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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Wohl weil etwas Liebe immer bleibt

Ich vertrete ja die Meinung, dass für jeden Menschen, den man irgendwann mal geliebt hat, einen kleines Stück des Herzens reserviert bleibt. Für immer. Egal, wie dann alles zu Ende ging – wo irgendwann mal Liebe war, bleibt immer mehr als ein Nichts.

Marina Abramović trifft während einer Kunstausstellung nach vielen Jahren völlig unerwartet das erste Mal wieder auf ihren ehemaligen Partner Ulay. Beide sind Künstler, die zumindest einen Weg ihres Lebens gemeinsam beschritten haben. Später dann trennten sich mit einer „dreimonatigen Performance auf der chinesischen Mauer. Beide liefen von dem jeweils anderen Ende der Mauer aufeinander zu, bis sie sich trafen. Der Abschluss war eine letzte Umarmung der ehemals Liebenden, die sich danach nie wieder treffen wollten.“

2010 veranstaltete das Museum Of Modern Art in New York eine Retrospektive der Künstlerin. Auf dieser fand die Performance “The Artist is Present” statt. Während der Öffnungszeiten der Ausstellung saß Abramović im Atrium des Museums an einem Tisch und schwieg, ihr gegenüber ein Stuhl, auf dem Besucher Platz nahmen. Einer dieser Besucher war Ulay, der ohne Ihr Wissen sich ihr gegenüber setzte.

Dann öffnet sie ihre Augen. Ich bin ein bisschen doll gerührt gerade. Wirklich.


(Direktlink, via Daniel)

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Ein Moshpit Simulator


(via Marco)

Keine Ahnung, auf welchen von irgendwelchen Daten gestützten Erkenntnissen dieser Moshpit Simulator von Matt Bierbaum basiert, oder ob diese dafür überhaupt herangezogen wurden. Ein nettes Spielzeug ist es allemal.

A JavaScript implementation of the simulations presented in the paper Collective Motion of Moshers at Heavy Metal Concerts. More details are available at Itai Cohen’s group website including videos of mosh pits, full simulations, and a brief description.

Play around. The buttoms above set up interesting initial conditions while the sliders allow you to control the parameters of the model. The keys WASD allow you to apply external forces to active MASHers. The graphs, as listed from the left, are a time average of the angular momentum, the current angular momentum, and the speed distribution. Read the help for more information.

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Wie man Wohnungen saniert, die von Städten und Kommunen als „unrenovierbar“ abgeschrieben werden

Tolle Aktion der Brass Band Moop Mama, die in einer Guerilla-Aktion eine Wohnung in einem Haus sanieren, das von der Stadt München eigentlich als „unrenovierbar“ deklariert, somit abgeschrieben wurde und nun einem Neubau weichen soll. Natürlich zeigt das Video hier nur die oberflächliche Renovierung von Wänden und Böden. Natürlich geht die im Regelfall viel tiefer, beginnt an feuchten Kellerwänden, alten Wasser-, Abwasser- und Elektroleitungen, endet im Dachstuhl und letztendlich auf dem Dach selber. Das wird hier nicht gezeigt, und dennoch wird deutlich, worum es gehen soll. Darum, dass es nur für ganz wenige Sinn macht, bestehenden Wohnraum wegzureißen um weit teurer Neubauten dort hinstellen zu können, die dann natürlich weit teurer vermietet werden sollen.

Die Gebäude auf dem Gelände Müllerstraße 2-6 sollen abgerissen werden, darunter das Eckhaus Müllerstraße 6, eines der wenigen erhaltenen Beispiele stilechter 50er-Jahre Architektur und städtebaulicher Fixpunkt an der Kreuzung Corneliusstraße. Die Stadt München möchte an dieser Stelle neue Wohnungen bauen. Die Kosten für den Neubau wurden im vergangenen Jahr von der Stadt recht vorsichtig mit 5,2 Millionen Euro beziffert. Planung, Grundstücksfreimachung, Abbruch, Außenanlagen, Ausstattung sind hier noch nicht eingerechnet, so dass das ganze Projekt nach sachverständiger Einschätzung mit mindestens 7 Millionen Euro zu Buche schlagen wird. Das Kommunalreferat sagt, eine Erhaltung des Gebäudes sei „nur mit ganz erheblichem Kostenmehraufwand” möglich. Das glauben wir nicht. Wir von der “Goldgrund Family”, engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtviertel, glauben, dass die Stadt einen Großteil dieses Geldes sparen könnte, indem sie das bestehende Haus einfach renoviert und erhält. Die Gebäude sind nach Aussagen von Architekten keineswegs abbruchreif. Eine zeitgemäße Sanierung würde einen Bruchteil eines Neubaus kosten. Es ensteht zwar etwas weniger Wohnfläche, dafür aber kurzfristig und billig. Wir haben schonmal damit angefangen und in den vergangenen Tagen eine der Wohnungen grundsaniert: neues Parkett, neue Küche, neues Bad, und ansonsten einmal schönmachen. Das Ergebnis: eine “Goldgrund-sanierte” Wohnung, nach der sich zehntausende Münchner Wohnungssuchende die Finger lecken würden… Das Ganze hat einen Bruchteil des Neubaus gekostet. Diese wurden in diesem Fall von uns getragen. Die Kosten der Modernisierung des gesamten Komplexes würden, nach unserer Einschätzung, maximal ein Fünftel des Neubaus betragen … Wohnraum muss her — je schneller desto besser. Würde man die jetzt bestehenden Gebäude sanieren, hätte man in einem halben Jahr 20 Wohnungen für kleines Geld. Das schafft zwar weniger Betongold für die Stadtbilanz, aber mehr Gold in den Herzen von akut Wohnungssuchenden…


(Direktlink, via Interweb3000)

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Bass auf kanadisch: Zeds Dead – Essential Mix vom 02.03.2013

70 Tracks in zwei Stunden. Und bei fast allen haben die Jungs von Zeds Dead ihre Hände im Spiel gehabt, die sie auch von den ganz Großen im Biz nicht lassen können, wie die hier fast dutzendfach verwendeten Edits und Remixe der beiden beweisen.

Und ja, da ist allerhand von dem bei, was man in Amerika zwar landläufig eben so „Dubstep“ nennt, was allerdings mitunter in Richtung Brostep geht. Natürlich. Aber genau danach ist mir jetzt gerade. Weil es so einiges gibt, was ich in der Tracklist hier abzuwarten bereit bin und weil das technisch definitiv ganz großes Kino ist.

Download nur gegen Zahlung eines FB-Likes. Ha-ha!


(Direktlink, via Deepgoa)

Tracklist:
zeds dead – slow – unreleased – white label
Rolling Stones – Gimme Shelter (Zeds Dead Remix) – WL
Memorecks – Trouble – U – WL
Zeds Dead and Memorecks – Love Me – U – WL
Sublime – Doin Time (Zeds Dead Remix VIP) – WL
Zeds Dead – Monkey – U – WL
Zeds Dead – White Satin – WL
Massive Attack – Paradise Circus (Zeds Dead Remix) – WL
TEED – Household Goods (Zeds Dead Remix) – Greco Roman
Zeds Dead – Dimention – u – WL
Portishead – Only You – Go! Beat
Zeds Dead – Back Home – U – WL
Breakage ft. Newham Generals – Hard – digital soundboy
Al Green – Simply Beautiful (George Lenton Remix) – WL
Zeds Dead – Womb – U – WL
Skream – Dutch Flowers – Tempa
zeds dead – rave – mad decent
zeds dead – rumble in the jungle – mad decent
zinc – nexx – Bingo Beats
Radiohead – everything in it’s right place (gigamesh and discotech remix) – WL
Sam Obernik, Tradelove – Bette Davis Eyes (Club Mix) – LoudBit
Zeds dead – ruckus the jam – dim mak
Zeds Dead and Omar Linx – Cowboy (Torro Torro Remix) – Ultra
Zeds Dead – 1975
Justice – Phantom pt. 2 (Soulwax Remix) – Because Music/Ed Banger Records
Zeds Dead – Demons – Mad Decent
Incredible Bongo Band – Apache – Mr Bongo/MGM Records
Brother to Brother – In The Bottle – Turbo Records
The Prodigy – Breathe (Zeds Dead Remix) – XL
Proxy – Dance in Dark – Dim Mak
The Bug – Skeng ft. Flowdan – Ninja Tune
Marina and the Diamonds – Lies (Zeds Dead Remix)
Zeds Dead – Trouble – Mad Decent
Zeds Dead – Rudeboy -San City High
Jason Falkner – Only You (Zeds Dead Remix) – WL
Zeds Dead – Purple Galaxy – U – WL
Chase and Status – Saxon – Ram
Zeds Dead – Twilight Zone – WL
Zeds Dead – Oh No – Inspected
Zeds Dead – Hit Me – Inspected
Zeds Dead – Adrenaline VIP – Inspected
Zeds Dead – Playa – Mad Decent
Rusko – Hold On ft. Amber Coffman – Mad Decent
Colin Munroe – Fight of My Life (Zeds Dead Remix)
Zeds Dead and Omar LinX – Crank – Ultra
Blue Foundation – Eyes On Fire (Zeds Dead Remix) – Ministry of Sound
Zeds Dead and Omar LinX – You and I – Jeffrees
Zeds Dead – By Your Side – U – WL
Bon Iver – Woods (Zeds Dead Remix) – WL
Zeds Dead – Coffee Break – WL
DJ Vadim and The Electric – Toot Toot (Zeds Dead Remix)
Zeds Dead – Ratchet – WL
Zeds Dead and Omar LinX – Out For Blood – WL
Sebastien Tellier – DIvine (Danger Remix) (Zeds Dead re Remix)
DJ Shadow – Midnight in A Perfect World – Mowax
RJD2 – Work – Definitive Jux
Zeds Dead – Nostalgia – U – WL
The Roots and Monsters Of Folk – Dear God (Zeds Dead Remix) – WL
Calyx – Give Myself To You – Moving Shadow
Pendulum – Masochist –
Nina Simone – Don’t Let Me Be Missunderstood (Zeds Dead Remix)
Zeds Dead and Omar LinX – Cowboy – Ultra
Zeds Dead – Undah Yuh Skirt ft. Mavado – Mad Decent
Zeds Dead and Memorecks – Jericho – U – WL
Zeds Dead and Omar LinX – No Prayers – Jeffrees
Tragedy Khadafi – Calm Down (feat. Nas, N.O.R.E.)
Gorillaz – Tomorrow Comes Today – EMI
Zeds Dead – Untitled

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Ein Sampler mit 40 Downbeat und Bass-Perlen für umme und warum das in dem Fall gleichsam toll wie schäbig ist

Die Macher von Golden Scissors hatten eine ziemlich nahe liegende Idee. Sie dachten, sie gucken mal, was das Netz so an wirklich schönen Ambient, Downbeat und Bass-Perlen so hergibt und bündeln all diese Nummern auf einem digitalen Sampler. Mit dabei jeder Menge Hochkaräter wie Shlohmo, Bonobo, XXYYXX, Gangways, Rihanna im Jerome LOL Edit und jede Menge anderer durchaus auch populär bekannter Größen in irgendwelchen Edits, die mal mehr, mal weniger offiziell ihren Weg zum kostenlosen Download im Netz fanden. Mitunter wirklich geiles Zeug dabei, wovon ich einiges schon lange auf der Platte habe. Eben weil ich es irgendwo ganz offiziell für ganz kostenlos downloaden konnte. Soweit, so gut. Das könnte als Beitrag dazu reichen.

Aber: es stinkt, dass man, um diese Compi laden zu können, erstmal seinen Fanhaken auf der Facebook Seite der Golden Scissors hinterlassen muss. Und das, obwohl sie im Begleittext dazu ermutigen, diese Compi zu teilen. Würde ich gerne und sofort tun, wenn es nicht jeden daran binden würde ein gezwungenes Like zu hinterlassen für eine Seite, die hier nichts anderes getan hat, als kuhle Downloads der letzten Zwei Jahre in zwei Ordner zu schieben, in eine Digitale Compi zu packen, ihr Branding draufzuknallen und sich somit zu einem Vertrieb stilisiert, der dann nicht mal barrierefrei ist. Um an Musik zu kommen, die Künstler im Regelfall völlig frei ins Netz stellten, soll man nun also eine Leistung für jene vollbringen, die damit nicht wirklich etwas zu tun hatten. In Form eines Likes. Und das finde ich – in der Tat – schon ein bisschen schäbig. Wollte ich nur mal gesagt haben. Ich gehe nämlich davon aus, dass die Artists ja ihre Musik nicht verschenken, damit andere sich dafür Likes erpressen können. Ficker! Eine sehr merkwürdige Definition des Begriffes „Teilen“.

Und ja, ich verzichte auf diese Compi, weil ich für Derartiges kein „Like“ abzugeben bereit bin.

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