
(von instantkarmabln , via Martin)
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Zum Inhalt springen -->Hübsch mit der Hand gebasteltes Papier Stop-Motion Filmchen von Kelli Anderson, das den Werdegang einer Schallplatte im Jahr 1930 bei Paramount Records zeigt. Auch hat sie schöne GIFs dazu gemacht.
A handmade video that recreates the inner workings of the defunct Paramount Records factory (where records by artists like Blind Lemon Jefferson, Louis Armstrong and Charley Patton were pressed in the 1920s and ’30s.) The video is made entirely from paper atop a plywood set.
https://vimeo.com/110725270
(Direktlink)
Ich hatte hier schon etwas länger über das großartige Tagebuch von Mikis geschrieben, welches er heute aus dem Jahre 1989 ins Netz überträgt. Das hier war sein Oktober und es war ganz sicher nicht der leichteste.
07.10.
Ich werd wach und bin nicht allein. Müller und Schulz sind da. Müller spielt mit seiner Pistole. „Na Wesensbitter, heute schon was vor?“ Ich weiß nicht, was ich darauf antworten soll. „Ach, schon angezogen unter der Decke, das macht es ja einfacher. Aufstehen und Hände nach vorn!“ Und dann klicken die Handschellen und ich werd in den Stasi-Trabant verfrachtet. Davor darf ich noch pissen gehen.
Ich sitze auf der folienverkleideten Rückbank, einen Sack über dem Kopf und weiß nicht, wo sie mich hinbringen. Zur Stasizentrale kann es nicht sein, dafür fahren wir zu lange.
„Wesensbitter, sie sind echt ein totaler Vollidiot, aber jetzt werden sie mal was lernen. Das werden sie nie vergessen.“
Es knallt in meinem Gesicht und ich spüre wie Blut aus meiner Nase läuft. Das ist also die harte Tour jetzt. Danach ist wieder Ruhe, nur der Trabantmotor röhrt weiter und die Direktübertragung von der Jubel-Parade im Radio ist zu hören. Wir fahren bestimmt schon eine Stunde, mir ist schlecht und ich krieg kaum Luft, als wir anhalten. Ich werde aus dem Auto gezehrt und auf den Boden geworfen.
Ich höre es plätschern und dann wird es nass. Ich brauch nicht lange, um zu realisieren, dass ich gerade angepinkelt werde. „Happy Republikgeburtstag, du Punk-Votze!“ höre ich Müller sagen. „Erschießen wir ihn gleich hier, oder müssen wir ihn ordnungsgemäß entsorgen?“ fragt Schulz.
„Pack ein den Wichser. Wir liefern den ab.“
Hab ich Angst? Ich weiß es nicht. Ich hab mir geschworen, vor denen nicht zu kuschen und wenn das hier die Konsequenz ist, dann muss ich da durch.
Ca. 22.00 Uhr
Ich liege auf Betonboden, ich stinke, aber ich kann meine Hände wieder bewegen. Ich werde aus der Zelle abgeholt, bekomme einen schlabbrigen Dynamo-Trainingsanzug zum anziehen und werde ins Verhörzimmer gebracht. Mir gegenüber sitzt ein klassisches Schweinsgesicht.
„Name?“
„Alfons Zitterbacke.“
„Wolln wa witzich sein? Name!“
„Mikis Wesensbitter“
„Geboren am?
„12.12.1968“
„Geboren wo?“
„Berlin Lichtenberg.“
„Staatszugehörigkeit?
„DDR“
„Wohnhaft wo?“
„Dolziger Straße 45“
„Personenkennzahl?“
„Vergessen!“
„Wat?“
„Vagessen“
„Dit passt hier nich rin. Vagessen ist keene Zahl!“
„Ich kenn die doch nicht auswendig.“
„Jut, ick schreib jetzt 121268455555 rin.“
Ich zucke mit den Schultern. Mir ist egal, was er da reinschreibt.
„Häufig wechselnde Geschlechtsverkehrspartner?“
„Ja“
Er schaut mich an und leckt über seine Lippen.
„Echt?“
„Voll echt!“
„Muschis oder Pimmel?“
„Muschis!“
„Jott sei Dank! Mit die Schwulinskis hab ick Probleme. Durst?“
„Ja“
Er holt eine Flasche Fusel aus seinem Schreibtisch und gießt zwei Gläser voll.
Wir stoßen an.
Mit „Jut weiter!“ beendet er den inoffiziellen Moment.
„Union oder BFC?“
„Union!“
„Wußt ick! Ick och. Man, was haben die nachgelassen. Der Abstieg war doch echt die totale Scheiße. Mehr Durst?“
Ich nicke. Und er giesst den nächsten Schnaps ein.
„Fuss- oder Fingernägel?“
„Was?“
„Wat geeigneter ist, um deinen Willen zu brechen. Das Rausreißen deiner Fußnägel, oder deiner Fingernägel!“
„Pfff, beides Scheiße!“
„Geht so nich, ich muss mich für eins entscheiden.“
„Dann Fingernägel.“
„Würde ich auch sagen. Durst?“
„Sehr!“
Er gießt ein und wir trinken den nächsten Schnaps.
„Weißte, meine Alte betrügt mich, das macht mich total irre. Fickt mit dem Nachbarn Schulz, und das ist auch noch mein Kollege. Wie soll man denn dann bitte ein sozialistisches Kollektiv sein, wenn man so was weiß?“
Tja, was soll ich ihm denn da raten?
„Gieß mal den nächsten ein und dann lass mich raus. Sonst kommt meine Alte auch auf so komische Ideen!“ schlag ich vor.
„Echt? Nee das wünsch ich ja wirklich niemandem!“
Wir stoßen an.
Ich darf den abgetragenen Dynamo-Trainingsanzug behalten, meine eigenen Sachen sind in eine Tüte gestopft. Ich bekomme eine Behelfs-Fahrkarte und werde in einem Kübel-Trabant verfrachtet. Schweinsgesicht drückt mir die Hand und 20 Minuten später stehe ich in Oranienburg auf dem Bahnhof. Es stinkt nach ausgekochten Rinderhoden und laut Fahrplan fährt die nächste Bahn in drei Stunden. Die Mitropa hat zu, ich habe keine Kippen, kein Geld und nichts zu lesen.
Die restlichen Monate aus seinem Tagebuch aus dem Jahr 1989 in Ostberlin.
Einen Kommentar hinterlassenTeaser. Trailer für den Trailer. Vortrailer. Trailer. Maintrailer. Irgendwie haben die mittlerweile auch alle einen am Zaun mit dem Getrailerre. Sei es drum: hier der offizielle „Main Trailer“ zu dem letzten Hobbit Teil. Vermutlich kommt nächste Woche dann doch noch der „Post Main Trailer“, aber dafür kann ich dann auch nichts. Und ja, ich werde mir das auf jeden Fall im Kino geben gehen. Auch klar.
Ein Kommentar
„The K&D Sessions„. Für mich nicht nur eine der wichtigsten Alben der 90er Jahre, für mich DIE Platte meines Lebens. Mindestens 3673 mal gespielt, das Vinyl fast komplett geglättet. Selbst die matt-goldenen CDs haben die Jahre nicht überstanden, so das mir nur mäßig gut klingende MP3s davon blieben, die ich dennoch häufig höre. Ich liebe dieses einzig aus Remixen bestehende Album der beiden Wiener, die sich damit schon zum Beginn ihrer Karriere ein Denkmal gesetzt haben.
Laut FACT wird das Meisterwerk (hier auf Soundcloud) noch im November auf !K7 wiederveröffentlicht. Als fette 5-fach Vinylbox mit bisher unveröffentlichtem Bonus-Material. Außerdem kann man die K&D Sessions dann auch endlich ganz offiziell und geremastert digital erwerben. Vorbestellen kann man bereits jetzt auf iTunes. Und damit steht dann auch mein Wunschzettel für den Weihnachtsonkel fest. Die 5xVinyl-Box. Mehr muss es gar nicht sein.
The !K7 label is reissuing The K&D Sessions, a 1998 compilation of original tracks, dubs and remixes by Peter Kruder and Richard Dorfmeister that became a staple of bleary-eyed and blunted after-parties, soothing weary ears with their bass-heavy, downbeat moods drawing on funk, jazz, hip hop, dub and d’n’b.
The compilation has never been officially available digitally and has long since been deleted on vinyl, with copies going for big money when they do pop up. !K7 have spent painstaking years searching for the original rights holders and clearing the licenses in order to bring the album back in print, with a mastered-for-iTunes version coming on November 17 and a huge 5xLP vinyl box set and 2xCD reissue coming early next year, along with an audiophile quality digital version.
Tracklist:
Roni Size – Heroes. Kruder Bossa
Alex Reece – Jazzmaster. K&D Session
Count Basic – Speechless. Drum ‘n’ Bass
Rockers Hi Fi – Going Under. K&D Session
Bomb The Bass – Bug Powder Dust. K&D Session
Afrodelics – Rollin’ On Chrome. Wild Motherfucker Dub
Depeche Mode – Useless. K&D Session
Count Basic – Gotta Jazz
Rainer Truby Trio – Donaueschingen. Kruder Mix
Lamb – Transfatty Acid. K&D Session
David Holmes – Gone. K&D Session
Sofa Surfers – Sofa Rockers. Dorfmeister MIx
Mama Oliver – Eastwest / Stoned Together. Dorfmeister Mix
Bomb The Bass – Bug Powder Dust. K&D Dub
Kruder & Dorfmeister – Boogie Woogie
Sin – Where Shall I Turn. K&D Session Vol.2
Bone Thugs ‘N’ Harmony – 1st Of The Month. K&D Instrumental
Kruder & Dorfmeister – Lexicon
Knowtoryous – Bomberclaad Joint. K&D Session
Rockers Hi Fi – Going Under. Evil Love & Insanity Dub
Strange Cargo – Million Town. K&D Session
Knowtoryous – The Revenge of the Bomberclad Joint: The Kruder & Dorfmeister Session Pt. II (The Lost Tapes) ***
Count Basic – Strange Life (K&D Remix) ***
Count Basic – Hide & Seek (K&D Remix) ***
*** Bonus tracks
14 KommentareEs ist nicht mehr lang hin, bis die Weihnachtsgeschenke wieder unter Bäumen liegen sollten. Da kann man schon mal gucken, für wen sich in diesem Jahr was anbietet. Parfüm verschenkt man eh immer. Meistens an die, die man mag. Die, die man nicht mag, will man meistens auch nicht beschenken und es lässt sich manchmal dennoch nicht vermeiden. Dieses Shirt hier ist der optimale Weg, genau jenen auf ganz dezente und leise Weise mitteilen zu können, „Du, eigentlich find‘ ich dich nicht ganz so pralle!“
Keine Ahnung, wo man’s kaufen kann. Gab es mal von DVdasa, ist aktuell allerdings ausverkauft. Alternativ dazu gibt es aber das Meta-Butthole-Shirt. (Ich wüsste auch nicht, wem ich es schenken sollte und bleibe deshalb auch 2014 bei Parfüm.)

(via Björn)