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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Platte(n) der Woche #28

Kuba – How The Future Sounded | 2009 | Chillcode
Ich bin ja immer etwas vorsichtig mit so Psybient. Zu groß die Gefahr im Kitsch zu ersaufen, was natürlich nicht allgemein gültig ist, es gibt auch in dem Bereich großartige Platten. So wie diese hier. Sehr nativer Sound, fette Dub-Basslinien, mit satten Drums, jeder Menge Synthisequencen, Flöten, anderen Bläsern, Gitarren, Vocalfetzen, ganz ohne Gesang und mit einem Kofferraum voller Effekte. Klingt sehr handmade das alles, obwohl man das heute ja immer schwer ausmachen kann. Die Ethno-Elemente gehen mir, ganz anders als sonst, nicht permanent auf den Puffer, sondern schmiegen sich so in den Sound, wie sie dort hingehören. Runden alles ab. Die schnelleren Nummern sind durchaus tanzbar und erinnern ein wenig an die früheren Le Mar- Alben, die auf Spirit Zone kamen. Diese Band – kann man hier mit Recht so sagen – würde ich mir gerne mal Live auf einem Open Air im Sommer geben wollen. Klasse Album!
(Reinhören)

Various Artists – compilation 01 | 2009 | Load and clear
Ziemlich frisches Netlabel aus Belgien, dass als zweite VÖ gleich eine Compi bringt. Furchtbare Seite, furchtbares Artwork dafür um so besseren Sound. Kann man so machen. Hier versammelt sich von verrauschtem dubbigem Ambient bis zu Dubtechno mit Dubstep-Anleihe alles. Und das klingt wirklich gut. Ziemliche Überraschung, diese Compi.
(Download unter CC-Lizenz)

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Habe das Gefühl, eine Entscheidung über die Zukunft eines jungen Menschen mitverantworten zu müssen, wenn der nicht schnellstens den Finger aus seinem Hintern zieht. Fühlt sich shice an. Auch wenn diese Entscheidung richtig ist, ist sie die denkbar schlechteste. Für den jungen Menschen.

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Vrgb VHS Visual Music Composition

Verrücktes Zeug. Ich weiß zwar nicht so ganz genau, was die da machen, aber es sieht interessant aus. Irgendwie.

excerpts from a live mixing session performed on 8 VCR decks with some analog feedback/delay effects.

May contain micro samples from Yuri by Meat Beat Manifesto,
Right as Rain by Deadbeat, Circus Train by Patric Dawes,
Silver Circle by Jan Jelinek and Renku Corporation.


(Direktlink, via today and tomorrow)

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Ich denke, der 1.Mai in diesem Jahr wird um einiges lauter als die der letzten Jahre. Zumindest würde ich mich nicht darüber wundern, wenn dem so wäre.

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Diese neuartigen Öko-Acryllacke haben Verlaufseigenschaften schlechter als Honig, brennen zu schnell auf und riechen nicht mal nach Lack. Das ist doch kein Lack! Shicezeug.

[File under: Dinge, über die keiner spricht.]

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Just my daily two cents

Der NEUE Tresor – was ist übrig? | Tanith
Tanith macht mal einen Schnitt und guckt was vom alten Tresor in dem neuen übrig blieb, in dem ich immer noch nicht war. Da er Quasi-Insider ist, liest sich das sehr interessant.

Trailer for ‚Totally Wired‘ | Vimeo
This is the trailer for the forthcoming documentary ‚Totally Wired‘.
A documentary film about Andreas Schneider’s infamous ‚Schneider’s Buero‘, the boutique electronic musical instrument shop in Berlin.

Die De:Bug hat außerdem ein Interview mit Niamh Guckian, dem Macher dieser etwas eigensinnigen Dokumentation.

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Komplettausgaben: DDR-„Genex Katalog“ und „Genex Katalog Auto“ von 1977

Der Genex Katalog war ein Katalog, der im Westen angeboten wurde, damit die im Westen lebenden Verwandten und/oder Bekannten Geschenke in die DDR machen konnten. Jeder Ossi über 30 hat davon ganz sicher schon mal gehört. Anfänglich gab es nur Ostprodukte, in den 80ern allerdings gab es dann von Lebensmitteln über Autos bis hin zu ganzen Häusern alles was das Herz begehrte – auch die Westwaren. Jene Leute im Osten, die über Genex Waren bezogen, hatten immer besonders viele Freunde, wenn ihr versteht. Bekannte meiner Familie haben sich ein ganzes Haus so zukommen lassen. Allerdings haben sie dafür nötige Kohle vorher auf komplizierten Umwegen in den Westen transferiert. Kurz nachdem sie ihr Haus bezogen hatten, sind sie im Jahr 1989 ausgereist, aber das ist eine andere Geschichte.

Wikipedia hat zu dem Katalog auszugsweise das hier:

Die Geschenkdienst- und Kleinexporte GmbH (kurz Genex; später nur noch Genex Geschenkdienst GmbH) war ein am 20. Dezember 1956 von der DDR-Regierung gegründetes Unternehmen. Es war eine der wichtigsten Devisenquellen der Kommerziellen Koordinierung, einer Abteilung des Ministeriums für Außenhandel der DDR. Hauptsitz war in Ost-Berlin.
[…]
Die Waren im Katalog waren zu etwa neunzig Prozent aus der DDR-Produktion. Neben Lebensmitteln und Konsumgütern wie Möbeln, Kosmetik, Kleidung, Werkzeug und HiFi-Anlagen konnte man aber auch Motorräder, Autos (ohne die sonst üblichen mehrjährigen Wartezeiten), Campingwagen und sogar ganze Fertigteilhäuser, die so genannten Neckermannhäuser, bestellen.

Neben Motorrädern von MZ und Simson, sowie z. B. 1986 einem Yamaha-Motorrad, gab es die ostdeutschen Autos Trabant, Wartburg (auch als Pickup) und Barkas sowie osteuropäische Fahrzeuge von Škoda, Polski Fiat und Lada, die in der DDR schon als bessere Wagen galten. Aber man konnte auch ausgewählte Modelle von westeuropäischen Automobilkonzernen verschenken. So wurde z. B. im Katalog von 1986 ein Fiat Uno 60 Super, Renault 9 GTL, Ford Orion, VW Golf, VW Passat und der VW Transporter angeboten. Auch die Marken Mazda und Volvo gab es zeitweise im Angebot. Hierbei war zu berücksichtigen, dass bei einigen westeuropäischen/japanischen Marken die Ersatzteilversorgung nur für fünf Jahre gegen Mark der DDR erfolgte; danach nur noch gegen DM.

Dem Beschenkten entstanden keine Kosten, die sonst schwer erhältlichen Waren wurden ohne große Wartezeit (bei Autos beispielsweise nur vier bis sechs Wochen) direkt an die DDR-Bürger geliefert.

Wer also das Glück hatte über Genex Geschenke zu bekommen, war die kuhlste Sau in Town, um das mal salopp zu sagen.

Ich habe immer wieder mal versucht, an so ein Teil ranzukommen, was mir nicht gelang. Vor einigen Tagen bin ich dann im bei Dirk Schuette über diese drei Komplettausgaben gestolpert. Ich habe versucht, herauszubekommen, wer sich die Mühe gemacht und die Kataloge gescannt hat, was mir leider auch nicht gelungen ist. Anne vom Pappenforum hat sie von irgendwem als Kopie bekommen und in Umlauf gebracht, weiß allerdings nicht mehr, wer genau das war, was schade ist. Ich hätte nämlich gerne gefragt, ob es okay ist, wenn ich die Bilder auf Flickr lade. Ich finde nämlich, dass diese Dinger unbedingt ins Netz gehören! Deshalb habe ich sie nun ohne ausdrückliche Zusage von irgendwem hoch geladen und hoffe damit niemandem auf die Füße zu treten. Das es mit der Jauerfood AG Ärger geben könnte, schließe ich mal aus.

Der Autokatalog von 1977, der ein echter Kracher ist

Ich liebe diesen DDR-Fundstücke, von denen es im Netz immer noch viel zu wenig gibt. Auch sehenswert für den geneigten Leser, der heute zu der Seite der Schenkenden gehören würde.

Flickr-Alben:

Downloads als pdf:

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