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RY X live from Lençóis Maranhenses National Park, in Brazil for Cercle

Kleine Zwickmühle für mich hier gerade. Zum einen feiere ich das Konzept von Cercle nicht mehr so richtig. Es erscheint mir nicht mehr sonderlich zeitgemäß, mit ein paar dutzend Leuten an abgelegene Orte oder eigentlich ruhende Kulturstätten zu fliegen, um dort dann Live-Sets und DJ-Gigs für YouTube aufzunehmen. Finde ich in der Tat in der Jetztzeit irgendwie überflüssig, weshalb ich hier lange auf Content von Cercle verzichtet habe. Zum anderen liebe ich das, was RY X macht wirklich sehr. Und das ganz unabhängig von dem Ort, an dem er es macht. Es könnte der Ostseestrand oder der alte, verlassene Flughafen sein. Oder auch ein Bunker in der Uckermark. Das ist einfach immer unschlagbar gut.

Nun hat Cercle RY X in den Lençóis Maranhenses National Park nach Brasilien eingeladen, um ihn dort vor eben jener Kulisse spielen zu lassen. Wie gesagt: unnötig. Andererseits und das allein schon musikalisch: ganz, ganz wundervolle 90 Minuten.


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2 Kommentare

  1. John20. September 2022 at 15:01

    Ich verstehe den Punkt den du machen willst. Und aus einem Blickwinkel hast du auch recht.
    Aber aus einem anderem Blickwinkel, ist es eben und nur der Exzess der zum Problem wird, um kurz und langfristige Schäden verursacht.

    Das Fass zum Überlaufen zu bringen muss nicht immer zwangsläufig negativ sein.
    Natürlich, es kann beim exzessivem überlaufen zum Absaufen des Umfelds führen, aber es kann bei kleinen Mengen auch zum Aufblühen, zu Inspiration und (geistiger) Befruchtung beitragen.

    So auch beim Cercle Konzept, wo der positive Nachhall und gut und wohlbefindlichen Menschen sich beim und nach dem Anhöhren und Anschauen wohlfühlen.
    Die kleinen Tropfen die Cercle versucht, sollten wir nicht mit Sturmfluten verwechseln.

    Dennoch stimmer ich dir zu, wenn jeder und jedes es tut, haben wir deine Bedenken. Wenn wir aber den Nachklang bewerten, gewinnen wir viel mehr.

    Ansonsten müssen wir uns fragen, wo fängt man zu versichten, mit dem finalen Gedanken, man müsse dann schlussendlich auch auf sich selbst zu versichten.

    Wer fliegt muss Umweltneutral kompensieren. Ja.
    Aber man muss nicht schwimmend den Atlantik überqueren.

  2. Aurelius20. September 2022 at 16:52

    Dabei wäre es so einfach, sich die Veranstaltungsstätten nicht nur ihrer optischen Schönheit nach auszuwählen, sondern auch ihrer Bedeutung nach. Orte, die es z.B. so in 30 Jahren vielleicht nicht mehr geben wird und worauf man dann auch deutlich hinweist.
    So ist der Drehort jedoch bloß eine austauschbare Kulisse, die das Globetrotten nicht mehr rechtfertigt.

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