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Das Kraftfuttermischwerk Beiträge

Doku: Techno im Harz – Elektro, Bässe und Ekstase

Ich weiß genau, was damit gemeint ist, wenn hier gesagt wird, dass wir im Osten in den Jahren nach dem Mauerfall in einer kleinen Anarchie lebten. Tatsächlich waren es anarchistische Zustände, in denen wir uns weitestgehend komplett frei entfalten konnten. Über Jahre hinweg und für meine Wenigkeit einfach die wildeste und spannendste Zeit meines Lebens.

Wir fuhren jedes Wochenende auf einen anderen Rave oder in Clubs, die wir in Berlin nicht hatten – und davon hatten wir ja schon so einige. Trotzdem: Hamburg, Hannover, Frankfurt, München, Leipzig und manchmal verschlug es uns auch in den Harz, wo sich eine eigene Szene bildete. Diese Doku beleuchtet genau diesen Umstand von damals bis heute.

Techno, Trance und Transformation – zwischen DDR-Ruinen und postwender Euphorie formt sich im Harz eine Szene, die bis heute lebt.

Der Dokumentarfilm „Techno im Harz – Elektro, Bässe und Ekstase“ erzählt von einer Subkultur, die in den 1990ern aus leerstehenden Fabriken, improvisierten Raves und viel Idealismus entstand. Zwischen Blauer See, Ballenstedt und Vietnam wird klar: Techno war mehr als Musik – es war Ausbruch, Zusammenhalt und Widerstand.

Protagonist*innen wie Falk-Harro von Biela, Felix Schrader, Dimitri Hegemann (Tresor Berlin) und viele mehr geben Einblicke in 30 Jahre Clubkultur zwischen Anarchie und Aufbau.


(Direktlink, via Tanith)

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Weltraumqualle

Vor drei Wochen startete die Trägerrakete „Long March-7 Yao-10“ vom chinesischen Weltraumbahnhof Wenchang erfolgreich die Raumsonde Tianzhou-9. Der Start der Raumsonde bot ein ungewöhliches Schauspiel am Nachthimmel, benannt als „Weltraumqualle“.

As the rocket ascended, its exhaust plume formed a distinctive umbrella-shaped cloud high in the atmosphere – a large, glowing head with a trailing smoky tail – resembling a giant jellyfish swimming slowly across the sky. This phenomenon, often referred to as a “rocket cloud,” results from a “twilight effect” — the rocket exhaust interacting with light in the upper atmosphere under specific conditions, producing mesmerising patterns. About three hours after launch, Tianzhou-9 successfully docked with the rear port of the Tianhe core module of China’s space station.


(Direktlink)

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Elektronische Meditationen mit Tangerine Dream

Bestes Sonntagsmaterial bei Ö1 über das Schaffen von Tangerine Dream. Einer Band, die mich musikalisch mehr als nur ein wenig sozialisiert und nachhaltig geprägt hat und die hier immer wieder mal mit ihren älteren Platten durchläuft.

Leider nicht als Embed, aber der Klick mehr lohnt sich, wenn man Tangerine Dream mag.

Tangerine Dream gelten nicht nur als eine der global einflussreichsten deutschen Bands aller Zeiten, sondern auch als enorm produktive Wegbereiter der elektronischen Musik. Vergleiche mit ihren Zeit- und Geistesgenossen Kraftwerk oder Can sind durchaus angebracht. Nicht nur in den Genres Ambient, Trance und New Age oder Techno beruft man sich auf die Elektronik-Pioniere, auch als Schöpfer von Film-Soundtracks hat die Formation Spuren in der Populärkultur hinterlassen.

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Urlaub

So. Eine Woche Freibad, 100 Kinder, vier Tage Regen, sich ein daraus ergebenes Chaos, Aufbau, Abbau, beruflich das Jahreshighlight für alle Beteiligten und am Ende so gar keinen Bock mehr. Leute, ich bin durch und heilfroh, jetzt Urlaub zu haben. Ich hatte am Ende der Tage nicht mal mehr Bock, meinen Rechner aufzuklappen, weil halt wirklich durch… Das frühe Aufstehen: nicht so mein Ding. Das Scheisswetter noch weniger, aber geschafft.

Ich glaube ich hatte hier in den letzten 10 Jahren keine so lange unangekündigte Pause im Blog, aber das war okay. Generell hatte ich eine vergleichsweise sehr kurze Medienzeit, was in Zeiten wie diesen halt auch echt mal wirklich ganz gut tut. Verpasst habe ich, glaube ich, nicht so viel, und wenn doch, bin ich wahrscheinlich – oder sicher – auch ganz froh drüber. Die guten Nachrichten sind ja ohnehin eher spärlich gesät und besser scheint es diesbezüglich ja auch nicht zu werden.

Feedreader sagt 2397 Ungelesene. Die werde ich mir ganz sicher jetzt nicht geben. Ich habe im Garten noch ein paar Fahrradprojekte stehen, die angegangen werden wollen. Ich habe in den nächsten Wochen das 3000 Grad Festival, auf dem ich gemeinsam mit Rudi auf dem Meeresrausch Floor spielen werde, bin „Oberkapellmeister“ auf einer Hochzeit, fahre dann noch ein paar Tage nach Italien und Regionalliga ist auch endlich wieder. Heißt: ich habe zu tun. Hin und wieder werde ich mich hier melden. Mal mehr mal weniger intensiv.

Dazu GERDA.räubermädchens Opening im Acid Bogen // Rebellion der Träumer @ Kater Blau, ein Glas Sekt und jetzt hoffentlich mal so richtigen Sommer. Genau so will ich’s jetzt haben.

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Einen Fisch ins Netz malen und ihn dort schwimmen lassen

Falls ihr gerade nichts anderes zu tun habt, könnt ihr bei Draw a Fish einfach mal eben einen Fisch ins Internet malen und ihn dort dann in einem virtuellen Aquarium schwimmen lassen. Mit Fischen von anderen, die gerade nichts anderes zu tun haben. Ich habe gerade tatsächlich viele andere Sachen zu tun und trotzdem gerade einen Fisch ins Internet gemalt. Natürlich! Fish probability: 71,4%.

Bestes Prokrastinationsmaterial.


(via BoingBoing)

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Ein Fahrrad für alles

Ein Fahrrad für fast alle Gelegenheiten hat der Münchener Zweiradmechaniker Marcel Sayle erfunden. Auch um am Ende einfach weniger Fahrräder in der Garage zu haben. Gutes Teil, wobei ich nicht glaube, dass er sich dann tatsächlich von einem seiner Räder getrennt hat. Fahrräder schließlich kann man einfach nicht genug haben.

Lastenrad oder Reiserad? Stadt oder Gelände? Warum nicht alles in einem!
Der Münchener Marcel Sayle hat ein Fahrrad erfunden, das den Spagat schaffen soll: wendiger Alltagshelfer im Großstadtverkehr und robustes Bike für Offroad-Abenteuer. Seine Innovation: ein tiefliegender Lastenkorb hinter dem Fahrersitz, möglich durch eine eigens entwickelte Umlenknabe. Ergebnis: mehr Stabilität, bessere Kontrolle – selbst bei voller Beladung.


(Direktlink)

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