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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Doku über Nazis in Californien: Louis Theroux – The Nazis

Keine Ahnung, warum ich mir hier heute einen Abend auf englisch gebe, aber vermutlich liegt es an den Inhalten. Ganz sicher sogar liegt es an diesen.

Louis Theroux ist Journalist, neben der britischen Staatsbürgerschaft besitzt er auch die amerikanische. Für die BBC produzierte er Ende des letzten Jahrtausends die Dokumentationsreihe Louis Theroux’s Weird Weekends. Dafür lebte er sich in verschiedene amerikanische Subkulturen ein, um eben so nahe wie möglich über diese berichten zu können. Eine dieser Subkulturen war damals die der in Californien aktiven Nazis.

Er geht da ziemlich locker auf diese Wichser zu und bekommt die soweit, dass die so ziemlich alles an Gedankenkotze vor laufender Kamera rauslassen. Dabei allerdings ist er trotz allem offensiv hinterfragend und macht aus seinem Unverständnis für derartig menschenverachtende Ideologien keinen Hehl. Als er sagt, dass er kein Rassist sei und das er finde, das es falsch sei ein Rassist zu sein, verstummt das Lachen der Idioten. Krasser Job, den der da macht.

Was auch deutlich wird, diese Tüpen da nehmen diesen ganzen Bullshit noch mit einer ordentlichen Ladung Humor, die mich hier fast kotzen lässt. Ambivalentes Ding, dass das so hier in der BRD so niemals nicht so aufgenommen werden könnte. Übler Shice. Wirklich. Und ein bisschen bin ich trotzdem sehr froh, dass es darüber eigentlich so gar nichts zu lachen gibt. Wichser.

Die Zwillinge sind übrigens wirklich die Prussian Blues, die erst wegen dem jungen, besungenen Rassismus und später dann wegen der durchs Kiffen bekanntgewordenen Läuterung durch die Medien gingen. Guter Job, Louis.

(Direktlink, via Mo)

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Wenn eine Ölbohrung schief geht

Ich sah dieses Video heute morgen gänzlich. Das mache ich nicht immer. Aber: ich bekomme das nicht aus dem Kopf, auch wenn ich vermute, dass das irgendein Viral für irgendwen ist – vielleicht aber auch nicht und es zeigt einfach nur den Ablauf einer versuchten Ölbohrung, die völlig in die Hose geht. Das Teil hat durchaus Spielfilm-Qualitäten auf „Mobil-Niveau“. „Mobil“ weil bei uns mit unseren smarten Phones unterwegs am besten immer alles schnell gehen muss und hoffentlich nicht zuviel Datenvolumen des monatlichen Tarifs frisst. Ihr kennt das.

Und da haben wir nun eben eine Kamera, ein paar völlig überforderte Ölförderungsmitarbeiter (die wahrscheinlich diese Montage-Anschaffung durchziehen), jede Menge Tiefbohrtechnik (die auch nicht so will, wie sie eigentlich soll), eine wohl durchaus notwendige Flucht, eine zweite Kamera, die die ganze Angelegenheit mit Abstand filmt, einen Funken, eine Feuerfontäne aus brennendem Öl. Einen Krimi, den man besser nicht dramaturgiesieren könnte. Wie ein Spielfilm. In nicht mal sieben Minuten. „Mobil“ und so. Ich gucke es noch mal.


(Direktlink)

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Der neue DJ-Tarif der GEMA ist beschlossene Sache

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Der in letzter Zeit häufig diskutierte und dennoch nicht ernst genommene neue Tarif für DJs mit dem Klarnamen Tarif VR-Ö ist also beschlossen und hinterlässt mindestens so viele Fragezeichen in meinem Gesicht, wie schon die im Vorfeld laufende Debatte. Um genau zu sein in Form von zwei Fragezeichen, die sich um ein Ausrufezeichen gesellen und denen ein wtf und Capslock vorangeht; WTF?!? also.

Kurz bedeutet das also: man zahlt 13 Cent zahlt pro File ergo pro Track das/den man für eine Veranstaltung kopiert hat. Egal, ob man diesen dann dort spielt oder nicht. Man zahlt für das Kopieren desselbigen und die darauf folgende Mitnahme.

Weil die GEMA natürlich auch gerne rückwirkend kopierte Musik bezahlt haben will, die man schon vor dem 01.04 irgendwie irgendwann mal kopiert hatte, zahlt man dafür 125 Euro. Ein Schnäpper! Backups kosten dann aber jedes Mal wieder 125 Euro (oder 13 Cent pro Stück).

Die De:Bug listet dankbarer Weise mal auf, was das denn nun für den DJ im Konkreten bedeutet und zeigt auch auf, was für Konsequenten jeder für sich daraus ziehen könnte.

Gibt’s Laptop-Kontrolle?
Nur wenn man der GEMA ein vertragliches Kontrollrecht eingeräumt hat. Wer sollte das tun? Wie soll das gehen? Bislang keine Antworten auf diese Frage, wir vermuten aber, wenn man Kunde beider GEMA als DJ wird, dann kommt da so ein Vertrag mit, mit dem man in so etwas einwilligt.

Etwa einen DJ-Führerschein?
Die GEMA prüft tatsächlich gerade ob sie so etwas macht. Das nennt sich dann Zertifikat und man kann es seinen Kunden zeigen, damit die wissen, dass man noch ganz legal auflegt.

Soll man sich der GEMA anmelden?
Ja soll man. Dann wird man GEMA Kunde und nur dann lässt sich da überhaupt etwas zahlen. Genaueres steht in den Sternen.

Wie findet man heraus welches Stück bei der GEMA ist?
Nicht über die GEMA Datenbank online scheinbar, denn die sagt nach eigener Aussage des FAQs “nichts über den Schutz des angezeigten Werkes aus”. Man darf sich aber gerne bei der GEMA melden. Und ich werde das auch gleich tun, mit einer Liste die beispielsweise eine TB-Platte voller Musik wiedergibt, sagen wir mal so 150.000 Stücke. Bin gespannt wann die Antwort kommt, kann mich ja dann immer noch entschliessen, die nicht zum Auflegen zu nehmen.

Darf man Playlisten, damit die Künstler die man gut findet was von diesem Geld haben das man zahlt?
Nö.

Aber ich will meine Playliste abgeben!!!
Nehmen sie nicht, wirklich nicht. Man darf immer nur melden wie viele Tracks man zum Spielen kopiert hat.

Ich spiel nur meine eigenen Tracks!
Egal. Wenn du bei der GEMA bist, musst du trotzdem dafür zahlen. Bekommst aber vermutlich das Geld über die GEMA-Einnahmen nicht wieder, weil du keine Playlisten abgeben darfst.

[…]

Laptop kaputt?
125 Euro fällig.

Festplatte kaputt?
125 Euro fällig.

USB-Stick kaputt?
125 Euro fällig.

Mist, schon wieder kaputt?
125 Euro fällig.

Hätte ich mehr als zwei Hände, würde ich mir auch mit denen noch jetzt immer im Wechsel auf die Stirn klatschen. Und das wirklich Traurigste an der ganzen Angelegenheit: die GEMA meint das tatsächlich ernst. Man könnte fast drüber lachen, wenn… Ich lache trotzdem. Ehrlich. Weil man das gar nicht anders aushalten kann.

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Musik- und Videokünstler Pogo für 10 Jahre aus den USA verbannt

Der Australier Nick Bertke, der als Pogo Musik aus Video-Samples schneidet und dadurch mehr als nur eine Internetberühmheit wurde jetzt für 10 Jahre aus den USA ausgewiesen. Schuld daran war wohl ein Visa, mit dem er sich zwar in den USA aufhalten, mit dem er nicht dort arbeiten darf. Und als tourender Musiker arbeitet man natürlich.

The Department Of Homeland Security has banned me from entering the USA for a period of 10 years. I was on my second tour playing live across North America, and as the agency managing my tour never even mentioned visas, I proceeded with the same Visa Waiver I had used for previous trips to the USA. The moment they heard of my arrest, the agency removed me from their client list and refused to communicate. I’ve made this video to give everyone the full story.


(Direktlink, via reddit)

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Anti-Abmahn-Gesetz beschlossen

Gestern wurde vom Bundeskabinett das sogenannte Anti-Abzock-Gesetz beschlossen, welches dazu dienen soll, „gegen unseriöse Geschäftsmethoden beim Inkasso, gegen überzogene urheberrechtliche Abmahnungen, gegen unlautere Telefonwerbung sowie missbräuchliches Verhalten von Unternehmen im Wettbewerb geschützt zu werden.“ Kann man hier ja mal zum Thema machen. Besonders interessant ist folgender Absatz, der sich auf Abmahnungen im Falle von etwaigen Urheberrechtsverletzungen bezieht. Man achte auf den letzten Satz. Hier hier komplette Pressemitteilung des Bundesministeriums für Justiz.

Das neue Gesetz wird Verbraucher vor überhöhten Abmahngebühren bei Urheberrechtsverletzungen schützen. Dazu werden vor allem die Abmahngebühren für Anwälte gesenkt und damit die Kosten für die viele Hundert Euro teuren Anwaltsschreiben insgesamt „gedeckelt“. Das Gesetz soll verhindern, dass sich Kanzleien ein Geschäftsmodell auf überzogene Massenabmahnungen bei Bagatellversstößen gegen das Urheberrecht aufbauen. Deshalb sollen die Kosten für die erste Abmahnung an einen privaten Nutzer fortan regelmäßig auf 155,30 Euro gedeckelt werden. Wir müssen im Interesse von Verbrauchern und Kreativen die seriösen Abmahnungen vor dem Verruf schützen, in den sie immer wieder gebracht werden. Massenabmahnungen von Bagatellverstößen gegen das Urheberrecht lohnen sich künftig nicht mehr. Wir haben eine Regelung gefunden, die eine Abmahnung im Grundsatz vergünstigt, nur ausnahmsweise sind volle Gebühren fällig – das war vorher andersherum. Das geltende Urheberrecht hat seine Wirkung verfehlt!

Klingt erstmal total super, doch auch da wird es immer noch verschiedene Interpretationsmöglichkeiten geben, die im Zweifel dann wieder Richter zu klären haben, denn die angedachten Regelungen sind – wie so oft – leider nicht ganz eindeutig. SpOn schreibt: „Der Streitwert wird bei bestimmten Fällen auf 1000 Euro beschränkt, so dass der abmahnende Anwalt nur etwa 150 Euro Gebühren geltend machen darf. So soll verhindert werden, dass etwa ein Teenager, der in einer Tauschbörse einen Film oder eine Musikdatei herunter- (und dabei gleichzeitig auch hoch-)geladen hat, gleich 1000 Euro oder mehr an die abmahnende Kanzlei zahlen soll.“ Was genau jetzt „bestimmte Fälle sind“, lässt sich daraus nicht entnehmen. Auch wäre es zu einfach, wenn jetzt jeder private Internetnutzer um eine Rechtssicherheit wüsste, diese nämlich gibt es nicht: das Gesetz deckelt nicht umfassend und immer die Abmahnkosten für alle privaten Urheberrechtsfälle. „Es gibt eine Öffnungsklausel, manchmal darf es eben doch mehr kosten und wann genau, werden Gerichte interpretieren müssen. Die Streitwertobergrenze soll in bestimmten Fällen allerdings nicht gelten.“

Es wäre ja auch zu schön und vor allem viel zu einfach gewesen, das nachhaltig und vor allem für jedermann nachvollziehbar zu gestalten. Wo würden wir da denn auch hinkommen? Ein Schritt in die richtige Richtung allerdings ist es dennoch.

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Eine Waschmaschine tanzt den Autechre

Wenn es irgendwas gibt, was auch nur annähernd wie ein Arsch auf den sprichwörtlichen Eimer passt, dann ist es das hier. Eine Waschmaschine tanzt den Autechre. Guten Abend.

Ich habe mir das jetzt 20 Minuten hintereinander angesehen. Musikalische Dekonstruktion trifft auf mechanische Dekonstruktion. Das ist schlicht genial.


(Direktlink, via Interweb3000)

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Doku über Hip Hop und Breakdance in Uganda: Bouncing Cats

Uganda, ein von Krisen geschütteltes, von Unruhen und Massakern gequältes Land, hat natürlich auch andere Seiten. Im Jahr startete dort das Breakdance Project Uganda und fokussierte Energien junger Menschen auf Breakdance und HipHop. Nabil Elderkin machte mit Bouncing Cats darüber diese Doku, die mehrfach ganz zu recht ausgezeichnet wurde. Jetzt hat er sie komplett auf Vimeo geladen.



Uganda has been called one of the worst places on earth to be a child. In the South, children face the threat of poverty and disease. In the North, these threats are enflamed by brutal, mindless war inflicted by the Lord’s Resistance Army (L.R.A.) that has divided families, displaced millions and led to the abduction and mutilation of tens of thousands of children resulting in the deterioration of identity and culture.

Bouncing Cats is the inspiring story of one man’s attempt to create a better life for the children of Uganda using the unlikely tool of hip-hop with a focus on b-boy culture and breakdance. In 2006, Abraham „Abramz“ Tekya, a Ugandan b-boy and A.I.D.S. orphan created Breakdance Project Uganda (B.P.U.). The dream was to establish a free workshop that would empower, rehabilitate, and heal the community by teaching youth about b-boy culture. Based in Kampala, Uganda, B.P.U. has recently expanded to include permanent classes in Gulu, Northern Uganda. Abramz teaches classes three Times a week to more than 300 kids from all parts of the country. Many of the children are homeless, victims of war and poverty, and few can afford proper schooling yet they walk from miles away to attend the B.P.U. classes. As Abramz says, „This is where many people’s pride is. It’s a skill that no one can take away from us.“

http://vimeo.com/56406342
(Direktlink)

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