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Kategorie: Nur mal so

Computerspiele sind für mich sowas wie hochhackige Schuhe: Da kann ich nichts mit anfangen. Es gibt nur 2-3 Spiele, die ich wirklich bis zum Ende durchgezockt habe, weil sie mich so fesselten. Gemessen an dem Angebot, das der Markt hergibt also gar nicht der Rede wert. Was aber habe ich eben im Reader gelesen? (Nach Luft schnapp!)
Raganischu! Das werden lange Nächte.

[Nachtrag:] Und ich hoffe, das dauert jetzt nicht 12 Monate. Hätte nämlich jetzt gerade richtig Bock, das zu spielen.

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Hingehvorgabe mit Nachdruck

Wer für heute noch keinen Plan hat und aus dem Großraum BRB/Berlin kommt, kann seinen Hintern heute zum Lauter! Festival schieben. Ach was, nicht kann, schiebt seinen Hintern gefälligst da hin. Entschuldigt sind nur jene, die auf der Fusion hotten und die, die einen Enrtschuldigungszettel von Mutti vorlegen können, so wie ich. Alle anderen haben da geschlossen anzutreten. So. Weil nämlich neben der Musik, die geboten wird und die sowieso schon mal Kelle ist, tut man mit dem Kauf eines Tickets auch noch Gutes. Schließlich sind die nur lauter, weil es um Kinderrechte geht. Na wenn das mal nichts ist…

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„Bin dann irgendwann erwachsen geworden. Ansonsten habe ich keine Probleme.“

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Grausamer Morgen

Doro Pesch kräht aus dem Radiowecker. DORO PESCH! Schlimmer kann ein Tag nicht anfangen. Viel schlimmer allerdings kann es dann heute auch nicht mehr werden.

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Er wartet an der Haltestelle auf sie und wird sie in Empfang nehmen um sie zu küssen wenn sie die 15 Minuten Busfahrt hinter sich hat, so wie jeden Tag. Sie ist klein, aber nicht schmächtig, eher das Gegenteil davon, aber sie gibt sich Mühe, das zu kaschieren, was ihr meistens gut gelingt. Er ist groß, blond, kurzhaarig und noch keine Achtzehn, auch wenn er es gerne schon wäre. Sie ist nicht viel älter. Heute war sie offenbar einen Einkauf erledigen, sie trägt schwere, großen Tüten.

Als sie heute aussteigt, reagiert er, anders als sonst, nicht sofort, sondern wendet sich seinem Handy zu. Sie muss ihm erst mit ihrem Ellenbogen in die Seite buffen, bevor er auf sie reagiert und sie begrüßt. Er trägt nicht ohne Stolz ein quietschgelbes Torwarttrikot auf dem über der 1 „ESV Lok Seddin“ steht, einer Kreisliga Mannschaft, wie es sie viele gibt. Eine, die den Kids und jungen Männern das Gefühl gibt, etwas Wichtiges, etwas Gemeindepatriotisches zu tun, etwas, worauf auch die Eltern und die Großeltern stolz sein können, wenn sie die Mannschaften am Sonntag auf dem Rasenplätzen der Gemeinden um die Kreisliga-Punkte kämpfen sehen. Und klatschen können sie auch. Das ist wichtig, glaube ich. Wichtig für die jungen Spieler, wichtiger noch ist es für sie.

Er kommt sie heute mit einem roten Damenfahrrad abholen, dass vor 1990 gebaut worden sein muss. Herkunftsgeographisch erkennt man sofort einen VEB als Erbauer, daran ändert auch das lieblos drüber getünchte Rot nichts. Das Rad hat sowohl vorne als auch hinten einen dieser großen, ausufernden Körbe montiert. Wahrscheinlich gehört das Rad seiner Mutter, die damit sonst die Einkaufe einholt.

Endlich küsst er sie, sie lächeln. Beide. Dann traben sie los.

Als der Bus Minuten später wieder an ihnen vorbeifährt, schiebt er mit der rechten Hand das Fahrrad, die linke hat er in der Hosentasche, die Körbe sind leer. Die schweren, großen Tüten trägt dem Boden nahe sie.

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