Als neulich quasi aus dem Nichts Peter Fox nach „Stadtaffe“, nach dem von ihm ja eigentlich nichts mehr kommen sollte, mit der Single „Zukunft Pink“ dann doch nochmal ein neues Album angekündigt hatte, wusste ich nicht, ob das nach seinem Überalbum aus dem Jahr 2008 eine gute Idee wäre. „Zukunft Pink“ ist mir im Subtext einfach viel zu positiv. Ich habe über die Jahre meinen Optimismus verloren und das kollidierte dabei irgendwer sehr. Aber mit „Weisse Fahnen“ holt er mich dann doch ab. Nicht weil mir das meinen Optimismus wiedergeben würde, nein. Aber, weil das so Tage auf dem Rad zusammenfasst, die du als solch ein fahrendes in der Stadt hinter dich bringen musst. Und manchmal hast du dann auch kein Bock auf Stress mehr, bremst, lässt die machen. Wobei eine Interpretation des Textes da wahrscheinlich für jeden eine komplett individuelle ist. Passt dann aber – ganz sicher – trotzdem.
Eigentlich aber auch weil ich den jungen Mann am Rhodes, der die Nummer mit co-geschrieben hat, entfernt kenne und das keinem anderen als ihm so sehr gönnen würde. Er hat dafür viele Jahre lang vor den Schwarz-Weißen Tasten gesessen, die meistens die schönsten Melodien bedeuten. Weiß ich. Sorry, Moses, aber der musste. Und jetzt immer weitermachen.
Ich hab‘ hier gerade mich emotional sehr beanspruchende Tage und habe mich wohl auch deshalb die letzten Tage in dem Sound vom immer großartigen LoFi-Girl eingekuschelt. In der Hoffnung, dass der es alles ein bisschen besser macht. Weil meistens klappt das irgendwie. Hoffentlich.
Später bin ich irgendwie auf einem 12 Stunden langen Loop gelandet, der nichts geringeres als Meeresrauschen spielt. Mir war nicht bewusst, dass ich den dann angemacht habe, aber dachte nach vier Stunden, dass es schon irgendwie komisch ist, dass LoFi-Girl heute irgendwie so klang, als würde ich es am Strand hören. Es lief halt beides, ohne das ich dafür gesorgt hätte. Und irgendwie hat das in der Summe dann alles kurz ein bisschen besser gemacht. Aber wird schon wieder. Hoffentlich. Wurde es irgendwie ja immer.
Und jetzt klickt halt auf beide Video gleichzeitig (mobil halt doof, aber die meisten von euch lesen den Bums hier eh am Rechner, da geht das), um zu wissen, was ich meine. Oder macht’s halt nicht. Was weiß ich denn.
Niklas Paschburg hat heute bei K7! sein neues Album Panta Rhei veröffentlicht. In diesem Zuge gibt es auch ein neues Video von ihm, das im Dezember in der Berliner Musikbrauerei zusammen mit dem isländischen Songwriter Kaktus Einarsson aufgenommen wurde.
Muss man wollen oder einfach neidlos anerkennen, dass die Idee dazu so nerdig ist, dass das akustische Ergebnis halt auch ein bisschen egal ist. Gibt es auch von Radioheads „In Rainbows“, wobei ich einige Radiohead-Puristen nicht ganz so leise weinen hören kann.
The chisels are calling ist eine kurze Doku über die wunderschönen Gitarren und Mandolinen, die John Monteleone seit Jahrzehnten von Hand fertigt und die bei den besten Instrumentalisten dieser Welt hoch geschätzt sind. Im Stream bei allen gängigen Streamdiensten.
„John Monteleone: The Chisels Are Calling“ is a profile of John Monteleone, one of the world’s greatest instrument builders. Known by many as a modern day Stradivari of the guitar, Monteleone is a living artist whose instruments are on permanent exhibition at the Metropolitan Museum of Art. A multi-faceted craftsman, Monteleone builds instruments that are admired not only for their incredible sound, but also for their visually striking and innovative designs. His archtop guitars are sought after by players from jazz to rock, including Eric Clapton and Mark Knopfler.
»Die Entscheidung, Heidelberger Hip-Hop zum Immateriellen Kulturerbe zu erklären, beweist, die Grenzen zwischen Hoch- und Subkultur sind längst verwischt«, sagt Kunststaatssekretär Arne Braun in Stuttgart. Die Auszeichnung dieser aus der New Yorker South Bronx stammenden Musikrichtung habe ihn dazu bewogen, die Platte der in Heidelberg gegründeten Band Advanced Chemistry aufzulegen – »immer wieder cool!«.
So richtig will ich dem Frühling ja noch nicht trauen. Alles grau, ständig Regen, auf dem Rad drei Mal die nass bis auf den Schlüpper… Aber Chillhop sagt, jetzt wird es Frühling und bringt den dazu passenden Sound gleich mit. Und der geht ja schließlich immer.
Ich habe den gestrigen Sonntag auf einem Geburtstag verbracht, bei dem viel zu viel getrunken wurde und bin ziemlich verkatert. Ein Woche könnte durchaus starten. Unter diesem Umstand darf es musikalisch dann auch sehr gerne ganz langsam zugehen. Und nichts könnte da besser passen als diese wundervolle Sammlung von Klaviermusik, die Parra for Cuva für den Electronic Groove Podcast selektiert und zu einem wunderschönen Mix verwebt hat, der mich jetzt ganz entschleunigt in die Woche bringt.
Tracklist:
01. Parra for Cuva – Belle de Nuit
02. SYML – I Wanted To Leave
03. Ludovico Einaudi – Reverie
04. Peter Sandberg – Motion
05. Parra for Cuva – Life Lately
06. Lisa Morgenstern – Glass (Solo Piano)
07. Ludovico Einaudi – Kyrill
08. Second Light – Into The Wods
09. Tom Day – Dawn
10. Federico Albanese – By The Deep Sea
11. Kyson – After the Rain
12. Tony Anderson & Christopher Dennis Coleman
13. Nils Frahm & Olafur Arnalds – Life Story
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