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Ein Supermarkt hat die BILD aus dem Angebot genommen – und wird nun mit gar keinen Zeitungen mehr beliefert

Edeka Heymer in Chemnitz hat sich vor geraumer Zeit dazu entschlossen, seinen Kunden nicht mehr die BILD als Tageszeitung anzubieten. Gut so, sollten sich andere Händler ein Beispiel dran nehmen. Allerdings hat diese Angelegenheit nun Konsequenzen für den Laden. Diese allerdings werden recht locker genommen.

Bildschirmfoto 2015-05-26 um 16.37.05


(via BILD Blog)

13 Kommentare

  1. Phillip26. Mai 2015 at 16:54

    Das klingt wie ein Fall fürs Kartellamt

  2. haywood jablome26. Mai 2015 at 16:57

    Bild kündigen.
    Absage kassieren.
    Gekonnt kontern.

    So sieht eine Social-Media-PR-Double-Punch-Kombo aus!

  3. Carsten Dobschat26. Mai 2015 at 18:06

    Ich frage mich da schon länger, ob das überhaupt legal ist. Scheint ja wirklich so zu sein – von wegen: Der Grossist muss beliefern, aber der Händler muss dann nehmen, was der Grossist liefert. Erscheint mir auch ein wenig daneben auf den ersten Blick, andererseits wurde diese Regelung wohl mal eingeführt, damit die Einzelhändler eben nicht nur Rosinen picken (und eben nur die BILD verkaufen), sondern auch Zeitungen mit kleineren Auflagen im Angebot haben. Nur wer da was wie genau zusammen stellt (es hat ja nicht jeder Händler Platz für alles)…
    Aber irgendwie mal wieder typisch: Da nimmt man eine Regelung, die kleine Verlage und deren Erzeugnisse schützen soll und verwendet sie, um den Verkauf ausgerechnet der (noch?) auflagenstärksten „Zeitung“ zu erzwingen….

  4. BaseyMiC26. Mai 2015 at 18:16

    Schöne Sache! Eigentlich ist es zwar Aufgabe von Kunden, solch einen Schund wie die BILD zu boykottieren aber wenn sich die Kunden nicht selber schützen, macht es eben der Händler. Sauber :D

  5. steff26. Mai 2015 at 18:16

    Ich möchte generell nicht, dass Ladeninhaber oder Handelsriesen so konkret über ihr Zeitungssortiment entscheiden können. Das wäre (hier im Osten) Beispielsweise ruckzuck das Ende für die TAZ als Verkaufszeitung. Wer Vielfalt will, muss auch die Bild ertragen können.

  6. WinneBo26. Mai 2015 at 19:02

    Für „Bild“- Kunden sicher ein erschreckendes Eingeständnis der Ignoranz. Für Sportinteressierte eine Absage auf kurze Info`s. Der Verkäuferin empfehle ich „Das Magazin“ in kleinem Umfang mal anzubieten. Wird sich heraustellen, was Kunden/innen wünschen.

  7. Joe27. Mai 2015 at 02:35

    Es ist gemäß eu-recht nicht mehr rechtens sogenannte Gebietsklauseln einzubringen

  8. glamorama27. Mai 2015 at 08:54

    Springer ist besonders hartnäckig, wenn es um die Verbreitung seiner Produkte geht. In unserem Haus wurde beispielsweise die über mehrere Wochen andauernde ungewollte, kostenlose Zustellung einer Springer-Zeitung trotz mehrerer schriftlicher Aufforderungen zur Unterlassung erst nach einem Anwaltsschreiben eingestellt.

    Auch in Berlins öffentlichem Nahverkehr kann man sich der Springer-Propaganda nicht mehr entziehen: Das „Berliner Fenster“ informiert auf den Displays in den U-Bahnen wahlweise mit Nachrichten der B.Z. (Springer) oder N24 (ebenfalls Springer).

  9. glamorama27. Mai 2015 at 08:57

    PS: Dass von allen Nachrichtenportalen bisher ausschließlich „Russia Today“ über den Fall Edeka Heymer berichtet, lässt ebenfalls tief blicken. Unsere Einheizmedien sind eben auch Einheitsmedien: In einer Medienlandschaft, in der die Redakteure ohne moralische Bedenken zwischen „BILD“ und „Spiegel“ hin und her wechseln, pisst man sich halt nicht mehr gegenseitig ans Bein.

  10. bert bangen27. Mai 2015 at 09:14

    das sind die üblichen sitten im zeitungsvertriebs-gewerbe. welchem verlag gehört denn der mitteldeutsche zeitungsvertrieb?

  11. Falk D.27. Mai 2015 at 11:46

    Das mit dem Gebietsrecht sollte eigentlich zum Wiedergänger für den Mitteldeutschen Pressevertrieb werden. Denn wenn dieser auf sein Gebietsrecht besteht, setzt er sich auch einem Kontrahierungszwang aus. In sofern würde ich entweder auf Belieferung oder (und) Schadensersatz klagen. Andererseits wir haben die Zeitungen wieder aus dem Sortiment genommen. Zu wenig Umsatz bei zu großer Fläche.

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