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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Adventskalender 2012, Türchen #15: Piet Kaempfer – Drift Away

Piet lernte ich mal über meine Arbeit in einem Dorf in der Mittelmark kennen. Er erfuhr irgendwie, dass ich Musik machte und wollte mal wissen, wie das so von statten geht. Er kam einen Abend mal rum und wir sprachen stundenlang über Musik, über den Soul, den gute Musik immer haben muss, über Cubase, Logic, Reason und über Studiotechnik. Er begann zu produzieren und entschied sich für progressiven Psy Trance, den er zusammen mit Ralph aus Halle unter dem Namen Protonica veröffentlichte. Das tun die beiden auch heute noch – und das auch international ziemlich erfolgreich.

Ich entwuchs dieser Szene ja ein bisschen, aber sah die beiden häufig auf den Mainfloors, der großen Festivals, auf denen ich im Chill spielte. Aber irgendwie verpassten wir uns dann immer wieder und haben tatsächlich ewig nicht miteinander gesprochen.

Auch deshalb fragte ich, ob er nicht Bock hätte einen Mix zu machen. Ich dachte eigentlich an etwas Chilliges mit Downtempo-Beats oder so. Was Chilliges wurde auch daraus, allerdings hat sich Piet nach anfänglicher Hängematte und schönem 303 Geblubber dafür einfach mal durch seine Drum ’n‘ Bass Lieblinge gespielt. Und das ist verdammt gelungen. Musik für einen Samstag wie diesen, nach den für mich härtesten drei Tagen des Jahres. Liquid und mit Bass.

(Keine Ahnung, was bei Rico heute los ist, ich ersetze den Player nachher, wenn er den Mix freigibt. Bis dahin erstmal im Zippy-Player. Und so spät, weil ich gestern Abend aus London zurückkam und vom Flieger direkt in die Betriebsweihnachtsfeier gefallen bin. Dann fiel ich heute Morgen so gut wie tot ins Bett und schlief und schlief und schlief. Ihr versteht das.)


(Direktlink)

Style: Drum ’n‘ Bass
Lenght: 01:00:29
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
01 Third Ear Audio – Intro
02 Moderat – 3 Minutes Of
03 Moderat – Nasty Silence
04 Genuine – Upon The Face Of The Deep
05 Desert Dwellers – Seeling Things
06 Submotion Orchestra – It’s Not Me It’s You (Alix Perez Remix)
07 Command Strange – Pleasure
08 Submotion Orchestra – All Yours (S.P.Y. Remix)
09 Andrew Bayer & Matt Lange – In & Out Of Phase (Calyx & TeeBee Remix)
10 Hybrid Minds – Lost
11 Quadrant – Expanse
12 Quadrant & Iris – Sparse
13 Quadrant – Scandal
14 FD – Sometimes

Alle Adventskalender-Mixe 2012 hier.

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Beck’s Live im E-Werk Berlin – mit Bloc Party, C2C und Kid Simius

Ich mag ja Bier nicht sonderlich, aber ich kenne das E-Werk noch von damals (ha!) und habe wohl mehr Stunden darin verbracht, als einige der jungen Hüpfer das heute im Berghain tun. Außerdem habe ich eine ganz dolle Schwäche für Bloc Party. Die begleiteten mich mal durch eine ganz ganz schwere Zeit, und ich las mal ein ganzen Buch zu nur einem Song von denen: „So here we are„. Vielleicht, womöglich sogar einer der besten Songs, die je auch der Feder von Kele Okereke kamen. Und wirklich, ich las dieses ganze Buch komplett nur im Repeat-Modus mit diesem einem Song. Ich weiß, dass das manche komisch finden, aber macht das mal: lest mal ein ganzen Buch mit nur einem Song im Kopf. Die determinierende Wirkung von beidem zueinander ist unfassbar tief. Du wirst nie mehr den Song hören, ohne in der gelesenen Geschichte zu versinken, du wirst niemals über dieses Buch reden können, ohne diesen Song in der Birne zu haben. Denn wenn irgendwelche Synapse in der selbigen auch nur einen Sinn haben, dann den, sich unter genau diesen Umständen so dermaßen zu verknoten, das man diese Knoten mit in sein Grab nehmen wird; Punkt. Genau hier wird das so sein.

Aber darum geht es eigentlich gar nicht. Es geht schon um Bloc Party und um das E-Werk (was eine ganze andere Geschichte wäre). Und es geht um Bier, um Bier von Beck’s. Die nämlich holten am 17. November Bloc Party ins Berliner E-Werk, was ich aus Gründen seit 1997 nie wieder betreten habe und es wohl auch nie wieder tun werde. Auch nicht, wenn Bloc Party da spielen. Das liegt weniger am Bier und noch weniger an Bloc Party, die ich schon unheimlich gerne mal live sehen wollen würde, und wäre es nur für diesen einen Song – ich bring mir auch das Buch mit.

Neben Bloc Party waren C2C und Kid Simius am E-Werken und haben sicher alles gegeben, um dem geneigten Gast eine auf die Mütze zu geben. Hier ein sehr kuhles 360° Video, das den Abend zusammen fast und Bloc Party beim Schaffen zeigt. Und genau so was würde ich mir perspektivisch dann auch mal für Live-Streams von Konzerten wünschen. So mit 360° Panorama Cam und 320 k/bits auf dem Ohr. Das wäre doch mal was.


(Direktlink)

[Hinweis: Beck’s hat dafür Geld bezahlt, dass dieser Artikel hier erscheint. Beck’s hat darauf inhaltlich keinerlei redaktionellen Einfluss. Und manchmal, wenn der Wein alle ist, trinke ich auch Bier. Manchmal dieses. So wie ihr.]

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Adventskalender 2012, Türchen #14: Marko Fürstenberg – Adventsgemisch

Jetzt wird es schwierig – ich habe hier wohl in den letzten Jahren wahrscheinlich über keinen so regelmäßig irgendwas geschrieben wie über Marko Fürstenberg. Wir lernten uns mal über seine Musik, Bookings, die ihn erst nach Teltow und später dann nach Potsdam holten, persönlich kennen, sind der selbe Jahrgang mit ähnlichem musikalischen Background und mochten uns irgendwie, schreibe ich jetzt mal so. Außerdem diskutierten gerne über diese ganze Netaudio-Kiste.

Jetzt, wo seine Gesamtlaufzeit endlich auch auf Platte zu haben ist, kann er sich wohl etwas zurücklehnen und die Schubrakete auf Vinyl erstmal ein paar Runden im musikalischen Orbit drehen lassen. Ohnehin ist sein Output in den letzten beiden Jahren recht übersichtlich, was gan sicher nichts heißen will, denn fast keiner kann den aktuellen Dubtechno so gut wie er und ich bin mir sicher, dass er noch so einige Schubraketen starten wird. Bis dahin erst einmal dieser Mix von ihm.


(Direktlink | Thanks to Rico Passerini for hosting all this Mixes.)

Style: Deep Dub Tech
Lenght: 01:08:04
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
01 Underground Resistance – Transition (acapella)
02 youANDme – Mouche
03 Jonsson/Alter- Djup House (Dorisburg Remix)
04 Conforce – Stop Hold
05 Kenny Larkin – Glob (Ben Klock Mix 1)
06 Mike Dehnert – Bar2
07 Pacific Blue – Industry (Rrose Remix)
08 Salz – Orange Whip
09 Stimming – The Song
10 Savas Pascalidis – Sonic Groove
11 Skudge – Sandblast
12 Leftover – Desolate plains
13 The Analog Roland Orchestra – Velvet Green (Rhauder Remix)
14 Rhauder feat. Paul St. Hilaire – Sidechain
15 Stimming – November Morning

Alle Adventskalender-Mixe 2012 hier.

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Orbital live on KEXP

30 minütige Live-Session der beiden in den KEXP Studios. Und sie tragen immer noch diese lustigen Lampen, die mich bei einem ihrer Gigs in den 90ern schon mal derbe schickten.


(Direktlink, via Deepgoa)

Tracklist:
New France
Beelzedub
Wonky
Where Is It Going

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Adventskalender 2012, Türchen #13: Rudi Stöher – (irgendein kreativer Name)

Dann mache ich hier jetzt mal schnell noch was geradliniges, bevor uns das Wochenende wieder ausbremst.

Rudi, ey! Extrem kuhler Tüp, mit ganz viel Talent, sehr weitem musikalischem Verständnis, ohne jegliche Scheuklappen und mit einem Humor, der meinem sehr sehr ähnlich ist. Manchmal spielen wir zusammen, manchmal werden daraus persönliche Jahreshöhepunkte. Wie in diesem Sommer, als wir uns auf dem Kongress der hedonistischen Internationalen schon morgens um 08:00 Uhr hinterm Pult schwerstens mit Jägermeister betranken, die Leute mit unserer Musik aus dem Schlaf und uns alle gemeinsam in den Rhythmus eines schönen Sonntags zogen. Rudi verarschte dann noch kräftig mspro, was der nicht mitbekam und was das alles noch viel lustiger machte.

Wie auch immer: wenn Rudi alleine sein Ding macht, ist da immer ein nicht sofort greifbarer Flow drin, aber er wächst mit dem Lauf und Rudi ist einer, dessen Lauf bei 60 Minuten nicht aufhört, sondern im besten Falle genau dort erst beginnt. Und dann fährt er seine olle Dampflok so konsequent sicher, wie ein Hausmeister damals die alten Kohleöfen in den Schulgebäuden zu heizen wusste. Genau dann hält ihn nichts mehr auf. Dann gibt es Deepness aus allen verfügbaren Rohren. Und wenn dann noch die Leute tanzen und es unsagbar laut ist, hat Rudi das von sich gefordertes Fitnessprogramm ja erst absolviert. Alles andere ist Dessert und auch das serviert er zuckersüß.


(Direktlink | Thanks to Rico Passerini for hosting all this Mixes.)

Style: Deep House
Lenght: 01:47:14
Quality: 320 k/bits

Tracklist:
1. Jenova 7 – Sidewalk Flower
2. Candlestickmaker feat. Stateyourname – Drops Of Light
3. Dadub – Mechanics of Growth
4. DML – Forstenried
5. Shlomi Aber – Foolish Games feat. Moggli
6. Trio – Merry
7. RotaryDisco76 – Moonbus ( Nicholas Remix )
8. Cazuma – Yume
9. Dub Taylor – Transition State 4
10. Dirty Doering – Ete Pluvieux ( Sascha Cawa ft. Yukazu Remix )
11. Deep Future – One More Night ( Beatamines & David Jach Remix )
12. Robot Needs Oil – Fly Away
13. Lake Powel – Bright Eyes, Dirty Hair ( Acid Pauli & NU Remix )
14. Monkey Safari – Hi Lofe ( Ole Biege Remix )
15. Ray Okpara – Chi This Wonder Up ( Rodriguez Jr. Remix )
16. Uner – Pellene
17. Ray Okpara – Booty
18. Miyagi – Woodpeckers Love Affair ( Sascha Braemer & Dan Caster Remix )
19. HVOB – Dogs ( Oliver Koletzki Remix )

Alle Adventskalender-Mixe 2012 hier.

Ein Kommentar

Und weil jetzt eh schon alle schlafen: das Album braucht dieses Jahr leider etwas länger

Aber weil wir gerade ganz unter uns sind: es wird in diesem Jahr zum 24. Dezember von mir kein neues Album geben. Etwas später dann schon, aber eben nicht zu diesem Termin.

Das tut mir selber sehr leid, aber ich würde das nicht so abliefern können, wie der Anspruch an mich selber das für nötig hält. Will heißen: ich könnte schon, halbgar, halbherzig, einzig um dem Termin gerecht zu werden, aber das möchte ich nicht. Ich möchte nicht irgendwie aneinander gerotzte Tracks als Album verkaufen wollen, die in ihrer Gesamtheit genau das nicht sind: ein Album von und aus mir.

Das heißt jetzt nicht, dass es dafür noch ein weiteres Jahr brauchen würde. Vielleicht dauert es noch vier Wochen länger, vielleicht auch vier Monate. Aber wenn ich so etwas mache, will ich „abliefern“ im Sinne von „Dornenhecken für Dornröschen brechen“ und nicht in dem von „Hauptsache irgendwie halbtot über den Fluss kommen“ .

Die, die darauf warten, haben dafür sicher – vielleicht hoffentlich – Verständnis und wissen, dass es Sinn macht auch gerne etwas länger zu warten, ich arbeite innig daran und ich bin auf einem guten Weg. Vielleicht ist mir das Ergebnis dessen auch wichtiger als je zuvor. Wahrscheinlich sogar. Ja, eigentlich ist es genau das. Und was macht da schon ein mittlerweile fast schon traditionelles Datum? Genau: nichts. Hoffe ich.

Also: neues Album kommt, aber nicht zu dem von so vielen erwartetem Termin. Wäre ja auch langweilig wenn daraus tatsächlich eine fast schon erzkonservative Tradition werden würde. Diese sind schließlich da, um gebrochen zu werden.

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Du und deine Welt


(via Irgendwas mit Farben)

Und zack, hast du einen weltallerliebsten Ohrwurm. Eines der besten Alben, die in Deutschland je gemacht wurden. Ist eigentlich auch egal, aber.

Mal eben schnell noch auf den Player packen, um damit morgen durch London zu schlenzen, aye.


(Direktlink)

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