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Kategorie: Täglicher Sinnwahn

Dokumentarfilm über „Boot Camps“ in den USA: Im Namen der Liebe

Ein amerikanischer Vater lässt seinen eigenen Sohn entführen, weil er ihn von Herzen liebt. Er tut diesen Schritt, weil er spürt, dass sein Kind ihm entgleitet, dass es auf einen falschen Weg geraten ist und in eine Welt abzudriften droht, aus der es nicht mehr zu retten ist. Aus dieser Angst bezieht der Vater für sich die Berechtigung, die Entführung in Auftrag zu geben als den letzten Versuch, den Sohn zu retten, der ihm längst nicht mehr vertraut.
Der Sohn wird von seinen Entführern in Los Angeles aufgespürt. Mit verbundenen Augen wird er in ein militärisch geführtes „Boot Camp“ gebracht, das sich weit ab von allem, was der Junge bislang kennengelernt hat, in einem von Stacheldraht umgebenen Motel befindet. Immer häufiger werden in den USA Jugendliche auf Veranlassung ihrer Eltern an trostlose Orte in Kalifornien, New Mexico oder sogar jenseits der Grenze nach Mexiko gebracht. Dort sollen sie wieder zu gesellschaftlich akzeptierten Wertvorstellungen bekehrt werden. Eine ganze Industrie hat sich rund um „Kindesentführer“ und von Eltern finanzierte „Boot Camps“ entwickelt. Meist sind es ehemalige Soldaten, die diesen Service für beträchtliche Honorare anbieten. Jetzt erproben sie ihr in verschiedenen Kriegen erworbenes Wissen an aufsässigen Jugendlichen mit zum Teil kruden Armeemethoden.
Der Dokumentarfilm zeigt ein zeitgenössisches Vater-Sohn-Drama, das sich in einem gutbürgerlichen Vorort von Los Angeles und hinter dem Stacheldrahtzaun eines Motels mitten in den roten Rocky Mountains von Utah zuspitzt – eine Geschichte über Liebe und Verzweiflung.


(Direktlink)

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Waffenexporte

Sehr verdeutlichende Infografik von Amnesty International, die die Waffenexporte in „Risiko-Länder“ während der Jahre 2005 bis 2010 visualisiert. Der ganz normale Wahnsinn.


(klick für in groß, via Fasel)

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Was wäre, wenn wir unsere Sicht der Welt mit dem Umlegen eines Schalters ändern könnten?


(Direktlink, via Notcot)

Superflux – Song of the Machine.

‚Song of the Machine‘ explores the possibilities of a new, modified – even enhanced – vision, where users can tune into streams of information and electromagnetic vistas currently outside of human vision.

This film is a part of an ongoing collaboration between Superflux and neuroscientist Dr. Patrick Degenaar, whose pioneering work in optogenetic retinal prostheses aims to bring back sight to the blind.

Unlike the implants and electrodes used to achieve bionic vision, this science modifies the human body genetically from within. First, a virus is used to infect the degenerate eye with a light-sensitive protein, altering the biological capabilities of the subject. Then, the new biological capabilities are augmented with wearable (opto)electronics, which, by mimicking the eye’s neural song, establish a direct optical link to the brain. It’s as if the virus gives the body ears to hear the song of the machine, allowing it to sing the world into being.

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Neue deutsche Nazis

Die Zeit online hat gerade eine sehr interessante Serie zum Thema Nazis heute. Sie nennt sich „Neue deutsche Nazis“ und fasst einige auch bedrückende Artikel zusammen, von denen ich die Hälfte schon gelesen habe. Kann ich alle anderen auch empfehlen.

Deutschland hat ein Neonaziproblem. In den vergangenen zwanzig Jahren sind Zonen entstanden, in denen sie faktisch das Sagen haben. Und sie dringen zunehmend in soziale Milieus der Mitte ein, zu denen sie früher kaum Zugang hatten.

Dies ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer Strategie. ZEIT ONLINE zeigt in der Serie „Neue deutsche Nazis“, wie moderner Rechtsextremismus funktioniert und wo die Grenzen zwischen Demokratie und Rechtsextremismus aufweichen. Wir zeigen, wie jene Angst-Räume entstehen, in denen auch die Zwickauer Terroristen zu ihren brutalen Entschlüssen gelangten.

Die moderne deutsche Neonazi-Szene ist dynamisch, vernetzt, vielfältig und einflussreich. Wir sind sicher: Das Problem Rechtsextremismus wird sich nicht von selbst lösen.

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Alter Mann hört im Pflegeheim Musik, die er als Junger schon mochte

Mir taucht hier zu oft das Wort „iPod“ auf, aber grundsätzlich zeigt dieses Video das, was mich heute noch gerne an meine Zeit als Zivildienstleistender zurückdenken lässt, ich habe dort ähnliche Erfahrungen machen dürfen. Die Kraft der Musik, die Kraft der Worte, die Kraft der Bilder. Alte vergessen so einiges, aber ebenso viel von dem, was sie erlebten, steckt bis zum Tod in ihnen. Vieles davon macht sie vital, egal wie desolat sie von außen auch wirken mögen. Es ist ein Teil von ihnen, ein Teil ihres Lebens, der Teil, der immer lebt.

Und ich mag bis heute keine Armeen.


(Direktlink | Danke, @ronny_ramone!)

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