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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Ein Film über den 93 Jahre alten Einsiedler Jack

Jack Englisch ist 93 Jahre alt und wohnt ziemlich isoliert in einer Hütte in der kalifornischen Ventana Wilderness. Er kaufte dort vor Jahren ein Gehöft, auf dem er mit allem, was die holzige Natur so herzugeben bereit war eine Hütte baute. Als seine Frau 2001 starb, entschloss er sich dazu, die Gesellschaft weitestgehend hinter sich zu lassen und fortan in jener Hütte zu leben. Es ist nicht so, dass er Menschen nicht mögen würde, sagt er, er mag nur keine Schwärme von denen. Ich versteh‘ das.

http://vimeo.com/76364379
(Direktlink, via Cabin Porn)

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21.12.: Bundesweite Demo für die Rote Flora in Hamburg

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Aufgrund neuerlicher Bestrebungen, die Rote Flora in Hamburg zu räumen, wurde auf der gestrigen Vollversammlung der Roten Flora eine bundesweite Demo am 21. Dezember 2013 beschlossen:

Mit der Demonstration wollen wir den besetzten, unverträglichen Charakter der Roten Flora deutlich machen, dass mit massivem Widerstand zu rechnen ist, sollte das Projekt angegriffen werden. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in den aktuellen Kämpfen, die sich zwischen Schanzenviertel und St. Pauli als Ort mit Austrahlungskraft und Widerstanderfahrung überkreuzen: Erhalt der Esso-Häuser, das Bleiberecht der Flüchtlinge und die radikale Kritik an Repression und Gefahrengebieten.

Die Demo braucht eure Unterstützung: Beteiligt euch an der Vorbereitung und Mobilisierung und kommt nach Hamburg.

Demnächst mehr Infos und Kontakt über flora-bleibt@nadir.org

(via Just)

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Laut eines aktuellen Berichts vom Roten Kreuz können sich 43 Millionen Europäer kein Essen leisten

Letztens, kurz vor den Wahlen, sah ich so eine Sendung im Fernsehen. Es ging in dieser darum, ob man lieber Merkel oder Steinbrück wählen sollte, was am Ende total egal war.

Was mich wirklich mitnahm, war die Tatsache, dass da irgend so ein Wahlkampf-Kasper der CDU ernsthaft monierte, dass das Problem der Armut in Deutschland nicht eines der real existierenden Armut wäre, sondern einzig einer der Definition von Armut, die dazu führt, wer hier wann als „arm“ eingestuft wird. Und „so schlimm ginge es den Armen hier ja schließlich nicht“. That’s it. „Wir haben keine Armut, wir haben nur eine Definition, die so tut, als würden Menschen hier in Armut leben müssen.“ meinte der, sinngemäß.

Nach einem aktuellen Bericht des Roten Kreuzes haben derweil 43 Millionen Europäer nicht die Möglichkeit, sich aus eigenen Mitteln mit Lebensmitteln zu versorgen, sie sind dafür laut der Studie auf Suppenküchen und Spenden angewiesen. 120 Millionen Europäer sind nach dieser armutsgefährdet.

„Europa ist mit der schlimmsten humanitären Krise seit sechs Jahrzehnten konfrontiert“, sagte IFRC-Generalsekretär Bekele Geleta. Ungeachtet der wirtschaftlichen Erholung in einigen wenigen Ländern Europas lebten in anderen Teilen des Kontinents Millionen Menschen wegen der Folgen der Finanzkrise in Armut.

[…]

Laut französischem Roten Kreuz konnten sich Dreiviertel der Hilfsempfänger ohne Suppenküche und Lebensmittelspenden die Miete für ihre Wohnung nicht leisten. Insgesamt wurden 52 Staaten in der Studie untersucht, die auf Zahlen des Statistischen Amtes der Europäischen Union basieren.

Laut diesem CDU-Kasper, der wohl auch den Wahlkampf seiner Partei im Jahr 2013 koordinierte und dessen Namen mir gerade nicht einfallen will, hat Deutschland kein Problem mit Armut, sondern nur eines mit der Definition der selbigen. Ein Schelm, der davon ausgeht, dass andere europäische Regierungen ähnlich gedanklich verquer auf diese Zahlen reagieren.

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Doku: Festung Europa

Unser Innenminister sprach heute über Menschen, die wegen Krieg, Folter, Hunger, Armut und sonstigen unmenschlichen Verhältnissen Zuflucht in Europa suchen über Freizügigkeitsmissbrauchende. Dabei hat unser Innenminister derartige „Probleme“ primär gar nicht, weil diese eher an den europäischen Grenzen am Mittelmeer in Italien oder Griechenland passieren. Und er meint, dass die dort gar nicht „effizient“ genug arbeiten. Er meint wohl auch, dass es richtig wäre, es eine „Tragödie“ zu nennen, wenn Menschen obhin auch seiner Verantwortung wegen im Mittelmeer ertrinken. Aktuell mal wieder um die 200. Das ficht ihn nicht an. Er will sie hier nicht haben. Er will sich dafür auch gar nicht in die Verantwortung nehmen lassen. Solange Menschen dort sterben, wo seine Verfügungsgewalt nichts zählt, ist ihm das wohl recht. „Hauptsache, die kommen hier nicht an. Soll das doch Italien, oder Griechenland klären. Bis dahin helfen wir. Auch gerne mit militärischen Mitteln. Nur lasst die hier nicht her“, scheint er zu denken und sagen zu wollen.

Ich twitterte darauf hin:

Und ich sehe das tatsächlich so. Ein tolle politische „Mitte“ haben wir da hier und in Europa. In einem Europa, das Menschen in seinem geographischen Süden lieber ersaufen lässt, als ihnen Zuflucht zu gewähren. Ganz unabhängig davon, was internationales Recht für richtig erklärt. Aber was zählt das schon, wenn es darum geht, das geordnete, saubere Leben, der einen hier Wählenden, weiterhin problemfrei zu halten.


(Direktlink)

Die Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen, kurz Frontex genannt, unterstützt die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bei der Überwachung, Kontrolle und Sicherung ihrer Außengrenzen. Dazu zählen auch Einsätze gegen Flüchtlinge nach Europa und die Rückführung von Personen aus Drittstaaten. Das Frontex -Einsatzgebiet reicht vom Seegebiet vor der senegalesischen Küste bis zur Ukraine.

Die Agentur soll helfen, die Außengrenzen der EU so undurchlässig wie möglich zu machen, zum Beispiel im Evrostal an der griechisch-türkischen Grenze. Hier patrouillieren Beamte aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden oder Rumänien im Rahmen der Frontex-Operation „Poseidon“. Sie unterstützen ihre griechischen Kollegen beim Aufspüren und der Festnahme von illegalen Flüchtlingen. Die Flüchtlinge werden in grenznahen Aufnahmecamps erkennungsdienstlich behandelt und manchmal Monate lang dort festgehalten. Die Situation in den Camps ist nach Auskunft von Flüchtlingsorganisationen wie Human Rights Watch oder Pro Asyl katastrophal und mit fundamentalen Menschenrechtsstandards unvereinbar. Im Frontex-Hauptquartier in Warschau hält man die Kritik jedoch für überzogen und sieht keinen Anlass, den Einsatz zu überdenken.

Der Filmemacher Michael Richter hat Polizisten bei Frontex-Einsätzen in Griechenland und im Mittelmeer beobachtet und die Einsatz-Zentralen in Warschau und Madrid besucht. Er traf illegale Flüchtlinge, die in Athen untergetaucht sind und sich vor der Verfolgung durch rechtsradikale Milizen genauso wie vor den Razzien der Polizei fürchten. Bootsflüchtlinge aus Somalia berichten, wie sie in Zusammenarbeit von tunesischer und italienischer Küstenwache daran gehindert wurden, nach Europa zu kommen, und jetzt ohne jede Perspektive im tunesischen Flüchtlingslager Choucha untergebracht sind. Was geschieht an den Außengrenzen Europas? Und welche Rolle spielt die Grenzschutzagentur Frontex?

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