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Die Preiliste aus einer „Goldbroiler“ Gaststätte in Ost-Berlin

Und saufen konnten nur jene, die sich vorher eine „Grundlage“ geschaffen haben. Hier in lesbarer Größe.

5 Kommentare

  1. Bernd7. Oktober 2015 at 10:25

    Wasn „Preisstufe III“ ?

  2. Harry Potter8. Oktober 2015 at 19:23

    Die DDR Gastronomie war in ein Preisstufensystem eingeteilt, dass die Preise und das mögliche Angebot festlegte. Innerhalb der Preisstufen I,II,III,IV,V/S,S1 gab es qualitative und quantitative Unterschiede, wodurch die Preise reguliert werden konnten. Die durchschnittliche Preisstufe war III. Objekte dieser Preisstufe wurden als Restaurant eingestuft. Hier gehörten Tischdecken, Servietten, ein Kellnersystem mit Inkasso zu den Grundanforderungen. Die Preisstufe IV gehörte bereits zum gehobenen Service, es war ein höheres Preisgefüge vorgegeben und die Gaststätten bezogen mehr Ware aus „Sonderkontingenten“, wozu z. bsp. Edelfleisch wie Filet gehörte. Die Preisstufe V/ S war für Hotels gedacht und Restaurants mit internationalem Besucherverkehr wie in Leipzig zur Messe. Zu besonderen Anlässen konnten die Gaststätten auch zeitweise hochgestuft werden. In Leipzig erfolgte die Hochstufung generell zur Messe. Die Berliner Gastronomie nahm eine Sonderstellung ein, da man hier dem Massentourismus und der Nähe Westberlins Rechnung trug. Berlin hatte ein höheres Aufkommen an Gaststätten der Preisstufe IV als die anderen Bezirke der DDR.

    Ab den 1980er Jahren wurden die Gaststätten der Preisstufe IV auch mit »Delikatwaren« beliefert wie Edelkonserven. Ab Mitte der 1980er Jahre auch die Gaststätten der Preisstufe III.

    Die fachliche Ausbildung in der Gastronomie war durchaus marktfähig. Die Köche und Kellner hatten die Möglichkeit im Personalaustausch in andere Länder zu gehen und hier ihr know how zu verbessern. Das es vorrangig andere „sozialistische“ Länder waren, tut der Sache zunächst keinen Abbruch, da es sich um internationale Hotels handelte, die auch stark an der westlichen Kultur orientiert waren. So fand ein reger Austausch mit Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Tschechien statt. Darüber hinaus konnten „Partei“ Mitglieder auch in Finnland oder Schweden eingesetzt werden.
    Dieser Einsatz erforderte natürlich von den Köchen und Kellnern eine international marktfähige Ausbildung und gute Fremdsprachenkenntnisse, die generell ab der Preisstufe IV erwartet wurden.

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