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Kategorie: Kopfkinomusik

Doku: Party Party Party – Der lange Tanz des Techno

Kleiner Rückblick in die 1990er Jahre, in denen man Techno ganz offensichtlich gar nicht so richtig ernst nehmen wollte, weshalb die Doku phasenweise auch eher komödienhaft daherkommt. Aber so war das eben. 25 Jahre später tanzt der Techno immer noch. Und das deutlich erwachsener. Und ich hab‘ bei derartigen Dokus immer ein bisschen Schiss, mich da selber durchs Bild latschen zu sehen.


(Direktlink, via Rave Strikes Back)

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Mix: Dentrid – 528

Dentrid schrieb mir vor zwei Tagen, dass er da einen neuen Mix hätte, der kein Drum & Bass sei. Ich musste hier gestern mal raus, hab mich dazu bei feinstem Sonnenschein aufs Rad gesetzt, Menschen großräumig umfahren und am Ende über 50 Kilometer dazu gemacht. Mit jeder Menge Lächeln im Gesicht bin ich Orte meiner Kindheit abgefahren. Bisschen nostalgisch, bisschen Melancholisch auch, weil so vieles einfach nicht mehr da ist. Dennoch war ich irgendwie sehr gut gelaunt, was eben auch an diesem Sound gelegen hat. Ich würde den mal bei zeitgemäßen Breakbeats einsortieren. Oder so. Und weil das Gestern so gut geklappt hat, fahre ich darauf nachher vielleicht noch ein paar Kilometer. Die Sonne scheint und ein Lächeln gibt es obendrauf.

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How This Drum Beat Changed Hip Hop Forever

Starten wir mit etwas Musikgeschichte in die neue Woche.

In this music documentary, hosts Arthur „LA“ Buckner and Linda Diaz delve into the history of James Brown’s „Funky Drummer“ beat, tracing its impact on Hip Hop music and the cultural significance of this iconic rhythm. From speaking with Hip Hop producers and those close to Clyde, this series uncovers the story of the drummer who created this defining sample, but was never properly credited for his work. Discover the untold story of the man behind the drums and how his simple beat changed Hip Hop forever.


(Direktlink)

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Album-Stream: Dub Tractor – Wait

Allzeitlieblingslieder sind immer so eine Sache, weil die bei mir manchmal nicht statisch sind und sich über die Jahre verändern. Man hört ja auch immer wieder mal Neues, das in die Schublade dann abgelegt wird und anderes aus dieser verdrängt. Wenn mich aber jemand nach meinen Allzeitlieblingsliedern in der Schublade Downbeats fragt, ziehe ich sie auf und ganz oben liegt Dub Tractors „Scary H H Loop“. Erschienen im Jahr 1997 auf Additive fand ich die Platte einst an einem verkifften Samstagvormittag in der Berliner SpaceHall. Ich verliebte mich sofort in den Tune und er ließ mich nie wieder los. Die Platte des Dänen Anders Remmer ist eine der ganz, ganz wenigen, die ich später mal digitalisieren sollte, obwohl sie schon zernudelt, weil halt so oft gespielt war. Aber im Internet fand man Sound diesen Mitte der 00er Jahre nicht, wenn man ihn doch mal digital brauchte.

Jedenfalls wusste ich bis Gestern gar nicht, dass Remmer immer noch als Dub Tractor Musik veröffentlicht. Um so mehr freute ich mich darüber, bei Thaddeus zu lesen, dass der Mann ein neues Album hat. Ich habe da Gestern nicht raufklicken wollen, weil es ein ziemlich lauter Tag war und ich dachte, Musik wie diese bräuchte wohl eine gewisse Ruhe. Ich sollte mich nicht täuschen. So sitze ich hier ganz in Ruhe alleine in der Küche mit dampfendem Kaffee, mit Blick aus dem Fenster ins scheinbar unendliche Grau und lasse mich akustisch ein wenig verzaubern. Melancholie, halb organisch, halb elektronisch. Kein Scary H H Loop, aber dennoch wunderschön. Ich mache meine Lieblingsschublade für Alben auf und lege dieses mit rein. Wenn auch nicht nach ganz oben. Dank an Thaddeus, der ganz treffend schreibt:

Die zwölf Tracks erzählen mit minimalem Einsatz eine maximale Geschichte. Sie sind still-pulsende Miniaturen, die zwischen fast schon zufällig aufgesetzten Arpeggios und eindeutigem musikalischen Storytelling Wärme und Ruhe orchestrieren. Gleichzeitig aber auch Bewegung, Entwicklung, epische Größe und kaum sichtbare Verletzlichkeit ausleuchten Und zahlreiche Referenzen referenzieren, die uns alle abholen.

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Pingipung Podcast 150: Michael Mayer – Music For Twens

Bei Pingipung feiert man aktuell gleich zwei Jubiläen. Zum einen jährt sich die Gründung des Hamburger Labels zum 20. Mal, zum anderen kommt von ihrer groß- und immer andersartigen Podcastreihe die jetzt schon 150. Ausgabe. Um diese zu realisieren hat man sich niemand anderen als den Kompakt Mitbegründer und dortigen Vertriebschef Michael Mayer an Bord geholt. Das passt ganz wunderbar zusammen und unterstreicht einmal mehr die Individualität von Pingipung. Außerdem pflegt Mayer eine ganz persönliche Beziehung zu dem Label.

„One fine day there was a package on my desk, inside a 7“ single with good mood music on yellow vinyl, wrapped in a hand painted good mood cover. It was Pingipung 01, Peter Presto’s „Es war Sommer“ and it was love at first sight. That this flash in the pan would turn into a 20-year (business) relationship is one of the most beautiful stories you can experience in the music business. Pingipung is a beacon of DIY culture, fed by deep devotion to impossible music. I am very happy to be able to present this musical bouquet for their anniversary.“

Keine Ahnung, ob Twens was mit diesem Sound anfangen können, ich jedenfalls mag ihn sehr.

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Mixtape: 3 Hours of 90’s Underground Hip Hop – Old School Rare

Es ist Ende der 90er, wir besuchen einen Freund, betreten dort ein von Grasschwaden geschwängertes Zimmer, setzen uns auf eine Couch, gucken aus dem Fenster, sagen nichts und nicken mit dem Kopf. Sie wie alle acht anderen im Raum auch. (Die wenigen Ausflüge in die 00er Jahre ignorieren wir dabei gekonnt. Alles andere würde die Story versauen.)


(Direktlink)

Tracklist:
Chill – Tha Reella (1997)
Watching Days Go Bye – Ooh & Sherrad (1998)
What’cha Say – Ill Minded (1999)
Circles – 3rd Eye (1997)
More Days Ahead – E-Life (1998)
Hidden Insight (Classic Mix) – Brass Tacks (1996)
Knoc ‚Em Out – Big Ric (1998)
Is U Wit It – Pat Leach (1998)
Spirit of the Boogie – Finsta Bundy (1993)
It Ain’t Goin‘ Down – Scott Lark Da Sensei Ft. Jaggid Edge (1996)
Poorman’s Wish – Pressure (1997)
Spot Lacer – Raziq (2002)
Destination: Unknown? – TRIBALIFE (199X)
Rock On – Ikee (1995)
Down Like That – Trybal-Men (1996)
Bare Witness – Laster (1998)
If It Ain’t Raw – Numskullz (1997)
Alone – Starvin Art Clique (1998)
Mars – Jay Nice Ft. Mr. Shane (2004)
Unh – EK Squad (2000)
What the Fuck! – Da Team (1998)
Rebuild – Sev Statik (1997)
Storm Brewing – Tony Da Skitzo & Brady (1997)
Got What It Takes – Zane & Jurny (1996)
Silver Surfer – Solitair (1998)
Paradox (Remix) – 5E (1998)
Protocol – Seven L And Esoteric (1997)
Mic Contact – Gee Rock (1996)
Slydaz – Presha (1999)
Spittin – Socialistik (1998)
Grain – Breez Evahflowin (2000)
Wanted – Black Swan Foundation ( 1999)
The Collective – Kaotic Disciples (1998)
All Star Jam – Wisdom Ft. Adagio, Juggaknots (1996)
The Lessons Of Today – Pudgee & Ran Reed (1995)
4 U – The Speedknots (1998)
Indy of the East – Wylie McCroery (2001)
Prepare For The Worst – KC Da Rookee (1999)
Do Or Die – Gucci Aka S.O.D. (199X)
Family Day – Govna Matic Ft. Redman, Pacewon, Runt Dog, Tame One & Young Zee (1997)
Definition – True Headz ft. Tim Skee (1995)
Who Got What – Down Low Assassins Ft. Party Arty (1997)
Battle Cry – John Smith (2001)
On My Own – Diamond X (1998)
Iron Supplement – Nomad (1996)
Journey Through Hell – KBG (1994)
Stay Down – Visual Sound (1998)

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Doku: Wilde Jahre West-Berlin – Punk auf der Insel

Unabhängig davon, dass ich Ende der 1970er Jahre deutlich zu jung gewesen wäre, dieser Bewegung hätte irgendwie beiwohnen zu können, wuchs ich zu der Zeit im Berliner Norden im Schatten der Mauer auf Ostseite auf. Dennoch blieb mir diese ganz offensichtlich spannende und wilde Zeit im Berliner Westen nicht verborgen. Schön, da mal wieder reingucken zu können. Ein Film von Margarete Kreuzer, im Jahr 2015 erstausgestrahlt beim rbb.

Ende der 70er Jahre: Es herrscht Aufbruchstimmung in West-Berlin. Von der Mauer umgeben wird die Insel zum Mekka des deutschen Punks und des avantgardistischen Undergrounds. Ein Paradies für Paradiesvögel. In West-Berlin hat man keine große Zukunft, heißt es. „No future“ bedeutet auch: Leben im hier und heute – so intensiv und radikal es eben geht. Die Undergroundszene tummelt sich im „Kumpelnest“, im „SO 36“ oder im „Risiko“. Von hier aus machen sie Kunst. Oder haben einfach nur Spaß. Die wilde Zeit dauert von Ende der 70er bis zum Mauerfall – als West-Berlin und sein Underground fast über Nacht verschwindet.

Im Film von Margarete Kreuzer erzählen Alexander Hacke („Einstürzende Neubauten“) und Wolfgang Müller („Die tödliche Doris“), Danielle de Picciotto (Künstlerin und Sängerin „Space Cowboys“), Thomas Hornemann (Maler), Salomé (Maler und Frontmann von „Geile Tiere“), die Modedesignerin Claudia Skoda und der Filmemacher Jörg Buttgereit über ihr Leben in West-Berlin. Auch David Bowie spricht über seine Jahre in der geteilten Stadt. Viele Archivaufnahmen und natürlich Punk-Musik vermitteln die melancholische und zugleich schräge, intensive und schöpferische Atmosphäre dieser Zeit, in der sich Punks und die kreative Bohème trotz der stets präsenten Mauer ihre Freiheiten zum Experimentieren und Ausprobieren nahmen.


(Direktlink)

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