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Doku über den Frontmann von Feine Sahne Fischfilet in der Mediathek: Wildes Herz

Ich hatte hier über Wildes Herz geschrieben und die wirklich sehenswerte Doku über eine durchaus streitbare Persönlichkeit, die daraus auch keinen Hehl macht, im Kino gesehen. Ein Film von Charly Hübner über Jan „Monchi“ Gorkow, der heute Nacht im Ersten läuft, aber schon jetzt in der Mediathek geparkt wurde. Wer sie noch nicht gesehen haben sollte, kann das jetzt nachholen. Ich empfehle das.

8 Kommentare

  1. Jakob8. April 2019 at 00:09

    Spannende Doku, danke für den Tipp!

    Witzigerweise taucht Jan Gorkow heute auch im Rostocker Polizeiruf auf …

  2. Upe8. April 2019 at 08:22

    bissl widersprüchlich alles & keine wirklich kritische auseinandersetzung mit der eigenen vergangenheit. aus der rostocker hools-nazi-szene stammend & scheinbar immer noch seine buddys dort aber gleichezit der antifaschist nummer 1. bandmitglieder mit landser-heften etc. naja…

  3. Basti8. April 2019 at 15:01

    @ Upe:
    Es ist ja bekannt, dass Monchi in der Ultra Szene aktiv war, woher kommt denn die „Nazi-Hool“ These? Die höre ich zum ersten Mal. Soll ja auch durchaus links verortete Hools geben ;-)

  4. Upe8. April 2019 at 15:34

    jede (ost)deutsche ultra-szene war & ist mit nazis durchsetzt. in vorderster front damals zu marschieren, war ohne ein teilen oder zumindest tolerieren von diesem gedankengutes aus meiner sicht nicht möglich.

    • Donngal8. April 2019 at 16:27

      Er selbst sagt doch im Film, dass seine Politisierung erst nach der Ultra-Zeit anfing. mit 14 haben wahrscheinlich die wenigstens ein so gefestigtes Weltbild, dass sie sich da klar positionieren. Finde das nicht verwunderlich. Und dass nicht jeder in seiner frühen Pubertät die richtigen Entscheidungen trifft wundert mich auch wenig. Die einen kaufen Landser-Hefte, die andern hören Onkelz. Wer war denn mit 12-14 sofort geschmackssicher und weltanschaulich gefestigt?

    • Ronny8. April 2019 at 16:31

      Is Quatsch. Auch im Osten gibt es antifaschistische Ultra-Gruppierungen. Vorneweg beim SVB03, aber auch bei Union, Jena und sogar Rostock gibt es antifaschistische Ultras.

      Ganz davon ab ist es vielleicht wirklich so, dass Monchi damals mit Nazihools unterwegs war. Warum du davon ausgehst, dass er immer noch mit diesen Leuten rumhängt, erschließt sich mir nicht. Warum widersprüchlich sein soll, in seiner frühesten Jugend mal Landser-Hefter gelesen zu haben und heute Antifaschist zu sein, ebenso wenig.

      Und warum du Ultras mit Hools gleichsetzt, naja…

  5. Upe8. April 2019 at 18:43

    Klar gibt es antifaschistische Ultras. Vermutlich sogar beim Chemnitzer FC. :) Marschieren diese in der ersten Reihe? Wohl kaum… Wer sich aber etwas mit den Ostclubs & den Ultrastrukturen auskennt, weiß dass Hansa Rostock (wie auch viele andere Vereine) naziverseucht sind. Die Doku thematisiert leider überhaupt nicht seine politische Gesinnung zur damaligen Zeit. Und wie kam es dann zu dem Wandel? Auch darüber wird nicht gesprochen. Am Ende ist der ganze Film nur eine – mittlerweile übliche – Gefälligkeitsdoku, die dem porträtieren Subjekt narzisstisch streichelt. Damit hat er es nun immerhin in eine Riege mit Lady Gaga & Mario Götze geschafft. Toll. :-)

    • Ronny8. April 2019 at 19:37

      Warum die platte Polemik? Den Chemnitzer FC habe ich ganz bewusst nicht erwähnt. Wer sich mit den Strukturen der Ultraszene im Osten auskennt, differenziert und knallt keine oberflächlichen Pauschaliesierungen raus. Auch und gerade deshalb, weil er den Leuten vor die Füße kackt, die tatsächlich antifaschistische Strukturen in die Kurven tragen. Ein Auskenner bist Du also schon mal nicht, auch wenn Du vorgibst einer zu sein.

      Und vielleicht wollte die Doku nicht die „politische Gesinnung“ eines Teenagers beleuchten, sondern eine Persönlichkeit zeigen, die aus dem geworden ist. Also ganz, ganz vielleicht.

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