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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Wie man zu Kunst wird

Die Diskussion um den Begriff der Kunst ist so mindestens so alt, wie die Kunst selber. Dabei muss man es so kompliziert gar nicht machen. Man stecke sich einfach einen Tischtennisball in den Mund und stelle sich so in ein angesehenes Kunsthaus. Schon ist man Kunst. Das es so einfach ist, hätte mir auch jemand schon mal früher sagen können.


(Direktlink, via I have seen the whole of the internet)

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Punkband Normahl: Nach 30 Jahren Hausdurchsuchung wegen eines Songtextes

Ich hatte das vorhin schon auf Twitter, aber das ist so was von absurd, dass das hier mit reinmuss. Bei den Musikern der Punkband Normahl wurden die Wohnungen mit dem Ziel durchsucht, CDs mit dem Lied „Haut die Bullen platt wie Stullen“ zu beschlagnahmen. Die Nummer, um die es geht, ist 30 Jahre alt. Das kann man sich ja gar nicht ausdenken!

Aber dann geschah dies: Im vergangenen Jahr fahndeten Staatschützer aus dem Freistaat Sachsen nach rechtsradikalem Liedgut – offenbar waren die dortigen Beamten endlich aufgewacht, nachdem sie sich bei der Suche nach dem Nationalsozialistischen Untergrund nicht mit Ruhm bekleckert hatten. Und bei ihrer Recherche in dieser Sache stießen die Fahnder auf den linkspunkigen Normahl-Oldie. Quasi ein Kollateralfund.

(via Pantoffelpunk)

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DDoS auf GEMA.de

Fefe schreibt, dass die Website der GEMA aktuell aus China geddost wird. Es gibt wohl eine erklärende Pressemitteilung der GEMA dazu, die von 120000 Anfragen pro Sekunde spricht.

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Die Gema-Klage gegen YouTube konnte nicht zugestellt werden

Die Klage, die die GEMA gegen YouTube aufgrund der unliebsamen Sperrtexte eingereicht hat, konnte in Deutschland in zugestellt werden und wird nun wohl auf dem internationalen Rechtsweg beschritten. Keine Ahnung ob das im Falle dessen ein Vorteil für YouTube sein könnte, könnte mir das aber durchaus vorstellen. Kann man sich ja gar nicht ausdenken.

Im Streit mit der Internet-Videoplattform YouTube muss die Verwertungsgesellschaft Gema nun den internationalen Rechtsweg beschreiten. Eine Unterlassungsklage gegen die Google-Tochter, die von der Gema beim Landgericht München eingereicht wurde, konnte in Deutschland nicht zugestellt werden, sagte Gema-Sprecherin Ursula Goebel der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. „Wir gehen nun davon aus, dass es mehrere Wochen dauert, bis das Dokument in den USA zugestellt werden kann.“

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Frei.Wild-Fans finden Jennifer Rostock jetzt doof


(Foto unter CC von Abhijay Achatz)

Nach einem Konzert der Band Jennifer Rostock in Hamburg hat die Band am Montagabend auf Facebook verlautbaren lassen, dass sie auf ihren Konzerten keine Fan-Shirts der Böhsen Onkelz mehr sehen möchte. Auch auf das Tragen von Shirts der Band Frei.Wild solle dort verzichtet werden.

Nachtrag zu Hamburg: wir wollen nie wieder Leute mit Böhse Onkelz Shirts auf unseren Konzerten sehen. Und Freiwild könnt ihr auch stecken lassen! Klar, jetzt geht hier in den Kommentaren die üble Diskussion ab, aber Grauzone ist ganz nah an Braunzone. NAZIS RAUS, den Rest kennt ihr ja.

Etwas später erläutern sie:

Wir möchten klarstellen, dass wir nicht alle Böhse-Onkelz- oder Freiwild-Fans als Nazis bezeichnen und auch niemandem vorschreiben wollen, wie er/sie sich zu kleiden hat. Aber auf unseren Konzerten möchten wir die Namen von diesen „fragwürdigen“ Bands nicht lesen.
Denn auch wenn Freiwild sich selbst als „unpolitisch“ bezeichnen, findet ihre Musik gerade in der rechtsextremen Ecke viel Anklang, da die Texte große Identifikationsfläche für nationalistisches Gedankengut bieten.

Das ist unsere Meinung. Die kann man doof finden, aber ändern wird sich daran nichts.

Wer sich informieren will, findet im Internet genug Material beider Seiten.

Schönes Statement, könnte man einfach so stehen lassen. Allerdings sehen das die Frei.Wilderer ganz anders und hauen in die Kommentare allerhand Dreck, der soweit geht, dass sowohl die Band selber als auch Facebook einige der härtesten Kommentare löscht. Bei aktuell über 8000 wohl keine Lieblingsaufgabe.

Auf den ersten Blick unpolitische Frei.Wild-Fans bepöbelten die Band und Unterstützer ihrer Haltung mit Heil-Hitler-Parolen, forderten “Nazis rein” und sprachen Todesdrohungen aus. Dass auch die von Rechtsextremen durchsetzte “Identitäre Bewegung” sich in dem Thread äußerte, zeigt, wie nah die sogenannte Mitte und Neonazis sich im Umfeld von Frei.Wild bewegen.Wer sich in den Kommentaren als Frei.Wild-Kritiker zu erkennen gibt, dem wird offen mit Gewalt gedroht. “Junge, dir gehört echt mal der Unterkiefer ausgehackt” und ähnliches war dort zu lesen.

Natürlich argumentieren einige – wie immer -, „Frei.Wild sei keine rechtsextreme Band“ und überhaupt seien die Deutschen ja selber schuld daran, dass Heimatliebe immer gleich mit Nationalismus gleichgesetzt wird. Außerdem finden sie es voll doof, wie eine Band überhaupt so eine Aussage treffen kann.

Andere hingegen äußern sich zustimmend zu der Aussage von Jennifer Rostock: “Frei.Wild sind nationalistisch-völkischer Dreck und sie versuchen die ‘harmlose’ unpolitische Schiene zu fahren“. Konkreteres dazu findet sich auf Störungsmelder.

Grundsätzlich eine Sache der Haltung. Finde ich gut.

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Krümelmonster klaut goldenen Keks von Bahlsen und will dafür Kekse für Kinderkrankenhaus

Ein Krümelmonster in Kermit-Gestalt klaut den goldenen Keks, der den Firmensitz von Bahlsen in Hannover zierte, und erpresst Bahlsen jetzt auf kostenlose Kekse für ein Kindenkrankenhaus. Jetzt nicht so sehr unsympathisch. Die Polizei weiß nicht so genau, wie mit der Angelegenheit umzugehen ist und prüft erst mal.

Hier das Bekennerschreiben:


(via Max)

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GEMA: Unterlassungsklage gegen YouTube

Die von uns allen innig geliebte GEMA will nicht locker lassen und hat nach der Abmahnung gegen YouTube jetzt eine Unterlassungsklage gegen YouTube eingereicht. Weil die sind ja gar nicht Schuld daran, dass YouTube so viele Videos sperrt und dann mit dem Hinweis auf die erforderlichen Rechte auf die GEMA verweist. Das findet die GEMA voll gemein und will das nicht länger hinnehmen.

Wenn die mal nur halb so viel Energie darein stecken würden, eine Lösung für das eigentliche Problem zu finden. Aber nee. Wenn das so weiter geht, bekommen unsere dann erwachsenen Kinder immer noch gesperrte Videos zu sehen bzw. eben nicht zu sehen. Nur der Begriff GEMA, der kommt bei ihnen dann nicht mehr an.

Die Gema habe nun wie angedroht beim Landgericht München eine Unterlassungsklage gegen die Google-Tochter eingereicht, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Grund ist ein Hinweis in gesperrten YouTube-Videos auf die Gema. Bei vielen Videos sehen deutsche YouTube-Nutzer den Hinweis, dass der Clip nicht verfügbar sei, weil die Gema nicht die erforderlichen Rechte eingeräumt habe. Diese Formulierung will sich die Gema nicht länger gefallen lassen. Dieser Text sei „reine Stimmungsmache“, sagte Gema-Chef Harald Heker dem Magazin. Denn YouTube sperre mehr Videos als die Gema fordere. Das Verfahren verlängere nur die Lösungsfindung, sagte hingegen eine YouTube-Sprecherin der „Wirtschaftswoche“.

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Die neunjährige Ishema schreibt der Zeit, weil sie es schrecklich findet, „Neger“ gennant zu werden

Die Debatte um den Wortgebrauch in deutschen Kinderbüchern hat ja sicher jeder mitbekommen. Diese fand überall statt. So auch in der Zeit. Die neunjährige Ishema Kane, Tochter eines Senegalesen, hatte den besagten Artikel in der Zeit wohl gelesen und war alles andere als mit dem Inhalt einverstanden. Deshalb schrieb sie der Zeit-Redaktion diesen Brief. Ob es schon eine Antwort darauf gab, ist mir nicht bekannt.

Und ja, sie hat Recht. Sprache fließt, sie verändert sich stetig. Daran hat sich bitte auch eine Gesellschaft zu orientieren. Gerade dann, wenn Sprachgebrauch schon im Kindesalter leichtfertig dazu beiträgt, rassistische Ressentiments zu bedienen. So.


(via CHaunhorst)

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