Zum Inhalt springen

Kategorie: Kopfkinomusik

Wenn die Beatles in den 1960ern Nirvanas „Nevermind“ aufgenommen hätten

… hätte das vielleicht genau so klingen können. Zumindest stellt KI sich das so vor und so zusammen. AlteredAnthems nutzt generative KI-Technologie, um zu veranschaulichen, wie „Nevermind“ in den psychedelischen 1960ern klingen würde und von den Beatles produziert worden wäre. Irre, diese Auswüchse.

Have you ever wondered what Nirvana 60s music might have sounded like? In this video, we reimagine how Nevermind could have been recorded in the psychedelic era of the 1960s. Using AI, we’ve transformed Nirvana’s iconic sound into a retro, Nirvana 1960s style, complete with vintage vibes and trippy, Nirvana psychedelic influences. If you’ve ever thought about if Nirvana was recorded in the 1960s, this is the video for you!

Explore if Nevermind was made in the 60s, blending the genius of Kurt Cobain with the groovy sounds of the ’60s. This concept takes a unique twist on if Nevermind was recorded in the 60s or if Nirvana was British. Fans of Nirvana 90s live and trending music experiments will love this creative take on if 60s was 90s.

This video taps into the trending topics of trending videos today and trending songs, giving you a fresh look at if Nevermind was played by different bands or if Nirvana was good. Whether you’re here for the nostalgia, the creativity, or to explore if Nirvana recorded in the 60s, this AI-powered project has something for everyone.


(Direktlink, via The Awesomer)

Ein Kommentar

Paul Allen’s Mix • [Ambient Jungle/DnB Mix]

Manchmal weiß man ja nicht so recht, was man denn so hören könnte und dann kommt zufällig so etwas hier rein. Das macht den Sonntag doch richtig schön rund.


(Direktlink, via Zwentner)

Tracklist:
0:00 Zorrovian – BOOTUP
4:15 Doc Scott – Far Away (Fourteen Flavours of Funk)
7:06 The Alliance – Virtual Heaven
9:46 Donna Jane – Dust
15:45 Organic Synthetic – Procedural Blends
19:43 40 Lucky – Jazz Vibes
22:37 Hidden Agenda – Is It Love
24:32 Trashii – Snowdream
26:04 Organic Synthetic – Space Walkin
29:30 St Germain – Alabama Blues (Wax Doctor Mix)
32:57 Dj Biz – Losing Track Of Time
36:58 The Sentinel – Pulse of Life
38:42 Nebula – Sonic Waves
41:52 Soichi Terada – Grand Senshuraku
43:53 SAWTEETH – Fragments of Time
46:11 ALFAXYSM SOFTWARE – DIGITAL REALITY SIGNAL

Einen Kommentar hinterlassen

75 Jahre Rio Reiser

(Foto: OTWCC BY-SA 3.0)

Heute vor 75 Jahren wurde Rio Reiser geboren. Wer hier schon etwas länger mitliest, weiß, was er mir nicht nur musikalisch bedeutet. Vor ein paar Jahren schrieb ich zu seinem Todestag:

Heute vor 22 Jahren ist Rio Reiser gestorben. Ich erinnere mich zu gut an den Tag danach, einem Sommertag im Jahr 1996. Es war recht warm, sonnig, ich war junge 19 Jahre, kurz davor meine erste Ausbildung zum Maler/Lackierer abzuschließen, guter Dinge und beizte gerade alte Farbe von irgendwelchen Balkons in der Sophie-Charlotten-Straße in Berlin Charlottenburg runter. Einer der butterbirnigen Kollegen hatte, wie meistens, eine Bild in der Frühstückspause angeschleppt und auf der Titelseite stand, dass Rio gestorben sei. Alkohol, Drogen, dies das. Irgendwie war der Tag danach komplett im Arsch. Rio war tot.

Kaum ein anderer hat meine jugendliche Musiksozialisation so hart geprägt wie Rio Reiser und die Scherben – und nun war er einfach nicht mehr da und würde nie wieder Liebeslieder für irgendwen schreiben können.

Die Jahre danach kaufte ich mir sämtliche Veröffentlichungen des für mich wichtigsten deutschen Musikers der letzten 100 Jahre, las ein halbes Dutzend Biografien über ihn, ging zu den (eher mauen) Tribute-Konzerten der Scherben, ging zu Jan Plewka, der Rio ganz großartig zu interpretieren wusste und gab mir neulich sogar dieses Musical, vor dem ich ein bisschen Angst hatte, das dann aber überraschend okay war. Ich liebe seine Musik immer noch sehr.

Und: er fehlt heute. Es gibt ja so Hypothesen, die meinen, dass er heute vielleicht auch Teil einer Querfront sein könnte. Aber das kannste zum Glück nicht beweisen – und deshalb fehlt er. Sehr.

Daran hat sich bis heute nichts verändert. Und weil dem so ist, packe ich hier jetzt mal einen der mir liebsten Scherben Songs rein, auch wenn der ob der aktuellen Gesamtsituation doch arg optimistisch erscheint. Aber vielleicht braucht es ja auch mal genau das.


(Direktlink)

Anlässlich seines 75. Geburtstags hat der NDR das Feature Rio Reiser, der „König von Deutschland“ und die ARD die Doku Rio in Berlin. Beides gut.

Einen Kommentar hinterlassen

The Smashing Pumpkins – Adore Demos

Nachdem die Smashing Pumpkins im Jahr 1998 „Adore“ veröffentlicht hatten, erlosch mein großes Fanboy-Herz für die Band ein wenig. Nicht weil „Adore“ jetzt irgendwie schlecht gewesen wäre – im Gegenteil: ich fand, es war ein starkes Album. Aber manchmal ist es bei Musik ja so, dass alles seine Zeit hat und man sich dann dabei auf das fixiert, was man mal lieben gelernt hatte. So war es bei den Pumpkins und mir. Ich habe vieles von dem, was dann noch kam ignoriert. Womöglich ging auch deshalb an mir vorbei, dass irgendwann 2000 bei eBay jede Menge Demos aufgetaucht sind, die während der Entstehung von „Adore“ aufgenommen wurden. Dutzende, die es später dann nicht auf die Platte geschafft haben. Jemand hat die jetzt alle mal auf YouTube zusammen gebracht, so dass man sie quasi als Album hören kann.


(Direktlink)

Adore Demos 1:
1. The Other Side (For Martha) [Instrumental] 0:00
2. Chewing Gum 5:43
3. The Tale of Dusty and Pistol Pete 8:39
4. Annie-Dog 13:41
5. Once in a While 17:19
6. Do You Close Your Eyes 20:58
7. My Mistake 24:05
8. I Need You Around (Blissed and Gone) 28:06
9. Batman Take 1 (The End Is the Beginning Is the End) 31:27
10. Batman Take 2 (The Beginning Is the End Is the Beginning) 36:58

Adore Demos 2:
11. Lover 41:44
12. Let Me Give the World to You 44:34
13. Because You Are 48:47
14. Satellites 52:43
15. Without You 56:16
16. Joy 59:58
17. Blissed and Gone 1:02:00
18. Saturnine 1:06:47
19. Cross 1:10:36
20. Winterlong 1:13:35
21. Soot and Stars 1:18:38
22. Jersey Shore 1:25:16
23. Valentine 1:29:00
24. Waiting 1:33:26

Notes: (Sourced from spfc.org)
Track 1 is labeled ‚The Other Side‘.
Tracks 4 and 5 are the same as the album/single versions.
Track 8 is labeled ‚I Need You Around‘, and is an acoustic demo, distinct from the Judas O release.
Tracks 9 and 10 are labeled ‚Batman take 1‘ and ‚Batman take 2‘.
Tracks 11 and 12 are the same versions that appear on Machina Acoustic Demos.
Track 13 is the same version that appears on Judas O, but with a slightly longer intro and outro.
Track 17 is the same version that appears on Still Becoming Apart and Judas O.
Track 19 ending is slightly cut short.
Track 21 is the same base recording, but a different mix/edit, than the one on Judas O, which adds noticeable reverb and delay to the piano and vocal tracks.
Track 24 is the same recording as on Judas O and the 7-track Machina promo.

Einen Kommentar hinterlassen

Beth Gibbons im Studiokonzert – oder die Schönheit der Melancholie

(Foto: Bill EbbesenCC BY-SA 3.0)

Im Mai letzten Jahres war die Portishead Frontfrau für Zündfunk zu Gast beim Bayrischen Rundfunk um ihre großartige Solo-Platte „Lives Outgrown“ exklusiv live zu spielen. Das ist jetzt vielleicht nicht der perfekteste Sound für einen Montag, passt mir hier aber ganz vortrefflich in das Grau des Tages und meine Grundablehnung gegen Winterwetter.

Am 11. Mai wurde uns eine besondere Ehre zu Teil: Beth Gibbons, die Sängerin, die mit Portishead weltberühmt wurde, nahm in den Orchesterstudios des BR exklusiv für den Zündfunk Songs auf. Begleitet wurde sie von einer siebenköpfigen Band, unter anderem mit Bläsern, Percussion und Streichern. Grund für diesen einzigartigen Besuch in Deutschland ist die Veröffentlichung ihres ersten Solo-Albums „Lives Outgrown“, das am 17. Mai 2024 erschienen ist. Die Songs sind über die letzten zehn Jahre hinweg entstanden und haben nichts mehr mit den Breakbeats einer vergangenen Trip-Hop-Ära zu tun. Es geht vielmehr um sehr persönliche, oft schmerzhafte Erlebnisse, verpackt in melancholische, emotional berührende Melodien.
Am Mikrofon: Flo Schairer.

2 Kommentare

Drum Fight (1964)

Trommeln als Battle. Mag die Idee irgendwie. Hier in Banbridge, Nordirland, 1964.

„It’s a sort of musical prizefight, and a heavyweight one at that.“

Trevor Philpott reports from Banbridge, Northern Ireland, where people have flocked from all around to witness the legendary drummers „stick-in“, a thunderously loud battle between drummers wielding gargantuan Lambeg drums. It’s a test of stamina and determination, where bouts can last for several hours, and in which the goal is simply to make your rival drummer admit that you are the better man and the better drummer.


(Direktlink)

Ein Kommentar

Doku: Willkommen zu Hause – 20 Jahre Distillery

Die Doku, die nun schon etwas älter ist, hat es endlich auf YouTube geschafft und sei jedem, der sich für Clubkultur interessiert, wärmstens an Herz gelegt.

Der Film WILLKOMMEN ZU HAUSE nimmt euch mit auf eine Reise in den einzigartigen Mikrokosmos der Leipziger Club-Legende Distillery. In exklusiven Interviews kommen Veranstalter, DJs und Gäste zu Wort und lassen durch ihre Erinnerungen und Erlebnisse die vergangenen 20 Jahre voller pulsierender Nächte und unvergesslicher Momente wieder aufleben.

Unveröffentlichte Video- und Fotoaufnahmen bringen die Geschichte der Distillery noch einmal auf die große Leinwand – roh, emotional und voller Liebe. Der Film gewährt tiefe Einblicke hinter die Kulissen und zeichnet ein authentisches, oft berührendes und manchmal auch eigenwilliges Bild der Szene.

Aber vor allem macht er eines deutlich: Die Distillery war nie nur ein Club. Sie war Wohnzimmer, Spielplatz, Schutzraum und Experimentierfeld – ein Ort, an dem Nächte zu Geschichten wurden und Gemeinschaft gelebt wurde.

Regie | Stefan Leuschel, Janine Göhring
Produktion | Vier Viertel Film, Janine Göhringa


(Direktlink)

Ein Kommentar

Cuddle Cast Nr. 27 – nΦra

Grooven wir doch einfach ganz entspannt noch im Bett oder schon auf der Couch liegend ins neue Jahr, in das ihr hoffentlich alle gut reingekommen seid. Hier gab es keine besonderen Vorkommnisse und selbst der Doggo hat die Ballerei in diesem Jahr verhältnismäßig gut weggesteckt. Hier heute noch Piano, bevor es Morgen wieder losgeht. Also noch zu nΦra eine Runde knuddeln. Daran kann einfach nichts verkehrt sein.

We all know this moment – you are lying in bed with a loved one and the world stands still.

You put on some music to set the scene for rising temperatures under the sheets…

The set you put on suddenly brings you out of rhythm, but getting up to skip the track is no longer an option.

Einen Kommentar hinterlassen

Tschüss, 2024 – und MeeronautenCast #51: Das Kraftfuttermischwerk

Bisschen spät dran heute. Wir waren vorhin einkaufen, hatten gerade Raclette und davor vier Stunden Sauna, die einen am letzten Tag des Jahres einfach nochmal wachsig weich zu machen vermag. Dort einen Menschen getroffen, den wir seit 15 Jahren nicht mehr gesehen und trotzdem wiedererkannt haben. Oder besser: er die Frau des Hauses. Und dann schön festgequatscht. Natürlich. Aber noch mal schön runtergefahren zu sehr überraschendem Wiedertreffen.

Das Jahr kann weg. Es gab schon bessere, es gab schon schlechtere. Für mich ein Jahr voller Brüche. Meeresrausch ist nicht mehr, ich hab die Leuddies aber in diesem Jahr dennoch so oft gesehen, wie noch nie zuvor. Viel gelacht, viel geliebt, und auch viel geweint tatsächlich. Mit jeder Menge großartiger Menschen, die mein Leben auch hoffentlich weiterhin begleiten werden.

Bis Gestern überlegt, was man heute tun könnte. Dann festgestellt, dass wir einen komplett angstbesetzten Hund haben, der nicht so sehr hasst, wie Knallerei. Ich mag’s ja auch auch, Pyro und so, hab aber nach dem wilden Geburtstag der Frau des Hauses neulich, nicht mal mehr einen Rauchtopf im Haus und aber wenn der Hund leidet, mag ich halt’s nicht mehr ganz so sehr – und dann kann das halt auch weg.

So bleibt dann halt für heute nicht mehr sonderlich viel. Vielleicht später nochmal auf dem Rad in die Stadt, vielleicht auch einfach nur den Hund pflegen und ins Bett wen’s dann nicht mehr knallt. Mal gucken.

Aber einen habe ich für heute Nacht als Soundtrack noch: den MeeronautenCast #51, aufgenommen am 13.12 von Rudi und mir im Potsdamer Waschhaus. Und vielleicht kommt ihr damit gut ins neue Jahr, vielleicht mit etwas anderem, Hauptsache aber ihr kommt gut ins neue Jahr – und wir lesen uns in diesem dann. Keine Böller in die Hose und immer weg von den Augen. Passt auf euch auf. Bis gleich.

Einen Kommentar hinterlassen