher noch Geld dafür ausgaben, diese Leute zu irgendwelchen „Stars“ zu „voten“. Ihr seid alle ein wenig Gregory. Ja.

The life to death story of a compulsive dancer who is born into poverty, sucked up by the fame machine and spat out the other end.

„Fame machine“ ist besonders schön.


(Direktlink)

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Fremdenfeinde planen „Flashmob gegen Überfremdung“ in Lauchhammer

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Auf Twitter kursiert seit heute ein Aufruf zu einem Flashmob, der die Teilnehmer mobilisieren will, sich für diesen „gegen Überfremdung“ zu treffen. Stattfinden soll dieser Flashmob im März im brandenburgischen Lauchhammer, wo die „Überfremdung“ wahrscheinlich ungeahnte Ausmaße anzunehmen droht. Ein genaues Datum gibt es öffentlich nicht, dafür aber eine Zeit. 15:00 Uhr. Weitere Infos kann man sich über einen anonymisierenden Mailhoster zukommen lassen. Es ist davon auszugehen, dass nach dieser Veranstaltung Videos als Propaganda im Netz auftauchen werden, ähnlich wie das bei diesen gruseligen Fackelaufläufen der Fall ist. Der Subtext hier allerdings ist nicht primär gruselig sondern erschreckend, symbolisiert er doch, dass Fremdenfeindlichkeit auch mit Spaß ausgelebt werden kann. In Form eines Flashmobs nämlich, was es dann doch wieder ziemlich gruselig macht. Arschlöcher!

Überraschend ist, dass sie das Wort „Flashmob“ nicht, wie aus dieser politischen Ecke ja gewöhnt, eingedeutscht haben. In „blitzende, aufgewiegelte Volksmenge“ oder Ähnlichem.

Alleine das irgendwelche Knetbirnen die ursprünglich gänzlich unpolitischen Flashmobs als Happenings für ihre Fremdenfeindlichkeit missbrauchen wollen, ist ekelhaft genug, dass sie das unter dem Namen „Deutsche Landjugend“ tun, ist für andere mehr als ungünstig. Die Deutsche Landjugend nämlich gibt es als Verband tatsächlich. Dieser wurde 1949 als selbstständige Jugendorganisation des Deutschen Bauernverbandes gegründet. „Er hat das Ziel, die Lebenssituation Jugendlicher, die auf dem Lande leben, zu verbessern. Zum Programm gehören auch Angebote zur beruflichen, politischen und kulturellen Weiterbildung“. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die über die missbräuchliche Nutzung ihrer Namens glücklich sein werden.

[Update] Carina Gräschke von der eigentlichen Deutschen Landjugend schrieb mir vorhin eine Mail und ist stinkesauer, dass derartige Knetbirnen den Namen ihres Verbandes missbrauchen, um Fremdenhass als Spaßveranstaltung zu feiern. Genau das dachte ich ja oben schon an. Sie distanziert sich im Namen der eigentlichen Landjugend und verdeutlicht, dass ihr Verband sich unter anderem gegen nationalistische Spinner stark macht. Sie schreibt:

Wir engagieren uns gegen Rechtsextremismus, haben ein Buch zu Rechtsextremismus in den ländlichen Räumen „Da wächst nicht einfach Gras drüber“ herausgegeben.

Dieser Aufruf steht im eklatanten Widerspruch zu unserem Verbandszielen. Wir möchten weder in diesem Zusammenhang erwähnt, noch gesehen werden.

Ich hätte den Verband natürlich nicht erwähnt, wenn nicht andere, aus der Anonymität heraus Agierende, den Namen für derartige Zwecke gekapert hätten und bin gespannt, wie der tatsächliche Verband damit umgehen wird.

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Wie der ukrainische TV-Direktor heute „entlassen“ wurde

Igor Miroschnitschenko, Mitglied der mindestens rechtsradikalen Partei „Swoboda“ und seit neustem auch Mitglied des ukrainischen Parlamentsausschusses für Pressefreiheit lief heute in Türsteher-Manier mit einigen seiner Kumpels bei Alexander Pantelejmonow, dem Direktor des ukrainischen Staatfernsehens, auf und nötigte ihn mit offensiv körperlichem Einsatz zum Rücktritt. Das wohl, weil Pantelejmonow diese Rede von Kreml-Chef Wladimir Putin hat ausstrahlen lassen. Das wäre nicht nationalistisch genug für seine und die Verhältnisse seiner Partei, der Swoboda. Aus Sicht Miroschnitschenkos war das die Verbreitung russischer Propaganda. Der Senderchef unterzeichnete daraufhin sichtlich eingeschüchtert seine Rücktrittserklärung.

Na da hat die EU und vorneweg unsere Schwarz-Rote Koalition ja astreine Demokraten in das ukrainische Parlament gehievt. Dass die Nationalen, wenn nicht gar die ganz Rechtsextremen da mitmischen, dürfte ihr zumindest nicht unbekannt gewesen sein, aber offenbar wollte man da nicht zum Spielverderber werden. Nun sanktioniert man Russland. Was für ein politisches Theater, dem wir hier beiwohnen. Fast schon eine Farce, die es in der Summe locker noch werden kann.


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Warum das Moderieren der Kommentare sich jeden Tag richtig anfühlt

Im Spätsommer letzten Jahres kündigte ich hier an, das mit den Kommentaren anders handhaben zu wollen, was ich seit dem tatsächlich so mache. Alle, die hier vorher nicht kommentiert hatten, müssen seit dem erst mal durch die Moderation. Dabei bin ich immer noch ziemlich schmerzfrei, glaube ich. Auch deshalb stehen hier immer noch Dinge in den Kommentaren, die ich hier so eigentlich nicht haben möchte. Aber der Meinungsfreiheit und so geschuldet lass ich die dann doch durchgehen. Kann ich vertreten, auch wenn das nicht immer leicht fällt. Es gibt allerdings so Tage, in denen ich dann aber doch schon mal lieber alle Kommentare durch die Moderation laufen lasse. Tage wie dem heutigen zum Beispiel, an dem ich die „Äpfel für Deutschland“ und „Frei.Wild“ im Blog habe. Das weiß ich, was kommen wird, und dabei bleibt natürlich so einiges hängen.

Seitdem haben sich die Knetbirnen-Kommentare tatsächlich immens verringert. Dass ich die dafür dann auf Facebook habe – geschenkt. Aber hin und wieder versuchen es manche dann hier doch. Sie tippeln ihren Müll in das Kommentarfeld und merken erst nach dem Absenden, dass der hier wohl nie kommen wird. Habe ich aktuell 2-3 Mal täglich, gebe ich nicht viel drauf.

Aber: wenn mich jemand, wie heute, als „Linksgrüner“ beleidigt, kann ich das auch schon mal ausbreiten. Und dann denke ich so, „Ja, Du Pfeife, ich habe heute leider keinen Kommentar für dich.“ Nur um das mal zu veranschaulichen.

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Angedacht hatte sich der/die jenige diesen vielaussagenden Kommentar unter dem Beitrag für die Äpfel für Deutschland. Passender könnte es kaum sein.

Man mag das als dünnhäutig empfinden, aber „Linksgrüner“(!) Soweit kommt es noch!

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Wo auf der Welt die Menschen wohl am zufriedensten sind

Kleine Statistikauswertung von Quartz, die einen Überblick zu geben versucht, wie sehr die Menschen in allen Ecken der Erde wohl am zufriedensten mit ihren allgemeinen Lebensumständen sind. Dazu zählen Vertrauen in die jeweilige Regierung, Lebenserwartung, Sicherheitsgefühl, Verhochzeitung, was Griechenland in allen bewegt hat und so was alles. Als Quelle für ihre Zahlen gibt Quartz „Gallup World Poll | OECD“ an, was ich jetzt nicht überprüft habe, dem aber gerade trotzdem mal Glauben schenke.

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(via this isn’t happiness)

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Kinder in Tüten über den Fluss ziehen

Ich habe keine Ahnung, worum genau es in diesem Videobeitrag, der offenbar Inhalt einer Fernsehsendung war, geht. Mein Vietnamesisch ist furchtbar eingerostet war nie vorhanden. Scheinbar aber hat es die Brücke über diesem Fluss in Vietnam zerlegt und die Menschen mussten sich irgend etwas einfallen lassen, wie sie trotzdem halbwegs trocken über das nicht strömungslose Wasser kommen können.

Das hier ist keine nachmittägliche Spaßaktion, die Langeweile vertreiben soll, sondern sie ist offenbar tatsächlich aus reiner Not entstanden und dafür so traurig wie beeindruckend umgesetzt. Bleibt zu hoffen, dass keiner derer, die zu entscheiden haben, wann diese Brücke wieder in Betrieb gehen wird, nach diesem Video der Meinung sind, dass es ja auch ohne Brücke irgendwie funktioniert und die Dringlichkeit deshalb als eher gering einzustufen wäre. Politiker entscheiden ja ganz gerne mal so.


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Frei.Wild beim Echo: Jennifer Rostock rufen zu Boykott auf

Ich bin etwas erstaunt, dass nach dem Riesentheater um die Echo-Nomminierung von Frei.Wild im letzten Jahr, es in diesem so scheint, als wäre das für alle Beteiligten irgendwie okay und man irgendwie auch hofft, dass die Leute sich daran gewöhnen würden, was sie sicher ja auch tun. Drohten Bands wie MIA und Kraftklub im letzten Jahr noch damit, dieser Veranstaltung nicht beizuwohnen, sollten Frei.Wild tatsächlich eingeladen werden, geschieht in diesem Jahr genau gar nichts in diese Richtung. Für alle Nominierten scheint es klar zu gehen zu gehen, sich die Liste der Auszuzeichnenden mit den Patrioten-Rockern aus Südtirol zu teilen. Frei.Wild wurde im letzten Jahr dann wieder ausgeladen.

In diesem Jahr nun „hatten die Veranstalter einen Beirat gegründet. Das unabhängig besetzte Gremium soll künftig in Zweifelsfällen bei der Nominierung beziehungsweise Auszeichnung von Künstlern eingeschaltet werden.

In seiner ersten Entscheidung war der Beirat im Februar zu dem Schluss gekommen, das aktuelle Frei.Wild-Album „Still“ solle nicht von einer Nominierung ausgeschlossen werden, da „hier insgesamt die Grenze vom künstlerisch Vertretbaren zum gesellschaftlich völlig Unvertretbarem nicht überschritten sei“. (SZ) Damit hat man sich auch recht einfach aus der Verantwortung zu nehmen versucht. Nun sollte alles ruhig und gesittet ablaufen, Frei.Wild darf kommen.

Einigen allerdings ist das nicht ganz recht und so ruft Christoph Deckert, Basser von Jennifer Rostock, auf Facebook zu einem Boykott der Veranstaltung auf:

Vorsicht: Lang! Und: kein Hoeneß! Aber: Echo! Und: Frei.wild! Da steht ihr doch auch ein bisserl drauf!

Verehrte Musikanten und Musikantenwirtschaftende.

Was ist 2014 los mit euch?

Der Echo steht auf der Türschwelle und nahezu NIEMAND hat sich bis dato zu der Thematik geäußert, die noch letztes Jahr für einen Riesen#aufschrei sorgte. Weder Künstler noch Industrielle. Ja, es geht natürlich um die Nominierung unserer allseits beliebten blut- und bodenneutralen tiroler Partisanenkapelle.

Es ist mir bewusst, dass der Echo stumpfen und damit quasi wertneutralen Regularien gehorcht. Du verkaufst, du bist nominiert. Dementsprechend gewinnt im Normalfall die konsenstauglichste Belanglosigkeit. Wobei ich es generell für schlechtweg dumm halte, Verkaufszahlen als Maßstab zur qualitativen Bewertung von Musik heranzuziehen. Diese Praxis sollte dringend überdacht werden, damit „Deutschlands wichtigster Musikpreis“ tatsächlich irgendwann mal so etwas künstlerische Authentizität erlangen kann. Vielleicht könnte 2015 ein weiterer hochproduktiver Rat zu dieser Thematik tagen. Höhö. Ich schweife ab, zurück zum Thema: denn wie schon letztes Jahr gibt es auch 2014 eine Abweichung von Normalfall, nämlich Frei.wild. Das Argument, die Band käme aus Norditalien und sie in einer „nationalen“ Kategorie untergebracht zählt leider nicht, diverse Mitglieder sind wohl mittlerweile in Deutschland gemeldet. Also bleibt einem als logische Konsequenz nur der aus dem letzten Jahr antrainierte Usus: Man geht einfach nicht hin!

Wir, Jennifer Rostock, halten es für ausgeschlossen, einer Veranstaltung beizuwohnen, in der eine Band nominiert ist, die im letzten Jahr aus gutem Grunde ausgeschlossen wurde. Und zusätzlich den Preis verhöhnte, indem sie ihre -berechtigte- Absage zur Eigen-PR ausnutzte und es sich daraufhin in der ihr allseits beliebten Opfernische bequem machte. Es ist uns nicht nachvollziehbar, wie nach dem allgemeinen Aufruhr, der letztes Jahr im Zuge der Nominierung von Frei.wild herrschte, eine erneute Ernennung überhaupt in Betracht gezogen werden konnte.

Ist es euch das wert, euch stundenlang von einer schmierigen Laudatio zur nächsten zu quälen in der Hoffnung, dass euch die Kamera kurz beim Applaudieren einfängt? Das bisschen Aufmerksamkeit? Oder sind es Freigetränke? Oder weil eure „Freunde“ auch alle hingehen? Zeigt doch lieber Haltung! Nehmt der Veranstaltung ihre Relevanz! GEHT NICHT HIN!

Wir jedenfalls möchten in keiner medialen Berichterstattung rund um die Preisverleihung „auf Augenhöhe“ mit dieser Band erscheinen, nicht in die selben Kameras grinsen müssen und neutrale Miene zum bösen Spiel machen. Jeder andere Musiker sollte sich das ebenfalls ganz dringend durch den Kopf gehen lassen. Wir tolerieren nicht, dass diese Form von reaktionärer Nationaltümelei als ganz selbstverständlich in der Mitte der Gesellschaft akzeptiert wird.

Schade um den Freifusel auf der Party, aber ich wünsche allen anderen Beteiligten viel Spaß, ein dickes Fell oder einen Eingebung der Vernunft.

Shalömchen,

Christough // Jennifer Rostock

Gut, dass es manche ganz so still und leise dann doch nicht hinnehmen möchten. Ja.

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