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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Spontan den Einfall gehabt, mir die Haare abschneiden zu lassen. Glatze wäre im Hinblick auf meinen Arbeitstag am 1.Mai irgendwie praktisch. Gedanken schnell wieder verworfen, aber die Grundidee bleibt erst mal.

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Graffiti Archaeology

Ich kann mich an das bunte Berlin der Neunziger erinnern in dem Graffitis nie lange Bestand hatten. Manchmal war das gut, manchmal war das auch sehr schade, man wünschte sich das ein oder andere Piece gerne zurück, weil es schöner war als das, was dann drüber kam. Graffiti Archaeology hat sich vielleicht Ähnliches gedacht und daraus ein Dokumentationskonzept entwickelt, was die selben Wandflächen immer in verschiedenen Zeitabschnitten darstellt. Dann immer mit jenen Graffitos, die zu jenem Zeitpunkt gerade die Wand zierten. Einfach und übersichtlich in Flash. (Ja, sowas soll es geben.) Das Graffitis graue Wände lebendig machen, wird hier umso deutlicher.

Muss man gar nicht viel erklären, sondern einfach mal selber klicken. Und dann kann sowas bitte auch mal einer für Berlin bauen. Die S1 lang, beginnend 1990. Danke.

(via)

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Fast hätte ich hier eben Spliff gebracht, aber das geht nicht. Außerdem trinke ich gerade Yogi-Tee, was durchaus in einem mir noch nicht ersichtlichen Zusammenhang stehen könnte…

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Es schmerzt beim Sehen

Es ist schwer zu beschreiben, dieses Gefühl. Einfacher vielleicht für jene, die selber eine persönliche Bindung dazu haben. Eine Bindung, zu dem Umstand, dass man früher oder später seine Sprösslinge, seine Kinder, in eine mehr oder weniger öffentliche Erziehungsinstanz geben muss. Vielleicht nur kurzeitig, weil man doch eine gewisse Zeit am Tag arbeiten muss, die Kinder ja aber trotzdem irgendwie betreut werden müssen. Oma ist keine Option auf immer und Soziales nehmen die Kleinen so vielleicht noch am einfachsten auf. So zumindest die Hoffnung.

Bei mir hieß das zu jener Zeit „Kindergarten“ und ich ging gerne hin, glaube ich. Heute heißt das wahlweise „KiTa“, „Kinderladen“, immer noch oder nun wieder „Kindergarten“, aber auch „Tagesmutter“. Was alle dieser auerhäuslichen Betreuungsinstanzen als zwingend von den Eltern, die ihre Kinder dort täglich abgeben, erwarten müssen, ist Vertrauen. Vertrauen in die Tätigkeiten der Betreuer, die nicht nur betreuen, bespielen, verwalten, verwahren oder bestimmen sollen, sondern sie sollen auch in der Lage sein, Liebe zu geben, Trost zu spenden, Zeit zu haben, Interesse und Geduld zu zeigen. Mindestens. Weiter nach oben gibt es da eine kaum definierbare Grenze, die das Gute einschränkt, was diejenigen, denen man sein Kleines gibt, zu geben in der Lage sein sollten. Nach unten, zum Schlechten, ist die Grenze allerdings ziemlich deutlich und auch schnell geklärt. Alles was man selber nicht erleben möchte, sollte auch den Kindern erspart bleiben. Zumindest diese Erwartung teilen wahrscheinlich alle jene, die das o.g. Vertrauen aufbringen und ihre Kinder nicht nur in andere Hände, sondern eben auch in andere Herzen geben. Alles was den eigenen Norm, – Wertvorstellungen gerecht wird, sollten diejenigen vermitteln können, denen man das Unmögliche möglich macht und ihnen seine Kinder überlässt. Soweit zur Theorie.

Um so mehr schmerzt es mich zu sehen, dass manche der so genannten Erzieherinnen Kinder an den Armen hinter sich herziehen, sie vollblöffen, sie anbrüllen, erwarten, dass sie wie ein Hund auf die ihnen hingebläkten Befehle reagieren. Kurz und bündig. Kommunikation findet nicht statt, die Kleinen haben zu spuren. Stress und was weiß ich nicht noch alles. Ich glaube, dass das dem Vertrauen, was den Eltern zu geben nicht immer leicht fällt, nicht gerecht wird. Konkreter noch: Ich weiß, das dem so nicht ist, nicht so sein kann.

Geweint hat die Kleine heute am Bahnhof. Bitterlich geweint. Angeschrien hat die Alte sie, an ihr gezogen, sie geschubst, ihr Befehle entgegen gebrüllt. Immer in der Erwartung, das die Kleine spurt. Weil sie spuren soll, weil die Alte es so will, weil sie es gewohnt ist, dass immer alle spuren. Die Alte nennt sich Erzieherin und will womöglich für ihre Arbeit noch gewertschätzt werden. Fick Dich!

Wie es wohl den Eltern damit gehen würde, das zu sehen.

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