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Diode Milliampere, der Mann der seine Musik in MS-DOS produziert


(Live-Session mit Adlib Tracker II, Direktlink)

Ich habe keine Ahnung, was und vor allem wie der Herr namens Diode Milliampere seine Musik produziert. Sagen wir es mal so: sehr, sehr klassisch, in MS-DOS. Während andere vor Live und/oder Logic Hüllkurven hin und herschieben, klickt er sich durch eine Tracking-Software, die, so vermute ich, an Synthies geknüpft ist. Das ist musikalisch nicht so unbedingt das meinige, aber technisch durchaus ein Ohr wert.

Und wenn schon Alte Schule dann richtig Alte Schule. Seine Sounds vertreibt er nicht nur digital, sondern auch auf 3,5er Floppy Disc. Natürlich.

Thump hat ein lesenswertes Interview mit dem jungen Nerd.


(Direktlink)


(Direktlink, via Pudding)

12 Kommentare

  1. Heinz14. Februar 2014 at 10:26

    Die Sounds kommen aus der eingebauten Soundeinheit des Computers und nicht aus externen Synthies. Deshalb klingt die Musik auch nach Computerspiel.

  2. suspects14. Februar 2014 at 10:30

    Woha das ist mal echt fresh was er da macht ♪└(・。・)┐♪┌(・。・)┘♪┌(・。・)┘♪

  3. Clemens Ratte-Polle14. Februar 2014 at 12:50

    der nutzt halt ältere software, nix besonderes.
    die sounds muss nicht eingebaut sein, das könnten auch sound-dateien sein: wav, die als insturmente in der tracker-software angespielt werden. man kann aber auch massig keyboards u.a. per midi damit ansteuern.
    das ist nicht schwer und keine große kunst.
    .
    der c64 kannte schon tracker-ähnliche programme, aber ohne wave-sounds. musik 4-stimmig war was :)
    der amiga hatte vllt zuerst tracker-software, wo samples als instrumente benutzt wurden.
    dann, so weit ich mich erinnern mag, hab ich damals kaufbare 8bit wave-samples als soundbanks auf die gravis ultra-soundcard geladen und per midi angesteuert, dann selbst „gesampled“.
    auf dos war fasttracker 2 lange zeit mein ding, später impulsetracker u.a.
    die eingebauten sounds waren wirklich, so wie man hört, grottig – aber nun wohl eher nostalgisierend schön.^^
    .
    es gibt noch eine riesige (nur scheinbar versteckte) demo-szene, wo neben programmieren, grafik, design auch musik zum wettstreit gehört :) das ist wirklich phänomenal, was man aus hardware rausholen kann. ich guck mir das seit c64 und eigenen mini-cracktros (nimrod, cns) über 20 jahre schon an :)
    beispiel, was jeder c64er kennt:)
    Shades by Chris Hülsbeck (SID played on real C64)
    https://www.youtube.com/watch?v=H6tM6ExD06g
    natürlich biegt man auch hier hüllkurven uvm. um.^^
    .
    https://de.wikipedia.org/wiki/Demoszene
    schaut euch die demoparties an!
    lieblingsgruppe:
    früher: kfmf (kosmic, maelcum)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kosmic_Free_Music_Foundation
    aktuell: Farbrausch
    http://www.farb-rausch.de/

  4. Vasilie14. Februar 2014 at 14:26

    Der scheint mit irgend einem Tracker Clone zu arbeiten. Sieht stark nach nem frühen Fasttracker aus oder ModPlugTracker. Sehr schickes Spielzeug. Damit hab ich vor 20 Jahren auch angefangen.

  5. Vasilie14. Februar 2014 at 14:29

    Vasilie,

    Adlib Tracker II isses, schreibt er unter dem einen Youtube Video.
    „Created using Adlib Tracker II, a DOS based sequencer which controls the YMF262 (opl3) Yamaha FM synthesis chip.“

  6. Raoul15. Februar 2014 at 10:30

    Gibt es seine Sound-Software auch für Linux Konsole? Ich denke eine Portierung sollte keine all zu grosse Sache sein. Oder sonnst DOS-BOX oder freeDOS auf einer VM verwenden.
    Trotz der ASCII Grafik sieht das Prog. echt gut aus oder gerade wegen dem… ich schwelge gerne in der ASCII Vergangenheit.

  7. Knusper15. Februar 2014 at 12:57

    Was geht denn hier für eine Klugscheißerei in den Kommentaren ab… ;)

  8. Marc Shake15. Februar 2014 at 14:45

    Mitm AdlibTracker bin ich PC-seitig auch angefangen. Dann war’s Xtracker (der hatte auch diese „Turbo-Pascal-Oberfläche“. Dann kam Windows 95, auf dem lief dann Modplug Tracker (mittlerweile richtig gute Opensource mit VST/Rewire usw.) aber seit 2001 nutze ich Renoise.

    Mit FLStudio, Ableton, Cubase und Co. werde ich einfach nicht warm. Das der Tüp nen ollen MSDos-Tracker nutzt, ehrt ihn aber richtig stylish wäre es, wenn er Octamed aufm WinUAE oder so nutzen würde.

    Mittlerweile gibt’s ja auch vollwertige DAWS unter Android und Iphone. Caustic zum Beispiel. http://www.trancefish.de/blog/show/Musikproduktion/Sequenzertipp+Caustic/

  9. Clemens Ratte-Polle15. Februar 2014 at 14:50

    zu Adlib-Tracker: ich erinnere mich an die Adlib-Soundkarte… von dem Gedudel wollte jeder sofort von wech und eine coole Soundblaster mit Wavetables haben :))
    http://www.retrothing.com/2007/07/adlib-sound-car.html
    https://www.youtube.com/watch?v=iAt_OKfjS3E
    Diese Synthie-Sounds klingen mir heute noch nicht schön in den Ohren, während die Spiele dazu brillant waren: Monkey Island usw.:)
    Immer noch besser als das Bliep und Krk des PC-Leisesprechers nebst monochromer -Grafik.
    .
    Aber es gab ja auch noch Software-Soundcards, die Soundkarten-Hardware emulierten und die man mit eigenen Sound-Samples bestücken konnte, als virtual MIDI Out device: So wie professionelle Musikstudios :) Aber das schluckte CPU-Power.
    Zig Disketten mit Soundfonts und Libraries hatte man *brrr*^^. Aber man konnte Spaß haben, indem man Samples austauschte, z.B. durch die eigene Stimme :)
    Softsynth war das Zauberwort:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Software_synthesizer
    .
    Aber das Grundproblem an Midi: Die Musik klang immer so wie die Soundkarte, nie so, wie die Komponisten das gerne hätten.
    Also wurden Tracker und das Mod-Format erfunden, die ihre Original-Instrumente gleich mitbrachten :)
    .
    zu Klugscheißerei: nee, jeder schreibt hier seine Erfahrungen dazu auf. Newbies sollen ja fundiert auf die Retro-Schiene aufspringen :)

  10. Marcel15. Februar 2014 at 16:55

    Und die coolen hatten eh ne Gravis Ultrasound Max.

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